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US-News

US-Wahnsinn geht weiter: Sechs Tote im Pazifik – US-Militär setzt Angriffe auf kleine Boote fort
Das US-Militär hat im östlichen Pazifik erneut ein Boot angegriffen. Sechs Menschen an Bord kamen dabei ums Leben. Details zu Identität und genauer Funktion des Schiffes wurden zunächst nicht bekannt. Die Operation reiht sich ein in eine Serie von Einsätzen gegen kleine Wasserfahrzeuge, die Washington als Teil eines erweiterten Sicherheitskurses einstuft. Seit Anfang September wurden nach offiziellen Angaben 157 Menschen bei solchen Einsätzen getötet. Die Regierung bezeichnet die Zielpersonen als „Narcoterroristen“ und begründet die Angriffe mit der Bekämpfung grenzüberschreitender Drogenstrukturen. Kritiker stellen jedoch Fragen zur Transparenz, zur Beweislage und zu den rechtlichen Grundlagen dieser Operationen auf hoher See.

Mit jedem weiteren Einsatz steigt die Zahl der Toten. Gleichzeitig wächst die Debatte darüber, wie weit militärische Mittel im Kampf gegen organisierte Kriminalität eingesetzt werden dürfen. Der Pazifik ist damit längst nicht nur Transitroute, sondern Schauplatz eines verdeckten Konflikts geworden.

 
Republikanischer Senator greift Stephen Miller an – „Großes Problem in dieser Regierung“
Der republikanische Senator Thom Tillis fordert Präsident Donald Trump auf, Stephen Miller zu entlassen. Miller sei „ein großes Problem in dieser Regierung und das von Anfang an“, sagte Tillis und stellte sich damit offen gegen eine der zentralen Figuren der Migrationspolitik. Zugleich räumte der Senator ein, dass seine Partei die öffentliche Debatte über Einwanderung und Abschiebungen verloren habe. Er bekräftigte zwar die Forderung, alle Personen abzuschieben, die während der Biden-Regierung unerlaubt eingereist seien. Doch er mahnte zu einer strategischen Vorgehensweise. Die vorhandenen Ressourcen seien begrenzt, daher müsse man sich zuerst auf die gefährlichsten Personen konzentrieren.

Die Aussagen markieren einen ungewöhnlich offenen Dissens innerhalb der Republikaner. Während das Weiße Haus auf maximale Härte setzt, wächst in den eigenen Reihen die Sorge, dass die aktuelle Linie politisch und organisatorisch an ihre Grenzen stößt.

 
US-Senator, Republikaner, Lindsey Graham:
„Wir marschieren durch die Welt. Wir räumen die Bösen aus dem Weg. Wir werden Beziehungen zu neuen Partnern aufbauen, die uns Wohlstand und Sicherheit bringen. So etwas habe ich noch nie erlebt.
Das ist Ronald Reagan plus. Donald Trump setzt die Welt in einer Weise neu auf, von der vor einem Jahr niemand zu träumen gewagt hätte. Er ist der größte Oberbefehlshaber aller Zeiten. Kuba ist als Nächstes dran.“
„Ja, es gibt noch viel zu tun, um diese Menschen politisch wieder loszuwerden, und mit der Wahrnehmung hat dieser Republikaner wohl schon lange abgeschlossen"

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Wieder erwischt: Fox vertauscht nicht nur Bilder – Fox schützt Trump selbst bei der Rückkehr gefallener Soldaten

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Fox & Friends Weekend ersetzte in seiner Sonntagsausgabe das Videomaterial von Donald Trumps Teilnahme an der gestrigen würdevollen Überführungszeremonie auf der Dover Air Force Base durch einen Clip vom 17. Dezember 2025. Gezeigt wurde also nicht das tatsächliche Material der aktuellen Zeremonie, bei der die sterblichen Überreste von sechs im Nahostkrieg gefallenen US-Soldaten zurückgeführt wurden, sondern Archivaufnahmen aus dem vergangenen Jahr.


