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Nachrichten aus Österreich

Einfach unglaublich. Übrigens, jenes Auto welches gebrannt hat, war ein Verbrenner
Geisterfahrer in Rettungsgasse: Ermittlungen
Zu chaotischen Szenen ist es am Sonntag nach einem Fahrzeugbrand im Stau auf der Innkreisautobahn (A8) gekommen. Dutzende Verkehrsteilnehmer machten kehrt und nutzten die Rettungsgasse, um zur letzten Auffahrt zurückzufahren – und gegen den Verkehr abzufahren. Die Polizei ermittelt und bittet um weitere Fotos und Videos.

Die Fotos und Videos von den Szenen auf der Innkreisautobahn bei Meggenhofen, die ein Radio-Oberösterreich-Hörer dem ORF Oberösterreich zusendete, sprechen Bände: Etliche Fahrzeuge fahren in der Rettungsgasse quasi als Geisterfahrer zurück zur Autobahnauffahrt, um auf diesem Weg dem Stau zu entkommen.

 
Zweisprachige Schilder für Bahnhöfe
Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) statten die Kärntner Bahnhöfe mit zweisprachigen Schildern aus, die sich laut Volksgruppengesetz in zweisprachigen Gemeinden befinden. Dazu bestehe zwar keine Verpflichtung, man habe sich vielmehr freiwillig zu diesem Schritt entschlossen, teilten die ÖBB mit.

Bis Ende 2024 werden mehrere Bahnhofsschilder in Kärnten und dem Burgenland getauscht beziehungsweise neu angebracht. Bereits zweisprachig ist die Tafel am Bahnhof St. Michael ob Bleiburg/Šmihel pri Pliberku.

Die zweisprachigen Schilder werden außerdem auf den Bahnhöfen in Wiederndorf-Aich/Vidra vas-Dob, Bleiburg/Pliberk und Bleiburg Stadt/Pliberk mesto und der neu errichteten Haltestelle Wiederndorf-Aich/Vidra vas-Dob aufgestellt.

 
Für mehr Sicherheit: Konzerte im Happel-Stadion finden künftig ohne Securitys statt
Acht amtsbekannte Personen hätten beim Swift-Konzert als Securitys arbeiten sollen. Aus diesem Anlass überarbeiten die Veranstalter nun ihr Sicherheitskonzept. Um einen sicheren Ablauf für die Gäste zu garantieren, findet das kommende Coldplay-Konzert ganz ohne Securitys statt.

WIEN – „Hier kann man dann einfach durchgehen, da wird kein einziger Gefährder stehen, auch die Tickets werden sicherheitshalber nicht kontrolliert“, erklärt Polizei-Einsatzleiter Robert Mayr und führt uns durch den Eingangsbereich ins leere Ernst-Happel-Stadion.

Seit dem verhinderten islamistischen Anschlag auf die Taylor-Swift-Konzerte ist hier alles anders. Ein innovatives Sicherheitskonzept wurde im Eiltempo entwickelt. Das Bundeskriminalamt kam zu dem Schluss, dass nichts die Sicherheit der Gäste mehr gefährdet als die Anwesenheit von Securitys.

Gefahr gebannt

 
Erste Anklagen gegen Ott und Jenewein
Die Staatsanwaltschaft Wien hat erstmals eine Anklage gegen den früheren Verfassungsschützer Egisto Ott eingebracht. Konkret geht es um den Verdacht des Amtsmissbrauchs. Angeklagt wurde auch der ehemalige FPÖ-Politiker Hans-Jörg Jenewein. Weitere Ermittlungen in der Causa laufen. Für beide gilt die Unschuldsvermutung.

Ott wird zur Last gelegt, als Beamter des Innenministeriums im Auftrag Jeneweins einen weiteren Beamten beauftragt zu haben, Informationen zu Teilnehmern eines Treffens europäischer Nachrichten- und Geheimdienste zu beschaffen. Laut dem Strafantrag der Staatsanwaltschaft wollte Jenewein wissen, welche Mitarbeiter des mittlerweile aufgelösten Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) am Treffen teilgenommen haben.

 
NS-Wiederbetätigung: Haft auf Bewährung
Wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung ist Mittwochnachmittag beim Landesgericht ein erst 16-Jähriger zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Er muss also nicht ins Gefängnis, wenn er nicht rückfällig wird.

Der Jugendliche hatte Bilder im Internet erstellt und weitergeleitet, die die Gräuel der NS-Zeit verharmlosen – etwa ein Foto von KZ-Häftlingen mit der Schriftzug „Familien im Brennpunkt“. Außerdem hatte die Staatsanwaltschaft dem 16-Jährigen das Erstellen von Videos vorgeworfen, die ihn zum Beispiel beim Hitlergruß und beim Wegwerfen einer Regenbogenfahne zeigen.

Zusätzlich zur bereits rechtskräftigen Bewährungsstrafe muss der Bursche eine Führung in der Gedenkstätte des früheren NS-Konzentrationslagers Mauthausen absolvieren und seine Lehre fortsetzen.


