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Nachrichten Russland

Russischer Gastanker soll nach Libyen geschleppt werden
Der havarierte und seit zwei Wochen führerlos im Mittelmeer treibende russische Flüssiggastanker „Arctic Metagas“ soll in einen libyschen Hafen geschleppt werden.

Man habe einen entsprechenden Auftrag an ein Spezialunternehmen erteilt, teilte der libysche Ölkonzern NOC gestern mit. Das Schiff sei zuletzt auf die libysche Küste zugedriftet.

Russland spricht von ukrainischem Angriff
Mögliche Umweltgefahren konnten weitgehend unter Kontrolle gebracht werden, hieß es. Es sei eine Notfallzentrale eingerichtet worden, um die Maßnahmen mit den zuständigen Behörden zu koordinieren.

Der Tanker war Anfang März nach russischen Angaben von ukrainischen Drohnen angegriffen worden, die von der libyschen Küste aus abgefeuert worden sein sollen. Kurz darauf hatte es geheißen, das Schiff brenne. Die 30-köpfige russische Besatzung konnte gerettet werden.

 
Die Route im Schatten – Wie Russland sein Öl verlagert und die Risiken wachsen
Russland verschiebt seinen Exportweg. Nicht offen, nicht direkt, sondern über Umladungen auf offener See. Tanker treffen sich vor Küsten, laden um und trennen sich wieder. Was danach ankommt, hat einen anderen Ursprung, zumindest auf dem Papier. Die Sanktionen bleiben, der Handel läuft weiter. Der Druck kommt von mehreren Seiten. Die Europäische Union hat ihre Embargos durchgesetzt, klassische Routen sind weggebrochen. Gleichzeitig sorgte der Winter dafür, dass nur noch eisverstärkte Schiffe russische Häfen anlaufen dürfen. Andere Tanker bleiben draußen. Wer fahren will, braucht Begleitschutz durch Eisbrecher. Das verlangsamt alles.

Die Lösung ist ein Umweg. Eisfähige Tanker fahren kurze Strecken von russischen Häfen wie Ust-Luga. Die Ladung wird dann auf See übergeben. Vor Port Said, vor der Küste Togos, später auch vor Marokko. Von dort geht es weiter nach Asien, vor allem nach Singapur. Im Januar wechseln so 240.000 Tonnen Naphtha den Besitzer. Im Februar sind es über 200.000 Tonnen. Im März steuern weitere Schiffe auf Umladepunkte bei Augusta in Italien zu. Der Effekt ist sichtbar. Routen werden kürzer, Schiffe effizienter eingesetzt. Der Engpass bei Tankern wird umgangen. Gleichzeitig entsteht ein System, das weniger kontrolliert ist. Die Übergaben finden auf offener See statt, oft unter schwierigen Wetterbedingungen.

Diese Entwicklung war klar. Umladungen sind nichts Neues. Doch die Häufigkeit nimmt zu, die Bedingungen würden schlechter und die Herkunft der Ladung wird gezielt verschleiert. Damit steigt das Risiko auf mehreren Ebenen. Mehr Unfälle, mehr Kollisionen, mehr Verstöße gegen Sanktionen.

Die Gefahren sind bekannt. Bereits 2020 schlägt Russlands damaliger Umweltminister Dmitry Kobylkin vor, diese Praxis zu verbieten. In einem Schreiben an Wladimir Putin verweist er auf über 600 Zwischenfälle im Schwarzen Meer. Öl tritt aus, Meeresleben stirbt, chemische Stoffe gelangen ins Wasser. Besonders große Tanker gelten als Risiko. Ein Unfall würde Schäden verursachen, die nicht rückgängig zu machen sind. Trotz dieser Warnungen wird die Methode jetzt ausgeweitet. Was früher ein kontrollierter Vorgang war, wird zu einem Werkzeug, um Einschränkungen zu umgehen. Die Transporte laufen weiter, nur anders organisiert.

 
Wrack der »Komsomolez« in 1700 Meter Tiefe
Gesunkenes russisches Atom-U-Boot strahlt radioaktiv – Meerestiere mit Cäsium belastet
Messwerte bis zu 800.000-mal höher als gewöhnlich: Aus dem Wrack eines 1989 vor Norwegen gesunkenen U-Boots tritt weiterhin Radioaktivität aus. Was bedeutet das für eine der fischreichsten Regionen der Welt?
Aus einem 1989 im Europäischen Nordmeer gesunkenen russischen Atom-U-Boot tritt weiterhin Radioaktivität aus. Die Messwerte des radioaktiven Isotops Strontium-90 liegen bis zu 400.000-mal höher als die natürliche Radioaktivität in diesem Seegebiet, die Messwerte von Cäsium-137 sogar bis zu 800.000-mal höher. Zum Vergleich: Für diese beiden Isotope liegt die natürliche Radioaktivität in dem Seegebiet bei einem Becquerel pro Kubikmeter.

