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Staat Israel ist auf ethnische Säuberung und Landklau entstanden

Domoljub

Top-Poster
Recep-Tayyip-Erdoğan;4655814 schrieb:
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http://www.welt.de/debatte/kommentare/article129001377/Ich-bin-ein-nichtjuedischer-Zionist.html

Wenn es um Israel Support geht, stößt die Meinungsfreiheit bei vielen Palästina Anhängern an ihre Grenzen.

- - - Aktualisiert - - -

Recep-Tayyip-Erdoğan;4655832 schrieb:

Siehst du hier Karrikaturen mit Dämonengesichtern bei den Muslimen? Nein? Also hinkt der Vergleich oder ist es verboten das Thema Islam in Zeitschriften zu behandeln?
 

Metatron

Balkanspezialist
Die ziehen das schon seit Jahren durch und keinen juckt es wirklich, sehr traurig
Was ziehen sie durch? Dass den ab 1948 durch die jordanischen Truppen vertriebenen Juden aus Ost-Jerusalem und Judaea und Samaria und ihren Nachfahren seit 1967 die Rueckkehr in ihre Heimat ermoeglichen, doch es sich schwieriger gestaltet als gedacht, weil ihre Haeuser mittlerweile von Arabern bewohnt werden und sie deshalb auf leer stehendem Gelaende Siedlungen bauen, statt die Araber zu vertreiben? Die Siedlungen sind keine Zeltstaedte wie man sie von Fluechtlingslagern kennt. Sie beinhalten moderne Wohnhaeuser und Straßen, Krankenhaeuser, Schulen und Einkaufszentren, wo mittlerweile viele Araber aus den umliegenden Doerfern einer Arbeit nachgehen.

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Man kann ein einzelnes Buch des 17. Jahrhunderts nicht als Beweis für die damalige Demographie nehmen. Damit man Aussagen darüber machen kann, muss man alle relevante Werke studieren und vergleichen. Das ist die Aufgabe der Historiker natürlich, ich habe die Möglichkeiten dazu nicht, und wahrscheinlich hat sie niemand hier. Man kann nur die Arbeit von Leuten sehen, die es versucht haben, sie zusammenzustellen.

Es gibt solche Zahlen und wiederum andere. Die einen sprechen für eine juedische Mehrheit und die anderen für eine arabische. Heute existieren knapp 3000 Buecher, wo die Bevoelkerung des osmanischen Palaestina eine Erwaehnung findet und diese widersprechen sich teilweise. Es ist so wie Lubenica es bereits aussagte, Abstammungsmythen sind trivial. Ich koennte zur Aussprache bringen, dass die palaestinensische Gesellschaft eine Stammesgesellschaft ist und die Palaestinenser in Clans gegliedert. Fuer uns in Deutschland, die keinen großen Wert auf die Herkunft legen, ist das mittlerweile fremd, doch jeder Palaestinenser auf der Welt kann sagen, welchem Stamm er angehoert. Recherchierte man die Wurzeln dieser Staemme, kaeme man zu dem Schluss, dass die meisten dieser Staemme ihre Wurzeln nicht in Palaestina haben, sondern in den umliegenden Laendern, doch das wuerde die Diskussionssache nicht voranbringen. Wie ich schon sagte. Heute sind die Juden und ein unabhaengiger juedischer Staat Israel eine Realitaet im Nahen Osten und je schneller die Araber sich mit dieser Realitaet anfreunden, umso schneller wird, davon bin ich ueberzeugt, Frieden erzielt.

Ich habe schon einmal Jewish Virtual Library zitiert, ich mache es nocheinmal, da wo es auch bei nicht-Juden nach Religion differenziert wird.

Population of Israel/Palestine (1553-Present) | Jewish Virtual Library

Wie du siehst, wird für 1800 eine Zahl von 246300 Muslimen, 21300 Christen und 24000 Juden erwähnt.

Wenn man jetzt Wikipedia nimmt, da sieht man in allen vorhandenen Tabellen eine klare Mehrheit der Muslimen und Christen in den ganzen osmanischer Periode sehen:

https://en.wikipedia.org/wiki/Demographic_history_of_Palestine_(region)

Wieso haeltst du dich nicht selbst daran, das du von BlackJack verlangt hattest, und denkst ein Bisschen mehr nach, bevor du schreibst? Der Bevoelkerungsvergleich voellig verschiedener Grenzen, um dann daraus Schluesse zu ziehen, ist ausgesprochen dumm. Israels Grenzen, wie sie in der heutigen Form existieren, existierten innerhalb des Osmanischen Reiches nicht in einem unabhaengigen Gefuege. So wie das britische Mandatsgebiet bis 1923 das heutige Jordanien umfasste, war das osmanische Palaestina ein Teilgebiet einer Provinz, die teilweise auch die Negev-Wueste und Teile Syriens mit einschloss. Wenn ein Vergleich angestellt werden soll, dann muessen sich beide­ Vergleichsobjekte auf dieselben Grenzen beschraenken, heißt: Zum Vergleich darf nur der Part der Bevoelkerung des Osmanischen Reiches herangezogen werden, der innerhalb der heutigen israelischen Grenzen lebte. Nur mal um dir die Laecherlichkeit deiner Logik vor Augen zu fuehren. Nach deiner Logik koennte man die Bevoelkerung des Osmanischen Reiches mit der des heutigen Griechenland vergleichen und den Griechen ihren Staat absprechen, weil die Tuerken im Osmanischen Reich die Mehrheit gebildet hatten. Um 1800 war Palaestina uebrigens im Rahmen des unerbittlichen Kampfes Napoleons gegen die Osmanen teilweise unter franzoesischer Herrschaft. Dass die Zahlen von 1800 verlaesslich sind, ist schwer vorstellbar.

Schlussfolgerung: die Theorie von einem nicht-arabischen Mehrheit oder von einem leeren Land bleibt nur Theorie, die noch weit davon ist, als allgemein akzeptierte historische Wahrheit zu gelten.