Fox News sprach von einem Versehen. Recherchen deuten auf etwas anderes hin. Eine Mitarbeiterin habe irrtümlich das falsche Material aufgerufen, hieß es in einer Stellungnahme. Man bedaure den Fehler und entschuldige sich für die falschen Bilder. Das korrekte Videomaterial sei zu anderen Zeitpunkten gesendet worden, unter anderem am Samstag. Doch der Vorgang wirft Fragen auf, die sich nicht mit einem knappen Statement erledigen lassen. In sozialen Netzwerken wurde schnell der Vorwurf laut, der Sender habe bewusst auf ältere Aufnahmen zurückgegriffen, um dem eigenen, mehrheitlich Trump-freundlichen Publikum nicht zeigen zu müssen, dass der Präsident bei der Zeremonie eine Baseballkappe trug. Bei sogenannten „dignified transfers“, einer der feierlichsten Pflichten eines Oberbefehlshabers, steht jedes Detail unter Beobachtung. Kleidung ist dabei nicht nebensächlich, sondern Teil der symbolischen Würde des Moments.

 

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Trump dankt gefallenen US-Soldaten für Ablenkung von Epstein-Files
Es waren berührende Momente in Washington, D.C.: Eine US-Militärmaschine brachte die Särge von sechs gefallenen US-Soldaten zurück in die Heimat. US-Präsident Donald Trump lobte den mutigen Einsatz der Armeeangehörigen beim Kampf gegen die weitere Verbreitung der Epstein-Files.

DELAWARE – In einer feierlichen Zeremonie auf der Dover Air Force Base würdigt Präsident Donald Trump heute jene heldenhaften US-Soldaten, die im Kampf für eine Epstein-freie Berichterstattung in der amerikanischen Presse ihr Leben an der Medienfront gelassen haben.

„These six service men made the ultimate sacrifice“, erklärte Trump in einer Ansprache vor Angehörigen der bei iranischen Drohnenschlägen getöteten Soldaten. „They gave their lives so that the dishonest Fake News Media would finally stop talking about my totally innocent parties with sexy Jeffrey. Total heroes.“

Der Präsident rückt seine staatstragende USA-Kappe zurecht. „They didn’t die in vain. They died so my reputation wouldn’t take a hit from completely fabricated, though very high-resolution, photos of me and Jeffrey. Their sacrifice will help us defeat the Democrats in the midterms, who are plotting to steal the election again, so that I can continue enriching myself.“

Ehrung
Da sie sich unter Einsatz ihres Lebens selbst in die mediale und auch echte Schusslinie warfen, bekommen sie posthum die höchste Auszeichnung, die US-Soldaten erhalten können: ein Selfie mit Trump sowie eine signierte MAGA-Kappe, die ihnen als Beigabe ins Grab gelegt wird.

 
Stunde der Eskalation – Siebter toter US-Soldat, neue Luftschläge auf Teheran und ein Krieg ohne Haltepunkt
Der Krieg zwischen den USA, Israel und Iran verschärft die Lage in der gesamten Region, die längst nicht mehr nur Zuschauer ist. Am Montag identifizierte das Pentagon den siebten gefallenen US-Soldaten. Army Staff Sergeant Benjamin N. Pennington, 26 Jahre alt, aus Glendale in Kentucky, erlag seinen Verletzungen, die er am 1. März bei einem Angriff auf die Prince Sultan Air Base in Saudi-Arabien erlitten hatte. Pennington gehörte dem 1st Space Battalion, 1st Space Brigade in Fort Carson, Colorado, an. Seine Einheit war zuständig für Raketenwarnsysteme, GPS und satellitengestützte Kommunikation über große Distanzen. Posthum wurde er zum Staff Sergeant befördert. Bereits zuvor waren sechs Army-Reservisten in Kuwait getötet worden, als eine iranische Drohne ein Operationszentrum in einem zivilen Hafen traf.

