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US-News

„200 Millionen täglich – nur an den Zapfsäulen – wir gehen auffälligen Marktbewegungen nach.“
Trump sagt, der Schmerz sei kurz. Die Realität zeigt etwas anderes. Am 28. Februar schlugen die USA und Israel zum ersten Mal auf den Iran ein. Neun Tage später zahlt jeder Amerikaner, der tankt, den Preis dafür. 3,58 Dollar pro Gallone kostet Benzin im nationalen Durchschnitt am 11. März 2026. Das ist der elfte Tag in Folge, an dem der Preis gestiegen ist. Vor Kriegsbeginn lag er unter drei Dollar. In Kalifornien kostet die Gallone heute 5,34 Dollar. In Kansas — dem günstigsten Bundesstaat — 3,01 Dollar. Patrick De Haan, Leiter der Ölanalyse beim Preisbeobachtungsdienst GasBuddy, hat ausgerechnet, was das summiert bedeutet: Amerikaner geben heute 200 Millionen Dollar mehr pro Tag für Benzin aus als noch acht Tage zuvor. Und diese Zahl wird weiter steigen. Wer einen normalen Pkw fährt — Tankinhalt zwischen 12 und 16 Gallonen (1 Gallone = 3,785 Liter) — zahlte vor dem Krieg etwa 36 Dollar beim Volltanken. Heute sind es 43 Dollar. Wer ein SUV fährt, mit bis zu 21 Gallonen Fassungsvermögen, spürt die Differenz noch deutlicher.

Der Rohölpreis hat sich in der ersten Kriegswoche so bewegt, dass Ökonomen nach Worten gesucht haben. Der internationale Referenzpreis stieg stieg zeitweise auf 119,50 Dollar pro Barrel — ein Anstieg von 65 Prozent gegenüber dem Niveau vor Kriegsbeginn. Das war der höchste Stand seit der Covid-Pandemie. Dann kam Trump am Montagnachmittag vor die Kameras und sagte beim Sender CBS, der Krieg sei „sehr abgeschlossen, so ziemlich“. Der S&P 500 sprang in Sekundenschnelle um 0,5 Prozent nach oben, schloss den Tag mit einem Plus von 0,8 Prozent — der beste Einzeltag seit mehr als einem Monat. Öl fiel auf unter 90 Dollar. Abends, bei einer Pressekonferenz gegen 17:30 Uhr, korrigierte Trump sich: Der Krieg sei nicht fast vorbei, er liege nur im Zeitplan, man werde weitermachen. Der Ölpreis zog wieder an.

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Eine Familie, die rechtsgerichteten, Trump-nahen Ellisons, wird bald die Kontrolle übernehmen:

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Der Krieg, der schon gewonnen ist – und trotzdem weitergeht
Donald Trump sprach am 11. März 2026 in Kentucky. Was er sagte, hätte eigentlich Fragen aufwerfen müssen. Stattdessen rollte es einfach weiter, Satz für Satz, ohne dass jemand ihn unterbrach. „Midnight Hammer hat Irans nukleares Potenzial vollständig ausgelöscht“, sagte er. „Sie haben kein nukleares Potenzial.“ Dann, ohne Pause: „Aber sie haben wieder angefangen.“ Zwei Aussagen. Beide aus demselben Mund. Beide innerhalb von Sekunden. Und keine von ihnen hebt die andere auf – zumindest nicht in der Logik, die Trump dabei anwendet.

Midnight Hammer war der Name der gemeinsamen Militäroperation der USA und Israels im Sommer 2025. Amerikanische Streitkräfte griffen dabei drei iranische Nuklearanlagen an: Fordow, Natanz und Isfahan – die Kernanlagen des iranischen Atomprogramms. Die Begründung war klar formuliert: Iran stehe kurz vor einer Atombombe. Regierungsvertreter sprachen von Wochen. Das war der Grund. Daraus wurde der Krieg. Nun, im März 2026, sagt Trump, das Programm sei durch Midnight Hammer vollständig zerstört worden. Und gleichzeitig: Iran habe neu begonnen. „Deshalb müssen wir es zu Ende bringen. Wir wollen nicht alle zwei Jahre zurückkommen.“

Man kann diese Aussagen nicht gleichzeitig für wahr halten, ohne zu fragen, welche davon eigentlich gilt. Wenn Fordow, Natanz und Isfahan zerstört sind und das Programm damit ausgelöscht wurde – wovor schützt der Krieg dann noch? Wenn Iran neu begonnen hat, war Midnight Hammer dann erfolgreich? Trump stellt die Frage nicht. Er beantwortet sie auch nicht. Er sagt beides und geht weiter. In Kentucky sagte er außerdem, die USA hätten 58 iranische Kriegsschiffe ausgeschaltet und die iranische Luftwaffe beseitigt. Iran sei „sehr stark“ gewesen und „gut vorbereitet“ – habe aber nicht erwartet, was kam. „Sie wissen nicht, was sie getroffen hat. Sie wurden vom amerikanischen Militär getroffen.“