Die arabische Mehrheit ist ebenfalls nur eine Theorie und nicht gewiss. Die Vorfahren der heute sogenannten Palaestinenser wanderten in Palaestina erst nach dem Ersten Weltkrieg waehrend der britischen Mandatszeit ein. Fuer ihr Motiv spielten zwei Faktoren eine entscheidende Rolle. Erstens der durch juedischen Eingriff erzielte hohe Lebensstandard und zweitens die britische Herrschaft, denn waehrend ihre Heimatlaender nach der neu gewonnen Unabhaengigkeit aufgrund mangelnder Erfahrung in Staatentheorie und korrupter, unerfahrener Herrscher instabil waren, regierten in Palaestina die Briten. Palaestina war damals das fortschrittlichste Land im Nahen Osten. Diese beiden Umstaende loesten einen arabischen Sog aus. Man muss sich nur mal vor Augen fuehren, wie die Vereinten Nationen "palaestinensische" Fluechtlinge überhaupt definieren: "persons whose normal place of residence was Palestine during the period 1 June 1946 to 15 May 1948, and who lost both home and means of livelihood as a result of the 1948 conflict” um zu begreifen, dass eine palaestinensische Nation vor der Selbstinszenierung im Jahr 1967 nicht existierte. Wieso steht dort nichts von autochthoner palaestinensischer Bevoelkerung? Stattdessen wurden alle in dieser zweijaehrigen Phase in Palaestina residierenden Araber, die waehrend des Krieges ihr Obdach verließen, als palaestinensische Fluechtlinge gezaehlt.

Ilan Pappe kann man tatsächlich als links und politisch motiviert sehen, was nicht automatisch natürlich heißt, dass seine Meinung falsch ist.

"Kann"? Das klingt, als ob es irgendwelche Zweifel an seinem politischen Motiv geben wuerde. Der Mann war Mitglied bei der Kommunistischen Partei und hat sogar mehrfach fuer die Knesset kandidiert. Er ist besessen von der Einstaatenloesung und kann sich Juden im Nahen Osten nur unter islamischer Herrschaft vorstellen. Er macht kein Geheimnis daraus, dass seine Werke einseitig, tendenzioes und politisch motiviert sind: "Mich tragen moralische Fragen um und nicht die allzu menschlichen Torheiten professioneller Historiker", "Meine pro-palaestinensische Einseitigkeit liegt offen, trotz des Wunsches meiner Berufskollegen, dass ich bei den Fakten und der Wahrheit bleiben solle… Meine Vorgehensweise ist subjektiv."

In von mir zitierten Auszug erwähnt er die UN-Berichten: hat er sie gefäscht?

Wenn schon die Aussagen eines Scharlatans Pappe zum UN-Bericht bruchlos uebernommen werden, was steht denn genau in dem UN-Bericht? Dass arabische Zivilisten in Deir Yasin den Tod durch die Hand von Juden fanden? Das war gewiss der Fall. Dass es Graeueltaten gegen Araber gab? Auch die gab es ganz gewiss, genauso wie es welche gegen Juden gab. Was Pappe jedoch hinzudichtet, ist die haltlose Behauptung, dass es sich um staatlich gelenkte ethnische Saeuberungen gehandelt habe. Dabei ist laengst bekannt, dass es die juedischen Terrororganisationen Irgun und Lechi waren, die diese Graeueltaten begangen haben. Der Vorwurf der ethnischen Saeuberung ist undurchdacht und nicht haltbar. Dass dennoch daran festgehalten wird, beweist, dass kein Interesse an der Wahrheit, sondern an der Aufrechterhaltung der palaestinensischen Luegenkultur besteht.

Und wenn schon, wie hat er noch seine Stelle als Professor in einer britischen Universität?
Er hatte frueher einen Lehrstuhl an einer israelischen Universitaet inne, stell dir mal die Frage, wie er es nach Großbritannien geschafft hat.

Benny Morris ist wie du weiß ein überzeugter Zionist, und wurde schon dafür kritisiert, dass in seiner Arbeit zu pro-israelisch ist. Er ist auch Professor in einer israelischen Universität.

Benny Morris hat ebenfalls an Authentizitaet gebueßt. In den 90ern schrieb er, dass es gezielte Vertreibungen seitens der israelischen Streitkraefte gegeben haette. Ein angelsaechsischer Lehrstuhl blieb jedoch aus. Nach der Jahrtausenwende habe er dann im israelischen Staatsarchiv noch unentdeckte Dokumente gefunden, die eindeutig belegen wuerden, dass Vertreibung niemals offizielle Politik gewesen sei. In seinem neuesten Buch „1948“ von 2008 offenbart er seine korrigierten Schlussfolgerungen. Diese beiden Historiker sind unserioes und wie ich schon schrieb, nicht einmal die Diskussion wert, die wir gerade ueber sie fuehren, doch wenn du schon so ein Benny Morris-Fan bist, dann picke dir nicht nur die Aspekte seiner Schlussfolgerungen von vor zwei Jahrzehnten heraus, die dir in den Kram passen. Beruecksichtige auch seine aktuellsten, korrigierten Schlussfolgerungen:

Der erste arabisch-israelische Krieg | bpb

Jetzt wo sich seine Ausfuehrungen nicht mehr mit der palaestinensischen Version der Geschichte decken, wird er ploetzlich auf magische Weise nicht mehr gut genug fuer eine Heranziehung, stimmt‘s? Antizionisten bedienen sich immer wieder der alten Werke von Morris, das zeigt wie nahe sie der Verzweiflung sind, weil es keine wirklichen Beweise fuer eine stattgefundene ethnische Saeuberung gibt.

Die nationalen Ideen sind sowieso nicht was Stabiles. Ob die Palästinenser sich als eigenständige Nation sahen oder Teil der arabischen Nation ist nebensächlich, wenn wir über 1948 sprechen, wie auch die islamische Sichtweise zum Thema. Das wichtige ist, ist dass die arabische Bevölkerung in Palästina in der Mehrheit war, und man würde nicht die Herrschaft einer neu zugewanderte Minderheit so einfach ohne Kampf akzeptieren.

1947 waren die meisten Araber in Palaestina zum Großteil Neuankoemmlinge, die vom palaestinensischen Wohlstand angezogen wurden. Waehrend der jordanischen Besatzung bis 1967 wollten sich die Araber in Judaea und Samaria sogar Syrien anschließen. Wie konnte das sein, wo die Araber – laut dir – vom Nationalismus getrieben waren? Die Idee einer palaestinensischen Nation war 1947 kaum existent und wenn, dann nur in der Minderheit, sonst haetten die Araber die UN-Teilungsresolution 1947, die eine Zweistaatenloesung vorsah, akzeptiert und bekaemen ihren eigenen palaestinensischen Staat. Die Ablehnung der Teilungsresolution war ein rein islamisches Urteil. Die Juden sollten keinen eigenen Staat kriegen. Es kaeme nur eine Einstaatenloesung mit islamischer Herrschaft ueber Juden in Frage, doch genau das war gegen die zionistische Idee von einem Ort, wo ein Jude frei Jude sein kann, ohne sich anderen Religionen unterwerfen zu muessen. Erst als Israel 1967 den Gazastreifen und Judaea und Samaria eroberte und die Gebiete fuer die Araber verloren waren, wurde die Idee einer palaestinensischen Nation aus rein taktischen Gruenden laut. Anders waere es den arabischen Einwanderern naemlich nicht moeglich, einen Anspruch gegenueber juedischen Einwanderern geltend zu machen.