Auch das iranische Atomprogramm ist erneut ins Visier geraten. Nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde der Vereinten Nationen wurde ein zweiter iranischer Nuklearstandort getroffen. IAEA-Generaldirektor Rafael Mariano Grossi erklärte in Paris vor Journalisten, neben Einschlägen in der Anlage von Natanz sei es auch zu einem Treffer in Isfahan gekommen. Der Schaden in Isfahan erscheine jedoch gering. Grossi machte keine Angaben dazu, wann der Standort getroffen wurde oder welche Streitkräfte verantwortlich waren. Satellitenbilder der Anlage in Natanz zeigen Beschädigungen an Gebäuden sowie weitere Schäden innerhalb des Komplexes. Seit Beginn der aktuellen Militärkampagne habe man „einige Einschläge in Natanz – ein paar – und einen in Isfahan“ registriert, sagte Grossi. Es handle sich jedoch nicht um einen sehr schweren Treffer. Sichtbar sei ein Einschlag nahe einer Achse beziehungsweise in der Nähe eines der dortigen Tunnelzugänge gewesen. Mehr habe man bislang nicht festgestellt.

Die Opferzahlen steigen auf allen Seiten. Nach offiziellen, aber weiterhin schwer nachzuprüfenden, Angaben wurden im Iran bislang mindestens 1.230 Menschen getötet, im Libanon 397, in Israel 11. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen meldet allein im Libanon seit dem 2. März mindestens 83 getötete und 254 verletzte Kinder. Mehr als zehn getötete Kinder pro Tag. Der regionale Direktor von UNICEF für den Nahen Osten, Edouard Beigbeder, sprach von einer erschütternden Bilanz und davon, dass Kinder in einer Geschwindigkeit sterben und verletzt werden, die jedes Maß sprengt. Familien fliehen, Unterkünfte sind überfüllt, viele Kinder schlafen in Kälte und Unsicherheit.

 
Tomahawk, Schule, Ausweichen – Trumps Antwort auf eine klare Frage
Ein Journalist konfrontiert Donald Trump mit einem Video, das eine Tomahawk-Rakete zeigen soll, die eine iranische Mädchenschule zerstört hat. Die Frage ist eindeutig: Wird die USA Verantwortung übernehmen, falls sich der Vorwurf bestätigt? Trump reagiert nicht mit einer Zusage oder einem Dementi. Er sagt, die Tomahawk werde verkauft und auch von anderen Ländern eingesetzt. Und er fügt hinzu, möglicherweise habe auch Iran einige dieser Raketen, was vollkommen abwegig ist. Das Vereinigte Königreich nutzt seit Jahren Tomahawk-Marschflugkörper. Japan hat 2023/2024 den Kauf beschlossen. Australien beschafft ebenfalls Tomahawks für seine Marine. Diese drei Staaten sind jedoch weder militärisch am Iran-Krieg beteiligt noch befanden sich ihre Einheiten zum mutmaßlichen Tatzeitpunkt im betroffenen Einsatzraum. Eine Stellungnahme dazu, ob amerikanische Streitkräfte beteiligt waren, bleibt aus. Ebenso fehlt eine klare Bereitschaft, mögliche Verantwortung zu prüfen oder anzuerkennen.

 
Trumps Märchenstunde über Chuck Schumer
Donald Trump erklärt, Chuck Schumer sei „offiziell Palästinenser“ und registriert. Einen solchen Status gibt es nicht. Es gibt kein Register, keine Einstufung, keine formale Kategorie dieser Art. Schumer ist US-Senator aus New York. Mehr nicht, weniger nicht. Mit dem Satz zieht Trump eine Grenze, die rechtlich nicht existiert. Er macht aus politischer Kritik eine Frage der Zugehörigkeit. Wer widerspricht, wird sprachlich verschoben. Nicht Gegner, sondern angeblich jemand anderes. Die Aussage klingt deskriptiv. Sie ist es nicht.

Dann folgt der nächste Vorwurf: Schumer wolle „die iranischen Menschen schützen, die ziemlich übel sind.“ Kein konkreter Beschluss, keine Abstimmung, kein Zitat aus einem Gesetz. Nur eine Behauptung, die sich selbst für ausreichend hält. Es ist kein politisches Argument. Es ist eine Zuschreibung. Zuschreibungen brauchen kein Fundament – sie brauchen nur Wiederholung. Was oft genug gesagt wird, beginnt zu klingen wie etwas, das schon immer wahr war. Vielleicht liegt der eigentliche Schaden nicht in der Lüge selbst. Sondern in der Erschöpfung, die sie hinterlässt. Das Schweigen, das sich danach ausbreitet – auch das ist eine Antwort. Die Aussage steht im Raum. Und sie wartet darauf, dass niemand mehr fragt.

