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Gewalt gegen Frauen und Kinder

Leichen von Mutter und Tochter in Kühltruhen
Nach 16 Monaten intensiver Ermittlungen hat die Polizei den Verbleib einer 34-jährigen Frau und ihrer zehnjährigen Tochter geklärt. Die beiden wurden am Freitag in Tiefkühltruhen in einer Innsbrucker Wohnung entdeckt. Zwei Tatverdächtige befinden sich in Untersuchungshaft. Das gab die Polizei am Dienstag bekannt.

Seit mehreren Monaten hatte das Tiroler Landeskriminalamt dazu unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Innsbruck wegen des Verdachts zweier Tötungsdelikte ermittelt, hieß es am Dienstag bei einer Pressekonferenz.

Frau und Tochter von Verwandtem abgängig gemeldet
Es handle sich dabei um einen „besonderen Fall“, sagte Landespolizeidirektor Helmut Tomac. Die Abgängigkeit der Mutter und ihrer Tochter war vom in Deutschland wohnhaften Cousin der Frau gemeldet worden.

Ein 55-jähriger Arbeitskollege der Frau, zu dem sie ein privates Naheverhältnis gehabt habe, sagte gegenüber der Polizei aus, dass sich die Frau mit ihrem Kind auf eine längere Reise zu deren Eltern in die Türkei begeben habe. Ein letzter Kontakt habe am 21. Juni bestanden. In weiterer Folge wurde die Bankomatkarte der 34-Jährigen mehrfach auch im Ausland verwendet.

 
Diskriminierung
WHO: 840 Millionen Frauen von Gewalt betroffen
Damit sind mehr als ein Drittel aller Frauen von Gewalt betroffen. Die Lage hat sich in den vergangenen 20 Jahren kaum gebessert

Genf – Einer UN-Studie zufolge haben mehr als 30 Prozent aller Frauen Gewalt erfahren. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf geht weltweit von 840 Millionen Opfern aus. Das wahre Ausmaß des Problems sei aber noch größer, da viele Betroffene aus Angst nicht darüber sprechen wollten, hieß es von der UN-Organisation.

Diese statistischen Schätzungen der UN-Gesundheitsorganisation beziehen sich auf das Jahr 2023. Sie umfassen Mädchen und Frauen ab 15 Jahren, die in ihrem bisherigen Leben von Partnern oder Ex-Partnern sexuell oder physisch angegriffen wurden. Diese Opfer machen nach WHO-Angaben den überwiegenden Teil der Gesamtzahl aus. Außerdem enthält die Schätzung Opfer sexueller Gewalt durch andere Täter, zu denen keine intime Beziehung bestand.

Zu wenig unternommen
Die Lage habe sich in den vergangenen 20 Jahren kaum gebessert, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. "Gewalt gegen Frauen ist eine der ältesten und am weitesten verbreiteten Ungerechtigkeiten der Menschheit, und dennoch wird dagegen am wenigsten unternommen", kritisierte Tedros.

 

360 Frauen wurden 2023 laut PKS Opfer eines Tötungsdelikts. Mit einem validen Bild über Femizide in Deutschland hat diese Zahl jedoch wenig zu tun, wie eine Studie nun belegt. Die Untersuchung der Motivlage liefert neue Daten - und entscheidende Erkenntnisse über Männer, die ihre Partnerinnen umbringen.
 
Frauen in der Gewaltspirale
Suche nach Auswegen und Hilfe
16 Tage lang wird jährlich ab 25. November international auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam gemacht. In Österreich hat statistisch jede dritte Frau Gewalt erlebt – ein großer Teil davon durch den Partner. Der Ausweg aus der Gewaltspirale scheint oft unmöglich. Beratungsangebote wie die Frauenhelpline bieten Hilfestellungen, im Falle einer Anzeige gibt es kostenlose juristische und psychosoziale Begleitung – gefragt ist aber auch die Aufmerksamkeit der Gesellschaft.

2024 wurden laut Gewaltschutzzentren Österreich 25.114 Opfer von familiärer Gewalt betreut, in 14.600 Fällen wurde laut Innenministerium ein Betretungs- und Annäherungsverbot verhängt.

