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US-News

Konflikt mit Papst eskaliert: Trump schließt Jakobsweg

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Die US-Regierung eskaliert den Konflikt mit dem Heiligen Stuhl. Auf direkten Befehl von Donald Trump riegelt die US-Navy ab sofort den Jakobsweg ab. Die wichtigste globale Handelsroute für Absolution ist damit unterbrochen. An den europäischen Börsen schnellen die Preise für Weihwasser und Ablassbriefe auf historische Höchststände.

SANTIAGO DE COMPOSTELA – „I bin die Gertrude aus Ried im Innkreis und du losst mi do jetzt vorbei und foahst wieder ham noch Ameriga“, beschwert sich Gertrude (63) aus Ried im Innkreis bei einem eingeschüchterten Navy Seal, der ihr den Weg versperrt. Mit zitternden Fingern umklammert er sein Sturmgewehr.

Gertrude ist kein Einzelfall. An der hastig errichteten Demarkationslinie in Nordspanien stauen sich Tausende Pilger. Sie diskutieren lautstark auf Deutsch, Spanisch und Französisch mit US-Marines, die verzweifelt versuchen, die diplomatische Krise mit Handzeichen und Warnschüssen zu bewältigen.

3000 US-Soldaten verlegt
Die Sperre des Jakobswegs ist ein beispielloser Eingriff in den globalen spirituellen Freihandel. Da die Kirche keine Vergebung mehr aus Spanien exportieren kann, stauen sich in den europäischen Diözesen die Sündenlagerstände. „Wenn die Blockade noch eine Woche anhält, müssen wir die strategischen staatlichen Sündenreserven anzapfen“, warnt Bischof Niko Alm. „Zur Not muss der Herrgott bis auf Weiteres ein Auge zudrücken.“

US-Präsident Donald Trump hat die Blockade heute nach einem eskalierten Streit mit Papst Leo XIV. spontan verkündet. 3000 US-Soldaten wurden aus dem Nahen Osten abgezogen. Sollte der Vatikan nicht einlenken, will Trump sogar alle Wege nach Rom schließen.

 

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Wie lange dauert es noch mit Trump?
Die Verfallserscheinungen sind unübersehbar – nicht nur, weil er den Papst beschimpft

Zuerst drohte er der (mehrere tausend Jahre alten) iranischen Zivilisation mit der kompletten Vernichtung. Dann griff er Papst Leo XIV. als "schwach gegenüber Verbrechen" und "schrecklich in der Außenpolitik an", wobei der Heilige Vater nur ihm, Donald Trump, verdanke, dass er überhaupt zum Papst gewählt worden sei. Dann veröffentlichte er auf seiner Plattform eine KI-Illustration, die ihn als Jesusfigur zeigt, die einen Kranken oder Sterbenden die Hand auflegt, gleichzeitig aber im Hintergrund von Soldaten und Kampfflugzeugen garniert ist. Es folgte ein Aufschrei auch der eigenen religiös-rechten Anhänger wegen Blasphemie, worauf Trump erklärte, er habe die in ein weißes Gewand gekleidete Figur für einen Arzt gehalten und den Eintrag löschte.

Tiraden und Fantasien
Das ist der Präsident der Vereinigten Staaten und angeblicher "Führer der freien Welt". Wobei diese Tiraden und Fantasien nur ein Ausschnitt der täglichen Wahnsinnigkeiten sind, die Donald Trump von sich gibt.

Immer mehr Beobachter zweifeln daran, dass sich das noch lange so halten kann. Eine Amtsenthebung und/oder eine Erklärung der Amtsunfähigkeit sind derzeit aus verschiedenen Gründen unwahrscheinlich. Die Frage ist, was passiert, wenn Trumps geistiger Verfall so offenkundig wird, dass er ernsthaft eine Gefahr für die USA und die Welt darstellt.

Derzeit beschleunigt sich der Verfallsprozess. Die New York Times sah sich zu einem langen Artikel mit dem Titel "Trumps erratisches Verhalten und seine extremen Kommentare lösen Fragen nach seiner geistigen Gesundheit aus" veranlasst. Darin wird unter anderem darauf hingewiesen, dass er ständig bei öffentlichen Auftritten in minutenlange Fabulationen über seltsame Themen abirrt – über giftige Schlangen in Peru oder Markierstifte während einer Kabinettssitzung oder die Vorhänge des Weißen Hauses während einem Update zur Situation im Iran, oder dass er Grönland mit Island verwechselt, usw.

