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US-News

Oper in Washington soll nach Melania Trump benannt werden
Das bisher als „Opera House“ bekannte Opernhaus im Kennedy Center in der US-Hauptstadt Washington soll nach einem Plan der Republikaner umbenannt werden und künftig den Namen „First Lady Melania Trump Opera House“ tragen.

Der Haushaltsausschuss im Repräsentantenhaus stimmte gestern für einen Änderungsantrag, der die Namensänderung zur Voraussetzung für die Zahlung von Fördergeldern im Haushaltsjahr 2026 machen soll.

Der Kongressabgeordnete Mike Simpson aus dem US-Bundesstaat Idaho, der den Antrag einbrachte, bezeichnete die Umbenennung als „ausgezeichnete Möglichkeit“, um Melania Trumps „Unterstützung und ihr Engagement für die Förderung der Künste zu würdigen“.

Es handelt sich um einen weiteren Vorstoß der Regierung von US-Präsident Donald Trump, die Kontrolle über die angesehene Kultureinrichtung zu übernehmen.

Trump: „Haben das Kennedy Center übernommen“
Trump hatte im Februar den Vorsitz des Kennedy Center übernommen und mehrere Mitglieder des Verwaltungsrats entlassen, die der oppositionellen Demokratischen Partei angehören. Der neue Verwaltungsrat ist mit Trump-Getreuen besetzt, darunter Usha Vance, die Ehefrau von Vizepräsident JD Vance.

 
Angeblicher Putschversuch
Nach tagelangen Trump-Pöbeleien äußert sich Obama zu »lächerlichen Anschuldigungen«
Normalerweise kommentiert Ex-US-Präsident Obama »den ständigen Unsinn« aus dem Weißen Haus unter Trump nicht. Doch weil dessen Pöbeleien zuletzt immer ungeheuerlicher wurden, bezog Obama nun doch Stellung.
US-Präsident Donald Trump steht wegen der Epstein-Affäre massiv unter Druck – mittlerweile sogar bei seiner Kernwählerschaft. Womöglich deshalb teilt er gerade umfangreich unter anderem gegen seinen Vorgänger Barack Obama aus. Letzterer ließ das lange unkommentiert, nun reicht es ihm offenbar: »Diese bizarren Anschuldigungen sind lächerlich und ein schwacher Ablenkungsversuch«, teilte ein Sprecher Obamas laut übereinstimmenden Medienberichten mit.

Hintergrund sind Behauptungen Trumps, Obama habe dereinst »versucht, einen Putsch anzuzetteln« und sei des »Verrats« schuldig. Als Begründung führte Trump Erkenntnisse an, die ihm die Direktorin des nationalen Geheimdienstes, Tulsi Gabbard, vergangene Woche überstellt hatte. Gabbard sagte dazu, sie habe Beweise für eine ihrer Ansicht nach »verräterische Verschwörung« unter Beamten des nationalen Sicherheitsdienstes unter Obama an das Justizministerium weitergeleitet und deren strafrechtliche Verfolgung empfohlen.

 
Tesla ist wieder die am wenigsten vertrauenswürdige E-Automarke in den USA
Elon Musks Konzern sieht sich sinkendem Kaufinteresse, schwindender Beliebtheit und großer Skepsis gegenüber selbstfahrenden Taxis gegenüber

Dass Tesla in Schwierigkeiten steckt, ist nicht ganz neu. In Europa haben sich die Absätze teilweise mehr als halbiert. Auch am US-Heimatmarkt lässt die Nachfrage seit einiger Zeit deutlich nach. Der mit großen Hoffnungen und viel Fanfare gestartete Cybertruck sitzt wie Blei auf den Parkplätzen der Händler und dürfte heuer bestenfalls ein Zehntel der Verkaufsprognosen von Firmenchef Elon Musk erreichen. Dessen politisches Wirken in der jüngeren Vergangenheit hat mit hoher Wahrscheinlichkeit auch zu dieser Entwicklung beigetragen.

Auch wenn Musks Arbeit für die US-Regierung als De-facto-Chef des Department of Government Efficiency (Doge) seit einigen Wochen beendet ist, ist kein Ende des Trends in Sicht. Das zeigt auch die jüngste Meinungsumfrage im Electric Vehicle Intelligence Report (PDF), an der 8000 US-Konsumenten teilgenommen haben. Tesla ist zur unbeliebtesten Automarke der USA geworden und hält diese Position auch bereits seit Monaten.

