Der gefrorene Staat – Stillstand, Drohungen, Inflation und das Schweigen einer Hauptstadt
Zwölf Tage Stillstand. Zwölf Tage, in denen das mächtigste Land der Welt seine eigenen Institutionen lahmlegt, während Hunderttausende Bundesangestellte unbezahlt zu Hause sitzen – als Geiseln einer politischen Strategie, die längst keine mehr ist, sondern ein Selbstzerstörungsritual. Der neue Vizepräsident J. D. Vance hat es am Sonntag ausgesprochen: Je länger die Blockade dauert, desto tiefer werden die Einschnitte. „Einige dieser Kürzungen werden schmerzhaft sein“, sagte er. Schmerzhaft für wen, ließ er offen.
Das Weiße Haus arbeitet unterdessen daran, die Militärgehälter zu sichern und minimale Sozialleistungen für einkommensschwache Familien aufrechtzuerhalten. Der Subtext ist zynisch: Das System schützt Waffen vor Menschen. In einem Land, das sich als Bastion des Individualismus begreift, wird die Beamtenschaft zur Verhandlungsmasse. Laut einer Eingabe des Budgetamts sollen über 4.000 Bundesangestellte entlassen werden, zusätzlich zu den Hunderttausenden, die bereits beurlaubt sind.
Vance, der sich in Interviews gern als Pragmatiker inszeniert, nannte das unvermeidlich. „Die Demokraten haben uns ein schwieriges Blatt gegeben“, sagte er auf Fox News. Der Satz steht sinnbildlich für die rhetorische Schieflage dieser Regierung: Eine ökonomische und moralische Krise wird zur Kartenspielmetapher, als ließe sich staatliche Verantwortung ablegen, wenn das Blatt schlecht steht.
kaizen-blog.org
Zwölf Tage Stillstand. Zwölf Tage, in denen das mächtigste Land der Welt seine eigenen Institutionen lahmlegt, während Hunderttausende Bundesangestellte unbezahlt zu Hause sitzen – als Geiseln einer politischen Strategie, die längst keine mehr ist, sondern ein Selbstzerstörungsritual. Der neue Vizepräsident J. D. Vance hat es am Sonntag ausgesprochen: Je länger die Blockade dauert, desto tiefer werden die Einschnitte. „Einige dieser Kürzungen werden schmerzhaft sein“, sagte er. Schmerzhaft für wen, ließ er offen.
Das Weiße Haus arbeitet unterdessen daran, die Militärgehälter zu sichern und minimale Sozialleistungen für einkommensschwache Familien aufrechtzuerhalten. Der Subtext ist zynisch: Das System schützt Waffen vor Menschen. In einem Land, das sich als Bastion des Individualismus begreift, wird die Beamtenschaft zur Verhandlungsmasse. Laut einer Eingabe des Budgetamts sollen über 4.000 Bundesangestellte entlassen werden, zusätzlich zu den Hunderttausenden, die bereits beurlaubt sind.
Vance, der sich in Interviews gern als Pragmatiker inszeniert, nannte das unvermeidlich. „Die Demokraten haben uns ein schwieriges Blatt gegeben“, sagte er auf Fox News. Der Satz steht sinnbildlich für die rhetorische Schieflage dieser Regierung: Eine ökonomische und moralische Krise wird zur Kartenspielmetapher, als ließe sich staatliche Verantwortung ablegen, wenn das Blatt schlecht steht.
Der gefrorene Staat – Stillstand, Drohungen, Inflation und das Schweigen einer Hauptstadt
Während beide Seiten einander in den Sonntagsshows die Schuld zuschieben, spielt sich das Drama auf den Fluren der Ministerien ab. In den Gebäuden des Bildungs- und Finanzministeriums, der Gesundheitsbehörde und der Umweltagentur werden dieser Tage Hunderte Entlassungsschreiben vorbereitet...