Zeichen der Überforderung
Nun ist die New York Times nicht gerade eine Unterstützerin von Trump. Aber seine Ausritte werden auch von gegenwärtigen und früheren Anhängern entsetzt kommentiert, vor allem die Angriffe auf den Papst und die Jesus-Impersonation von den religiösen Rechten, die einen Kern seiner Unterstützer bildet. Tatsächlich merkt man den geistigen Abbau, wenn man sich eine längere Rede ansieht, nicht nur Video-Schnipsel von Kurz-Statements. Dann wird auch verständlicher, warum ein Präsident, der Wahlen mit dem Versprechen gewonnen hat, die USA nicht in "ewige Kriege" zu verwickeln, sich von dem israelischen Premier Benjamin Netanjahu in einen schlecht vorbereiteten und undurchdachten Krieg gegen den Iran hineindrängen ließ.

 
Keine Unterstützung im Iran: Trump kritisiert Meloni
Angesichts fehlender Unterstützung Italiens im Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni fehlenden Mut vorgeworfen. „Ich dachte, sie hätte Mut, aber ich habe mich geirrt“, sagte er in einem heute veröffentlichten Interview mit der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“. Er sei „schockiert über sie“ gewesen.

Meloni galt lange Zeit als eine der europäischen Politikerinnen, die einen guten Draht zu Trump hatten. Italien wie auch andere europäische NATO-Partner weigern sich, die USA im Krieg gegen den Iran zu unterstützen.

Trump hatte die NATO-Partner dafür scharf kritisiert, die westliche Militärallianz als „Papiertiger“ bezeichnet und gedroht, nach dem Ende des Krieges die Mitgliedschaft der USA in der NATO zu überdenken. Die NATO-Partner pochen darauf, dass der von den USA und Israel am 28. Februar begonnene Krieg keinen Bündnisfall darstelle, der ein Eintreten in den Konflikt erforderlich mache.

Papst warnt vor „Tyrannei der Mehrheit“
Unterdessen warnte Papst Leo XIV. zwei Tage nach den verbalen Attacken von Trump auf ihn vor autoritären Fehlentwicklungen. Demokratien blieben dann gesund, wenn sie in moralischen Werten verwurzelt seien, erklärte der Papst in einem Schreiben. Fehle dieses Fundament, laufe die Demokratie Gefahr, zu einer Tyrannei der Mehrheit oder zu einem Deckmantel für die Vorherrschaft wirtschaftlicher und technologischer Eliten zu werden.

 
USA beginnen Montag mit Rückerstattung unzulässiger Zölle
Die US-Regierung will am Montag das System zur Rückerstattung unrechtmäßig erhobener Zölle in Höhe von 166 Milliarden Dollar (142,07 Mrd. Euro) in Betrieb nehmen. Die Zoll- und Grenzschutzbehörde teilte gestern in einem Gerichtsdokument mit, die erste Entwicklungsphase des Cape-Systems sei abgeschlossen.

Damit sollen die Zahlungen gebündelt werden, sodass die betroffenen Unternehmen eine einzige elektronische Überweisung – gegebenenfalls samt Zinsen – erhalten und nicht jede Einfuhr einzeln abgewickelt werden muss. Bis zum 9. April hätten 56.497 Importeure das Verfahren für Erstattungen im Volumen von 127 Milliarden Dollar durchlaufen, hieß es in dem Schreiben weiter.

Klagen von 330.000 Importeuren
Der Oberste Gerichtshof (Supreme Court) hatte im Februar geurteilt, dass Präsident Donald Trump mit den umfassenden Zöllen seine Befugnisse überschritten habe. Er hatte sich bei der Verhängung auf ein Gesetz über nationale Notstände aus dem Jahr 1977 berufen.

Gerichtsunterlagen zufolge hatten mehr als 330.000 Importeure die Abgaben auf 53 Millionen Warensendungen gezahlt und nach dem Urteil auf Rückerstattung geklagt.

 
Die leere Halle, Vance spricht, spottet über die Ukraine und ein Eklat
JD Vance stand in Georgia. Die Akins Ford Arena war zu mehr als drei Vierteln leer. Turning Point USA hatte sich verschätzt. So fing der Abend an.

