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Nachrichten aus Italien notizie dall'italia

"Nicht der Wilde Westen"
Doge-Mail: Italienische Arbeiter machen sich über Musk lustig
Die US-Effizienzbehörde Doge will auch auf Italien Einfluss nehmen. Die Arbeiter antworten Musk mit Spott – und Pizza.

Nicht nur deutsche Angestellte an US-Militärbasen haben in den vergangenen Tagen Post von Elon Musk und seiner "Effizienz"-Behörde bekommen. Auch die etwa 700 italienischen Angestellten der US-Luftbasis in Aviano haben eine Mail von Doge (Department of Government Efficiency) bekommen, in der sie sich für ihre Anstellung rechtfertigen sollen. Wie die "New York Times" schreibt, bekommt der Tech-Milliardär von italienischen Gewerkschaftsführern deutlichen Gegenwind.

Roberto Del Savio, der auf der Militärbasis arbeitet und dort Gewerkschaftsvertreter ist, erklärt der Zeitung: "Wir sind hier in Italien. Hier gibt es Gott sei Dank konkrete Regeln." Wie er weiter ausführt, hätten einige der Angestellten auf die US-Mail geantwortet – und erklärt, dass sie in der vergangenen Woche mit Aktivitäten wie Pizzaschneiden beschäftigt gewesen seien. Del Savio sagt: "Italien ist nicht der Wilde Westen wie die USA." Auch auf italienischen TikTok-Kanälen erntete die Mail Spott.

 
Erdbeben erschütterte Apulien
Im Süden Italiens hat sich gestern Abend ein Erdbeben ereignet. Das Nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) gab die Stärke mit 4,7 an und verortete das Epizentrum vor der Küste Apuliens. Erschütterungen waren in größeren Städten wie Bari und Foggia sowie in angrenzenden Regionen zu spüren. Über Verletzte oder größere Schäden wurde nach Angaben der Feuerwehr und anderer Behörden nichts bekanntgegeben.

Das stärkste Beben wurde nach Angaben des Instituts gegen 20.35 Uhr gemessen. Es folgten demnach mehrere Nachbeben bis zu einer Stärke von 3,8. „Wir beobachten die Situation.“

Im Süden Italiens bebte die Erde zuletzt mehrfach. In der Nähe der Großstadt Neapel erschütterte in der Nacht auf Donnerstag ein Erdbeben der Stärke 4,4 die Gegend rund um die Phlegräischen Felder.

 
Kampf gegen Geisterstädte
Italien lockt Zuzügler mit neuen Prämien
Der Kampf vieler italienischer Regionen gegen die Entvölkerung wird fortgesetzt – nun lockt gar das nördliche Trentino mit hohen finanziellen Anreizen für den Hauskauf, wie am Dienstag der „Corriere della Sera“ berichtete. In den Abruzzen versucht eine Stadt indes, mit neuen Ein-Euro-Angeboten für Häuser die Einwohnerzahl zu sanieren, als Vorbild gelten Programme in Süditalien. Sie sind erfolgreich, stellen sich aber mitunter als riskant heraus.

Mehr als 1.500 Gemeinden in Italien sind quasi vom Aussterben bedroht. Hohe Arbeitslosigkeit, schlechte Verkehrswege und fehlende Landwirtschaft sind unter anderem Gründe dafür. Die Jungen ziehen in die Großstädte, die Alten bleiben oft zurück. Bisher war es vor allem der Süden Italiens, der unter der starken Abwanderung litt.

Nun muss auch die nördliche Provinz Trentino den Kampf gegen die Entvölkerung aufnehmen. Hier gibt es finanzielle Anreize für den Hauskauf und die Sanierung alter Gebäude in 33 Gemeinden, die in den vergangenen zehn Jahren einen starken Bevölkerungsrückgang verzeichneten, so die Mailänder Tageszeitung am Dienstag.

 
Russische Drohne überflog EU-Hightech-Zentrum in Italien
Eine Drohne mutmaßlich russischer Herkunft soll im letzten Monat fünfmal über das Hauptquartier des Joint Research Centre der EU in Ispra am Lago Maggiore in Norditalien geflogen sein. Das berichtete gestern die Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“. In Ispra in der lombardischen Provinz Varese befindet sich eine Forschungsstelle der EU, die ein Projekt zu den Sicherheitsaspekten von Drohnen gestartet hat.

Die italienischen Behörden seien besorgt, da Drohnen dieser Art mit Kameras und digitalen Instrumenten ausgestattet werden können, die in der Lage sind, ein Ziel auch bei Nacht sehr detailliert zu filmen und dreidimensionale Kartierungen vorzunehmen, berichtete das Blatt.

 
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