Jetzt dreht das Trumpelstielzchen völlig durch. Da wechselt das Trumpeltier einfach die Märchen, ohne die Märchenwelt wirklich zu kennen. Das Trumpelstielzchen wird jetzt zur Frau des Fischers, die immer mehr will, Macht, Geld und Ansehen. Schließlich will sie so mächtig wie Gott sein und findet sich dann bettelarm wieder. Eine Stufe vor Gott befindet sich in dem Märchen von 1812 (P. O. Runge), der Papst, dessen Macht die Frau des Fischers haben will. Das Trumpelstielzchen ändert die Geschichte gekonnt nach Art des trumpelschen Hauses. Der Papst wäre nur durch die Gnade Got.. äh.. Trumps, gewählt worden.
US-Präsident Donald Trump hat den Papst über die Plattform Truth Social attackiert. Leo XIV. solle sich zusammenreißen, der radikalen Linken nicht nach dem Munde reden und sich darauf konzentrieren, ein großer Papst zu sein und kein Politiker, schrieb Trump am Sonntag im Netzwerk. Das schade dem aus den USA stammenden Kirchenoberhaupt sehr. Und was noch wichtiger sei. ,,Es schadet der katholischen Kirche", schrieb Trump weiter.
Trump behauptete, ohne ihn wäre Robert Prevost im vergangenen Mai nicht zum Papst gewählt worden. ,,Wäre ich nicht im Weißen Haus, wäre Leo nicht im Vatikan", schrieb der US-Präsident. Seiner Argumentation zufolge wurde Prevost gewählt, weil die katholische Kirche geglaubt habe, sie stelle sich gut mit ihm als Präsident der USA, wenn sie einen Landsmann zum Kirchenoberhaupt wählt. Trump schrieb weiter, der Papst sollte daher ,,dankbar" sein.
Trump schrieb, er wolle keinen Papst, der den Präsidenten der Vereinigten Staaten kritisiert, weil er genau das tue, wozu er mit einem Erdrutschsieg gewählt worden sei: Tiefststände bei der Kriminalität zu erreichen und den ,,besten Aktienmarkt der Geschichte" zu schaffen. Weiter schrieb er, er wolle keinen Papst, der es in Ordnung finde, dass der Iran eine Atomwaffe besitze und er wolle keinen Papst, der denke, dass es schrecklich sei, dass die USA Venezuela angegriffen hätten.
Als ,,Deklaration der Ohnmacht" hat unterdessen ein Vatikan-Offizieller die Verbalattacke von US-Präsident Donald Trump gegen Papst Leo XIV. eingeordnet. Der Jesuit Antonio Spadaro, Untersekretär in der Kulturbehörde des Vatikans, schrieb am Montagmorgen in Sozialen Medien: ,,Wenn politische Macht eine moralische Stimme attackiert, dann liegt es oft daran, dass sie diese Stimme nicht in ihre Schranken weisen kann."