«Wahre Liebe» zwischen zwei Menschen ist ein Phantasiekonstrukt. Es gibt nur periodische «Wallungen» an körperlicher und emotionaler Lust zu einem Menschen. In Bezug auf die Liebe glaube ich deswegen eher an die Polygamie.
Dass man aber mit einem Menschen ein Leben aufbauen kann, der einem sehr nahe ist – sowohl sexuell als auch emotional, dann ist die Monogamie am besten dazu geeignet. Denn der Mensch ist nicht fähig, mit mehreren Menschen gleichzeitig innige Beziehungen zu führen und mehrere «Leben» zu leben.
Frage kann man also so nicht beantworten.
Da musst du aber ganz klar unterscheiden zwischen Polygamie und Polyamorie, wegen der Sache mit "gleichzeitig mit mehreren Menschen innige Beziehungen zu führen und meherere Leben zu leben."
Aber gebe zu... Polygamie ist auch nicht genau definiert. Zwar wird dort der Sex ganz klar von der Liebe getrennt, aber ein One-Night-Stand/Seitensprung mit einer fremden Person ist auch nicht das Gleiche wie eine Affäre/Sexbeziehung mit einer bestimmten Person. Auch wenn da keine Liebe im Spiel ist, ist es immer noch eine Beziehung (parallel zu der eigentlichen Beziehung). Swinger und Pornostars sind (Laut den Dokus, wie es den Anschein macht) noch viel strikter in dieser Sache. Auch die erlauben keine Parallelbeziehungen (auch keine sexuellen), obwohl sie ständig was von Polygamie quatschen.
Das Problen an parallelen Beziehungen ist, dass man zur Zweiperson 1.) eine imense Anziehung verspürt und 2.) zu dieser eine Bindung aufbaut. Und das kann sich, meiner Meinung nach, nicht gut auswirken auf die "Primärbeziehung", weshalb ich mich machmal schwer tue, Leute, die polyamore Beziehungen führen, zu verstehen.