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US-News

Der Richter, der Trumps Namen vom Kennedy Center entfernen ließ

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Washington D.C. – Donald Trump wollte dem kulturellen Herz Washingtons seinen Namen geben. Nun hat ein Bundesrichter diesem Vorhaben vorerst ein Ende gesetzt und dabei Worte gefunden, die weit über einen gewöhnlichen Verwaltungsstreit hinausreichen. Mit einem 94 Seiten umfassenden Urteil entschied Bundesrichter Christopher Cooper am Freitag, dass die Führung des John F. Kennedy Center for the Performing Arts ihre gesetzlichen Befugnisse überschritten habe, als sie Trumps Namen an dem Gebäude anbringen ließ. Gleichzeitig stoppte er die geplante Schließung des traditionsreichen Kulturzentrums für eine groß angelegte Renovierung, die bereits im Juli beginnen sollte und nach Angaben der Verantwortlichen rund zwei Jahre gedauert hätte.

Für Trump ist die Entscheidung ein weiterer juristischer Rückschlag in einer Reihe von Auseinandersetzungen um seine Bemühungen, Washington dauerhaft nach seinen Vorstellungen umzugestalten. Seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus hat der Präsident zahlreiche Projekte vorangetrieben, die seinen Einfluss auf das Erscheinungsbild der Hauptstadt sichtbar machen sollen. Dazu gehören der Abriss des Ostflügels des Weißen Hauses zugunsten eines neuen Ballsaals, die Anbringung seines Namens oder Bildes an mehreren Bundesgebäuden sowie Pläne für einen monumentalen Triumphbogen mit Blick auf den Potomac. Das Kennedy Center nahm dabei eine besondere Rolle ein. Das Gebäude gilt als lebendiges Denkmal für Präsident John F. Kennedy und gehört zu den bekanntesten Kulturinstitutionen der Vereinigten Staaten. Nachdem Trump im vergangenen Jahr die Kontrolle über den Vorstand des Hauses übernommen hatte, wurde eine Mehrheit von Vertrauten und politischen Verbündeten in das Gremium berufen. Diese setzten Trump anschließend an die Spitze des Vorstands und beschlossen später, seinen Namen zusätzlich auf der Fassade des Gebäudes zu verewigen.

 

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Weitere Erfolge gegen ICE – Erste Festnahme von ICE-Beamten: Der Fall Christian Castro
Die Festnahme von Christian Castro ist weit mehr als die Verhaftung eines einzelnen ICE-Beamten. Sie steht für einen Fall, der inzwischen zu einem der größten politischen und juristischen Probleme der Trump-Regierung im Zusammenhang mit ihrer Abschiebeoffensive in Minnesota geworden ist. Nach monatelangen Ermittlungen wurde der 52-Jährige nun im texanischen Cameron County nahe der mexikanischen Grenze festgenommen. Gegen ihn liegen mehrere Anklagen vor. Die Vorwürfe reichen von schwerer Körperverletzung bis zur Abgabe eines falschen Polizeiberichts.

Für die Ermittler in Minnesota markiert die Festnahme einen wichtigen Schritt. Für die Trump-Regierung ist sie dagegen eine weitere unangenehme Entwicklung in einer Operation, die ursprünglich als Vorzeigemodell der nationalen Abschiebepolitik präsentiert wurde.

Der Fall geht auf den 14. Januar zurück. Damals lief die großangelegte Operation Metro Surge auf Hochtouren. Tausende Bundesbeamte waren in den Großraum Minneapolis und St. Paul entsandt worden. Die Regierung in Washington feierte den Einsatz als Erfolg. Vor Ort entwickelte sich jedoch ein völlig anderes Bild. Das belegten auch unsere Recherchen.

 
Wenn das wirklich passiert, wird etwas Schlimmes passieren.

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Erneut Tote bei US-Angriff auf Boot im Pazifik
Die US-Armee hat bei einem erneuten Angriff auf ein angeblich in den Drogenschmuggel verwickeltes Boot im Pazifik drei Menschen getötet. Das Südkommando der US-Streitkräfte (SOUTHCOM) erklärte gestern (Ortszeit), das Schiff sei auf „bekannten Drogenschmuggelrouten im östlichen Pazifik“ unterwegs und an „Drogenschmuggeloperationen beteiligt“ gewesen. Auf Videoaufnahmen ist ein Schiff auf offener See zu sehen, auf dem sich eine Explosion ereignet.

