Pete Hegseth, das Pentagon und Gott nach Drehbuch
Pete Hegseth steht im Pentagon. Es ist ein Gebetsgottesdienst. Er öffnet den Mund und trägt vor, was er für ein Bibelzitat hält.
Es stammt aus Pulp Fiction.
Quentin Tarantino, 1994, Samuel L. Jackson, schwarzer Anzug, kurz vor dem Mord. Eine Szene, die mit religiöser Sprache spielt, um sie zu brechen. Kino als Gotteslästerung - absichtlich, kunstvoll, eindeutig.
Im Pentagon kommt sie als Gebet an.
Niemand hält inne. Niemand fragt. Die Worte haben Gewicht, also haben sie Recht. So funktioniert das hier. Nicht Wahrheit zählt, sondern Ton. Nicht Herkunft, sondern Haltung. Wer ernst genug klingt, predigt. Predigt aus dem Drehbuch statt aus der Bibel - und wer predigt, hat Gott auf seiner Seite. Und wer Gott auf seiner Seite hat, leitet die mächtigste Armee der Welt.
Tarantino hat für dieses Drehbuch einen Oscar gewonnen. Hegseth hat sich bis heute nicht dazu geäußert.
Der Unterschied zwischen beiden: Tarantino wusste, was er schrieb.
Pete Hegseth steht im Pentagon. Es ist ein Gebetsgottesdienst. Er öffnet den Mund und trägt vor, was er für ein Bibelzitat hält.
Es stammt aus Pulp Fiction.
Quentin Tarantino, 1994, Samuel L. Jackson, schwarzer Anzug, kurz vor dem Mord. Eine Szene, die mit religiöser Sprache spielt, um sie zu brechen. Kino als Gotteslästerung - absichtlich, kunstvoll, eindeutig.
Im Pentagon kommt sie als Gebet an.
Niemand hält inne. Niemand fragt. Die Worte haben Gewicht, also haben sie Recht. So funktioniert das hier. Nicht Wahrheit zählt, sondern Ton. Nicht Herkunft, sondern Haltung. Wer ernst genug klingt, predigt. Predigt aus dem Drehbuch statt aus der Bibel - und wer predigt, hat Gott auf seiner Seite. Und wer Gott auf seiner Seite hat, leitet die mächtigste Armee der Welt.
Tarantino hat für dieses Drehbuch einen Oscar gewonnen. Hegseth hat sich bis heute nicht dazu geäußert.
Der Unterschied zwischen beiden: Tarantino wusste, was er schrieb.