Werte-Korridor öffnen?
Kann man aus den Bewerbungen wichtiger Kandidaten Unzufriedenheit mit der ORF-Information herauslesen?
Für die ORF-Kandidatenparade Montagabend in ORF III ergaben sich vorab doch einige Fragen aus den Bewerbungen – und Gelegenheit zur Klarheit für einige wichtige Kandidaten. Clemens Pig (vorher APA) schreibt: "Vertrauen braucht ein redaktionelles Selbstverständnis, das nicht aus einem Milieu für ein Milieu sendet, sondern aus der demokratischen Mitte für das ganze Land arbeitet." Also hat bisher ein " Milieu" dem nichtsahnenden Land seine wie auch immer gearteten Ideen aufs Auge gedrückt, oder missverstehen wir da was? Und was ist "die demokratische Mitte"? Man sollte meinen, dass "demokratisch" und "journalistisch sauber" genügt. Aber immerhin sagt Clenens Pig, dass er für "publizistische Unabhängigkeit" stehe.
Ein Schrittchen weiter geht Markus Breitenecker (vormals Privat-TV) : Im ORF müsse man den "eigenen Werte-Korridor so weit öffnen", "dass sich marktliberale, konservative und ordnungspolitische Positionen in der Berichterstattung ebenso wiederfinden wie liberal-progressive Grundhaltungen". Heißt das "zu wenig Marktwirtschaft" im ORF?
Eindeutig die Aussage von Kandidat Johannes Larcher (vorher US-TV): In der ZiB2 würden Kommentar und Bericht nicht ausreichend getrennt. Auf Nachfrage kann er keine Beispiele nennen. Man wisse eh, was gemeint sei. Na ja, die vielen Feinde einer kritischen Berichterstattung in der ZiB2 wissen es sicher. (Hans Rauscher, 8.6.2026)
www.derstandard.at
Kann man aus den Bewerbungen wichtiger Kandidaten Unzufriedenheit mit der ORF-Information herauslesen?
Für die ORF-Kandidatenparade Montagabend in ORF III ergaben sich vorab doch einige Fragen aus den Bewerbungen – und Gelegenheit zur Klarheit für einige wichtige Kandidaten. Clemens Pig (vorher APA) schreibt: "Vertrauen braucht ein redaktionelles Selbstverständnis, das nicht aus einem Milieu für ein Milieu sendet, sondern aus der demokratischen Mitte für das ganze Land arbeitet." Also hat bisher ein " Milieu" dem nichtsahnenden Land seine wie auch immer gearteten Ideen aufs Auge gedrückt, oder missverstehen wir da was? Und was ist "die demokratische Mitte"? Man sollte meinen, dass "demokratisch" und "journalistisch sauber" genügt. Aber immerhin sagt Clenens Pig, dass er für "publizistische Unabhängigkeit" stehe.
Ein Schrittchen weiter geht Markus Breitenecker (vormals Privat-TV) : Im ORF müsse man den "eigenen Werte-Korridor so weit öffnen", "dass sich marktliberale, konservative und ordnungspolitische Positionen in der Berichterstattung ebenso wiederfinden wie liberal-progressive Grundhaltungen". Heißt das "zu wenig Marktwirtschaft" im ORF?
Eindeutig die Aussage von Kandidat Johannes Larcher (vorher US-TV): In der ZiB2 würden Kommentar und Bericht nicht ausreichend getrennt. Auf Nachfrage kann er keine Beispiele nennen. Man wisse eh, was gemeint sei. Na ja, die vielen Feinde einer kritischen Berichterstattung in der ZiB2 wissen es sicher. (Hans Rauscher, 8.6.2026)
Werte-Korridor öffnen?
Kann man aus den Bewerbungen wichtiger Kandidaten Unzufriedenheit mit der ORF-Information herauslesen?