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Brexit und News aus GB

Sollen die Briten die EU verlassen?


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Großbritannien bekommt die digitale Identität – und der Staat rückt näher an den Alltag
König Charles sprach den Satz beinahe beiläufig aus. Seine Minister würden auch die Einführung einer digitalen Identität vorantreiben. Doch hinter dieser kurzen Ankündigung steckt einer der größten Umbauten des britischen Alltags seit Jahren. Denn mit der digitalen Identität geht es nicht nur um Ausweise auf dem Smartphone oder schnellere Behördengänge. Es geht darum, wie eng Staat, digitale Infrastruktur und persönliche Daten künftig miteinander verbunden werden. Die britische Regierung verkauft das Projekt als Modernisierung. Bürger sollen sich einfacher ausweisen, Dokumente digital nutzen und Verwaltungswege beschleunigen können. Gleichzeitig wächst aber auch die Sorge, dass aus einer technischen Erleichterung schrittweise ein System wird, das immer mehr Lebensbereiche zentral bündelt. Wer sich digital identifiziert, hinterlässt Spuren – bei Behörden, Banken, Gesundheitsdiensten oder privaten Plattformen.

Besonders auffällig ist der Zeitpunkt. Während viele Staaten ihre Verwaltung digitalisieren, nehmen gleichzeitig Überwachung, Datensammlungen und automatisierte Kontrollen weltweit zu. Großbritannien bewegt sich damit in dieselbe Richtung wie andere westliche Staaten, die ihre Systeme enger vernetzen wollen. Kritiker warnen seit Jahren davor, dass solche Modelle irgendwann zur Voraussetzung für Reisen, Verträge, Zahlungen oder staatliche Leistungen werden könnten. Bislang fehlen viele Details. Noch ist unklar, wie weitreichend die digitale Identität tatsächlich eingesetzt werden soll und welche privaten Unternehmen Zugang zu den Systemen erhalten könnten. Doch allein die Tatsache, dass die Ankündigung inzwischen Teil der offiziellen Regierungsagenda ist, zeigt, wie schnell sich der politische Umgang mit digitalen Bürgerdaten verändert hat.

 
Starmer-Rivale darf sich auf Parlamentssitz bewerben
Der innerparteiliche Rivale des britischen Premierministers Keir Starmer, Andy Burnham, hat grünes Licht für die Bewerbung auf die Labour-Kandidatur für einen Abgeordnetensitz bekommen. Das habe das Labour-Führungsgremium National Executive Committee (NEC) beschlossen, sagte ein Sprecher der britischen Sozialdemokraten gestern. Anfang des Jahres hatte das NEC dem Bürgermeister von Manchester eine Bewerbung noch verweigert.

Burnham gilt als aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge des politisch angeschlagenen Premierministers und Parteichefs Starmer. Er muss allerdings zuerst den Sprung in das Unterhaus schaffen. Der Labour-Abgeordnete Josh Simons hatte sein Mandat im Wahlbezirk Makerfield nahe Manchester niedergelegt, um Burnham den Weg zu ebnen.

 
„König des Nordens“: Wer ist der Mann, der britischer Premier werden will?
Der hemdsärmelige Andy Burnham hat gute Chancen, nächster Premierminister zu werden. Auch weil er so ganz anders ist als Keir Starmer. Um an sein Ziel kommen zu können, muss er zuerst in einer Nachwahl im Wahlkreis Makerfield beweisen, dass er die rechte Reform UK schlagen kann.

London. Nach einigen verwirrenden und turbulenten Tagen in Westminster war am Freitag etwas klarer zu sehen, wie es mit der britischen Regierung weitergehen könnte. Ein klarer Favorit hat sich hervorgetan, und er hat gute Chancen, den Premier, Keir Starmer, zu ersetzen: Andy Burnham, derzeit Bürgermeister von Manchester. Er ist unter den Labour-Mitgliedern der mit Abstand beliebteste Politiker. Einen Spitzenkampf dürfte er also gewinnen – wenn er es schafft, ins Unterhaus zurückzukehren.

 
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