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Er sprach trotzdem. Über den Iran, über junge Wähler, über einen Mann, den es nicht mehr gibt. Charlie Kirk wurde im September bei einer Turning Point USA-Veranstaltung an einer Universität in Utah erschossen. Vance sagte, Kirk sei der Klebstoff gewesen – derjenige, der die Leute zusammenhalten konnte, die unbedingt Krieg wollten, und die, die es nie gewollt hätten.

Der extrem rechtskonservative Kirk hatte gewarnt, als Israel am 13. Juni 2025 mit der Operation Rising Lion allein den Iran angriff – Nuklearanlagen, Militärführung, Raketenprogramme. Er sagte, eine direkte US-Beteiligung könnte die MAGA-Bewegung spalten. Neun Tage später griffen die USA trotzdem ein und zerstörten mit Bunkerbrechern die Tiefanlagen Fordow, Natanz und Isfahan – Anlagen, die Israel nicht erreichen konnte. Kirk wurde im September erschossen. Seine Warnung hatte niemand mehr gehört, nicht weil er Ethik besass, sondern weil es um MAGA ging.

Vance räumte an diesem Abend etwas ein, das man selten so direkt hört. Viele junge Wähler liebten den Kurs im Nahen Osten nicht. Er verstehe das, sagte er. Aber er bat sie nicht umzudenken. Er bat sie, trotzdem dabei zu bleiben. Nicht desengagiert zu werden, weil man in einem Punkt nicht übereinstimme. So nehme man das Land zurück, sagte er. Es ist der Satz eines Mannes, der die Überzeugung nicht mehr einfordern kann – und der stattdessen um Anwesenheit bittet.

Dann kam der Eklat …

Etwa zehn Minuten nach Beginn rief jemand aus dem Publikum: Jesus Christus unterstützt keinen Genozid. Vance redete weiter. Minuten später eine andere Stimme: Ihr tötet Kinder. Ihr bombt Kinder. Gemeint war der Iran, wie wir nachgehakt haben. Die Halle war fast leer, aber die wenigen, die gekommen waren, hatten etwas zu sagen.

 

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@BlackJack dürfte in den USA unterwegs sein. Hätte er gewusst für was die Dildos verwendet werden, hätte er nicht geliefert :mrgreen:
Dutzende Dildos werden in Portland, Oregon, gegen die Einfahrt der rassistischen ICE-Miliz geworfen!

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US-Militär tötete vier Menschen bei Angriff auf mutmaßliches Drogenschmuggler-Boot
Außerdem will die US-Regierung Urteile gegen mehrere Teilnehmer am Angriff auf das Kapitol vom 6. Jänner 2021 aufheben lassen. USA-Meldungen im Überblick

Washington – Das US-Militär hat bei einem Angriff auf ein mutmaßliches Drogenschmuggler-Boot im östlichen Pazifik vier Männer getötet. Nach Erkenntnissen der Geheimdienste habe sich das Boot auf einer bekannten Drogenhandelsroute befunden und sei an Drogenhandelsaktivitäten beteiligt gewesen, teilte das für die Region zuständige US-Regionalkommando Southcom am Dienstag auf der Plattform X mit.

Unter Anordnung der Regierung von US-Präsident Donald Trump geht das Militär seit Herbst vergangenen Jahres mit tödlichen Angriffen gegen Boote in der Karibik und im östlichen Pazifik vor, auf denen angeblich Drogen in die USA geschmuggelt werden sollen. Die Vereinigten Staaten haben ein großes Drogenproblem, für das sie ausländische Schmuggler verantwortlich machen. Kritiker bezweifeln, dass die tödlichen Angriffe in internationalen Gewässern völkerrechtlich zulässig sind.

 
Der 6. Januar wird nicht vergessen – Er wird gelöscht
Das Justizministerium will die Verurteilungen wegen Aufruhrverschwörung aufheben. Betroffen sind Stewart Rhodes und zentrale Figuren der Proud Boys und Oath Keepers – jene Männer, die am 6. Januar 2021 nicht einfach dabei waren, sondern den Angriff auf das Kapitol koordinierten und vorantrieben. Die schwersten Urteile nach diesem Tag. Jetzt sollen sie verschwinden. Ein zentraler Name fehlt in dieser Liste nicht zufällig: Enrique Tarrio. Seine Verurteilung wurde bereits zuvor aufgehoben, die Anklagen fallengelassen. Der aktuelle Schritt setzt genau dort an und zieht die Linie zu den übrigen Beteiligten weiter.