Es war bereits der dritte derartige Angriff in dieser Woche. Die Zahl der Toten seit Beginn der US-Angriffe auf angebliche Drogenschmuggelboote im September vergangenen Jahres stieg damit laut einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf mindestens 198.

 
Große Ankündigung, großer Rückzieher – Das Chaos um die Greencards
Vor einer Woche sorgte die Trump-Regierung für Aufregung, als sie ankündigte, Einwanderer müssten künftig die Vereinigten Staaten verlassen und in ihren Herkunftsländern auf ihre Greencard warten. Die Nachricht verbreitete sich schnell. Familien gerieten in Sorge. Unternehmen schlugen Alarm. Einwanderungsanwälte bereiteten bereits Klagen vor.

Nun folgt die Kehrtwende. Das Heimatschutzministerium erklärt plötzlich, es gebe gar keine grundlegende Änderung. Die Entscheidung liege weiterhin im Ermessen einzelner Beamter. Man habe lediglich auf bestehende Befugnisse hingewiesen. Wer genau betroffen sein könnte, bleibt jedoch weiterhin unklar. Genau diese Unklarheit sorgt für neue Verunsicherung. Antragsteller erzählten uns, dass sie die bei Gesprächen gefragt werden, warum sie ihre Greencard überhaupt in den Vereinigten Staaten beantragen und weshalb sie dies nicht in ihrem Heimatland tun. Gleichzeitig fehlen klare Regeln, wer künftig ausreisen muss und wer bleiben darf.

Besonders groß ist die Sorge bei Familien, deren Angehörige mit befristeten Visa eingereist sind und inzwischen mit amerikanischen Staatsbürgern verheiratet sind. Viele dieser Menschen konnten bisher während des Verfahrens in den USA bleiben. Würden sie zur Ausreise gezwungen, könnten manche wegen früherer Visaüberschreitungen für Jahre an einer Rückkehr gehindert werden. Aktuell füllen sich nun auch in diesem Bereich unsere Schreibtische. Auch Unternehmen beobachten die Entwicklung mit wachsender Nervosität. Zahlreiche hochqualifizierte Fachkräfte warten seit Jahren auf ihre Greencard. Für viele Arbeitgeber ist bereits die Unsicherheit ein Problem. Niemand weiß, welche Regeln morgen gelten und welche Entscheidungen einzelne Beamte treffen werden.

Damit entsteht erneut ein Bild, das die Trump-Regierung in der Einwanderungspolitik inzwischen häufiger begleitet. Eine weitreichende Ankündigung sorgt zunächst für Schlagzeilen und Verunsicherung. Erst danach beginnen die Erklärungen, Einschränkungen und Klarstellungen. Am Ende bleibt vor allem eines zurück: Unsicherheit für Menschen, die ihr Leben längst in den Vereinigten Staaten aufgebaut haben.
 
Vor Publikum, das nicht widerspricht
Hegseth, ehemaliger Frühstücksfernsehmann und aktueller Verteidigungsminister/Kriegsminister der mächtigsten Armee der Welt, steht draußen, grauer Himmel, Militär-Shirts, junge Männer, die nicht weggehen können. Er erklärt ihnen den Iran. Der Iran habe eine Wahl, sagt er, Deal oder er persönlich werde sich darum kümmern, kurze Pause, nein, eigentlich ihr. Dieser Satz kollabiert in sich selbst, aber niemand zuckt zusammen, weil niemand darf.

Es gibt Männer, die vor Publikum größer werden, das ihnen nicht widersprechen kann, und die diesen Zustand mit Wirkung verwechseln. Hegseth redet, die Shirts nicken, der Himmel bleibt grau, und irgendwo entsteht das Gefühl, dass das hier Außenpolitik sein soll. Wer jahrelang im Frühstücksfernsehen erklärt hat, was Amerika denken soll, entwickelt eine bestimmte Beziehung zur Wahrheit – sie ist Material, kein Maßstab. Draußen vor jungen Soldaten in passenden Shirts wirkt jeder Halbsatz nach Entschlossenheit, jeder Rückzieher nach Strategie, jede Verwirrung nach Komplexität. Das ist keine Rede über den Iran. Das ist ein Mann, der sich selbst beim Wichtigsein zuschaut, und ein Publikum, das per Dienstvorschrift dabei bleibt.

