Aktuelles

Nachrichten aus der VR China

Yaroslav

Gesperrt
Die Chinesen müssen nicht viel faken. Das meiste wo heute Made in Germany, England, France, USA... draufsteht, ist mit Material aus China verarbeitet.
 

Lilith

une vache folle
Teammitglied
Ach. Von der Qualität her würde ich da vieles auch nicht mehr zumindest unterschätzen.

Wenn du schnell eine große Produktion für etwas brauchst. Du wirst kaum bessere Möglichkeiten finden als da.

Die Zukunft auch mit Produktion über 3D-Printer wird sich da auch vieles wieder verändern. Aber zumindest im Moment mit "klassischen" Produktionslinien...
 

Ademus Papa

Italicus

USA verhängen neue Sanktionen gegen Huawei, doch die Chinesen erobern einfach Afrika



Doch während Huawei in den USA keine Geschäfte mehr macht und auch in Europa zusehends Probleme bekommt, ist der Konzern selbst kaum bedroht. Afrika hat sich für die Chinesen als großer Markt entpuppt. Hier investiert China schon seit Jahren im Rahmen der „Neuen Seidenstraße“ Milliarden in Infrastrukturprojekte. Dazu gehört mittlerweile auch die digitale Ausrüstung. Bis heute hat nicht einmal die Hälfte der Afrikaner Zugang zum Internet. Wer zu den Glücklichen gehört, benutzt meist Mobilfunk dafür.
Huawei investiert massiv
Die Masten, Backbones und sogar Unterseekabel dafür liefert meist Huawei. In Afrika haben die Chinesen bis heute nicht einen einzigen Auftrag verloren. Südafrika, Kenia und Äthiopien sind etwa drei der wichtigsten Staaten, in denen der fernöstliche Netzwerkausrüster den digitalen Ausbau betreibt. Neben der Qualität der Produkte liefert China auch günstige Kredite staatlicher Entwicklungsbanken – sonst könnten sich die oft armen Länder den Ausbau gar nicht leisten.
Dazu kommt, dass Ausrüstung von Huawei oft preiswerter ist als selbige aus den USA und Europa. Zudem haben die Chinesen Erfahrung mit dem Mobilfunkausbau auch in wenig erschlossenen Gegenden. Und zu guter Letzt ist Huawei schon länger in Afrika aktiv als andere Ausrüster. Die Firma kann also von guten Erfahrungen mit einzelnen Staaten zehren. Die Analysefirma World Wide Worx schätzt, dass schon 70 Prozent der afrikanischen Breitband-Infrastruktur von Huawei stammen. In 14 Ländern baut der Konzern sogar so genannte „Smart Cities“, in denen weitere Zukunftstechnologien getestet werden.

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Huawei aus Afrika zu verdrängen dürfte für die USA aber schwer werden. Die Dominanz auf dem Kontinent ist bisher zu groß. Vielleicht versuchen sie aber eine Taktik, die zuletzt in Brasilien angewandt wurde: Dort versprachen die USA, den kompletten 5G-Ausbau zu bezahlen, wenn das Land Huawei aussperre. Auf einem ganzen Kontinent dürfte diese Strategie aber sehr teuer werden.

https://www.focus.de/finanzen/boers...-die-chinesen-erobern-afrika_id_12336516.html
 

Ademus Papa

Italicus
"Börsendebütanten nach Reform gefragt
Nach der Reform der chinesischen Technologiebörse Chinext haben sich Investoren am Montag um die Aktien der 18 Börsendebütanten gerissen. Zu den größten Gewinnern gehörten die Papiere des Autokabelherstellers Ningo KBE Electrical, die an ihrem ersten Handelstag um mehr als 500 Prozent in die Höhe sprangen. Damit dürfte der Handelsplatz in Shenzhen der Shanghaier Börse, an der bisher die meisten chinesischen Technologiekonzerne notiert sind, deutlich mehr Konkurrenz machen.