Man würde auch heute in Deutschland nicht so ohne Reaktion die Umwandlung des Staates zur Syrischen Arabischen Republik Deutschland hinnehmen - das hat nichts mit der Religion der Deutschen zu tun, sondern mit der menschlichen Natur.

Das ist ein aeußerst dummer Vergleich. Bis zu dem Punkt nahm ich dich noch ernst, doch damit ist nun Schluss. In Deutschland ist die deutsche Nation beheimatet. Im Gegensatz dazu wurde Palaestina den Osmanen abgeknöpft und war ein Land ohne Nation. Die Briten spalteten 80% Palaestinas ab und gruendeten ihr Protektorat Transjordanien(spaeter Jordanien). In den uebrigen 20% lebten Juden, die einzig der Religion wegen dort lebten, irgendwann angesiedelte Araber und Weitere und keine der Gruppen sah sich als „die Palaestinenser“. Die Araber Palaestinas und die Araber Jordaniens unterscheidet nichts. Nach deiner Logik muessten die Jordanier Teil der „palaestinensischen“ Nation sein. Spaeter wanderten noch mehr Juden und Araber ein. Die Juden hatten Palaestina den Wohlstand gebracht. Irgendwann entschieden sie sich fuer eine Abspaltung, was nach so viel hineingesteckter Arbeit und investiertem Geld auch ihr Recht war. Fuer die Araber, die des juedischen Wohlstands wegen gekommen waren, war das natuerlich eine katastrophale Entwicklung und nicht hinnehmbar. Jetzt nach ueber 60 Jahren so zu tun, als sei in Palaestina eine palaestinensische Nation existent gewesen, ist haltlos und laecherlich.

Zuerst eine Bemerkung: in Gazastreifen kontrolliert Israel die Grenzübergänge und Territorialgewässer - also, Israel hat sich nicht wirklich zurückgezogen, es bleibt praktisch immer noch unter israelischer Kontrolle.
Die langfristige Gefahr für die Sicherheit der Israelis geht von der Fortsetzung der militärischen Besatzung in Westjordanland, der Annektion von Ostjerusalem und der Golan-Höhen und der Kontrolle über den Gazastreifen aus (und auch von der nicht-Lösung der Flüchtlingen-Frage natürlich). Also, von der Weigerung Israels, den Palästinenser eine wirkliche staatliche Existenz zu erlauben und eine friedliche Koexistenz mit seinen Nachbarn zu haben. Natürlich würde der Terrorismus (der wie immer die Waffe des Schwächeren und das Ergebnis der jahrzehntenlangen Unterdrückung durch Israel ist) nicht von einem Tag zu anderen verschwinden, aber langsam sich abschwächen, und der Wut der Bevölkerung für ihre Lage würde sich auf die eigenen Führer sich konzentieren. So lange aber die israelische Besatzung bleibt, werden die Israelis auch immer unter Terror-Gefahr leben. Aber den zionisitischen Eliten ist das anscheinend egal, Hauptsache sie verlieren nicht die Kontrolle über das Westjordanland.

Fakt ist, dass die israelischen Streitkraefte sich vollständig aus dem Gazastreifen zurueckgezogen haben und die Juden des Gazastreifens nach Israel umgesiedelt wurden. Israel obliegt 0% der Verwaltung des Gazastreifens. Das war der erste Schritt in einem Prozess zur vollstaendigen Eigenstaendigkeit, gemacht von Israel. Du hast selbst geschrieben, dass der Terror nicht von heute auf morgen schwinden wuerde. Israel haette im Gegenzug Sicherheitsgarantien erwartet, doch der Wille zum Frieden war seitens der Bevoelkerung Gazas nicht gegeben. Sie waehlten die Hamas und entschieden sich gegen den Frieden, fuer die vollstaendige Vernichtung Israels. Unter diesen Umstaenden kam der Prozess zum Erliegen.

Da hast du teilweise Recht. Der Zionismus war eine Reaktion auf den verbreiteten Judenhass, vor allem in Europa. Er hat sich aber dafür gesorgt, dass der Judenhass auch global sich verbreitet, und dass Juden ständig unter Gefahr und in einer Atmosphäre von Gewalt leben müssen. Man kann sie in einer Art und Weise als eine antisemitsche Ideologie sehen.

Die Spannung zwischen säkularen Zionisten und einem Teil des orthodoxen Judentums ist auch ein Aspekt, in dem das Scheitern des Zionismus zu sehen ist. Früher oder später wird die Idee eines jüdischen-arabischen Staates mit gleichen Rechten für alle als unvermeidbar sich erweisen.

Noch eine kleine Randbemerkung: dass der Glaube bei Christen keine große Rolle mehr spielt ist meiner Meinung nach ein falscher Eindruck, die dadurch entsteht, wenn man nur die europäischen "Christen" betrachtet. Diese sind aber nicht die Mehrheit des globalen Christentums.

Das wuerde ich nicht sagen. Der Judenhass auf der Welt war exzessiv und, wo Juden lebten, praesent. Der Zionismus hat ihn nicht sonderlich verstaerkt. Einzig bei den internationalen Linken hat sich Dank sowjetischer Propaganda gegen einen angeblich antidemokratischen, imperialistischen Zionismus der Judenhass etabliert. Anders als in Europa, wurden in den arabischen Laendern nie Maßnahmen gegen den Judenhass initiiert, so hatten die Araber nie ihren „Entnazifizierungsprozess“, um den auf den Islam fußenden natuerlichen Judenhass zu verringern.
 

