Der finstere Pakt von Trump und Bukele
El Salvadors Präsident inszeniert sich gern als Verbrechensbekämpfer, doch in Wahrheit paktierte er mit Kriminellen. Bei der Vertuschung hilft ihm ausgerechnet Trump
Martialische Militärparaden und vermummte Polizisten, die kahlgeschorene Gefangene in weißen Shorts und T-Shirts herumkommandieren – mit solchen Bildern hat sich El Salvadors Präsident Nayib Bukele international einen Ruf als Law-and-Order-Präsident erarbeitet. Doch hinter seinem gnadenlosen Kampf gegen die kriminellen Banden in dem mittelamerikanischen Land verbirgt sich eine finstere Wahrheit: Bukele traf jahrelang geheime Abmachungen mit den Bandenchefs.
Schon kurz nach seiner Wahl im Jahr 2019 nahm Bukele laut dem investigativen Portal El Faro Kontakt zu den inhaftierten Chefs der Bande MS-13 auf. Sie war die mächtigste der kriminellen Organisationen. Nach Schätzungen des Sicherheitsexperten Douglas Farah, der die Lage in El Salvador seit Jahrzehnten analysiert, hatte die MS-13 damals rund 7000 Mitglieder in Freiheit und 9000 in Haft. Sie schikanierten 90 Prozent der Einwohner, von denen sie Schutzgelder eintrieben, in deren Vierteln sie Prostitution und Drogenhandel kontrollierten und Jugendliche zwangsrekrutierten. Um die Kontrolle dieses lukrativen Geschäfts brachen regelmäßig Kriege mit anderen Banden aus.
Pizza für weniger Morde
El Salvadors Präsident inszeniert sich gern als Verbrechensbekämpfer, doch in Wahrheit paktierte er mit Kriminellen. Bei der Vertuschung hilft ihm ausgerechnet Trump
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