 
Vances Scheinwerfer-Witz und das Publikum im Dunkeln
JD Vance steht auf der Bühne und blickt ins Licht. „Ich kann keinen von euch sehen, diese Scheinwerfer sind grell. Derjenige, der sie bedient, muss ein Demokrat sein, weil ich keine einzige Person in der Menge erkennen kann“, sagt er. Der Satz soll Lachen auslösen. Er setzt auf das alte Muster: Ein technisches Problem wird zum parteipolitischen Seitenhieb. Der Witz funktioniert nur, wenn das Publikum mitzieht. Er lebt davon, dass die Gegenseite zur Pointe wird. Vance stellt Nähe her, indem er das Gegenüber zum Gegner erklärt. Der Lichttechniker wird zur Projektionsfläche – und weiß es vermutlich nicht einmal.

Solche Bemerkungen sind schnell gesagt. Sie kosten nichts und bringen einen kurzen Applaus. Inhaltlich tragen sie nichts bei. Sie markieren Zugehörigkeit und Abgrenzung zugleich – in einem einzigen Atemzug, fast beiläufig. Der Effekt ist kalkuliert: ein Lacher, ein Signal, ein Moment der Zustimmung. Was dabei verschwindet, fällt kaum auf. Das Publikum lacht, und während es lacht, hat es bereits akzeptiert, dass jemand ohne Namen und ohne Gesicht der Schuldige ist. Vielleicht ist das die eigentliche Kunst solcher Witze. Nicht dass sie überzeugen. Sondern dass sie die Frage, ob man überzeugt werden müsste, gar nicht erst aufkommen lassen.


 
Recherchen zeigen: ICE und die Vorbereitung für den nächsten Zugriff
Nach den chaotischen Einwanderungsrazzien in Minneapolis bereitet sich ICE auf andere Städte vor. Recherchen zeigen das Columbus, Ohio, für die nächste Großoperation geplant ist. Die Stadt hat eine große somalische Gemeinde, die Nervosität wuchs mit jeder Meldung aus Minnesota. In Philadelphia sorgte eine Ankündigung des Bezirksstaatsanwalts, notfalls Bundesbeamte festnehmen zu lassen, für zusätzliche Spannung. Manche befürchteten, genau das könne eine massive Reaktion von Immigration and Customs Enforcement auslösen. Auch in Maryland kursieren Gerüchte über eine bevorstehende ICE-Offensive. Kommunalpolitiker prüfen Hotelbuchungen, beobachten Bundesausgaben und registrieren den Kauf einer großen Lagerhalle im Westen des Bundesstaates sowie neue Mietverträge im Raum Baltimore und Washington. Niemand weiß, ob daraus eine groß angelegte Operation wird oder nur eine schrittweise Aufstockung von Personal.

Nach dem Tod zweier US-Staatsbürger in Minneapolis wurde der zuständige Border-Patrol-Kommandeur Gregory Bovino zurückgestuft. Tom Homan kündigte an, die Taktik solle landesweit geändert werden. Innenministerin Kristi Noem wurde nach umstrittenen Auftritten im Kongress entlassen. Doch die personellen Veränderungen beruhigen viele Gemeinden nicht. Bürger und Aktivisten bauen Liefernetzwerke für Menschen auf, die ihre Wohnungen nicht verlassen wollen. Stadtregierungen prüfen Gesetzentwürfe, die Maskierung und unmarkierte Fahrzeuge von ICE einschränken sollen. In Baltimore stellt der Bürgermeister juristische Unterstützung bereit, in Montgomery County sollen Familien einfacher Fahrzeuge zurückerhalten können, die nach Festnahmen zurückbleiben.

Zwischen Vorbereitung und Alarm liegt ein schmaler Grat. „Ungewissheit ist die einzige Gewissheit“, sagte Baltimores Bürgermeister Brandon M. Scott. Für viele Gemeinden gilt: Man weiß, dass etwas passieren kann. Man weiß nur nicht, wann und wie.
 
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