Afroasiatis

Top-Poster
Es gibt solche Zahlen und wiederum andere. Die einen sprechen für eine juedische Mehrheit und die anderen für eine arabische. Heute existieren knapp 3000 Buecher, wo die Bevoelkerung des osmanischen Palaestina eine Erwaehnung findet und diese widersprechen sich teilweise. Es ist so wie Lubenica es bereits aussagte, Abstammungsmythen sind trivial. Ich koennte zur Aussprache bringen, dass die palaestinensische Gesellschaft eine Stammesgesellschaft ist und die Palaestinenser in Clans gegliedert. Fuer uns in Deutschland, die keinen großen Wert auf die Herkunft legen, ist das mittlerweile fremd, doch jeder Palaestinenser auf der Welt kann sagen, welchem Stamm er angehoert. Recherchierte man die Wurzeln dieser Staemme, kaeme man zu dem Schluss, dass die meisten dieser Staemme ihre Wurzeln nicht in Palaestina haben, sondern in den umliegenden Laendern, doch das wuerde die Diskussionssache nicht voranbringen. Wie ich schon sagte. Heute sind die Juden und ein unabhaengiger juedischer Staat Israel eine Realitaet im Nahen Osten und je schneller die Araber sich mit dieser Realitaet anfreunden, umso schneller wird, davon bin ich ueberzeugt, Frieden erzielt.

Ich bin sicher da kein Expert, aber die wenigen Indizien, die wir haben, sprechen anscheinend eher für eine arabische Mehrheit. Und es interessant, dass man nicht mal in Jewish Virtual Library eine Behauptung findet, dass die Juden in osmanischer Zeit in der Mehrheit waren. Hier auch die Diskussion in quora.com:
https://www.quora.com/Was-Palestine-a-Jewish-majority-state-before-Israel
Nicht wissenschaftlich zwar, aber es ist interessant dass man (wie auch in Jewish Virtual Library) keine Behauptung findet, dass die Juden in osmanischer Zeit in der Mehrheit waren.
Aber du könntest Recht haben, dass wir es nicht als sicher sehen können. Am ersten Zeitpunkt, für die wir relativ verlässliche Daten haben aber, sind die Araber in der Mehrheit - dann sollten wir uns daran orientieren.
Mit der neuen Realität des Staat Israels haben sich die Araber schon lange angefreundet, das ist schon mehrmals bewiesen. Mal sehen, ob Israel einen palästinensichen Staat an den Grenzen von 1967 auch akzeptiert. Da dieses aber als nicht so wahrscheinlich erscheint, haben die Palästinenser keinen anderen Auswahl, als für gleiche Rechten im Rahmen eines gemeinsamen Staates zu kämpfen - der dann natürlich nicht jüdisch sein kann.

Man muss sich nur mal vor Augen fuehren, wie die Vereinten Nationen "palaestinensische" Fluechtlinge überhaupt definieren: "persons whose normal place of residence was Palestine during the period 1 June 1946 to 15 May 1948, and who lost both home and means of livelihood as a result of the 1948 conflict” um zu begreifen, dass eine palaestinensische Nation vor der Selbstinszenierung im Jahr 1967 nicht existierte. Wieso steht dort nichts von autochthoner palaestinensischer Bevoelkerung? Stattdessen wurden alle in dieser zweijaehrigen Phase in Palaestina residierenden Araber, die waehrend des Krieges ihr Obdach verließen, als palaestinensische Fluechtlinge gezaehlt.

Nationen sind sowieso moderne Gebilde, es gab sie nicht immer. Das gilt für die palästinensiche wie auch für die israelische Nation. Ich verstehe nicht die Relevanz hier.


"Kann"? Das klingt, als ob es irgendwelche Zweifel an seinem politischen Motiv geben wuerde. Der Mann war Mitglied bei der Kommunistischen Partei und hat sogar mehrfach fuer die Knesset kandidiert. Er ist besessen von der Einstaatenloesung und kann sich Juden im Nahen Osten nur unter islamischer Herrschaft vorstellen. Er macht kein Geheimnis daraus, dass seine Werke einseitig, tendenzioes und politisch motiviert sind: "Mich tragen moralische Fragen um und nicht die allzu menschlichen Torheiten professioneller Historiker", "Meine pro-palaestinensische Einseitigkeit liegt offen, trotz des Wunsches meiner Berufskollegen, dass ich bei den Fakten und der Wahrheit bleiben solle… Meine Vorgehensweise ist subjektiv."

Und das spricht eher für als gegen ihn. Bei allen Historikern spielt ein subjektiver Faktor mit - es ist gut, dass man ihn zumindest offen beschreibt, so dass der Leser das auch berücksichtigen kann. Ich sehe keinen Grund, warum er deswegen weniger glaubwürdig wird (ich spreche nicht über seine Schlüsse, sondern über die Fakten, die er erwähnt).
Dass er "Juden im Nahen Osten nur unter islamischer Herrschaft" sich vorstellen kann, dafür will ich seine Zitat sehen. Wie passt das damit, dass er kommunistisch war?
Wenn schon die Aussagen eines Scharlatans Pappe zum UN-Bericht bruchlos uebernommen werden, was steht denn genau in dem UN-Bericht? Dass arabische Zivilisten in Deir Yasin den Tod durch die Hand von Juden fanden? Das war gewiss der Fall. Dass es Graeueltaten gegen Araber gab? Auch die gab es ganz gewiss, genauso wie es welche gegen Juden gab. Was Pappe jedoch hinzudichtet, ist die haltlose Behauptung, dass es sich um staatlich gelenkte ethnische Saeuberungen gehandelt habe. Dabei ist laengst bekannt, dass es die juedischen Terrororganisationen Irgun und Lechi waren, die diese Graeueltaten begangen haben. Der Vorwurf der ethnischen Saeuberung ist undurchdacht und nicht haltbar. Dass dennoch daran festgehalten wird, beweist, dass kein Interesse an der Wahrheit, sondern an der Aufrechterhaltung der palaestinensischen Luegenkultur besteht.

In von mir zitierten Teil geht es nicht um den Krieg an sich, sondern um die Handlungen nach dem Krieg. Es war mein Fehler, über ein UN-Bericht zu sprechen. Eigentlich, sind es die Aussagen der UN-Beobachter (ihr Bericht wurde nicht veröffentlicht), wie auch des USA-Repräsentants in "Palestine Conciliation Commission" der UN. In von mir zitierten Teil kann man sie genau nachlesen, so es gibt keinen Grund, sie hier zu wiederholen.

Und nur als Randbemerkung: wurde nicht der Irgun damals von Menachem Begin geführt, der später ein israelischer Ministerpräsident wurde? Also, als so marginal in der zionistischen Geschichte kann man es nicht sehen.


