Aktuelles
  • Herzlich Willkommen im Balkanforum
    Sind Sie neu hier? Dann werden Sie Mitglied in unserer Community.
    Bitte hier registrieren

Dokumentationsstelle der Heldentaten des Präsidenten der Herzen nach seiner Ingakuracion

30 Tage Gnadenfrist – und ein Aufstand der Zivilgesellschaft gegen Trumps Angriff auf das Geburtsrecht
Washington, 27. Juni 2025 – Die Entscheidung des Supreme Court, landesweite einstweilige Verfügungen künftig zu untersagen, hat einen politischen und juristischen Flächenbrand ausgelöst – insbesondere unter jenen, die Donald Trumps umstrittenes Dekret zur Einschränkung des Geburtsortsprinzips verhindern wollen. Während der Präsident sich in einer Pressekonferenz selbst feiert und von einer „großartigen Woche“ spricht, mobilisieren sich Anwälte, Bürgerrechtsorganisationen und digitale Freiheitskämpfer in nie dagewesener Eile. Denn das, was gestern noch als verfassungsrechtliche Selbstverständlichkeit galt – dass jedes auf amerikanischem Boden geborene Kind auch amerikanischer Staatsbürger ist – steht heute auf juristisch wackligen Beinen. William Powell, Anwalt am Institute for Constitutional Advocacy and Protection, kündigte am Freitag eine Sammelklage an, die sich gegen Trumps Executive Order richtet. Ziel sei es, nicht nur die bereits geborenen Kinder von Migrantenfamilien zu schützen, sondern auch all jene, „die noch geboren werden“ – sowie deren Eltern. Eine Gesellschaftsklage für die Zukunft Amerikas, könnte man sagen. Unterstützt wird die Klage unter anderem vom Asylum Seeker Advocacy Project. Dessen Ko-Direktorin Conchita Cruz erklärte, das Urteil des Supreme Court verschaffe dem Geburtsrecht lediglich eine Frist von 30 Tagen – so lange bleibe Trumps Dekret blockiert. In dieser Zeit würden „alle in den USA geborenen Kinder weiterhin als US-Staatsbürger anerkannt.“ Was danach passiert, ist offen – und für Millionen Familien von existenzieller Bedeutung.

Der Widerstand kommt nicht nur aus den juristischen Fakultäten. Führende Organisationen der Latino-Community äußerten sich empört über das Urteil des Gerichts. LULAC, Voto Latino, UnidosUS und die National Association of Latino Elected and Appointed Officials warnten geschlossen vor den Folgen. „Dieses Urteil verrät unser fundamentalstes Versprechen: dass jedes Kind, das auf amerikanischem Boden geboren wird, Amerikaner ist – Punkt“, sagte LULAC-Präsident Roman Palomares. Er warf dem Gericht vor, das Prinzip dem Verfahren geopfert zu haben – und kündigte an, LULAC werde nicht tatenlos zusehen, „wie unter unserer Flagge geborene Kinder ihres Platzes in der Nation beraubt werden.“ Auch Voto-Latino-Präsidentin María Teresa Kumar sprach von einer besorgniserregenden Entwicklung. Das Urteil stärke Trumps Regierung „bei der Umsetzung ihrer extremen politischen Agenda“ und höhle dabei grundlegende Rechte aus.

 
Genau der Richtige
Trump wirft Khamenei »Wut und Hass« vor
Donald Trump hält neue US-Angriffe auf Iran grundsätzlich für möglich. Zuletzt habe er sich aber mit einer möglichen Aufhebung von Sanktionen gegen das Land beschäftigt – bis sich Teherans Oberster Führer zu Wort gemeldet habe.
US-Präsident Donald Trump hat am Freitag Irans Obersten Führer Ajatollah Ali Khamenei scharf kritisiert. Er ziehe auch einen neuen Angriff auf Iran »ohne Frage« in Betracht, sollte Teheran Uran wieder in besorgniserregendem Umfang anreichern, sagte Trump am Freitag (Ortszeit) auf einer Pressekonferenz im Weißen Haus.

Trump sagte auch, dass er in den vergangenen Tagen an einer möglichen Aufhebung der Sanktionen gegen Iran gearbeitet habe, um dem Land eine Chance zu geben. Diese Bemühungen habe er aber nun aufgrund von Khameneis Äußerungen aufgegeben. »Ich habe eine Erklärung voller Wut, Hass und Abscheu erhalten und sofort alle Bemühungen um eine Aufhebung der Sanktionen und mehr eingestellt«, sagte er.

