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US-News

US-Medien unter Druck
„South Park“ stellt Trump bloß
Mit einer Episode, in der US-Präsident Donald Trump heftig verspottet wird, haben die Macher der Animationsserie „South Park“ den Zorn des Weißen Hauses auf sich gezogen. Die Folge nahm auch den Medienkonzern Paramount ins Visier, nur wenige Stunden nachdem er tief in die Tasche gegriffen hatte, um sich die Rechte an „South Park“ für sein Streamingportal zu sichern – und nur kurz nachdem Paramount einen Rechtsstreit mit Trump beigelegt hatte.

In der am Mittwoch ausgestrahlten Episode mit dem Titel „Sermon on the ‚Mount‘“, der ersten der neuen 27. Staffel, steigt Trump mit dem Teufel nackt ins Bett. Der Teufel sagt in der Szene, er sei gerade nicht in Stimmung, weil er in sozialen Netzwerken gelesen habe, dass Trump auf der Epstein-Liste stehe.

Damit spielen die Macher von „South Park“ auf die Debatte um die Veröffentlichung von Akten zum Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein an. Trump hatte im Wahlkampf versprochen, die Epstein-Akten öffnen zu lassen, das aber noch nicht getan. Der Druck auf Trump ist dadurch zuletzt gewachsen, auch aus dem eigenen Lager.

 
„Entschuldigung“ des „South Park“-Teams
Bei der aktuell laufenden Comicmesse Comic Con in San Diego berichteten die „South Park“-Macher von internen Diskussionen um die Darstellung des präsidialen Phallus in der Serie. Nach „einer ungefähr vier Tage dauernden Unterhaltung mit einem Haufen erwachsener Leute“ habe das „South Park“-Team schließlich beschlossen, den Penis mit Augen auszustatten, um ihn nicht verpixeln zu müssen. Auch auf die Kritik des Weißen Hauses hatten sie eine Replik: „Es tut uns schrecklich leid“, sagte Parker mit einem gespielten ernsten Gesicht.

 
Organisierter Kindesmissbrauch – Ring in USA aufgedeckt
In den USA ermitteln die Behörden in einem schwerwiegenden Fall von organisiertem Kindesmissbrauch mit zahlreichen Opfern. Ein Ring mutmaßlicher Sexualstraftäter soll über längere Zeit in Bibb County im Bundesstaat Alabama operiert haben, wie der zuständige Staatsanwalt Robert Turner Jr. bereits zu Wochenbeginn erklärte. Im Laufe der vergangenen Tage wurden dann weitere Details bekannt.

So seien die Mädchen und Buben zeitweise in einem Bunker festgehalten worden, der eigentlich als Schutzraum vor Stürmen gedacht und teilweise unterirdisch gebaut gewesen sei, erklärte der Sheriff von Bibb County, Jody Wade. Bisher seien zehn Opfer im Alter zwischen drei und 15 Jahren identifiziert worden.

Nach Angaben der Ermittler wurden bisher sieben Verdächtige festgenommen – darunter auch Eltern von manchen Opfern. Erste Anklagen seien erhoben worden, teilte Staatsanwalt Turner mit. Sheriff Wade sagte: „Leider befürchte ich, dass es noch mehr Opfer und noch deutlich mehr Verdächtige geben wird.“

 
US-Regierung will offenbar weitere Universitäten mit Strafen belegen
US-Präsident Trump nutzt Fördermittel des Bundes, um Veränderungen an US-Universitäten zu erzwingen. Die Columbia University hat sich im Streit mit der Regierung zu einer Zahlung in Höhe von 221 Millionen Dollar bereit erklärt

Washington – Die US-Regierung will laut einem Insider Geldstrafen von weiteren US-Universitäten verlangen. Nach Angaben eines Regierungsvertreters, der ungenannt bleiben wollte, wirft die US-Regierung mehreren Universitäten, darunter der Elite-Universität Harvard, vor, nicht ausreichend gegen Antisemitismus vorgegangen zu sein. Nach Zahlung der Geldstrafen sollen dann ausgesetzte Bundesmittel wieder an die Universitäten fließen.

Die Regierung stehe mit mehreren namhaften Universitäten kurz vor einer Einigung. Von den Universitäten lagen zunächst keine Stellungnahmen vor.

Hauptziel soll Einigung mit Harvard sein

 
Trump hat eine Durchführungsverordnung unterzeichnet, die im Wesentlichen die Gesetze außer Kraft setzt, die in den 1960er Jahren die psychiatrischen Anstalten geschlossen haben. Sie erlaubt es den Bundesstaaten erneut, Menschen, die als „Gefahr“ für sich selbst oder andere gelten, gegen ihren Willen zu internieren.

Diese Einrichtungen waren berüchtigt für Lobotomien und extrem schlechte Bedingungen, darunter Vernachlässigung, Missbrauch und Menschenrechtsverletzungen.