Benny Morris hat ebenfalls an Authentizitaet gebueßt. In den 90ern schrieb er, dass es gezielte Vertreibungen seitens der israelischen Streitkraefte gegeben haette. Ein angelsaechsischer Lehrstuhl blieb jedoch aus. Nach der Jahrtausenwende habe er dann im israelischen Staatsarchiv noch unentdeckte Dokumente gefunden, die eindeutig belegen wuerden, dass Vertreibung niemals offizielle Politik gewesen sei. In seinem neuesten Buch „1948“ von 2008 offenbart er seine korrigierten Schlussfolgerungen. Diese beiden Historiker sind unserioes und wie ich schon schrieb, nicht einmal die Diskussion wert, die wir gerade ueber sie fuehren, doch wenn du schon so ein Benny Morris-Fan bist, dann picke dir nicht nur die Aspekte seiner Schlussfolgerungen von vor zwei Jahrzehnten heraus, die dir in den Kram passen. Beruecksichtige auch seine aktuellsten, korrigierten Schlussfolgerungen:

Der erste arabisch-israelische Krieg | bpb

Jetzt wo sich seine Ausfuehrungen nicht mehr mit der palaestinensischen Version der Geschichte decken, wird er ploetzlich auf magische Weise nicht mehr gut genug fuer eine Heranziehung, stimmt‘s? Antizionisten bedienen sich immer wieder der alten Werke von Morris, das zeigt wie nahe sie der Verzweiflung sind, weil es keine wirklichen Beweise fuer eine stattgefundene ethnische Saeuberung gibt.

Wenn man vorsichtig das Interview liest, die von mir zitierte wurde, steht es nicht im Widerspruch mit deinem (die stammen von etwa derselben Zeit, 2004 bzw. 2008, oder?), wie auch nicht mit seinem Buch (ich habe bisher nur den Anfang davon gelesen). Hier, ein Teil vom Interview, das du verlinkt hast:
Existierte ein Plan, die arabische Bevölkerung zu vertreiben?

Benny Morris: Es gab keinen Plan, die Araber aus Palästina zu vertreiben: Es wurde nie ein Beweis für solch einen Plan erbracht, es gibt keine Kopie eines solchen, keinen Hinweis, weder darauf noch auf irgendeine pauschale Entscheidung eines wichtigen jüdischen Gremiums wie der Jewish Agency Executive, der Hagana oder des Generalstabs der israelischen Streitkräfte, "die Araber" zu vertreiben. Einige arabische Propagandisten, darunter der ehemalige israelische Historiker Ilan Pappe, meinen im "Plan Dalet", dem vom Generalstab der Hagana am 10. März 1948 formulierten Plan D, einen solchen "Master Plan" zu sehen. Er war jedoch nicht darauf ausgerichtet, die Araber zu vertreiben. Er war darauf ausgerichtet, die Gebiete des jüdischen Staates am Vorabend des Abzugs der Briten und der erwarteten panarabischen Invasion abzusichern. Ab Anfang April lag allerdings schon "Transfer" oder "Vertreibung" in der Luft – als der Jischuw begann, den Bürgerkrieg zu verlieren, besonders auf den Straßen, und als eine arabische Invasion unmittelbar bevorstand, was die Zerstörung der palästinensisch-arabischen Milizen und ihrer Basen (im Land verteilter Dörfer) notwendig machte.


Wenn man ethnische Säuberung streng definiert, also als ein vom Staat geplante und klar dokumentierte Politik, dann gibt es vielleicht dafür keine Beweise. Das habe ich auch nicht behauptet, wenn du auch vorsichtig meine frühere Beiträge liest, wo ich über die ethnische Säuberung sprach. Bei sehr vielen der ethnischen Säuberungen in unserer Region fehlen solche Beweise - diese waren trotzdem zentral in der Bildung der modernen Nationalstaaten. Sie sind in etwa abgelaufen, wie im von dir verlinkten Morris-Interview beschieben: die meisten flohen aus Angst (auch wegen tatsächlich stattgefundenen Massaker), wobei im Fall Palästina einige auch aktiv von IDF vertrieben wurden.

Nur eine kleine Minderheit wurde physisch verstoßen – das heißt, sie waren in ihren Dörfern und Städten, als diese von Juden erobert wurden und ihnen befohlen wurde, diese zu verlassen (das bekannteste Beispiel einer solchen Vertreibung ist jenes der Bewohner von Lydda und Ramle am 12. und 13. Juli 1948).

Ich würde sagen, auch mit Tschamen in Griechenland, oder mit griechischen Zyprioten in Nordzypern ist nicht sehr anders verlaufen. Was schon bezeichnend ist, ist was man mit dem Vermögen macht, die von den Flüchltingen verlassen wird, und ob man ihren Rückkehr ermutigt. Ich denke, in allen von mir erwähnten Fällen, wie auch in Israel, ist die Antwort ziemlich klar.
Wenn man die erste Kapiteln in Morris' Buch liest, sieht man, dass im Allgemeinen die Mainstream-Zionisten es vermieden haben, offen über eine solche Säuberung zu sprechen, in einigen Fällen aber schon darauf hingedeutet haben (ich kann bei Bedarf die Zitaten aussuschen). Es war ihnen schon bewusst, dass dieses nicht leicht akzeptabel war, deswegen kann man das auch kaum dokumentiert finden. Die einfache Logik aber sagt auch, dass die Entstehung eines jüdischen Staates in einem mehrheitlichen arabisch bewohnten Land sehr schwer ohne die Entfernung dieser arabischen Bevölkerung möglich war - wie auch im Fall Nordzyperns übrigens.

1947 waren die meisten Araber in Palaestina zum Großteil Neuankoemmlinge, die vom palaestinensischen Wohlstand angezogen wurden. Waehrend der jordanischen Besatzung bis 1967 wollten sich die Araber in Judaea und Samaria sogar Syrien anschließen. Wie konnte das sein, wo die Araber – laut dir – vom Nationalismus getrieben waren? Die Idee einer palaestinensischen Nation war 1947 kaum existent und wenn, dann nur in der Minderheit, sonst haetten die Araber die UN-Teilungsresolution 1947, die eine Zweistaatenloesung vorsah, akzeptiert und bekaemen ihren eigenen palaestinensischen Staat. Die Ablehnung der Teilungsresolution war ein rein islamisches Urteil. Die Juden sollten keinen eigenen Staat kriegen. Es kaeme nur eine Einstaatenloesung mit islamischer Herrschaft ueber Juden in Frage, doch genau das war gegen die zionistische Idee von einem Ort, wo ein Jude frei Jude sein kann, ohne sich anderen Religionen unterwerfen zu muessen. Erst als Israel 1967 den Gazastreifen und Judaea und Samaria eroberte und die Gebiete fuer die Araber verloren waren, wurde die Idee einer palaestinensischen Nation aus rein taktischen Gruenden laut. Anders waere es den arabischen Einwanderern naemlich nicht moeglich, einen Anspruch gegenueber juedischen Einwanderern geltend zu machen.

