Im Sommer 1987 begab sich Donald Trump mit seiner damaligen Ehefrau Ivana auf eine auffällige Reise in die Sowjetunion – eingebettet in eine Europatour, die ihn zunächst nach Paris führte und dann weiter nach Moskau und Leningrad. Eingeladen und organisiert wurde der Aufenthalt von der staatlichen Reiseagentur Intourist, die westliche Geschäftsleute im Auftrag der sowjetischen Behörden betreute. Offiziell ging es um mögliche Hotelprojekte in Moskau, doch die Reise hatte weit mehr als touristischen Charakter: Trump und Ivana wurden von Offiziellen empfangen, durch repräsentative Orte geführt und auch in den Katharinenpalast bei Leningrad begleitet, wo die bekannten Fotos des Paares inmitten barocker Prunksäle entstanden. Nach seiner Rückkehr in die USA zeigte Trump ein auffallend neues außenpolitisches Profil. Bereits im September 1987 schaltete er in mehreren großen US-Zeitungen ganzseitige Anzeigen, in denen er die amerikanische Außenpolitik kritisierte und ein stärkeres Auftreten gegenüber Verbündeten forderte. Für viele Beobachter markierte die Reise damit den Beginn einer bemerkenswerten Fixierung auf Russland – ein Interesse, das Trumps späteres politisches Handeln immer wieder durchziehen sollte.
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