Die Radioaktivität werde jedoch durch Meeresströmungen schnell verdünnt, schreiben Forschende um Justin Gwynn von der Norwegian Radiation and Nuclear Safety Authority in Tromsø im Fachmagazin »PNAS«.

Am 7. April 1989 – noch zur Zeit des Kalten Krieges – befuhr das sowjetische Atom-U-Boot »Komsomolez« das Europäische Nordmeer, auch Norwegische See genannt. Zwischen Norwegen und Spitzbergen brach in etwa 400 Meter Tiefe im Heck ein Brand aus. Um auftauchen zu können, pumpte die Besatzung Luft in die Ballasttanks.

 
Unsere Recherche: Zugriff auf jede Zahlung – Moskau vernetzt Steuerdaten und Kontobewegungen
In Russland wird ein System vorbereitet, das Finanzströme zwischen Bürgern deutlich transparenter machen soll. Grundlage ist ein Gesetzentwurf, der einen regelmäßigen Datenaustausch zwischen Steuerbehörde und Zentralbank vorsieht. Ziel ist es, Geldflüsse aus dem privaten Bereich sichtbar zu machen, die bislang oft als „Geschenke“ gelten und deshalb nicht besteuert werden. Künftig sollen genau diese Transfers genauer geprüft werden, weil sie in vielen Fällen reale Zahlungen für Dienstleistungen oder Miete darstellen.

Die technische Grundlage ist ein Abgleich umfangreicher Datensätze. Konten, Karten, digitale Wallets und Einkommenskategorien werden miteinander verknüpft. Zentrale Rolle spielt dabei die Steuer-ID, über die Informationen aus unterschiedlichen Systemen zusammengeführt werden können. Dadurch entsteht ein Gesamtbild der finanziellen Aktivitäten einzelner Personen. Auffällige Abweichungen lassen sich schneller erkennen, etwa wenn Einnahmen nicht zu gemeldeten Einkommen passen oder Zahlungsströme ungewöhnliche Muster zeigen.

Im Fokus stehen besonders p2p-Überweisungen, also direkte Zahlungen zwischen Privatpersonen. Genau dieser Bereich galt bislang als schwer kontrollierbar. Mit der neuen Struktur wird er Teil eines Systems, das automatisiert Auffälligkeiten herausfiltert. Behörden sprechen offen davon, dass damit sowohl Steuervermeidung als auch Geldwäsche besser erkannt werden sollen.

Innerhalb der Regierung gibt es jedoch Diskussionen über Reichweite und Risiken. Kritisiert wird vor allem die verpflichtende Weitergabe sensibler Bankdaten und unklare Definitionen bei Einkommensarten. Auch Fragen zur Identifizierung von Nutzern digitaler Zahlungsmittel sind noch nicht abschließend geklärt. Gleichzeitig wird gefordert, den Rahmen auszuweiten, um auch neue Zahlungsformen vollständig abzudecken.

Der Schritt kommt nicht isoliert. Bereits zuvor wurde der Zugriff auf Auslandskonten ausgeweitet, selbst kleinere Beträge geraten inzwischen in den Blick. Das neue System soll neun Monate nach Inkrafttreten starten. Damit entsteht eine Infrastruktur, die Finanzbewegungen im Inland deutlich enger nachvollziehbar macht und die Grenze zwischen privatem Geldtransfer und steuerpflichtigem Einkommen neu zieht.
 
Spionage für Russland? Festnahmen in Deutschland und Spanien
Die deutsche Bundesanwaltschaft hat in Nordrhein-Westfalen und in Spanien zwei mutmaßliche Russland-Spione festnehmen lassen. Sie sollen in Deutschland jemanden ausgespäht haben, der Drohnen und dazugehörige Bauteile in die Ukraine liefert, wie die Karlsruher Behörde heute mitteilte. Es geht um eine Rumänin und einen Ukrainer.

Seit Dezember 2025 soll der ukrainische Staatsbürger Sergey N. im Auftrag eines russischen Geheimdienstes den Betreffenden ausgespäht haben. Dazu soll er den Angaben zufolge Informationen im Internet gesammelt und Videos gemacht haben. N. sei dann nach Spanien gezogen, spätestens ab März habe die Rumänin Alla S. den Auftrag übernommen.

 
Das kann kritisch werden
Geheimdienst: Russische Drohne trifft Kraftwerk in Estland
Eine russische Drohne hat nach Angaben des estnischen Inlandsgeheimdiensts ein Kraftwerk in dem NATO-Mitgliedsstaat getroffen. Die Drohne habe „den Kamin des Kraftwerks Auvere“ getroffen, teilte der Geheimdienst ISS heute mit.