 
Billiger Käse, teure Realität – Warum Trumps Lebensmittelrechnung nicht aufgeht
Donald Trump verkündet auf seiner Plattform, er mache Lebensmittel wieder bezahlbar. Als Beweis nennt er billigere Avocados, Eier, Butter, Käse und Olivenöl. Das Problem ist nur: Wer durch einen amerikanischen Supermarkt läuft, erlebt eine andere Wirklichkeit. Die offiziellen Zahlen zeigen, dass Lebensmittel im April fast drei Prozent teurer waren als ein Jahr zuvor. Es war der stärkste Anstieg seit zweieinhalb Jahren. Obst und Gemüse verteuerten sich um 6,5 Prozent. Fleisch kostete sogar 8,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Rindfleisch legte um 15 Prozent zu. Kaffee verteuerte sich um 18,5 Prozent.

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Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung bei Tomaten. Nachdem die Trump-Regierung im vergangenen Jahr neue Zölle auf frische Tomaten aus Mexiko eingeführt hatte, stiegen die Preise innerhalb eines Jahres um rund 40 Prozent. Gleichzeitig treiben höhere Dieselpreise die Transportkosten nach oben. Auch die Folgen des Iran-Krieges wirken inzwischen auf viele Bereiche der Wirtschaft.

Einige Produkte sind tatsächlich günstiger geworden. Eier kosten weniger als während der Vogelgrippekrise. Olivenöl ist billiger, weil sich die Ernten nach Jahren der Dürre erholt haben. Doch genau darin liegt der Unterschied. Diese Preisrückgänge haben meist konkrete Ursachen und nur wenig mit der allgemeinen Wirtschaftspolitik zu tun. Für viele Familien zählt am Ende nicht der Preis einzelner Produkte, sondern der Inhalt des gesamten Einkaufswagens. Und dort zeigt sich weiterhin ein Bild, das deutlich weniger optimistisch ausfällt als die realitätsfremde Jubelmeldungen aus dem Weißen Haus.
 

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Erschwerter Zugang zu Green Card: US-Regierung rudert zurück
Nach einer Welle öffentlicher Empörung hat die US-Regierung ihre Pläne für einen erschwerten Zugang zu der als Green Card bekannten unbefristeten Aufenthaltsgenehmigung abgeschwächt. Das US-Heimatschutzministerium teilte der „New York Times“ am Freitag (Ortszeit) mit, dass die neue Regelung, wonach die Green Card nur noch aus dem Ausland beantragt werden kann, letztlich nicht für alle Antragsteller gelten werde. Stattdessen solle die Regel „auf Einzelfallbasis“ angewendet werden.

„Sie diente lediglich als Erinnerung für die Beamten, von ihrem Ermessensspielraum Gebrauch zu machen“, erklärte das Ministerium demnach. Die Beamten könnten entscheiden, ob sie von Antragstellern verlangen, die USA zu verlassen, um ihren Antrag zu stellen.

Beantragung aus dem Ausland geplant
In der vergangenen Woche hatte die zuständige Einwanderungsbehörde USCIS erklärt, dass Bewerber die Green Card fortan in den meisten Fällen aus dem Ausland beantragen müssen und sich nicht bereits in den USA aufhalten dürfen. Ausnahmen sollte des demnach nur bei „außergewöhnlichen Umständen“ geben. Die neue Regelung sollte verhindern, dass Menschen nach einer verweigerten Green Card illegal in den USA bleiben und dann von den Einwanderungsbehörden für eine Abschiebung aufgespürt werden müssten.

 
Der ganz normale Irrsinn, Folge 8370: Das Pentagon vermisst seine Soldaten für einen Stehplatz bei der UFC-Veranstaltung in der Sonne – Anreise auf eigene Kosten
Beim Recherchieren stolpert man über mehr, als man sucht. Geschichten am Wegesrand, manche gut, manche schlecht, die meisten belanglos. Nur wo der Name Trump auftaucht, schlägt fast alles ins Absurde um – verlässlich, beinahe gesetzmäßig. Das hier ist so eine Geschichte. Während auf dem Südrasen des Weißen Hauses bereits die ersten Elemente einer achteckigen Kampfarena aufgebaut werden, laufen hinter den Kulissen die Vorbereitungen für eines der ungewöhnlichsten politischen Spektakel der jüngeren amerikanischen Geschichte. Donald Trump plant für den kommenden Monat eine UFC-Veranstaltung auf dem Gelände des Weißen Hauses. Doch offenbar soll nicht jeder Soldat, der dabei sein möchte, auch tatsächlich teilnehmen dürfen.

