Jo, eh. Nur sind Krankenhäuser auch Arbeitgeber und wenn ältere Menschen von z.B. Korneuburg nach Gänserndorf fahren sollen, dieses Problem wird nicht beleuchtet. Dann knallt ein Rentner wieder in den Eingang eines Kaffees welches beim Spital ist
Die Schließung von Spitälern darf kein Tabu sein
Der reflexartige Aufschrei gegen das Zusperren von Krankenhäusern in Niederösterreich zementiert ein zu teures System, das den Menschen nicht gut genug hilft
Diese Meldung wird der in Niederösterreich regierenden ÖVP noch oft um die Ohren fliegen: Vier der 27 Spitäler im Land könnten geschlossen werden, ist einem publik gewordenen Ideenpapier zu entnehmen. Dass es sich dabei nur um Vorschläge von Fachleuten, aber mitnichten um fixe Vorhaben handelt, wird im Getöse des anlaufenden Gemeinderatswahlkampfs untergehen. Angst um medizinische Behandlung, Arbeitsplätze und Aufträge für die lokale Wirtschaft – die Debatte beinhaltet gleich mehrere Zutaten, die den Volkszorn hochkochen lassen können.
Aus parteipolitischer Perspektive ist es verständlich, dass Sozialdemokraten und Grüne aus ihrer Oppositionsrolle heraus so laut Skandal schreien, wie sie nur können. Nach der schlecht verlaufenen Nationalratswahl bräuchte es schon viel Selbstbeherrschung, um diese Chance zum Kampagnisieren nicht zu ergreifen. Doch in der Sache läuft der Präventivschlag gegen die Reformpläne auf jene fokussierte Unintelligenz hinaus, die Wiens Altbürgermeister Michael Häupl als Charakteristikum von Wahlkämpfen identifiziert hat. Soll die Gesundheitsversorgung der Menschen gesichert und verbessert werden, dann ist die geforderte "Standortgarantie" für Spitäler mehr Drohung als Verheißung.
www.derstandard.at
Die Schließung von Spitälern darf kein Tabu sein
Der reflexartige Aufschrei gegen das Zusperren von Krankenhäusern in Niederösterreich zementiert ein zu teures System, das den Menschen nicht gut genug hilft
Diese Meldung wird der in Niederösterreich regierenden ÖVP noch oft um die Ohren fliegen: Vier der 27 Spitäler im Land könnten geschlossen werden, ist einem publik gewordenen Ideenpapier zu entnehmen. Dass es sich dabei nur um Vorschläge von Fachleuten, aber mitnichten um fixe Vorhaben handelt, wird im Getöse des anlaufenden Gemeinderatswahlkampfs untergehen. Angst um medizinische Behandlung, Arbeitsplätze und Aufträge für die lokale Wirtschaft – die Debatte beinhaltet gleich mehrere Zutaten, die den Volkszorn hochkochen lassen können.
Aus parteipolitischer Perspektive ist es verständlich, dass Sozialdemokraten und Grüne aus ihrer Oppositionsrolle heraus so laut Skandal schreien, wie sie nur können. Nach der schlecht verlaufenen Nationalratswahl bräuchte es schon viel Selbstbeherrschung, um diese Chance zum Kampagnisieren nicht zu ergreifen. Doch in der Sache läuft der Präventivschlag gegen die Reformpläne auf jene fokussierte Unintelligenz hinaus, die Wiens Altbürgermeister Michael Häupl als Charakteristikum von Wahlkämpfen identifiziert hat. Soll die Gesundheitsversorgung der Menschen gesichert und verbessert werden, dann ist die geforderte "Standortgarantie" für Spitäler mehr Drohung als Verheißung.
Die Schließung von Spitälern darf kein Tabu sein
Der reflexartige Aufschrei gegen das Zusperren von Krankenhäusern in Niederösterreich zementiert ein zu teures System, das den Menschen nicht gut genug hilft