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Nachrichten aus der VR China

Während bei uns Klimaanlagen ausverkauft sind, senkt Dach-System aus China Temperaturen um 8 Grad
Klimageräte sind bei Hitzewellen schnell vergriffen. In China sorgt nun ein Wohnviertel mit feinem Nebel vom Dach für Aufmerksamkeit.
In der chinesischen Stadt Yuncheng versprühen Hochhäuser Wassernebel von den Dächern. Laut India Today soll das System lokale Luft- und Oberflächentemperaturen bei großer Hitze um 5 bis 8 Grad Celsius senken können. Das klingt natürlich beeindruckend, ist aber keine Klimaanlage für Wohnungen. Der Effekt entsteht vor allem draußen, rund um Gebäude, auf Wegen und aufgeheizten Flächen.
In Deutschland werden Kühlgeräte knapp

Die jüngste Hitze hat auch in Deutschland die Nachfrage nach Abkühlung stark steigen lassen. Nach einer dpa-Auswertung, über die unter anderem die WELT berichtet, stiegen die Suchanfragen nach Klimaanlagen auf Kleinanzeigen innerhalb einer Woche von rund 118.000 auf knapp 2,47 Millionen. Im Einzelhandel sind kühlende Geräte mancherorts kaum noch zu bekommen.

Das erklärt, warum solche Bilder aus China gerade so viel Aufmerksamkeit bekommen. Wer zu Hause schwitzt, sucht meist nach einer schnellen Lösung für einzelne Räume. Das chinesische System setzt an einer anderen Stelle an: Es versucht, die Umgebung eines Gebäudes abzukühlen, bevor sich Wege, Fassaden und Innenhöfe weiter aufheizen.

 
Chinas zweigleisige KI-Strategie
Bei der Eröffnung der am Freitag gestarteten World AI Conference in Schanghai hat Chinas Staatschef Xi Jinping mehr Kontrolle über die Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI) und einen offeneren Zugang dazu gefordert. China liegt im KI-Wettlauf mit den USA. Die Debatte über Chancen und Herausforderungen von KI betrifft auch die Zukunft der Arbeit – mit weltweit unterschiedlichen Antworten. China verfolgt dabei eine zweigleisige Strategie: Peking will, dass KI in allen Bereichen floriert, zugleich aber gesellschaftliche Folgen abfedern.

China verfügt über mehr Erfahrung mit der Automatisierung von Arbeitsplätzen als die meisten anderen Länder. Fahrerlose Taxis und Lieferwägen sind in vielen Städten unterwegs, das Land gilt als weltweit führend bei der Anzahl an Industrierobotern. Serviceroboter kümmern sich um Gäste in Hotels und Restaurants. Roboter auf Parkplätzen tauschen E-Auto-Batterien aus. Drohnen liefern Essen.

Die chinesische Regierung investierte in den letzten Jahren Unmengen an Geld, um zur KI-Supermacht aufzusteigen und die Technologie in einer Vielzahl von Branchen zu verankern. Doch birgt das aus Sicht Pekings ein Problem, dem man hohe Priorität einräumt – dabei geht es um gesellschaftliche Folgen der KI-Revolution. Denn eines will die Kommunistische Partei Chinas nicht: Unmut in der Bevölkerung.

 
Xi friert Putins sibirische Gaspipeline ein – Russland wird zur chinesischen Wirtschaftskolonie
Xi forderte die russische Seite auf, das Thema der Gaspipeline überhaupt nicht anzusprechen, bis Moskau seine Bedingungen zugunsten Chinas anpasst und Gas zu niedrigeren Preisen an China verkauft.

Die von den chinesischen und russischen Präsidenten Wladimir Putin und Xi Jinping im Februar 2022 bei einem Treffen in Peking – nur wenige Tage vor Beginn des russischen Einmarsches in die Ukraine – verkündete „Freundschaft ohne Grenzen“ stößt heutzutage auf immer größere Einschränkungen. Das Gaspipeline-Projekt „Power of Siberia 2“ ist vollständig zum Erliegen gekommen, nachdem die chinesische Seite die Verhandlungen mit Russland eingefroren hat. Dies stellt einen schweren wirtschaftlichen und geopolitischen Schlag für Putin in einer ohnehin schwierigen Zeit dar, da er zunehmend unter Druck von verschiedenen Seiten steht, insbesondere durch die verheerenden ukrainischen Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur, die die russische Kriegsfinanzierung zusätzlich erschweren.