 
Die nächste Empfehlung aus Mar-a-Lago
Donald Trump hat sich in den Vorwahlkampf im texanischen 23. Kongressbezirk eingeschaltet. Der Präsident stellte sich öffentlich hinter den Kandidaten Brandon Herrera. In einer Erklärung lobte Trump ihn als Kandidaten, der von vielen „hoch angesehenen MAGA-Unterstützern in Texas“ getragen werde und auch im republikanischen Lager im Repräsentantenhaus Rückhalt finde. Herrera soll nach Trumps Darstellung im Kongress vor allem eines tun: die politische Linie der Bewegung um den Präsidenten vorantreiben. Trump formulierte es knapp. Brandon Herrera werde als Abgeordneter „unermüdlich daran arbeiten“, die politische Agenda „Make America Great Again“ durchzusetzen.

Der 23. Distrikt in Texas gilt seit Jahren als politisch umkämpft. Republikaner und Demokraten wechseln sich dort regelmäßig mit knappen Ergebnissen ab. Deshalb haben Empfehlungen aus dem Umfeld des Präsidenten in dieser Region besonderes Gewicht. Mit seiner Unterstützung versucht Trump, den Ausgang der republikanischen Vorwahl früh zu prägen. Für Kandidaten in Texas ist ein öffentliches Wort aus seinem Umfeld oft entscheidend. Wer es bekommt, gewinnt Aufmerksamkeit, Geld und Helfer. Wer es nicht bekommt, hat es schwerer. Herrera rückt damit schlagartig in den Mittelpunkt eines Wahlkampfs, der in Texas traditionell hart geführt wird. Der Präsident hat seine Wahl bereits getroffen.

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Die Schuhe des Präsidenten
Im Umfeld von Donald Trump kursiert derzeit eine kleine, aber bemerkenswerte Geschichte. Der Präsident soll begonnen haben, Männern aus seinem engsten Kreis elegante Schuhe zu schenken. Es handelt sich um klassische Anzugschuhe der Marke Florsheim, Preis etwa 145 Dollar pro Paar. Der ungewöhnliche Teil liegt weniger im Geschenk selbst als in der Wirkung. Nach Berichten aus Washington fühlen sich manche Empfänger offenbar verpflichtet, diese Schuhe auch zu tragen. Nicht aus Begeisterung, sondern weil sie glauben, man könne sie besser nicht im Schrank lassen.

Ein Foto sorgte besonders für Aufmerksamkeit. Außenminister Marco Rubio wurde bei einem öffentlichen Auftritt mit genau solchen Schuhen gesehen. Trump hatte sie angeblich für ihn bestellt, ohne nach der Größe zu fragen. Er schätzte sie einfach. Das Ergebnis war deutlich sichtbar. Die Schuhe wirkten zu groß. Auf den Bildern stehen sie etwas über den Rand hinaus, als wären sie eine halbe Nummer daneben.In Washington erzählt man sich inzwischen, dass diese Geschenke mehr sind als ein modischer Einfall. Sie werden als stilles Zeichen von Nähe verstanden. Wer sie trägt, zeigt Zugehörigkeit. Wer sie nicht trägt, könnte Fragen auslösen.

So entsteht eine merkwürdige Szene: Männer in wichtigen Ämtern laufen in Schuhen herum, die sie sich vielleicht nicht selbst ausgesucht hätten. Nicht wegen Stil oder Komfort. Sondern weil sie vom Präsidenten kommen. Siehe auch: Die Schuhe des Führers – Eine fortlaufende Verbesserung in Schwarzleder

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Da ist einfach Hopfen und Malz verloren.
"Die Lage in der Straße (von Hormus) ist sehr gut"

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52 Prozent glauben, dass Trump den Krieg wegen Epstein begann

Eine Mehrheit der amerikanischen Wahlberechtigten glaubt, dass Donald Trump den Krieg gegen Iran zumindest teilweise geführt hat, um vom Jeffrey-Epstein-Skandal abzulenken. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Instituts Data for Progress, Washington, D.C., die zwischen dem 6. und 8. März 2026 durchgeführt wurde. Befragt wurden 1.272 wahrscheinliche Wählerinnen und Wähler über ein nationales Webpanel. 52 Prozent stimmten der Aussage zu, Trump habe den Krieg zumindest teilweise als Ablenkung vom Epstein-Skandal gestartet. 40 Prozent verneinten das. 8 Prozent waren unsicher.

