
Französischer Atomschirm für Europa? So beurteilen Experten Macrons Vorstoß
Frankreichs Präsident möchte im Zuge des US-Rückzugs als europäische Schutzmacht eine alte französische Idee vitalisieren. Welche Chancen und Risiken birgt das?
Als Emmanuel Macron im Februar 2020 erstmals einen "strategischen Dialog" mit europäischen Partnern über die Ausweitung der französischen Abschreckung auf andere Staaten anbot, verhallte das Angebot, vor allem auch in Berlin. Unter Donald Trumps erster Präsidentschaft wurde die Verlässlichkeit des US-Nuklearschutzschirms noch nicht so vehement hinterfragt, schon gar nicht von deutscher Seite. Man fuhr schließlich jahrzehntelang gut mit der nuklearen Teilhabe, unter dem schützenden Schirm der Amerikaner.
Unter Trump 2.0 ist aber fast alles anders, und auch im deutschen Kanzleramt ist mit Friedrich Merz ein neuer Mann an der Macht. Macrons Angebot, "mit allen Partnern, die dies wünschen", über eine Ausweitung des französischen Atomschirms zu sprechen, nahm Merz daher an. Denn die geopolitische Lage ist seit der Vollinvasion der Ukraine durch Russland eine andere und die europäischen Verteidigungsetats so gut gefüllt wie lange nicht mehr. Dem Vernehmen nach wollen Deutschland, Polen, die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen sowie Dänemark über Macrons Vorschlag reden.
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Frankreichs Präsident möchte im Zuge des US-Rückzugs als europäische Schutzmacht eine alte französische Idee vitalisieren. Welche Chancen und Risiken birgt das?
Als Emmanuel Macron im Februar 2020 erstmals einen "strategischen Dialog" mit europäischen Partnern über die Ausweitung der französischen Abschreckung auf andere Staaten anbot, verhallte das Angebot, vor allem auch in Berlin. Unter Donald Trumps erster Präsidentschaft wurde die Verlässlichkeit des US-Nuklearschutzschirms noch nicht so vehement hinterfragt, schon gar nicht von deutscher Seite. Man fuhr schließlich jahrzehntelang gut mit der nuklearen Teilhabe, unter dem schützenden Schirm der Amerikaner.
Unter Trump 2.0 ist aber fast alles anders, und auch im deutschen Kanzleramt ist mit Friedrich Merz ein neuer Mann an der Macht. Macrons Angebot, "mit allen Partnern, die dies wünschen", über eine Ausweitung des französischen Atomschirms zu sprechen, nahm Merz daher an. Denn die geopolitische Lage ist seit der Vollinvasion der Ukraine durch Russland eine andere und die europäischen Verteidigungsetats so gut gefüllt wie lange nicht mehr. Dem Vernehmen nach wollen Deutschland, Polen, die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen sowie Dänemark über Macrons Vorschlag reden.

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Frankreichs Präsident möchte im Zuge des US-Rückzugs als europäische Schutzmacht eine alte französische Idee vitalisieren. Welche Chancen und Risiken birgt das?