Streit ums Geld:

Die Verhandlungen scheiterten am Gaspreis. Das Wall Street Journal schreibt in einer detaillierten Analyse, dass der chinesische Staatschef Xi die russische Seite angewiesen habe, das Thema der Gaspipeline nicht mehr anzusprechen, bis Moskau seine Bedingungen zugunsten Chinas ändere. China fordert nämlich, dass Russland Gas zu Preisen des subventionierten russischen Inlandsmarktes verkauft, also zu etwa 50 US-Dollar pro 1.000 Kubikmeter Gas, während Russland auf Marktpreisen besteht. Zum Vergleich: Laut öffentlich zugänglichen Daten kauft China bereits russisches Gas über die Pipeline „Power of Siberia 1“ zu einem vergünstigten Preis von 240 bis 280 US-Dollar und Gas aus Zentralasien zu einem Preis von etwa 200 US-Dollar pro 1.000 Kubikmeter, während andere internationale Kunden von Gazprom für dieselbe Menge mehr als 420 US-Dollar zahlen. Allein diese Tatsache verdeutlicht, wie inakzeptabel und demütigend Chinas Forderung für Putin ist. Wenn die russische Seite den chinesischen Bedingungen zustimmen würde, hieße das, dass Russland im Voraus zukünftigen Operationen mit einem direkten Verlust zustimmt, und es muss noch hinzugefügt werden, dass Russland selbst den Bau der milliardenschweren Gaspipeline weitgehend subventionieren muss.

 
Die USA muss damit leben China ist Weltmacht Nr. 1, Indien ist defacto Weltmacht Nr. 2 enormes Potenzial nach oben, Brasilien unter den Top 5 Weltmächten.
Die USA nehmen die EU nicht ernst, aber die Russen sehen sie als Feiglinge und nehmen sie seit 1991 nicht ernst
 
China will einen erdnahen Asteroiden aus der Bahn werfen
Bis 2030 soll eine Raumsonde mit bis zu zehn Kilometern pro Sekunde einschlagen und die Bahn des Brockens 2015 XF261 verändern. Der Plan ist noch in der Prüfphase

Am 26. September 2022 endete eine Reise von zehn Monaten mit einem geplanten Zusammenstoß. Die rund zwei Meter durchmessende, fast 600 Kilogramm schwere Nasa-Sonde DART (für "Double Asteroid Redirection Test") steuerte in den letzten Minuten autonom auf ihr Ziel zu und schlug mit rund 6,1 Kilometern pro Sekunde in den Himmelskörper Dimorphos ein. Der etwa 160 Meter große Brocken ist der kleine Begleiter des größeren Asteroiden Didymos, den er in knapp zwölf Stunden umkreist. Das Ziel wurde ausgewählt, weil sich das Doppelsystem von der Erde aus als regelmäßig schwankender Lichtpunkt vermessen lässt und jede Änderung der Umlaufzeit verrät, wie stark sich die Kollision ausgewirkt hat.

Das Ergebnis übertraf die Erwartungen: Vor dem Einschlag brauchte Dimorphos 11 Stunden und 55 Minuten für eine Runde um Didymos, danach nur noch 11 Stunden und 23 Minuten – eine Verkürzung um 32 Minuten. Ein Großteil dieses Effekts stammte nicht vom Aufprall selbst, sondern vom ausgeworfenen Gestein: Der Rückstoß der Trümmer verstärkte den Impuls um ein Vielfaches. Spätere Auswertungen ergaben zudem, dass der Einschlag den lockeren Schutthaufen umformte und leicht in die Länge zog. DART war als Machbarkeitsnachweis angelegt, und als solcher war das Experiment ein voller Erfolg.

 
Chips, KI und Roboter trotz US-Sanktionen: Wie machen die Chinesen das?
Selbst ohne Zugang zu westlicher Spitzentechnologie gelingen chinesischen Firmen Durchbrüche. Warum das Reich der Mitte technologisch trotzdem nicht davonzieht.
Zwei Boxer umkreisen sich, die Handschuhe hochgerissen, den Kopf leicht gesenkt. Ihre Schrittfolge ist flüssig, die Schläge und Tritte wirken dagegen kraftlos und gehen häufig ins Leere – kein Wunder bei 1,32 Metern Größe und 35 Kilo Kampfgewicht. Es sind zwei „G1“, humanoide Roboter aus dem Hause Unitree.

Um die Schaulustigen von der Modernität seiner Produkte zu überzeugen, setzt der chinesische Konzern auf eine antike Form der Unterhaltung. Als dann irgendwann doch einer der Roboter wie auf Befehl zu Boden geht, werden beide von menschlichem Personal wieder in die Ecke gestellt.


Hier, in der Halle W3 der China International Supply Chain Expo (CISCE), wo der KURIER Ende Juni in Peking selbst vor Ort war, stellen fast alle namhaften Hersteller des Landes ihre Roboter vor. Die Geräte präsentieren vorprogrammierte Tänze, servieren (sehr langsam) Kaffee und posieren für Selfies mit Besuchern. Die Botschaft der Aussteller ist unmissverständlich: China ist bei der Produktion humanoider Roboter führend. Immerhin stammen 85 Prozent aller weltweit verkauften Roboter aus dem Reich der Mitte.

 
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