Warum die Araber den Teilungsplan nicht akzeptieren könnten, habe ich ausreichend erklärt, glaube ich. Die Mehrheit der Bevölkerung war arabisch, mit oder ohne Islam. Es spielt keine Rolle, ob man das islamisch gesehen hat oder nicht - in jedem ähnlichen Fall, wurde das die einheimische Bevölkerung nicht akzeptieren.

Das ist ein aeußerst dummer Vergleich. Bis zu dem Punkt nahm ich dich noch ernst, doch damit ist nun Schluss. In Deutschland ist die deutsche Nation beheimatet. Im Gegensatz dazu wurde Palaestina den Osmanen abgeknöpft und war ein Land ohne Nation. Die Briten spalteten 80% Palaestinas ab und gruendeten ihr Protektorat Transjordanien(spaeter Jordanien). In den uebrigen 20% lebten Juden, die einzig der Religion wegen dort lebten, irgendwann angesiedelte Araber und Weitere und keine der Gruppen sah sich als „die Palaestinenser“. Die Araber Palaestinas und die Araber Jordaniens unterscheidet nichts. Nach deiner Logik muessten die Jordanier Teil der „palaestinensischen“ Nation sein. Spaeter wanderten noch mehr Juden und Araber ein. Die Juden hatten Palaestina den Wohlstand gebracht. Irgendwann entschieden sie sich fuer eine Abspaltung, was nach so viel hineingesteckter Arbeit und investiertem Geld auch ihr Recht war. Fuer die Araber, die des juedischen Wohlstands wegen gekommen waren, war das natuerlich eine katastrophale Entwicklung und nicht hinnehmbar. Jetzt nach ueber 60 Jahren so zu tun, als sei in Palaestina eine palaestinensische Nation existent gewesen, ist haltlos und laecherlich.

Du vermischt hier palästinensischen und arabischen Nationalismus - den zweiten gab es in Zeiten der Nakba schon. Welche Form aber der Nationalismus der Palästinenser nehmen würde (arabisch, palästinensich oder islamisch), ist nicht das Wichtige hier. In Palästina lebten Menschen, und diese Menschen hatten im Zeitalter des Nationalismus genauso Anspruch auf ihrem Land, wie die Deutschen in Deutschland. Zypern war auch in dieser Zeit eine Kolonie, das heißt aber nicht, dass sie keinen Anspruch auf ihrem Land hatten. Ähnlich war das in allen Kolonien.

Fakt ist, dass die israelischen Streitkraefte sich vollständig aus dem Gazastreifen zurueckgezogen haben und die Juden des Gazastreifens nach Israel umgesiedelt wurden. Israel obliegt 0% der Verwaltung des Gazastreifens. Das war der erste Schritt in einem Prozess zur vollstaendigen Eigenstaendigkeit, gemacht von Israel. Du hast selbst geschrieben, dass der Terror nicht von heute auf morgen schwinden wuerde. Israel haette im Gegenzug Sicherheitsgarantien erwartet, doch der Wille zum Frieden war seitens der Bevoelkerung Gazas nicht gegeben. Sie waehlten die Hamas und entschieden sich gegen den Frieden, fuer die vollstaendige Vernichtung Israels. Unter diesen Umstaenden kam der Prozess zum Erliegen.

Das Wichtige ist, dass diese Eigenständigkeit noch nicht gekommen ist, weder in Gaza noch in Westjordanland - und es gibt keine Zeichen, dass Israel sie tatsächlich geben will. Dass die Wahl von Hamas eine Entscheidung für die Vernichtung Israels und nicht eine Entscheidung gegen die korrupte Fatah-Regierung war, ist deine Interpretation. Es gab mehrere Zeichen, dass Hamas gemäßigt werden konnte, die Israelis haben aber dazu keine Chance gegeben.


Das wuerde ich nicht sagen. Der Judenhass auf der Welt war exzessiv und, wo Juden lebten, praesent. Der Zionismus hat ihn nicht sonderlich verstaerkt. Einzig bei den internationalen Linken hat sich Dank sowjetischer Propaganda gegen einen angeblich antidemokratischen, imperialistischen Zionismus der Judenhass etabliert. Anders als in Europa, wurden in den arabischen Laendern nie Maßnahmen gegen den Judenhass initiiert, so hatten die Araber nie ihren „Entnazifizierungsprozess“, um den auf den Islam fußenden natuerlichen Judenhass zu verringern.

Bei der internationalern Linken ist der Hass vorwiegend gegen Zionismus, nicht gegen Juden - nur ein Antisemit oder ein fanatischer Zionist würde die beiden verwechseln.
In den arabischen Ländern würden mit dem Palästina-Konflikt die Araber zum "nationalen Feind" geworden, was die Initiierung von solchen Maßnahmen unmöglich machte (siehe alle ethnische Konflikte in der Welt), sondern zum Gegenteil die "Juden" zum Feind nr. 1 machte. Das Wichtige ist, dass mit dem Zionismus die Juden in den Augen von vielen mit dem westlichen Imperialismus verbunden waren. So könnte der Judenhass auch in nicht-westlichen Ländern sich verbreiten, obwohl er bis damals ein vorwiegend europäisches Phänomen war.
 
Zuletzt bearbeitet:

Fitnesstrainer NRW

Serbian Cosmopolitan
Was ziehen sie durch? Dass den ab 1948 durch die jordanischen Truppen vertriebenen Juden aus Ost-Jerusalem und Judaea und Samaria und ihren Nachfahren seit 1967 die Rueckkehr in ihre Heimat ermoeglichen, doch es sich schwieriger gestaltet als gedacht, weil ihre Haeuser mittlerweile von Arabern bewohnt werden und sie deshalb auf leer stehendem Gelaende Siedlungen bauen, statt die Araber zu vertreiben? Die Siedlungen sind keine Zeltstaedte wie man sie von Fluechtlingslagern kennt. Sie beinhalten moderne Wohnhaeuser und Straßen, Krankenhaeuser, Schulen und Einkaufszentren, wo mittlerweile viele Araber aus den umliegenden Doerfern einer Arbeit nachgehen.