Finanzielle und emotionale Abhängigkeit und eine gezielte Manipulation durch den Partner seien Hauptgründe dafür, dass Frauen bleiben, auch wenn Gewalt im Spiel sei, berichten Mitarbeiterinnen der Frauenhelpline gegenüber ORF.at. In vielen Fällen seien auch Kinder involviert, die Angst vor der Verurteilung im sozialen Umfeld hindere Frauen daran, Hilfe zu suchen.

 
Leichen von Mutter und Tochter in Kühltruhen
Nach 16 Monaten intensiver Ermittlungen hat die Polizei den Verbleib einer 34-jährigen Frau und ihrer zehnjährigen Tochter geklärt. Die beiden wurden am Freitag in Tiefkühltruhen in einer Innsbrucker Wohnung entdeckt. Zwei Tatverdächtige befinden sich in Untersuchungshaft. Das gab die Polizei am Dienstag bekannt.

Seit mehreren Monaten hatte das Tiroler Landeskriminalamt dazu unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Innsbruck wegen des Verdachts zweier Tötungsdelikte ermittelt, hieß es am Dienstag bei einer Pressekonferenz.

Frau und Tochter von Verwandtem abgängig gemeldet
Es handle sich dabei um einen „besonderen Fall“, sagte Landespolizeidirektor Helmut Tomac. Die Abgängigkeit der Mutter und ihrer Tochter war vom in Deutschland wohnhaften Cousin der Frau gemeldet worden.

Ein 55-jähriger Arbeitskollege der Frau, zu dem sie ein privates Naheverhältnis gehabt habe, sagte gegenüber der Polizei aus, dass sich die Frau mit ihrem Kind auf eine längere Reise zu deren Eltern in die Türkei begeben habe. Ein letzter Kontakt habe am 21. Juni bestanden. In weiterer Folge wurde die Bankomatkarte der 34-Jährigen mehrfach auch im Ausland verwendet.

das REINE KOTZEN !!!!!!
 
UNO-Bericht: Weltweit alle zehn Minuten ein Femizid
Etwa alle zehn Minuten wird nach Schätzungen der Vereinten Nationen eine Frau oder ein Mädchen Opfer tödlicher Gewalt innerhalb der Beziehung oder Familie.

2024 seien weltweit etwa 83.000 Frauen gezielt umgebracht worden. In rund 60 Prozent der Fälle sei der Täter ein Familienmitglied oder Lebenspartner gewesen, teilte die UNO heute anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen mit.

Bei getöteten Männern lag der Anteil mit nur elf Prozent drastisch niedriger. Besonders häufig sind derartige Femizide – also Fälle tödlicher Gewalt, in denen Frauen wegen ihres Geschlechts umgebracht werden – laut der UNO-Statistik in afrikanischen Ländern.

Dahinter folgen Süd- und Nordamerika. In asiatischen und europäischen Ländern gibt es zwar immer noch viele, gemessen an der Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner aber vergleichsweise deutlich weniger Femizide.

 
Femizide
ZDF-Doku "Weil Du mir gehörst!": Wenn Männer ihre Frauen töten
Erschütternde Reportage über Kontrollwahn, Besitzdenken und gravierende Fehler im System – Dienstag, 20.15 Uhr im ZDF

Im Raum steht ein weißer Sessel. Er ist leer. Dieser leere Sessel steht für eine ermordete Frau, umgebracht von ihrem (Ex-)Partner. Weil Du mir gehörst! Wenn Männer ihre Frauen töten nennt das ZDF eine Reportage über Femizide, zu sehen am Dienstag um 20.15 Uhr im ZDF und hier in der ZDF-Mediathek.

Mehr als 100 Frauen werden jährlich in Deutschland durch ihren Partner getötet. Oft folgen diese Taten einem Muster und kündigen sich über Jahre an. Moderator Jochen Breyer hat gemeinsam mit den Filmemacherinnen Julia Friedrichs, Linda Huber und Steffi Unsleber Akten und Polizeimeldungen durchforstet, mit Angehörigen gesprochen. Entstanden ist eine erschütternde Dokumentation über Kontrollwahn, Besitzdenken, aber auch gravierende Fehler im System. Und über die tiefe Lücke, die der Mord bei Angehörigen und Freunden hinterlassen hat.

 
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