Interne Unterlagen aus dem Pentagon zeigen, dass für die Veranstaltung strenge Auswahlkriterien gelten sollen. Gesucht werden Soldaten, die bestimmte körperliche Vorgaben erfüllen. In einem der Schreiben wird ausdrücklich verlangt, dass Teilnehmer das aktuell vorgeschriebene Verhältnis zwischen Körpergröße und Taillenumfang einhalten müssen. Außerdem sollen Uniformen mit kurzen Ärmeln getragen werden.

Die Veranstaltung soll nach bisherigen Planungen am 14. Juni 2026 stattfinden. An diesem Tag wird Donald Trump 80 Jahre alt. Das Weiße Haus soll dabei erstmals zur Kulisse eines UFC-Kampfabends werden, für den derzeit auf dem Südrasen eine große achteckige Arena errichtet wird. Die Auswahl beschränkt sich nach den Dokumenten zusätzlich auf jüngere Offiziere niedrigerer Dienstgrade. Ältere Militärangehörige spielen bei den Planungen offenbar keine Rolle. Wer zu schwer ist, die geforderten Werte nicht erfüllt oder nicht in das gewünschte Erscheinungsbild passt, dürfte kaum Chancen haben, einen Platz bei der Veranstaltung zu erhalten.

 
Die verletzten Bären – Trumps eigene Partei beginnt zurückzuschlagen
Im Senat wächst ein Problem, das Donald Trump lange erfolgreich unter Kontrolle gehalten hatte. Die offene Gegenwehr kommt inzwischen nicht mehr von Demokraten, sondern aus den eigenen Reihen. Republikanische Senatoren sprechen hinter verschlossenen Türen von einer Gruppe, die sie selbst den „Verletzten-Bären-Klub“ nennen. Gemeint sind Politiker, deren Karrieren durch Trump beschädigt oder beendet wurden und die nun deutlich weniger Gründe sehen, sich seinen Forderungen zu beugen. Auslöser der aktuellen Auseinandersetzung ist der umstrittene 1,8-Milliarden-Dollar-Fonds, der Menschen entschädigen soll, die nach eigener Darstellung Opfer einer politisierten Justiz geworden sind. Zu den möglichen Empfängern zählen auch Personen, die im Zusammenhang mit dem Sturm auf das Kapitol vom 6. Januar 2021 verurteilt wurden. Genau hier verläuft inzwischen eine tiefe Bruchlinie innerhalb der Republikanischen Partei.

Mehr als die Hälfte der republikanischen Senatoren soll den Fonds ablehnen. Die Parteiführung hat dem Weißen Haus nach Berichten aus Washington deutlich gemacht, dass es ohne Änderungen oder eine komplette Aufgabe des Programms keine Zustimmung für das geplante 70-Milliarden-Dollar-Paket zur Verschärfung der Einwanderungspolitik geben werde. Da die Republikaner nur über eine knappe Mehrheit verfügen, könnten bereits wenige Abweichler Trumps Vorhaben blockieren. Besonders auffällig ist, wer inzwischen zu den Kritikern gehört. Susan Collins, Lisa Murkowski, Mitch McConnell und Rand Paul hatten sich schon früher gegen einzelne Entscheidungen des Präsidenten gestellt. Hinzu kommen nun John Cornyn, Bill Cassidy und Thom Tillis. Cornyn verlor seine Vorwahl, nachdem Trump seinen Gegner Ken Paxton unterstützt hatte. Cassidy verlor seine eigene Vorwahl ebenfalls nach einer Intervention Trumps. Tillis zog sich zurück, nachdem klar wurde, dass der Präsident ihn nicht mehr unterstützen würde.

Die Stimmung ist inzwischen so angespannt, dass selbst langjährige Republikaner offen über die politischen Folgen sprechen. Bill Cassidy erklärte, ein Präsident könne keine Ergebnisse erzielen, wenn ihm die Zusammenarbeit mit den Menschen misslinge, mit denen er arbeiten müsse. Cornyn veröffentlichte nach seiner Niederlage die Geschichte vom Skorpion und dem Frosch und deutete damit an, dass Trump am Ende selbst jenen schade, die ihm helfen. Während ein Bundesgericht die Arbeiten an dem Fonds vorläufig gestoppt hat, diskutieren Trumps Berater bereits, ob das Programm geopfert werden muss, um andere Vorhaben durch den Kongress zu bringen. Damit steht der Präsident vor einem Problem, das ihn möglicherweise noch lange begleiten wird. Viele seiner innerparteilichen Gegner haben ihre politischen Kämpfe bereits verloren. Gerade deshalb haben sie heute weniger Angst davor, sich ihm entgegenzustellen.
 
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