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Zu viele Studenten? Zu wenig Handwerker und Arbeiter?

Gibt es zu viele Studenten?


  • Umfrageteilnehmer
    17

BlackJack

Jackass of the Week
Das Eingreiffen des Staates auf die Löhne, mit dem Ziel diese anzugleichen, ist sozialistisch.
Der ultimative Sozialismus ist, dass jeder das selbe verdient. Dein Vorschlag ist jetzt nicht ganz so extrem, geht aber in diese Richtung.

Aber am Ende wird die Idee ohnehin nicht funktionieren:

Wenn man alle Löhne erhöht, werden alle Waren teurer.
Wenn alle Waren teurer werden, haben die Leute weniger Geld zur verfügung.
Hochlohn-Mitarbeiter wie Ärzte und Informatiker werden dann wieder mehr Geld verlangen.
Am Ende hast du nichts erreicht. Hast nur das Preisniveau angehoben.

Dazu kommt noch, dass wenn die Waren teurer werden, sie auf dem Exportmarkt nicht mehr attraktiv sind.
na gut dann eben Lohn halbieren
 

Xx_playboy244_xX

Kapitalist
Klar, als Möchtegernbarkeeper ist dieses ein leichtes !
Getränke aus dem Automaten gibt es schon seit Ewigkeiten :mrgreen:

Ja gut, ein Barkeeper ist ja auch eine Art Erlebnis.
Eine Getränkeautomat in der Disko wird sich nicht durchsetzen. :mrgreen:
Ebenso ein Laptop auf einer Hochzeit. Man könnte auch einfach seine Playlist laufen lassen statt 5000 für eine Band zu zahlen....man macht es aber nicht.

Gewisse Dinge lassen sich zwar automatisieren, sie verlieren aber ihren Erlebnisfaktor.

Und vorallem hierzulande bewegen wir uns in der Maslow-Pyramide auf den oberen Ebenen.
Die Leute geben gerne Geld für Dinge aus, die weit weg vom eigentlichen "Überlebensinstinkt" sind.
Erlebnis, Eitelkeit, Atmosphäre, Angeberei, sich wichtig fühlen, unter Leuten sein ....... solche Dienstleistungen kann man nicht wirklich automatisieren.
 

Darth Bane

Keyboard Turner
Reparatur: Ja, dafür braucht es Menschen. Aber die verdienen ja auch schon gutes Geld.
Pizzabäcker: Lässt sich schon automatisieren. Aber die verdienen ohnehin wenig und beschweren sich nicht. Deswegen ist hier keine Automatisierung nötig.
Pflege für BlackJack: Der soll Kinder zeugen. Die können ihn dann pflegen (Generationenvertrag). Oder er ist steinreich und bezahlt dem Afghanen 2500 Euro im Monat. Aber dass man dem Pfleger auf Staatskosten dicke Gehälter bezahlt, das ist utopisch. Das Geld muss ja von irgendwo her kommen. Eine Volkswirtschaft, die darauf beruht alte Menschen zu pflegen, ist dem Untergang geweiht. Das klappt nur, wenn die Volkswirtschaft enorme Exportüberschüsse hat und sich diesen Luxus leisten kann.
Das Probljem ist, das Blacky arm ist wie ne Kirchenmaus. Generationenvertrag, da kann man sich heute nicht mehr drauf verlassen.
In unserer westlichen Welt und Wertegemeinschaft wurde der Generationenvertrag durch unser System aufgekündigt.
Also was bleibt Blacky dann? Er muss auf den Afghanen zurückgreifen.
 

daro

Geek
Hab vor zwei Jahren mein Bad renoviert.

Hab ein paar Sanitärinstallateure angerufen.
Der erste hat ein Termin gemacht und ist nicht gekommen und hat sich auch nicht mehr gemeldet.
Die nächsten zwei sind zwar gekommen, haben es sich angeschaut und haben sie nicht mehr gemeldet.
Der dritte hat es dann gemacht, mit nem Stundensatz von 60 Euro.

Ich fand das schon ziemlich heftig. Ja gut, er hat seine Arbeit gut gemacht. Aber er hat sich echt Zeit gelassen.
Und das Material musste ich über ihn bestellen. Ich durfte nichts selber kaufen im Bauhaus, sondern alles über ein Sanitärhandel. Das war Arschteuer.

Ich mein, sein Studensatz war jetzt nicht so das Problem. Er hat gute Arbeit geleistet. Das Material war teuer. Aber ich hatte keine Alternative. Die Handwerker können sich ihre Kunden wählen, nicht andersrum.
Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis, wenn Handwerker mehr verdienen, als die mit Hochschulabschluss. Dann wird es automatisch auch mehr Handwerker geben.
 

Jezersko

Top-Poster
Das Eingreiffen des Staates auf die Löhne, mit dem Ziel diese anzugleichen, ist sozialistisch.
Der ultimative Sozialismus ist, dass jeder das selbe verdient. Dein Vorschlag ist jetzt nicht ganz so extrem, geht aber in diese Richtung.
Ich widerspreche Dir nur sehr selten, hier aber doch:
Nein, es war nie das Ziel des Sozialismus, dass jeder dasselbe verdient! In den ehemals sozialistischen Staaten der Sowjetunion in der Ära von Lenin und Stalin sowie später in der Zeit Mao Zedongs in China wurden die Arbeiterinnen und Arbeiter nach ihrer Leistung bezahlt. Steuern und Abgaben der Werktätigen machten nicht einmal fünf Prozent ihrer Löhne aus, weil das Sozialwesen staatlich finanziert wurde.

