Geld für Entlastung, aber Sparen bei Unis: Regierung setzt falsche Prioritäten
Die Senkung der Lohnnebenkosten und der Bonus für Arbeit im Alter haben wackelige Erfolgsaussichten. Das Geld wäre in Bildung und Forschung besser angelegt
Eva-Maria Holzleitner gab keine gute Figur ab: Ungeschickte Kommunikation hat die SPÖ-Politikerin in die Defensive gebracht. Dennoch wäre es falsch, ihr die Verantwortung für Kürzungen an den Unis persönlich umzuhängen. Denn wo kann eine Wissenschaftsministerin, die sparen muss, sonst ansetzen? Das Problem sind die falschen Prioritäten der Regierung: ÖVP, SPÖ und Neos geben Geld für Vorhaben aus, die weniger dringlich sind als die Absicherung von Bildung und Forschung.
Fast eine halbe Milliarde im Jahr lässt sich die Koalition auf ÖVP-Wunsch einen Steuerbonus für Arbeit im Pensionsalter kosten. Dass massenhaft Senioren die Facharbeiterlücke schließen werden, ist eine höchst gewagte Annahme. Viel spricht dafür, dass vor allem Gutverdiener profitieren, die ohnedies weitergearbeitet hätten und haben.
Fraglicher Nutzen
Bessere Argumente gibt es für die von ÖVP und Neos betriebene Senkung der Lohnnebenkosten, doch wieder sind die Erfolgsaussichten wackelig. Selbst, wenn man glauben mag, dass ein solcher Schritt prinzipiell Jobs verspricht: Trotz Kosten von zwei Milliarden geht sich nur eine Entlastung von einem Prozentpunkt aus – fraglich, ob da ein Effekt spürbar ist.
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Die Senkung der Lohnnebenkosten und der Bonus für Arbeit im Alter haben wackelige Erfolgsaussichten. Das Geld wäre in Bildung und Forschung besser angelegt
Eva-Maria Holzleitner gab keine gute Figur ab: Ungeschickte Kommunikation hat die SPÖ-Politikerin in die Defensive gebracht. Dennoch wäre es falsch, ihr die Verantwortung für Kürzungen an den Unis persönlich umzuhängen. Denn wo kann eine Wissenschaftsministerin, die sparen muss, sonst ansetzen? Das Problem sind die falschen Prioritäten der Regierung: ÖVP, SPÖ und Neos geben Geld für Vorhaben aus, die weniger dringlich sind als die Absicherung von Bildung und Forschung.
Fast eine halbe Milliarde im Jahr lässt sich die Koalition auf ÖVP-Wunsch einen Steuerbonus für Arbeit im Pensionsalter kosten. Dass massenhaft Senioren die Facharbeiterlücke schließen werden, ist eine höchst gewagte Annahme. Viel spricht dafür, dass vor allem Gutverdiener profitieren, die ohnedies weitergearbeitet hätten und haben.
Fraglicher Nutzen
Bessere Argumente gibt es für die von ÖVP und Neos betriebene Senkung der Lohnnebenkosten, doch wieder sind die Erfolgsaussichten wackelig. Selbst, wenn man glauben mag, dass ein solcher Schritt prinzipiell Jobs verspricht: Trotz Kosten von zwei Milliarden geht sich nur eine Entlastung von einem Prozentpunkt aus – fraglich, ob da ein Effekt spürbar ist.
Geld für Entlastung, aber Sparen bei Unis: Regierung setzt falsche Prioritäten
Die Senkung der Lohnnebenkosten und der Bonus für Arbeit im Alter haben wackelige Erfolgsaussichten. Das Geld wäre in Bildung und Forschung besser angelegt