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Es gibt solche Zahlen und wiederum andere. Die einen sprechen für eine juedische Mehrheit und die anderen für eine arabische. Heute existieren knapp 3000 Buecher, wo die Bevoelkerung des osmanischen Palaestina eine Erwaehnung findet und diese widersprechen sich teilweise. Es ist so wie Lubenica es bereits aussagte, Abstammungsmythen sind trivial. Ich koennte zur Aussprache bringen, dass die palaestinensische Gesellschaft eine Stammesgesellschaft ist und die Palaestinenser in Clans gegliedert. Fuer uns in Deutschland, die keinen großen Wert auf die Herkunft legen, ist das mittlerweile fremd, doch jeder Palaestinenser auf der Welt kann sagen, welchem Stamm er angehoert. Recherchierte man die Wurzeln dieser Staemme, kaeme man zu dem Schluss, dass die meisten dieser Staemme ihre Wurzeln nicht in Palaestina haben, sondern in den umliegenden Laendern, doch das wuerde die Diskussionssache nicht voranbringen. Wie ich schon sagte. Heute sind die Juden und ein unabhaengiger juedischer Staat Israel eine Realitaet im Nahen Osten und je schneller die Araber sich mit dieser Realitaet anfreunden, umso schneller wird, davon bin ich ueberzeugt, Frieden erzielt.



Wieso haeltst du dich nicht selbst daran, das du von BlackJack verlangt hattest, und denkst ein Bisschen mehr nach, bevor du schreibst? Der Bevoelkerungsvergleich voellig verschiedener Grenzen, um dann daraus Schluesse zu ziehen, ist ausgesprochen dumm. Israels Grenzen, wie sie in der heutigen Form existieren, existierten innerhalb des Osmanischen Reiches nicht in einem unabhaengigen Gefuege. So wie das britische Mandatsgebiet bis 1923 das heutige Jordanien umfasste, war das osmanische Palaestina ein Teilgebiet einer Provinz, die teilweise auch die Negev-Wueste und Teile Syriens mit einschloss. Wenn ein Vergleich angestellt werden soll, dann muessen sich beide­ Vergleichsobjekte auf dieselben Grenzen beschraenken, heißt: Zum Vergleich darf nur der Part der Bevoelkerung des Osmanischen Reiches herangezogen werden, der innerhalb der heutigen israelischen Grenzen lebte. Nur mal um dir die Laecherlichkeit deiner Logik vor Augen zu fuehren. Nach deiner Logik koennte man die Bevoelkerung des Osmanischen Reiches mit der des heutigen Griechenland vergleichen und den Griechen ihren Staat absprechen, weil die Tuerken im Osmanischen Reich die Mehrheit gebildet hatten. Um 1800 war Palaestina uebrigens im Rahmen des unerbittlichen Kampfes Napoleons gegen die Osmanen teilweise unter franzoesischer Herrschaft. Dass die Zahlen von 1800 verlaesslich sind, ist schwer vorstellbar.



Die arabische Mehrheit ist ebenfalls nur eine Theorie und nicht gewiss. Die Vorfahren der heute sogenannten Palaestinenser wanderten in Palaestina erst nach dem Ersten Weltkrieg waehrend der britischen Mandatszeit ein. Fuer ihr Motiv spielten zwei Faktoren eine entscheidende Rolle. Erstens der durch juedischen Eingriff erzielte hohe Lebensstandard und zweitens die britische Herrschaft, denn waehrend ihre Heimatlaender nach der neu gewonnen Unabhaengigkeit aufgrund mangelnder Erfahrung in Staatentheorie und korrupter, unerfahrener Herrscher instabil waren, regierten in Palaestina die Briten. Palaestina war damals das fortschrittlichste Land im Nahen Osten. Diese beiden Umstaende loesten einen arabischen Sog aus. Man muss sich nur mal vor Augen fuehren, wie die Vereinten Nationen "palaestinensische" Fluechtlinge überhaupt definieren: "persons whose normal place of residence was Palestine during the period 1 June 1946 to 15 May 1948, and who lost both home and means of livelihood as a result of the 1948 conflict” um zu begreifen, dass eine palaestinensische Nation vor der Selbstinszenierung im Jahr 1967 nicht existierte. Wieso steht dort nichts von autochthoner palaestinensischer Bevoelkerung? Stattdessen wurden alle in dieser zweijaehrigen Phase in Palaestina residierenden Araber, die waehrend des Krieges ihr Obdach verließen, als palaestinensische Fluechtlinge gezaehlt.



"Kann"? Das klingt, als ob es irgendwelche Zweifel an seinem politischen Motiv geben wuerde. Der Mann war Mitglied bei der Kommunistischen Partei und hat sogar mehrfach fuer die Knesset kandidiert. Er ist besessen von der Einstaatenloesung und kann sich Juden im Nahen Osten nur unter islamischer Herrschaft vorstellen. Er macht kein Geheimnis daraus, dass seine Werke einseitig, tendenzioes und politisch motiviert sind: "Mich tragen moralische Fragen um und nicht die allzu menschlichen Torheiten professioneller Historiker", "Meine pro-palaestinensische Einseitigkeit liegt offen, trotz des Wunsches meiner Berufskollegen, dass ich bei den Fakten und der Wahrheit bleiben solle… Meine Vorgehensweise ist subjektiv."



Wenn schon die Aussagen eines Scharlatans Pappe zum UN-Bericht bruchlos uebernommen werden, was steht denn genau in dem UN-Bericht? Dass arabische Zivilisten in Deir Yasin den Tod durch die Hand von Juden fanden? Das war gewiss der Fall. Dass es Graeueltaten gegen Araber gab? Auch die gab es ganz gewiss, genauso wie es welche gegen Juden gab. Was Pappe jedoch hinzudichtet, ist die haltlose Behauptung, dass es sich um staatlich gelenkte ethnische Saeuberungen gehandelt habe. Dabei ist laengst bekannt, dass es die juedischen Terrororganisationen Irgun und Lechi waren, die diese Graeueltaten begangen haben. Der Vorwurf der ethnischen Saeuberung ist undurchdacht und nicht haltbar. Dass dennoch daran festgehalten wird, beweist, dass kein Interesse an der Wahrheit, sondern an der Aufrechterhaltung der palaestinensischen Luegenkultur besteht.


Er hatte frueher einen Lehrstuhl an einer israelischen Universitaet inne, stell dir mal die Frage, wie er es nach Großbritannien geschafft hat.