Die Reform der Chinext zielte darauf ab, Börsengänge weniger bürokratisch zu gestalten und Handelsbeschränkungen zu verringern. Sie gilt damit auch als Vehikel für chinesische Investoren, die es derzeit schwer in den USA haben, wo chinesischen Firmen genauer auf die Finger geschaut wird und sie angesichts der Drohungen von Präsident Donald Trump Sorge haben müssen, vom Handel an US-Börsen ausgeschlossen zu werden.

Marktbeobachter warnen allerdings bereits vor einer Blasenbildung. Im Schnitt werden derzeit die mehr als 800 an der Chinext gelisteten Unternehmen zum 60-Fachen der Einnahmen gehandelt. Zum Vergleich: An der Nasdaq liegt der Wert bei etwa 38. „Die Chinext-Reform ist ein bedeutender Teil der chinesischen Strategie im Wettbewerb mit den USA“, schrieb der Marktbeobachter Hao Hong von Bocom International. Deswegen sollten fallende Kurse als Zeichen gesehen werden, dass die Reform erfolgreich war und nicht steigende. Am Montag ging es allerdings für die 18 neuen Unternehmen nur nach oben: Die Anteilsscheine von Contec Medical Systems legten fast 500 Prozent zu, während die Aktien von Chengdu Dahongli Machinery etwa 200 Prozent stiegen."

https://www.handelsblatt.com/finanz...ml?ticket=ST-2197725-YmWEXBixSGfgH5fsXxMK-ap6
 

Ademus Papa

Italicus
EU-China-Gipfel „China wird zum Westen aufschließen“


Neben der Coronakrise macht der Handelskonflikt mit den USA der chinesischen Wirtschaft zu schaffen. Manche Beobachter glauben, ein Wahlsieg Joe Bidens bei den Präsidentschaftswahlen in den USA werde den Konflikt entschärfen.
Ein Wahlsieg Joe Bidens könnte einige Änderungen im diplomatischen Umgang der USA mit China zur Folge haben und die Hitze aus dem Konflikt nehmen. Der Schwerpunkt der Auseinandersetzungen könnte sich vom Außenhandel auf die Frage der Menschenrechte verlagern. Aber das Grundproblem der bilateralen Beziehungen bleibt bestehen. Wenn eine Macht, die jahrzehntelang der unangefochtene Hegemon in der Welt war, durch eine andere Macht herausgefordert wird, sind Konflikte programmiert. Ob im Handel, der Technologiepolitik oder der Geopolitik. Ich fürchte, eine schnelle Entspannung wird es nicht geben.


Die USA streben eine Abkoppelung des Westens von China an. Wird sich die Welt in einen von China dominierten asiatischen und einen von den USA dominierten westlichen Teil spalten?
Eine totale Entkoppelung wie etwa zwischen den USA und der Sowjetunion nach dem Zweiten Weltkrieg wird es nicht geben. Die USA und China sind trotz aller Konkurrenz wirtschaftlich stark vernetzt. US-Unternehmen erzielen in China Umsatzerlöse von 500 Milliarden Dollar im Jahr, das wird man nicht einfach aufgeben. Zudem haben die Importe der USA aus China in den vergangenen Monaten wieder zugenommen. Das zeigt, wie eng die gegenseitige Abhängigkeit ist. Man kann die Beziehungen nicht einfach auf null zurückfahren. Etwas anders könnten die Dinge allerdings im Technologiebereich liegen.

Inwiefern?
Die USA wollen ihre Technologieführerschaft verteidigen. Daher versuchen sie, chinesische Konkurrenten von westlichem Know-how abzuschneiden. Im Extremfall könnte die Weltwirtschaft in Zukunft in zwei Technologiezonen zerfallen, die ihre jeweils eigenen Standards und Regulierungen haben.

