Wie Amerika sich selbst zerlegt und warum Deutschland wachsam bleiben muss
Es beginnt nicht mit Panzern. Nicht mit Uniformen oder Marschmusik. Es beginnt mit einem Lächeln – und einer Nominierung. Paul Ingrassia heißt der Mann, den Donald Trump zum Leiter des Office of Special Counsel machen will, jener Bundesbehörde, die eigentlich dem Schutz von Whistleblowern und der Einhaltung des Hatch Acts verpflichtet ist – also jenem Gesetz, das parteipolitische Einflussnahme auf Staatsdienste verhindern soll. Jetzt aber soll ausgerechnet ein Mann diese Aufgabe übernehmen, der den demokratischen Grundkonsens der Vereinigten Staaten mit Füßen tritt. Ein Podcaster, der Andrew Tate, einen wegen Menschenhandel angeklagten Frauenfeind, als „außergewöhnlichen Menschen“ bezeichnet. Ein Ideologe, der in Nick Fuentes, einem offen antisemitischen Aktivisten, eine „dissidente Stimme“ sieht. Einer, der die Hamas-Angriffe auf Israel als „Psy-Op“ zum Schutz des Kolumbus-Tages abtut und die Wahl von 2020 weiterhin als „gestohlen“ bezeichnet – obwohl Trump längst zurück an der Macht ist.
Es ist, als hätte man die Brandstifter zur Feuerwehr befördert.
Ingrassia ist kein Ausrutscher. Er ist das Gesicht einer neuen Elite, die ihre Macht aus der Zerstörung des Rechts bezieht. Ihre Sprache ist modern, ihr Vokabular digital, doch ihre Ideologie ist alt – tief verwurzelt in der autoritären Tradition. Wer von „Matrix“, „Deep State“ und „satanischer Elite“ spricht, denkt nicht an die Zukunft, sondern an eine Vergangenheit, in der Menschen in Kategorien von Feind und Reinheit sortiert wurden. Und wie schon einmal in der Geschichte beginnt es nicht mit Massendeportationen oder Lagern, sondern mit der gezielten Demontage dessen, was Menschenwürde garantieren soll: Vertrauen, Schutz, Rechtsstaat.
Es beginnt nicht mit Panzern. Nicht mit Uniformen oder Marschmusik. Es beginnt mit einem Lächeln – und einer Nominierung. Paul Ingrassia heißt der Mann, den Donald Trump zum Leiter des Office of Special Counsel machen will, jener Bundesbehörde, die eigentlich dem Schutz von Whistleblowern und der Einhaltung des Hatch Acts verpflichtet ist – also jenem Gesetz, das parteipolitische Einflussnahme auf Staatsdienste verhindern soll. Jetzt aber soll ausgerechnet ein Mann diese Aufgabe übernehmen, der den demokratischen Grundkonsens der Vereinigten Staaten mit Füßen tritt. Ein Podcaster, der Andrew Tate, einen wegen Menschenhandel angeklagten Frauenfeind, als „außergewöhnlichen Menschen“ bezeichnet. Ein Ideologe, der in Nick Fuentes, einem offen antisemitischen Aktivisten, eine „dissidente Stimme“ sieht. Einer, der die Hamas-Angriffe auf Israel als „Psy-Op“ zum Schutz des Kolumbus-Tages abtut und die Wahl von 2020 weiterhin als „gestohlen“ bezeichnet – obwohl Trump längst zurück an der Macht ist.
Es ist, als hätte man die Brandstifter zur Feuerwehr befördert.
Ingrassia ist kein Ausrutscher. Er ist das Gesicht einer neuen Elite, die ihre Macht aus der Zerstörung des Rechts bezieht. Ihre Sprache ist modern, ihr Vokabular digital, doch ihre Ideologie ist alt – tief verwurzelt in der autoritären Tradition. Wer von „Matrix“, „Deep State“ und „satanischer Elite“ spricht, denkt nicht an die Zukunft, sondern an eine Vergangenheit, in der Menschen in Kategorien von Feind und Reinheit sortiert wurden. Und wie schon einmal in der Geschichte beginnt es nicht mit Massendeportationen oder Lagern, sondern mit der gezielten Demontage dessen, was Menschenwürde garantieren soll: Vertrauen, Schutz, Rechtsstaat.