 
Das Schweigen der Geschworenen – Wie eine Richterin Trumps Offenlegungswunsch im Fall Epstein zurückweist
Es war ein Moment, auf den viele gewartet hatten – manche mit Hoffnung, andere mit Angst. Doch als der Beschluss fiel, war er ebenso deutlich wie endgültig: Eine Bundesrichterin hat am Mittwoch einen Antrag der Trump-Regierung abgelehnt, die geheimen Protokolle der Grand Jury im Fall Jeffrey Epstein aus den frühen 2000er-Jahren in Florida freizugeben. Die Begründung ist ebenso knapp wie unmissverständlich: Die gesetzlich vorgesehenen Ausnahmen, die eine Veröffentlichung solcher Unterlagen ermöglichen würden, seien nicht gegeben. Die Geschworenenakten bleiben damit versiegelt. Vorerst. Der Entscheid fällt mitten in eine politische Konstellation, die selbst kaum dramatischer sein könnte: Während Präsident Trump öffentlichkeitswirksam die totale Aufklärung im Epstein-Komplex fordert – und dabei gezielt Verschwörungstheorien über vertuschte Beweise, angeblich verschwundene Überwachungsvideos und einen „Täterstaat Obama“ befeuert –, pocht die Justiz auf das, was sie als Grundpfeiler ihrer Arbeit begreift: das Gesetz. Die Aufzeichnungen der Grand Jury unterliegen in den Vereinigten Staaten einem besonders strengen Schutz. Nur in eng umrissenen Ausnahmefällen – etwa zur Verhinderung eines Justizirrtums – können sie überhaupt zur Veröffentlichung freigegeben werden. Die nun beantragte Veröffentlichung hingegen, so die Richterin, diene nicht der Wahrheitssuche, sondern vielmehr der öffentlichen Stimmungslage. Na, da sind wir ja jetzt richtig überrascht – damit hätten wir nun wirklich nie gerechnet (zynisch).

 
"Go fuck yourself, Mr. President": Stephen Colbert fängt gerade erst an
Man kann einen Satiriker feuern. Aber nicht gänzlich zum Schweigen bringen

Stephen Colbert wird bald nicht mehr im Fernsehen sein. Keine Tragödie per se. Viele Late-Night-Talker waren irgendwann nicht mehr im TV: Conan O'Brien. Harald Schmidt. Männer, die spätabends am Schreibtisch saßen, kluge Sätze sagten, Witze machten – und einem das Gefühl gaben, der Irrsinn des Tages sei vielleicht doch zu ertragen, solange man gemeinsam darüber lachen kann.

"Wladimir Putin's cock holster"
Colbert war einer der Besten. Seit 2015 moderiert er bei CBS die Late Show, die er von David Letterman übernahm – politisch scharf, rhetorisch präzise, lange Marktführer im US-Spätprogramm. Als er 2017 über Trump sagte, "the only thing your mouth is good for is being Wladimir Putin's cock holster", folgte ein Shitstorm – und eine Quotensteigerung.

Nun kündigte CBS das Ende der Late Show für Mai 2026 an. Offiziell: zu teuer. Inoffiziell: zu unbequem. Donald Trump jedenfalls triumphiert. Für ihn ist die Absetzung jeder Sendung, in der je ein kritisches Wort über ihn fiel, ein persönlicher Sieg. Der Mann freut sich wie ein Kind, das glaubt, die Sonne gehe unter, weil es das Licht ausgemacht hat. "Colbert ist tot", schreibt er auf Truth Social – ganz der subtile Rhetoriker, der er nie war.

Colbert reagiert. Nicht mit Ironie, sondern mit einem glasklaren: "Go fuck yourself." Ein Satz wie ein Tritt – unhöflich, schmerzhaft, verdient.

 
Naja, mit den Zahlen hat es Trumpltier nicht so
Fed-Umbaukosten: Trump irritiert Powell mit neuer Zahl
US-Präsident Donald Trump hat US-Notenbank-Chef Jerome Powell mit angeblich neuen Zahlen zu den steigenden Kosten der Renovierungsarbeiten der Federal Reserve (Fed) merklich irritiert. „Ich habe das noch von niemandem gehört“, sagte Powell zu Trump, als dieser ihm gestern (Ortszeit) bei einem Besuch der Notenbank mit gestiegenen Ausgaben von 3,1 Milliarden US-Dollar (circa 2,6 Mrd. Euro) konfrontierte.

