Hundert Tage der Angst in Israel
Nur kurz dauerte nach dem Hamas-Massaker die Solidarität an. Die pessimistische Wertung des französischen Philosophen Finkielkraut dürfte stimmen
Kolumne/Paul Lendvai
Der mörderische Überfall der terroristischen Hamas auf Israel am 7. Oktober hat eine neue düstere Phase in der Geschichte Israels, des Judentums und des Antisemitismus eröffnet. Trotz der grauenvollen Details über die von Terroristen an Zivilisten begangenen Verbrechen – 1200 Tote, 250 entführte Geiseln, enthauptete Kinder, Hinrichtungen vergewaltigter Frauen, Abschlachtung ganzer Familien – dauerte die internationale Solidarität mit Israel nur kurz.
Die pessimistische Wertung des französischen Philosophen Alain Finkielkraut dürfte stimmen: "Der 7. Oktober wird wie der Eintrag in einer Buchhaltung behandelt, weil die israelischen Bombardements und Angriffe in Gaza viel mehr Tote gefordert haben. Viele Menschen verstehen nicht mehr, was Krieg ist. Sie wollen von der tödlichen Taktik der Hamas nichts mehr hören." Das angesehene jüdische Mitglied der französischen Akademie fügte hinzu: "Tatsächlich kümmert sich die Hamas nicht um ihre eigene Bevölkerung. Sie wird absichtlich in Gefahr gebracht, weil die Hamas von toten Zivilisten profitiert. Sie positioniert ihre Waffen, ihre Abschussrampen, ihre Munitionsvorräte in Schulen, Kindergärten und Spitälern (…). Die humanitären Organisationen, die heute gegen Israel hetzen, verlieren kein Wort, um das Verhalten der Hamas anzuprangern." (NZZ, 27. 12. 2023)
www.derstandard.at
Nur kurz dauerte nach dem Hamas-Massaker die Solidarität an. Die pessimistische Wertung des französischen Philosophen Finkielkraut dürfte stimmen
Kolumne/Paul Lendvai
Der mörderische Überfall der terroristischen Hamas auf Israel am 7. Oktober hat eine neue düstere Phase in der Geschichte Israels, des Judentums und des Antisemitismus eröffnet. Trotz der grauenvollen Details über die von Terroristen an Zivilisten begangenen Verbrechen – 1200 Tote, 250 entführte Geiseln, enthauptete Kinder, Hinrichtungen vergewaltigter Frauen, Abschlachtung ganzer Familien – dauerte die internationale Solidarität mit Israel nur kurz.
Die pessimistische Wertung des französischen Philosophen Alain Finkielkraut dürfte stimmen: "Der 7. Oktober wird wie der Eintrag in einer Buchhaltung behandelt, weil die israelischen Bombardements und Angriffe in Gaza viel mehr Tote gefordert haben. Viele Menschen verstehen nicht mehr, was Krieg ist. Sie wollen von der tödlichen Taktik der Hamas nichts mehr hören." Das angesehene jüdische Mitglied der französischen Akademie fügte hinzu: "Tatsächlich kümmert sich die Hamas nicht um ihre eigene Bevölkerung. Sie wird absichtlich in Gefahr gebracht, weil die Hamas von toten Zivilisten profitiert. Sie positioniert ihre Waffen, ihre Abschussrampen, ihre Munitionsvorräte in Schulen, Kindergärten und Spitälern (…). Die humanitären Organisationen, die heute gegen Israel hetzen, verlieren kein Wort, um das Verhalten der Hamas anzuprangern." (NZZ, 27. 12. 2023)
Hundert Tage der Angst in Israel
Nur kurz dauerte nach dem Hamas-Massaker die Solidarität an. Die pessimistische Wertung des französischen Philosophen Finkielkraut dürfte stimmen