Was diese Zahl bedeutsam macht, ist nicht allein ihre Höhe. Es ist der Umstand, dass keine einzige große amerikanische Medienorganisation diese Frage bisher gestellt hatte. Wer sie intern auch nur vorgeschlagen hätte, wäre im besten Fall nicht mehr zu den Redaktionsgesprächen eingeladen worden. Unter Demokraten liegt die Zustimmung bei 81 Prozent. Bei Republikanern immerhin bei 25 Prozent – ein Viertel der eigenen Wählerschaft glaubt also, ihr Präsident habe einen Krieg begonnen, um ein Justizthema aus den Schlagzeilen zu verdrängen. Bei den unter 45-Jährigen insgesamt sind es 66 Prozent.

 
Recherchen zeigen auf: Washingtons neue gefährliche Rechte-Achse – Wie MAGA, AFD, Europas Ultrarechte und Moskaus an einem Projekt arbeiten
Während in Baden-Württemberg die AfD kurz vor einer wichtigen Wahl stand, fehlte ausgerechnet ihr Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten. Markus Frohnmaier war nicht in Rottweil, sondern in Washington. Dort traf sich Anfang März ein Netzwerk, das in Europa bisher kaum verstanden wird. Unter dem Namen „Alliance of Sovereign Nations“ versammelten sich Politiker aus vielen Ländern Europas gemeinsam mit führenden Figuren der amerikanischen MAGA-Bewegung. Offiziell ging es um nationale Souveränität. Tatsächlich entstand in Washington ein politisches Geflecht, das weit über gewöhnliche Parteikontakte hinausgeht.

Die Konferenz wurde von Turning Point Action unterstützt, einer Organisation aus dem Umfeld des konservativen Aktivisten Charlie Kirk. Sie mobilisiert Wähler, organisiert Kampagnen und baut politische Netzwerke auf. Initiatorin des Treffens war die republikanische Kongressabgeordnete Anna Paulina Luna, eine zentrale Figur im jungen Flügel der MAGA-Bewegung. Geleitet wurde die Veranstaltung vom Sprecher des Repräsentantenhauses Mike Johnson. In Washington entstand damit eine Plattform, die ausdrücklich darauf abzielt, internationale politische Kräfte zu vernetzen, die sich gegen supranationale Strukturen richten.

Die Organisatoren sprechen von einem Bündnis zum Schutz nationaler Selbstbestimmung gegen „nicht gewählte globale Institutionen“. Hinter dieser Formel verbirgt sich eine Agenda, die sich direkt gegen die europäische Integration richtet. Staaten sollen ihre eigenen Interessen über internationale Zusammenarbeit stellen. Nationale Identität soll wieder zum zentralen politischen Bezugspunkt werden. Europäische Regulierung, gemeinsame Institutionen und überstaatliche Entscheidungsstrukturen gelten in dieser Logik als Hindernisse.

 
In Los Angeles sperren Aktivist:innen offenbar die rassistischen DHS/ICE-Agent:innen in ihrem eigenen Depot ein

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Können sich die USA Trumps Krieg gegen den Iran leisten?
Nicht nur die direkten Kosten der Kampfhandlungen werden die US-Wirtschaft fordern. Die Beschäftigungslage ist mies, das Haushaltsdefizit groß. Donald Trump und seine Partei könnten ihr Abweichen von der "America First"-Agenda bald bitter bereuen

Ökonom Desmond Lachman stellt in seinem Gastkommentar eine düstere Prognose für die wirtschaftliche Situation der USA auf. Die Auswirkungen des Irankriegs seien außerordentlich groß.

Bis vor Kurzem war es eine der tiefsten Überzeugungen der MAGA-Bewegung, dass amerikanisches Blut und Vermögen nicht im Ausland verschwendet werden sollten, wenn die Amerikaner – und der amerikanische Traum – zu Hause leiden. Doch nun hat sich der Anführer der Bewegung, Präsident Donald Trump, Hals über Kopf in einen kostspieligen Krieg gegen den Iran gestürzt.

Die Kampagne der USA und Israels gegen die Islamische Republik wird den US-Haushalt erheblich belasten – und das in einer Zeit, in der die öffentlichen Finanzen des Landes bereits auf untragbarem Kurs sind. Sie könnte zudem dazu führen, dass die internationalen Öl- und Gaspreise weiter steigen, obwohl die USA bereits mit einem Bezahlbarkeitsproblem zu kämpfen haben. Beides ist kein gutes Zeichen für die Inflation und die Beschäftigungslage in den USA, deren Aussichten nach einem unerwartet negativen monatlichen Arbeitsmarktbericht ohnehin schon düster sind.

 
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