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"Milliarden abgeliefert": Warum die Senioren weitere Einschnitte ablehnen
Sind Einsparungen bei den Pensionen angesichts der hohen Kosten unumgänglich? Seniorenvertreterin Ingrid Korosec hält das Maß längst für voll: "Keine andere Gruppe hat so viel beigetragen."
Einen Schulterschluss kann die Koalition offenbar vergessen: Derzeit beraten ÖVP, SPÖ und Neos darüber, in welcher Form der jährliche Teuerungsausgleich für die Pensionisten im Zuge des Sparpakets beschnitten werden soll. Soziale Staffelung oder gleichmäßige Einbußen für alle? Ingrid Korosec will nicht kooperieren. "Diese Entscheidung muss die Regierung allein treffen", sagt die Seniorenvertreterin von der ÖVP im Gleichklang mit ihrer sozialdemokratischen Kollegin Birgit Gerstorfer: "Wir lassen uns den schwarzen Peter nicht zuschieben."
Passt Gesprächsverweigerung zum Anspruch einer Interessenvertretung, die als Sozialpartnerin mitgestalten will? Sie habe mit der Regierung ja geredet, erwidert Korosec – darüber, dass dieses Mal alle Pensionistinnen und Pensionisten die volle Inflationsabgeltung bekommen müssten. "Bescheiden" nennt die 85-Jährige diese Haltung angesichts der krisenhaften Zeiten. Der nächste Preissprung könne jäh eintreten, und die Älteren hätten im Gegensatz zu jüngeren Menschen meist keine Möglichkeiten zum Zuverdienst: "Da ist unsere Forderung nicht hochgriffen."
Das könnte man angesichts von heuer 34 Milliarden Euro an Steuergeldzuschuss ins Pensionssystem allerdings auch von den 280 Millionen Euro behaupten, die der eingeschränkte Teuerungsausgleich einbringen soll – oder? Die Senioren würden doch längst Milliarden abliefern, hält Korosec entgegen und zählt Zumutungen aus dem bisherigen Konsolidierungsprogramm auf: "Keine andere Gruppe leistet auch nur annähernd so viel für die Konsolidierung."
Weg ins Spital kostet
Was sie damit meint: Schon für das heurige Jahr hat die Regierung den Teuerungsausgleich beschnitten, und zwar gestaffelt ab einem Bezug von 2500 Euro brutto im Monat. Der größte Brocken betrifft aber nicht aktuelle, sondern künftige Ruheständler: Der Zugang zur Korridorpension, eine Variante der Frühpension, wird schrittweise erschwert. Inklusive anderer Maßnahmen sollen sich die Einschnitte im Pensionsbereich zum Ende der Regierungsperiode im Jahr 2029 auf rund 1,7 Milliarden summiert haben.
www.derstandard.at
Sind Einsparungen bei den Pensionen angesichts der hohen Kosten unumgänglich? Seniorenvertreterin Ingrid Korosec hält das Maß längst für voll: "Keine andere Gruppe hat so viel beigetragen."
Einen Schulterschluss kann die Koalition offenbar vergessen: Derzeit beraten ÖVP, SPÖ und Neos darüber, in welcher Form der jährliche Teuerungsausgleich für die Pensionisten im Zuge des Sparpakets beschnitten werden soll. Soziale Staffelung oder gleichmäßige Einbußen für alle? Ingrid Korosec will nicht kooperieren. "Diese Entscheidung muss die Regierung allein treffen", sagt die Seniorenvertreterin von der ÖVP im Gleichklang mit ihrer sozialdemokratischen Kollegin Birgit Gerstorfer: "Wir lassen uns den schwarzen Peter nicht zuschieben."
Passt Gesprächsverweigerung zum Anspruch einer Interessenvertretung, die als Sozialpartnerin mitgestalten will? Sie habe mit der Regierung ja geredet, erwidert Korosec – darüber, dass dieses Mal alle Pensionistinnen und Pensionisten die volle Inflationsabgeltung bekommen müssten. "Bescheiden" nennt die 85-Jährige diese Haltung angesichts der krisenhaften Zeiten. Der nächste Preissprung könne jäh eintreten, und die Älteren hätten im Gegensatz zu jüngeren Menschen meist keine Möglichkeiten zum Zuverdienst: "Da ist unsere Forderung nicht hochgriffen."
Das könnte man angesichts von heuer 34 Milliarden Euro an Steuergeldzuschuss ins Pensionssystem allerdings auch von den 280 Millionen Euro behaupten, die der eingeschränkte Teuerungsausgleich einbringen soll – oder? Die Senioren würden doch längst Milliarden abliefern, hält Korosec entgegen und zählt Zumutungen aus dem bisherigen Konsolidierungsprogramm auf: "Keine andere Gruppe leistet auch nur annähernd so viel für die Konsolidierung."
Weg ins Spital kostet
Was sie damit meint: Schon für das heurige Jahr hat die Regierung den Teuerungsausgleich beschnitten, und zwar gestaffelt ab einem Bezug von 2500 Euro brutto im Monat. Der größte Brocken betrifft aber nicht aktuelle, sondern künftige Ruheständler: Der Zugang zur Korridorpension, eine Variante der Frühpension, wird schrittweise erschwert. Inklusive anderer Maßnahmen sollen sich die Einschnitte im Pensionsbereich zum Ende der Regierungsperiode im Jahr 2029 auf rund 1,7 Milliarden summiert haben.
"Milliarden abgeliefert": Warum die Senioren weitere Einschnitte ablehnen
Sind Einsparungen bei den Pensionen angesichts der hohen Kosten unumgänglich? Seniorenvertreterin Ingrid Korosec hält das Maß längst für voll: "Keine andere Gruppe hat so viel beigetragen."