Benny Morris hat ebenfalls an Authentizitaet gebueßt. In den 90ern schrieb er, dass es gezielte Vertreibungen seitens der israelischen Streitkraefte gegeben haette. Ein angelsaechsischer Lehrstuhl blieb jedoch aus. Nach der Jahrtausenwende habe er dann im israelischen Staatsarchiv noch unentdeckte Dokumente gefunden, die eindeutig belegen wuerden, dass Vertreibung niemals offizielle Politik gewesen sei. In seinem neuesten Buch „1948“ von 2008 offenbart er seine korrigierten Schlussfolgerungen. Diese beiden Historiker sind unserioes und wie ich schon schrieb, nicht einmal die Diskussion wert, die wir gerade ueber sie fuehren, doch wenn du schon so ein Benny Morris-Fan bist, dann picke dir nicht nur die Aspekte seiner Schlussfolgerungen von vor zwei Jahrzehnten heraus, die dir in den Kram passen. Beruecksichtige auch seine aktuellsten, korrigierten Schlussfolgerungen:

Der erste arabisch-israelische Krieg | bpb

Jetzt wo sich seine Ausfuehrungen nicht mehr mit der palaestinensischen Version der Geschichte decken, wird er ploetzlich auf magische Weise nicht mehr gut genug fuer eine Heranziehung, stimmt‘s? Antizionisten bedienen sich immer wieder der alten Werke von Morris, das zeigt wie nahe sie der Verzweiflung sind, weil es keine wirklichen Beweise fuer eine stattgefundene ethnische Saeuberung gibt.



1947 waren die meisten Araber in Palaestina zum Großteil Neuankoemmlinge, die vom palaestinensischen Wohlstand angezogen wurden. Waehrend der jordanischen Besatzung bis 1967 wollten sich die Araber in Judaea und Samaria sogar Syrien anschließen. Wie konnte das sein, wo die Araber – laut dir – vom Nationalismus getrieben waren? Die Idee einer palaestinensischen Nation war 1947 kaum existent und wenn, dann nur in der Minderheit, sonst haetten die Araber die UN-Teilungsresolution 1947, die eine Zweistaatenloesung vorsah, akzeptiert und bekaemen ihren eigenen palaestinensischen Staat. Die Ablehnung der Teilungsresolution war ein rein islamisches Urteil. Die Juden sollten keinen eigenen Staat kriegen. Es kaeme nur eine Einstaatenloesung mit islamischer Herrschaft ueber Juden in Frage, doch genau das war gegen die zionistische Idee von einem Ort, wo ein Jude frei Jude sein kann, ohne sich anderen Religionen unterwerfen zu muessen. Erst als Israel 1967 den Gazastreifen und Judaea und Samaria eroberte und die Gebiete fuer die Araber verloren waren, wurde die Idee einer palaestinensischen Nation aus rein taktischen Gruenden laut. Anders waere es den arabischen Einwanderern naemlich nicht moeglich, einen Anspruch gegenueber juedischen Einwanderern geltend zu machen.



Das ist ein aeußerst dummer Vergleich. Bis zu dem Punkt nahm ich dich noch ernst, doch damit ist nun Schluss. In Deutschland ist die deutsche Nation beheimatet. Im Gegensatz dazu wurde Palaestina den Osmanen abgeknöpft und war ein Land ohne Nation. Die Briten spalteten 80% Palaestinas ab und gruendeten ihr Protektorat Transjordanien(spaeter Jordanien). In den uebrigen 20% lebten Juden, die einzig der Religion wegen dort lebten, irgendwann angesiedelte Araber und Weitere und keine der Gruppen sah sich als „die Palaestinenser“. Die Araber Palaestinas und die Araber Jordaniens unterscheidet nichts. Nach deiner Logik muessten die Jordanier Teil der „palaestinensischen“ Nation sein. Spaeter wanderten noch mehr Juden und Araber ein. Die Juden hatten Palaestina den Wohlstand gebracht. Irgendwann entschieden sie sich fuer eine Abspaltung, was nach so viel hineingesteckter Arbeit und investiertem Geld auch ihr Recht war. Fuer die Araber, die des juedischen Wohlstands wegen gekommen waren, war das natuerlich eine katastrophale Entwicklung und nicht hinnehmbar. Jetzt nach ueber 60 Jahren so zu tun, als sei in Palaestina eine palaestinensische Nation existent gewesen, ist haltlos und laecherlich.



Fakt ist, dass die israelischen Streitkraefte sich vollständig aus dem Gazastreifen zurueckgezogen haben und die Juden des Gazastreifens nach Israel umgesiedelt wurden. Israel obliegt 0% der Verwaltung des Gazastreifens. Das war der erste Schritt in einem Prozess zur vollstaendigen Eigenstaendigkeit, gemacht von Israel. Du hast selbst geschrieben, dass der Terror nicht von heute auf morgen schwinden wuerde. Israel haette im Gegenzug Sicherheitsgarantien erwartet, doch der Wille zum Frieden war seitens der Bevoelkerung Gazas nicht gegeben. Sie waehlten die Hamas und entschieden sich gegen den Frieden, fuer die vollstaendige Vernichtung Israels. Unter diesen Umstaenden kam der Prozess zum Erliegen.



Das wuerde ich nicht sagen. Der Judenhass auf der Welt war exzessiv und, wo Juden lebten, praesent. Der Zionismus hat ihn nicht sonderlich verstaerkt. Einzig bei den internationalen Linken hat sich Dank sowjetischer Propaganda gegen einen angeblich antidemokratischen, imperialistischen Zionismus der Judenhass etabliert. Anders als in Europa, wurden in den arabischen Laendern nie Maßnahmen gegen den Judenhass initiiert, so hatten die Araber nie ihren „Entnazifizierungsprozess“, um den auf den Islam fußenden natuerlichen Judenhass zu verringern.

Insgesamt sehr gut geschrieben

Nur beim letzen Abschnitt würde ich es nicht so absolut formulieren, denn es gibt meiner Aufassung nach keinen "auf den Islam fussenden natürlichen Judenhass"

Es gibt aber sicher, wie die Geschichte zeigt, insbesondere im konservativ sunnitischen Islam den Anspruch Juden wie Christen nur als schutzbefohlene, steuerpflichtige Untergebene zu akzeptieren und ihnen jede gleichberechtige Beteiligung am Staatswesen oder gar einen eigenen Staat abzusprechen......was natürlich schlimm genug ist
 
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