Die Drohne drang den Angaben zufolge „aus dem russischen Luftraum in den estnischen Luftraum ein“, verletzt worden sei niemand.

Im Zuge des seit mehr als vier Jahren andauernden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sind im Luftraum europäischer NATO-Staaten immer wieder Drohnen an Flughäfen und Militäreinrichtungen gesichtet worden. Russische Drohnen oder Militärflugzeuge waren zudem mehrfach in den Luftraum unter anderem Polens, der baltischen Staaten und Rumäniens eingedrungen.

Russland und Estland teilen sich eine knapp 300 Kilometer lange Grenze. Sie ist Teil der NATO-Außengrenze.

 
Das kann kritisch werden
Geheimdienst: Russische Drohne trifft Kraftwerk in Estland
Eine russische Drohne hat nach Angaben des estnischen Inlandsgeheimdiensts ein Kraftwerk in dem NATO-Mitgliedsstaat getroffen. Die Drohne habe „den Kamin des Kraftwerks Auvere“ getroffen, teilte der Geheimdienst ISS heute mit.

Die Drohne drang den Angaben zufolge „aus dem russischen Luftraum in den estnischen Luftraum ein“, verletzt worden sei niemand.

Im Zuge des seit mehr als vier Jahren andauernden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sind im Luftraum europäischer NATO-Staaten immer wieder Drohnen an Flughäfen und Militäreinrichtungen gesichtet worden. Russische Drohnen oder Militärflugzeuge waren zudem mehrfach in den Luftraum unter anderem Polens, der baltischen Staaten und Rumäniens eingedrungen.

Russland und Estland teilen sich eine knapp 300 Kilometer lange Grenze. Sie ist Teil der NATO-Außengrenze.


Verbreite bitte keine Fake News, danke. 🙂
 
Verbreite bitte keine Fake News, danke. 🙂
Danke für den Hinweis

Drohnen stürzen in Estland und Lettland ab
In Estland und Lettland sind am Mittwoch zwei aus dem russischen Luftraum kommende Drohnen abgestürzt. Die beiden EU- und NATO-Mitgliedsstaaten teilten nach einer Untersuchung am Nachmittag mit, dass es sich um ukrainische Drohnen handelte.

Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine drangen wiederholt Drohnen in den Luftraum der an Russland grenzenden baltischen Staaten ein. Bei den Drohnen am Mittwoch handelte es sich allerdings nicht um solche aus Russland. Die Drohnen seien Teil eines größeren ukrainischen Angriffs auf Ziele in Russland gewesen, erklärten die Behörden in den beiden baltischen Staaten.

Zuvor hatte es geheißen, Militär und Einsatzkräfte seien an den Absturzstellen, um Trümmerteile einzusammeln und zu untersuchen. Für die Bevölkerung und öffentliche Sicherheit bestehe keine Gefahr. Die Zwischenfälle ereigneten sich zu einer Zeit, als die Ukraine mit Dutzenden Drohnen russische Ziele am Finnischen Meerbusen angriff.

 
Ukrainische Drohnen griffen gestern und heute Abend die größten russischen Ölterminals in den Ostseehäfen Ust-Luga und Primorsk in St.-Petersburg an. Nicht nur das Ölterminal wurde beschädigt, sondern auch Gas- und Kohleterminals, Eisenbahnknotenpunkte, Lagerhallen und vieles mehr. Es gab mindestens zwölf Drohneneinschläge. Der Umschlag von Öl und Treibstoff wurde vorübergehend eingestellt. Ust-Luga war der letzte große Hafen, der Öl für den Export verschiffte. Der letzte verbleibende Hafen liegt im Pazifik.

Auch eine Werft in Wyborg wurde angegriffen. Der im Bau befindliche Arktis-Patrouilleneisbrecher „Dserschinski“ für den russischen Grenzschutz wurde getroffen und kenterte.

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Laut Reuters haben ukrainische Drohnenangriffe bis zu 40 % der russischen Ölexportkapazität lahmgelegt.
Die Agentur schätzt dies auf etwa 2 Millionen Barrel pro Tag. Reuters bezeichnet dies als die schwerste Störung der Öllieferungen in der modernen russischen Geschichte, inmitten steigender globaler Ölpreise aufgrund des Krieges gegen den Iran.

Die Einschätzung umfasst Störungen in den Ostseehäfen Primorsk und Ust-Luga, die Aussetzung der Exporte über die Druschba-Pipeline, einen Rückgang der Lieferungen über Noworossijsk, Angriffe auf Pumpstationen in der Region Krasnodar sowie die Festsetzung von Tankern durch europäische Länder, die Öl aus Murmansk transportierten.

Laut Reuters bleiben die Öllieferungen über Pipelines nach China, durch die ESPO- und Kozmino-Pipelines, sowie die Lieferungen aus Sachalin-Projekten und an belarussische Raffinerien relativ stabil.
 
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