@Mortimer zur Info
 
Wie die Parteien im Wahlkampf werben: Straße, Plakate, Tiktok
Der persönliche Austausch mit der Bevölkerung steht weiterhin im Fokus – stark wird aber auch auf Plakate, Inserate und Social Media gesetzt

Für die fünf Parlamentsparteien steht der Start in die "heiße Phase" des Wahlkampfs unmittelbar bevor. DER STANDARD wollte von ihnen wissen, mit welcher Agentur sie kooperieren, welche Schwerpunkte sie setzen, welche Kanäle im Zentrum stehen und welches Budget für die Werbung vor der Nationalratswahl angesetzt ist. Die Parteien setzen auch im digitalen Zeitalter einen Schwerpunkt auf Plakate sowie persönlichen Kontakt zur Bevölkerung. Soziale Netzwerke seien im Wahlkampf wichtig für Austausch, lautet der Tenor. Auch "Überraschungen" sind zu erwarten.

 
Das verstörende Schweigen der islamischen Gemeinschaft
Die offizielle Vertretung der österreichischen Muslime hält sich mit Aussagen zum mutmaßlich geplanten, islamistisch motivierten Anschlag auf das Swift-Konzert in Wien zurück

Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) äußert auf ihrer derislam.at-Homepage "tiefe Besorgnis" und auch Empörung über Berichte zur Bombardierung einer Schule in Gaza. Was in den IGGÖ-News nicht zu lesen ist: Laut israelischen Angaben soll sich dort eine Zentrale der Hamas-Terroristen befunden haben.

Vergeblich sucht man in den Berichten und Analysen auf der IGGÖ-Homepage auch eine "Besorgnis" über den mutmaßlich geplanten Terroranschlag auf das Taylor-Swift-Konzert in Wien. In dringendem Verdacht steht ein radikal-islamistischer junger Mann.

 
DSN-Bericht offenbart Terrorpläne (Videobericht im Link)
Laut der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) hat der 19-jährige Terrorverdächtige definitiv vorgehabt, eine große Anzahl an Menschen vor dem Taylor-Swift-Konzert beim Ernst-Happel-Stadion in Wien zu verletzen oder zu töten.

 
Integrationsexpertin Saric: "Es geht um männliche Ehre"
Integrationsexpertin Emina Saric spricht nach den Anschlagsplänen im Zusammenhang mit Taylor-Swift-Konzerten über islamistische Radikalisierung und Männlichkeitsbilder in "ehrkulturellen Milieus"

Eine gute Woche ist es her, dass drei restlos ausverkaufte Konzerte von US-Popstar Taylor Swift im Wiener Ernst-Happel-Stadion wegen Anschlagsplänen des 19-jährigen Beran A. abgesagt wurden. Integrationsberaterin Emina Saric über die Frage, warum gerade junge muslimische Männer so anfällig für Extremismus sind, und "Swifties" als "ideale Angriffsfläche".

STANDARD: Der junge Mann, der mutmaßlich ein Attentat auf das Taylor-Swift-Konzert geplant hat, ist Österreicher mit nordmazedonischen Wurzeln. Wie wird jemand, der sein ganzes Leben hier verbracht hat, so anfällig für islamistische Radikalisierung?

Saric: Gerade Jugendliche können sich im Netz stark radikalisieren. Dafür gibt es unterschiedliche Kanäle, aber auf Tiktok geht es derzeit am schnellsten. Junge Männer wie er fühlen sich oft marginalisiert, stehen am Rande der Gesellschaft, finden keine Jobs. Häufig sind es Schulabbrecher. Es ist wichtig, sich jeden Fall einzeln anzuschauen und nicht zu stark zu pauschalisieren. Aber es gibt diese jungen Männer, die sich in westlichen Kulturen nicht wohlfühlen. Sie sind auf der Suche nach Exitstrategien und Zugehörigkeitsgefühl. Viele glauben auch, dass an ihrem Außenseitertum der Staat oder die westlichen Werte schuld sind. Die entstehenden Ressentiments gegenüber der Mehrheitsgesellschaft können sie dann in radikalisierten Milieus ausleben.

 
Die Attraktion von Nichtpolitikern
Kleinparteien wie Bierpartei oder KPÖ könnten diesmal wichtig werden

Die Bierpartei des Dominik Wlazny wird auch der FPÖ Stimmen wegnehmen, aber eher der SPÖ und den Grünen. Weil er einfach so ein cooler Hund ist. Lässig, sympathisch, schaut gut aus, hat einen gewissen Witz.

Was das Programm ist? Also … also, da kommt noch was Genaueres. Sicher. Demnächst auf der Website oder so. Das sagt Wlazny schon seit längerem, zuletzt wieder bei der Präsentation der Kandidatinnen und Kandidaten für den Nationalrat. Die sagten laut Bericht denn auch übereinstimmend, sie seien so enttäuscht von der Politik.

Viele sind enttäuscht
Das gibt ihnen in Österreich eine ganz gute Chance. "Enttäuscht", großteils sogar mit Recht, sind viele. Jede Umfrage zeigt gruselige Werte, was Zukunftshoffnung und Vertrauen in das "System" betrifft.

Viele gehen dann zur FPÖ, die zwar noch nie konkret etwas zur Verbesserung der Situation beigetragen hat, aber was soll's. Manchen Bürgern und Bürgerinnen ist die FPÖ aber doch ein bisserl zu sehr "jenseitig rechts" und daher wählen sie nicht die SPÖ oder die Grünen, sondern eine vage "linke" Partei wie den Wlazny-Verein.

 
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