Powell schüttelte sichtbar den Kopf. Beim Sichten eines Schreibens, das Trump ihm aushändigte, stellte der Fed-Chef fest: „Das ist ein Gebäude, das bereits gebaut wurde. Es wurde vor fünf Jahren fertiggestellt.“

Zwischen Trump und Powell herrscht seit Längerem eine Fehde. Immer wieder forderte der Präsident Leitzinssenkungen, während Powell angesichts bestehender Inflationsrisiken auf eine umsichtige Geldpolitik setzt und mit Zinssenkungen zögert.

 
Ein Präsident als Huhn – Trumps Rückzug, Musks Triumph und die Angst vor den Epstein-Akten
Von einem Moment auf den anderen kräht es anders aus dem Weißen Haus – oder vielmehr von Trumps Lieblingsspielwiese Truth Social. Wo noch vor wenigen Tagen das große Säbelrasseln gegen Elon Musk im Gange war, flattert nun eine Botschaft durch die sozialen Kanäle, die eher an ein Hühnerhaus mit Erdbebenwarnung erinnert als an die Kommandozentrale der freien Welt.

„Ich möchte nicht, dass Elon scheitert“, gurrte Trump digital. „Ich möchte, dass er gedeiht.“ Und das von einem Mann, der noch kürzlich andeutete, das Tesla-Imperium sei „eine Bedrohung für die nationale Souveränität“ und „ein Werkzeug fremder Interessen“. Was ist passiert? Die Antwort liegt – wie so vieles in Trumps Universum – im Dunkel der Epstein-Akten. Oder genauer: im gleißenden Licht, das sich anschickt, dieses Dunkel zu durchbrechen. Denn seitdem Medien bestätigen, dass Donald Trumps Name in neu freigegebenen Grand-Jury-Dokumenten auftaucht, ist aus dem brüllenden Hahn ein gackerndes Huhn geworden. Der Satz, den Musk im April absetzte – „Ich würde vorsichtig sein, wenn ich Trump wäre. Sein Name taucht öfter in den Akten auf, als er glaubt“ – war damals noch als Dunst politischer Rivalität abgetan worden. Heute wirkt er wie eine Prophezeiung mit Nachbrenner. Und so erleben wir nun ein Schauspiel, das an Shakespeare erinnert, wenn Shakespeare Twitter gehabt hätte. Der König, von Enthüllungen gepeinigt, reicht dem Hofnarr die Hand – nicht aus Einsicht, sondern aus Angst.

 
US-Medien unter Druck
„South Park“ stellt Trump bloß
Mit einer Episode, in der US-Präsident Donald Trump heftig verspottet wird, haben die Macher der Animationsserie „South Park“ den Zorn des Weißen Hauses auf sich gezogen. Die Folge nahm auch den Medienkonzern Paramount ins Visier, nur wenige Stunden nachdem er tief in die Tasche gegriffen hatte, um sich die Rechte an „South Park“ für sein Streamingportal zu sichern – und nur kurz nachdem Paramount einen Rechtsstreit mit Trump beigelegt hatte.

In der am Mittwoch ausgestrahlten Episode mit dem Titel „Sermon on the ‚Mount‘“, der ersten der neuen 27. Staffel, steigt Trump mit dem Teufel nackt ins Bett. Der Teufel sagt in der Szene, er sei gerade nicht in Stimmung, weil er in sozialen Netzwerken gelesen habe, dass Trump auf der Epstein-Liste stehe.

Damit spielen die Macher von „South Park“ auf die Debatte um die Veröffentlichung von Akten zum Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein an. Trump hatte im Wahlkampf versprochen, die Epstein-Akten öffnen zu lassen, das aber noch nicht getan. Der Druck auf Trump ist dadurch zuletzt gewachsen, auch aus dem eigenen Lager.

 
„Entschuldigung“ des „South Park“-Teams
Bei der aktuell laufenden Comicmesse Comic Con in San Diego berichteten die „South Park“-Macher von internen Diskussionen um die Darstellung des präsidialen Phallus in der Serie. Nach „einer ungefähr vier Tage dauernden Unterhaltung mit einem Haufen erwachsener Leute“ habe das „South Park“-Team schließlich beschlossen, den Penis mit Augen auszustatten, um ihn nicht verpixeln zu müssen. Auch auf die Kritik des Weißen Hauses hatten sie eine Replik: „Es tut uns schrecklich leid“, sagte Parker mit einem gespielten ernsten Gesicht.

 
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