Die Begründung ist knapp. Es liege im Interesse der Gerechtigkeit, heißt es. Mehr nicht. Juristisch ist das möglich. Politisch ist es ein Satz, der alles sagt, ohne etwas zu erklären.

Trump hatte zu Beginn seiner zweiten Amtszeit über 1.500 Beteiligte begnadigt. Die führenden Köpfe der Verschwörung waren damals bewusst ausgenommen. Ihre Haftstrafen wurden verkürzt, die Verurteilungen blieben. Das war die letzte Linie. Jetzt soll auch sie fallen. Wenn Gerichte zustimmen, sind die Einträge gelöscht – als hätte es sie nie gegeben.

Parallel wurde das Verfahren gegen Stephen K. Bannon zurückgenommen. Wir hatten darüber berichtet. Andere Aufarbeitungen wurden still beiseitegelegt. Es passiert nicht auf einmal, nicht mit großer Ankündigung. Es passiert Schritt für Schritt, kurz vor Fristen, mitten in laufenden Verfahren, ohne dass jemand laut Nein sagt.

Was hier geschieht, ist kein juristischer Vorgang. Es ist ein politischer. Der 6. Januar 2021 soll nicht neu bewertet werden – er soll rechtlich aufhören zu existieren. Nicht durch Worte, nicht durch Reden, nicht durch eine neue Version der Geschichte. Sondern durch das stille Verschwinden von Urteilen, die einmal für das standen, was an diesem Tag passiert ist.

Ein Ereignis, wo Menschen starben, das Millionen Menschen live gesehen haben, wird vor Gericht neu geschrieben. Und diesmal nicht von Historikern.

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US-Regierung will Urteile gegen Kapitol-Angreifer aufheben
Die US-Regierung will die Urteile gegen mehrere Teilnehmer und Teilnehmerinnen am Angriff auf das Kapitol am 6. Jänner 2021 aufheben lassen.

Das Justizministerium habe sich dafür an ein Bundesberufungsgericht gewandt, um die Strafen wegen aufrührerischer Verschwörung gegen führende Mitglieder der rechtsextremen Gruppen „Oath Keepers“ und „Proud Boys“ fallen zu lassen, berichteten mehrere US-Medien unter Berufung auf Gerichtsakten.

Eine Anfrage ließ das Justizministerium unbeantwortet. Konkret geht es den Berichten zufolge um zwölf Mitglieder der beiden Gruppen, die unter der Regierung von Ex-Präsident Joe Biden für schuldig befunden worden waren.

Bereits 1.500 begnadigt
Sollte das Gericht dem Antrag des Ministeriums stattgeben, würden damit die letzten verbliebenen Urteile im Zusammenhang mit der Kapitol-Attacke komplett aufgehoben werden.

US-Präsident Donald Trump hatte zu seinem Amtsantritt im vergangenen Jahr bereits 1.500 Angreifer begnadigt, die nach den Ausschreitungen vor mehr als fünf Jahren angeklagt worden waren.


Klar, schließlich ist ja das weltgrößte A....loch bezüglich Kriminalität ein Vorbild. Wirklich ekelhaft dieses kriminelle Horrorclownkabinett.
 

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Leo stellt sich quer – und trifft Trump dort, wo er es nicht erwartet!
Donald Trump hatte sich an Konflikte mit dem Vatikan gewöhnt. Damals war es Papst Franziskus, der ihn offen angriff und dafür von konservativen Katholiken in den USA oft kritisiert wurde. Diesmal ist die Lage anders. Papst Leo XIV kommt aus den Vereinigten Staaten. Er kennt das politische System, die Sprache, die Mechanismen. Und genau das verändert die Dynamik. Was früher als Distanz zwischen Rom und Washington wirkte, ist nun ein direkter Draht – und damit auch ein direkter Konflikt. Als Trump Leo öffentlich angreift, reagiert dieser nicht laut, sondern kontrolliert. Keine großen Gesten, keine Zuspitzung. Gerade diese Ruhe macht die Kritik wirksam. Sie lässt sich schwer wegwischen, weil sie nicht wie ein politischer Schlag wirkt, sondern wie eine bewusste Entscheidung.