Man befürchtet, dass diese Regelung genutzt wird, um Bürger, die nicht in Einwanderungshaftzentren eingesperrt werden können – darunter Transmenschen, Kritiker, politische Gegner, Journalisten und engagierte Frauen – gezielt zu isolieren

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Der Kampf hat sich gelohnt – Andry Hernández Romero, das CECOT und das doppelte Exil eines Überlebenden
Unter dem Titel „Der König ohne Krone“ ( https://kaizen-blog.org/der-koenig-ohne-krone-the-crownless-king/ ) brachten wir den Fall erstmals in die Öffentlichkeit, reisten nach El Salvador, sprachen mit Angehörigen, dokumentierten Haftbedingungen, involvierten auch das Immigrant Defenders Law Center und die Human Rights Campaign. Was damals wie ein Einzelfall wirkte, entpuppte sich als Teil eines Systems: ein queerer Geflüchteter, abgeschoben in ein Folterregime – und instrumentalisiert durch eine Regierung, die Menschenrechte zur Verhandlungsmasse machte. Heute, Monate später, ist Andry Hernández Romero wieder bei seiner Familie. Nicht in Freiheit – aber lebendig. Und mit einer Stimme, die nicht mehr schweigt.

 
Mindestens 11 Menschen in US-Supermarkt niedergestochen
Mindestens elf Menschen sind in einem Supermarkt im US-Bundesstaat Michigan niedergestochen und verletzt worden. Eine verdächtige Person wurde nach dem Vorfall in Traverse City am Samstag (Ortszeit) festgenommen, wie die Polizei auf X mitteilte.

Ein Krankenhaus in der Stadt bestätigte auf Facebook, es würden elf Menschen behandelt. Die Polizei machte bisher keine konkreteren Angaben zu den Verletzten oder zu möglichen Hintergründen der Tat.

Traverse City liegt im Norden der USA am Michigansee, etwa 400 Kilometer nordwestlich von Detroit.


 
US-Raumfahrtbehörde
Rund 20 Prozent der Mitarbeiter sollen Nasa verlassen
Donald Trumps Kahlschlag in Behörden und Wissenschaftseinrichtungen trifft auch die US-Raumfahrtbehörde. Einer Sprecherin zufolge verliert die Nasa rund 3900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Gut 20 Prozent der Mitarbeiter sollen die US-Raumfahrtbehörde Nasa verlassen. Etwa 3870 Personen würden gehen und rund 14.000 bleiben, teilte eine Nasa-Sprecherin der Nachrichtenagentur dpa mit. Ziel sei es, eine schlankere und effizientere Organisation zu werden und zugleich in der Lage zu bleiben, ein »goldenes Zeitalter der Erforschung und Innovation, auch auf dem Mond und dem Mars«, anzustreben. Die Sicherheit habe dabei nach wie vor oberste Priorität.

Beamte, die in eine aufgeschobene Kündigung eingewilligt haben, sollen bis zu einem vereinbarten Termin vom Dienst freigestellt werden. Der Nasa zufolge können sich die Zahlen in den kommenden Wochen noch leicht ändern.

 
„Mein 0 % Arbeitslosenplan“ – Auschwitz als Kulisse eines republikanischen Kandidaten
Manchmal ist ein einzelnes Bild genug, um das moralische Vakuum einer politischen Bewegung bloßzulegen. Kyle Langford, republikanischer Kandidat für das Amt des Gouverneurs von Kalifornien im Jahr 2026, hat genau das geschafft – mit einem Selfie vor dem Lagertor von Auschwitz und der Bildunterschrift: „My 0% Unemployment Plan“. Hinter ihm: der zynische Schriftzug „Arbeit macht frei“. Davor: ein selbstzufriedenes Lächeln. Und darunter: die Flagge der USA. Es ist eine Grenzüberschreitung, die kaum fassbar ist – nicht in ihrer Geschmacklosigkeit, sondern in ihrer bewussten Verachtung historischer Würde.

Die Reaktion des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau ließ nicht lange auf sich warten. In einem deutlichen Statement schrieb die Gedenkstätte: „Die Instrumentalisierung der Tragödie all jener, die im deutschen NS-Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz inhaftiert und ermordet wurden, für politische Zwecke ist ein zutiefst moralisches Versagen. Auschwitz ist kein Requisit.“ Der Satz richtet sich nicht nur an Langford, sondern an ein Amerika, in dem rechte Kräfte zunehmend bereit sind, selbst die dunkelsten Kapitel der Menschheitsgeschichte zur Staffage ihrer Ideologie zu machen. Doch Langford dachte nicht daran, zurückzurudern. Stattdessen bekräftigte er öffentlich, Auschwitz sei tatsächlich sein Modell für eine Arbeitslosenquote von null Prozent.

 
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