Entscheidend aber war: Die Arbeitskraft war keine Ware mehr wie im Kapitalismus, wo der Arbeiter sie gegen einen bestimmten Lohn an den Kapitalisten verkauft. Die Arbeiter wurden angehalten, sich entsprechend ihren Fähigkeiten in der sozialistischen Produktion einzubringen und sich auch dafür weiter zu qualifizieren.
 

Darth Bane

Keyboard Turner
Ich widerspreche Dir nur sehr selten, hier aber doch:
Nein, es war nie das Ziel des Sozialismus, dass jeder dasselbe verdient! In den ehemals sozialistischen Staaten der Sowjetunion in der Ära von Lenin und Stalin sowie später in der Zeit Mao Zedongs in China wurden die Arbeiterinnen und Arbeiter nach ihrer Leistung bezahlt. Steuern und Abgaben der Werktätigen machten nicht einmal fünf Prozent ihrer Löhne aus, weil das Sozialwesen staatlich finanziert wurde.

Entscheidend aber war: Die Arbeitskraft war keine Ware mehr wie im Kapitalismus, wo der Arbeiter sie gegen einen bestimmten Lohn an den Kapitalisten verkauft. Die Arbeiter wurden angehalten, sich entsprechend ihren Fähigkeiten in der sozialistischen Produktion einzubringen und sich auch dafür weiter zu qualifizieren.
Und in der SFRJ unter Tito gab es Arbeiterräte die ihre Löhne selbst bestimmt haben.
 

Paokaras

Ultra-Poster
Ich glaub das Hauptproblem ist das viele Leute kein bock mehr haben zu Arbeiten. Mein Cehf sagt immer,, die leute sind nicht mehr Hungrig,,

Beste Beipiel ist Corona, ich selbe lebe in einem Ort wo 90% Deutsche sind.

Jetzt wo Homeoffice vorbei ist und 100% Kurzarbeit, sind alle meine Nachbarn kurz vorm Burnout :lol:

DIe waren mega Glücklich mit Kurzareit und Homeoffice und haben mich verrarscht der jeden Morgen zu Arbeit gegangen ist
 

Jezersko

Top-Poster
Ich hoffe die Bahn automatisiert bald ihre Züge.
Dann gibt es auch keine Streiks mehr.
Die Bahnen (nicht nur die DB) haben schon unglaublich viele Systeme automatisierty. Ferngesteuerte Züge sind längst möglich. Man weiß aber, dass mehr als die Hälfte der Fahrgäste in keinen Zug ohne Lokführer einsteigen würden. Selbst in der Infrastruktur sind praktisch alle Sicherungssysteme automatisiert. Schranken, Ampelanlagen, Streckenbelastung (Achsdruck), Zugabstand usw... sind derart automatisiert, dass es in der Regel nur mehr pro 100 Kilometer Bahninfrastruktur nur mehr eine Überwachungsperson gibt.

In Österreich wurden alleine bei der staatlichen Bahn (Privatbahnen sind da noch sehr im Hintertreffen) seit 1990 35.000 Mitarbeiter durch Technologisierung in allen Bereichen (inkl. Service, Vertrieb, Fuhrpark,, Infrastruktur,...) abgebaut. So als würde man jedes Jahr einen Betrieb mit 1.200 Mitarbeitern zusperren. Und das 30 Jahre lang!
Kann man machen. Aber bitte NIE, NIE, NIE mehr wieder jammern über "Servicewüste Bahn", wenn im Gegenzug dazu die Menschen zu dämlich sind ein S-Bahn-Ticket am Automaten zu ziehen. Von einem internationalen Ticket ganz zu schweigen.

Die Technik wäre länst bereit, vollautomatisch zu fahren. Alleine die Menschen sind es nicht. Meiner Erfahrung nach, werden sie es auch nie sein.

UNd wegen des aktuellen Streiks der DB-Lokführer: Letztes Jahr gab es eine Null-Lohnrunde. Hat man aus Solidarität mit dem Unternehmen in der schwierigen Coronazeit mitgetragen. Heuer wurde ebenfalls ursprünglich Null angeboten. Und das bei zu erwartenden 4% Teuerung. Wir alle wissen, wie massiv die täglicen Kosten seit einem halben Jahr gestiegen sind. Wir wissen, dass viele Waren massiv teurer wurden - sofern sie überhaupt lieferbar waren.
Man muss es sehen wie es ist: Die Inflation ist zurück! Damit werden auch die Zinsen wieder (massiv) steigen. Ohne mehr Lohn, werden möglicerweise viele Kredite nicht bedient werden können:

Und mit der Inflation kommen auch die Streiks wieder. Eine andere Sprache verstehen die Unternehmen nicht.
 
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