Der entscheidende Unterschied liegt in der Unterstützung. Während Franziskus viele konservative Katholiken verlor, gewinnt Leo sie zurück. In Gemeinden, in Gesprächen nach der Messe, selbst unter Trump-Wählern wächst der Widerstand gegen die Attacken des Präsidenten. Menschen, die ihn mehrfach gewählt haben, gehen auf Distanz. Das hat Folgen. Zum ersten Mal seit Jahren entsteht ein Riss genau dort, wo Trump lange sicher stand. Nicht bei seinen Gegnern, sondern im eigenen Umfeld.

Leo vermeidet bewusst die offenen Konfliktlinien. Er spricht über Krieg, über Verantwortung, über technologische Fragen wie künstliche Intelligenz, ohne sich in parteipolitische Lager ziehen zu lassen. Das macht ihn schwer greifbar für eine Strategie, die auf klare Gegnerbilder angewiesen ist. Trump behandelt ihn dennoch wie einen politischen Kontrahenten. Genau das wird zum Problem. Denn Leo agiert nicht als Politiker. Er entzieht sich diesem Raster. Selbst innerhalb der Regierung zeigen sich erste Brüche. Stimmen, die Trump unterstützen, kritisieren seinen Ton gegenüber dem Papst. Andere, wie JD Vance, halten dagegen und fordern, der Papst solle sich auf kirchliche Themen beschränken. Doch die Realität hat sich verschoben. Ein Papst aus Amerika, der konservative Gläubige erreicht und zugleich politische Grenzen setzt, lässt sich nicht einfach einordnen.
 
Gewöhnt euch nicht an Völkermord-Drohungen!
Nur eine Woche ist es her, dass Trump einer ganzen "Zivilisation" mit Vernichtung drohte – wir müssen alle viel klarer festhalten: Nein, das ist nicht normal

Ich weiß, wir leben in einer Zeit, in der so viel Aufwühlendes in nur einer Woche passiert, sodass man schnell einzelne Vorfälle vergisst. Ich möchte aber einen Satz in Erinnerung rufen – den wir nicht so rasch vergessen sollten. Vor gut einer Woche postete Donald Trump, der Präsident der Vereinigten Staaten: "Eine gesamte Zivilisation wird heute sterben und niemals zurückkehren." Er bezog sich dabei auf den Iran. Wir müssen noch einmal über diese Worte sprechen: Denn die Gefahr besteht, dass wir alle gerade Teil einer Normenverschiebung sind.

Die Kommunikationswissenschaftlerin Stephanie A. Martin schreibt dazu: "Die präsidiale Rhetorik dient weniger der Überzeugung als der Ermächtigung: Präsidenten liefern nicht einfach nur Argumente. Sie liefern Signale. Mittels dieser Signale sagen sie der Öffentlichkeit, in welcher Situation sie sich befindet, welche Gefahr aktuell vorliegt, und welche Art der Reaktion angemessen ist. In diesem Sinne fungiert der Präsident wie eine menschliche Startpistole."

Gewaltvolle Rhetorik
Die Gefahr ist, dass hier eine Normalisierung von gewaltvoller Rhetorik – von Gewalt im Denken – stattfindet. Der Präsident normalisiert, dass man scheinbar Völkermord ankündigen könne. Jetzt lässt sich einwenden: Der Krieg mit dem Iran ist dann nicht so eskaliert, wie Trump es angedroht hatte. Er ruderte zurück, ganz im Sinne des hämischen Spitznamens "Taco" (Trump always chickens out). Und doch: Ein Schaden ist entstanden. Wir leben jetzt in einer Welt, in der sogar ein US-Präsident so etwas schreiben kann. Ich fürchte, dass wir hier gedanklich zermürbt und verroht werden.

Im ersten Moment sind viele Menschen bei solchen Posts erschüttert. Sie fragen sich: Hat das Trump wirklich gepostet – das ist selbst für ihn ein neuer Tiefpunkt? Dieser Schock ist eine angemessene Reaktion. Doch schon im zweiten Moment rollt man vielleicht mit den Augen und denkt sich, "na ja, typisch Trump". Just in diesem Moment wird die Linie des Sagbaren und Denkbaren ein stückweit verschoben.

 
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