Kein Schritt zurück, auch nicht vor Vietnam!
Donald Trump hat es so gesagt, ohne Umweg. Er habe keine Angst, Bodentruppen in den Iran zu schicken, selbst wenn daraus ein zweites Vietnam würde. Ein Satz, der sich selbst trägt. Vietnam ist in diesem Zusammenhang kein historischer Verweis zur Einordnung, sondern ein bewusst gewähltes Bild für das, was ein langer, verlustreicher Krieg bedeutet. Trump weiß, was er damit aufruft, und sagt es trotzdem. Oder vielleicht genau deshalb. Bisher ging es um Luftschläge, um begrenzte Operationen, um einen Krieg mit erkennbaren Rändern. Bodentruppen wären etwas anderes. Sie wären schwer zu begrenzen, schwer zu beenden, und ihre Logik folgt selten den Absichten, mit denen man sie schickt. Das ist keine neue Erkenntnis, sie gehört zum wenigen, worüber in Sicherheitsfragen breite Einigkeit herrscht. Im Journalismus lernt man eine Sache sehr schnell, dass der Mensch, der ankündigt was er tun wird, bereits einen Teil davon getan hat. Ob Trump das meint oder ob es eine Drohung für Teheran ist, lässt sich von außen nicht entscheiden. Was sich entscheiden lässt: Ein Präsident, der Vietnam nicht als Warnung, sondern als akzeptables Risiko benennt, hat die Schwelle deutlich überschritten.
Donald Trump hat es so gesagt, ohne Umweg. Er habe keine Angst, Bodentruppen in den Iran zu schicken, selbst wenn daraus ein zweites Vietnam würde. Ein Satz, der sich selbst trägt. Vietnam ist in diesem Zusammenhang kein historischer Verweis zur Einordnung, sondern ein bewusst gewähltes Bild für das, was ein langer, verlustreicher Krieg bedeutet. Trump weiß, was er damit aufruft, und sagt es trotzdem. Oder vielleicht genau deshalb. Bisher ging es um Luftschläge, um begrenzte Operationen, um einen Krieg mit erkennbaren Rändern. Bodentruppen wären etwas anderes. Sie wären schwer zu begrenzen, schwer zu beenden, und ihre Logik folgt selten den Absichten, mit denen man sie schickt. Das ist keine neue Erkenntnis, sie gehört zum wenigen, worüber in Sicherheitsfragen breite Einigkeit herrscht. Im Journalismus lernt man eine Sache sehr schnell, dass der Mensch, der ankündigt was er tun wird, bereits einen Teil davon getan hat. Ob Trump das meint oder ob es eine Drohung für Teheran ist, lässt sich von außen nicht entscheiden. Was sich entscheiden lässt: Ein Präsident, der Vietnam nicht als Warnung, sondern als akzeptables Risiko benennt, hat die Schwelle deutlich überschritten.