Können die USA den Aufstieg Chinas zur technologischen Supermacht noch verhindern?
Amerika kann den technologischen Aufstieg Chinas verlangsamen. Etwa dadurch, dass man den Chinesen keine Halbleiter oder andere wichtige technologische Produkte mehr liefert. Allerdings verfügt China über genug Ressourcen, um die eigene Entwicklung und Produktion von Technologieprodukten voran zu treiben. Mittelfristig dürfte es China gelingen, mit eigenen Produkten und Innovationen zum Westen aufzuschließen. Schauen Sie sich den Bereich der künstlichen Intelligenz, die Pharmaindustrie oder die Quantencomputer an. Da hat China schon zum Westen aufgeschlossen oder ist sogar an ihm vorbeigezogen. Ein technologisch unabhängiges China wird ein noch härterer Konkurrent für die USA werden.

Die US-Regierung hat die Transparenzanforderungen für chinesische Unternehmen bei Börsengängen in den USA verschärft. Droht jetzt eine Abkoppelung der Kapitalmärkte?
Während die USA versuchen, Chinas Zugang zu den westlichen Kapitalmärkten einzuschränken, öffnet China seinen Kapitalmarkt für ausländische Investoren und treibt die Integration in die globale Finanzwirtschaft voran. Die Idee dahinter ist einfach. Wenn die USA den Chinesen den Zugang zum westlichen Kapitalmarkt erschweren, holen sich die Chinesen das westliche Kapital eben ins eigene Land. Die Kapitalzuflüsse nach China steigen seit Monaten. China lockt mit höheren Zinsen und höheren Wachstumsraten als der Westen. Und amerikanische Sparer und Investoren haben ein Interesse an möglichst hohen Renditen. Eine vollständige Abkoppelung der Kapitalmärkte würde nicht nur China, sondern auch dem Westen schaden.

Der Konflikt zwischen den USA und China betrifft auch die Länder Asiens. Wer zählt da zu den Gewinnern, wer zu den Verlierern?
Viele amerikanische und chinesische Unternehmen, die bisher in China produzierten, haben ihre Produktion im Zuge des Handelskonflikts in andere Länder Asiens verlagert, um beim Export nach Amerika den US-Zöllen zu entgehen. Vor allem Vietnam und Malaysia haben davon profitiert. Indien hingegen hat nicht profitiert. Der Subkontinent verfügt zwar über enorme Ressourcen, doch es fehlt eine wettbewerbsfähige Exportindustrie. Die Bürokratie und die Arbeitsmarktregulierungen schrecken viele Unternehmen von Investitionen in Indien ab. Auch Korea zählt zu den Verlierern.

Wieso Korea?
Den südkoreanischen Unternehmen, die in den vergangenen Jahren in China produzierten, ist es nicht gelungen, eine günstige Produktionsstruktur außerhalb Chinas aufzubauen. Zudem spürt das Land den Druck aus China immer stärker. China ist in den vergangenen Jahren auf der Wertschöpfungsleiter emporgeklettert und in Bereiche vorgestoßen, die zur Domäne koreanischer Unternehmen zählen, etwa im Maschinenbau und der Autoindustrie.

Droht der deutschen Industrie ein ähnliches Schicksal wie der Koreas?
China wird in den nächsten Jahren zu einem immer schärferen Wettbewerber auch für Deutschland und den deutschen Mittelstand. Wir befinden uns an einem Wendepunkt. In den vergangenen Jahrzehnten war China hauptsächlich ein Lieferant für Billigprodukte, in den nächsten Jahren wird das Land Konkurrent bei Hochtechnologieprodukten werden.

Welche Industrie ist in Deutschland besonders gefährdet?
Besondere Gefahr sehe ich für die Autoindustrie. Sie befindet sich weltweit in einem Strukturwandel. In solchen Phasen werden die Karten neu gemischt. Bei der Produktion der Batterien für E-Autos beispielsweise gibt nicht etwa Deutschland den Takt vor, sondern China.

https://www.wiwo.de/politik/ausland...a-wird-zum-westen-aufschliessen/26185198.html
 
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