 
Trump: „Feuert die Fake-News-Reporter von CNN & NYT“
Ein Präsident will Köpfe rollen sehen – weil Medien ihre Arbeit tun

Trump gegen die Presse: Jetzt wird auch juristisch gedroht
Donald Trump hat es wieder getan. Der US-Präsident hat während eines Fluges zum NATO-Gipfel in Den Haag scharfe Angriffe gegen zwei der größten US-Medienhäuser gerichtet: CNN und die New York Times. In einem bezeichnenden Moment, der an autoritäre Reflexe erinnert, forderte Trump vor Reportern offen die Entlassung von Journalistinnen und Journalisten. Der Grund: ihre Berichterstattung über einen Geheimbericht zu Irans Atomprogramm.

Die Aussagen fielen nicht in einem vertraulichen Hintergrundgespräch oder als Nebensatz. Sie waren laut, klar und öffentlich:

Trump erklärte, dass bestimmte Berichte über angebliche iranische Atomaktivitäten „verräterisch“ seien und es „Konsequenzen geben“ müsse. Die Konsequenz, die er meinte, ist eindeutig: Journalistinnen und Journalisten sollen ihren Job verlieren, weil sie berichtet haben, was in einem brisanten Geheimdokument stand. Die Berichte legten nahe, dass der Iran einen Großteil seines angereicherten Urans vor den Angriffen an andere, womöglich geheime Orte verbracht habe. Zudem seien laut den Quellen zentrale unterirdische Anlagen wie Fordo weit weniger beschädigt als ursprünglich angenommen.

Damit nicht genug: Trump ließ nun auch juristische Drohungen folgen. Über seinen Anwalt Alejandro Brito verschickte er offizielle Abmahnbriefe an CNN und die New York Times. Die Forderung: Die Medien sollen ihre Berichte vom 24. Juni über das Iran-Dossier widerrufen und sich öffentlich entschuldigen. In den Schreiben wird die Berichterstattung nicht nur als „falsch“ und „verleumderisch“, sondern sogar als „unpatriotisch“ bezeichnet – ein Frontalangriff auf die journalistische Unabhängigkeit.

Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten: CNN und die New York Times wiesen Trumps Vorwürfe entschieden zurück. Die Times erklärte:

„Keine Richtigstellung ist nötig. Keine Entschuldigung wird folgen. Wir haben die Wahrheit nach bestem Wissen berichtet – und wir werden das weiterhin tun.“

CNN verteidigte ausdrücklich die betroffene Journalistin Natasha Bertrand:

„Wir stehen zu 100 % hinter der Berichterstattung und hinter der Arbeit unserer Reporterinnen.“

 
Das wars also. Als ob er von sich und seiner Horrortruppe spreche würde
Donald J. Trump
@realDonaldTrump

Republikaner müssen sich daran erinnern, dass sie gegen eine sehr böse, korrupte und in vielerlei Hinsicht unfähige (politisch gesehen!) Gruppe von Menschen kämpfen, die lieber sehen würden, wie unser Land „in Flammen aufgeht“, als das Richtige zu tun und AMERICA GREAT AGAIN zu machen! Die Demokraten würden sich über die größte Steuererhöhung der Geschichte freuen (68 %!), keinerlei Ausgaben für den Grenzschutz (Offene Grenzen!) und ein schwaches, unterfinanziertes Militär, sodass wir Dinge wie die in Iran vor nur einer Woche nicht mehr tun könnten. Wir haben den Demokraten eine Schuldenobergrenzen-Verlängerung gewährt, weil es das Richtige war – aber sie würden es nicht für uns tun. Eine Sache, die sie allerdings können, ist, geschlossen zusammenzuhalten und als eine Gruppe abzustimmen (sie haben keine SELBSTDARSTELLER!). Sie haben außerdem Regeln im Repräsentantenhaus und im Senat, die ihren Führern große Macht geben – Vorsitzende von Ausschüssen usw. Republikaner haben das nicht, haben es nie geschafft, aber SIE SOLLTEN ES! Was wir haben, sind großartige Menschen und eine phänomenale Politik, und das sollte uns bei jeder Wahl den Sieg bringen!



Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.
 

Anhänge

    Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.
Heiliger Trumpus der Letzten Tage – Wie JD Vance das Evangelium der weißen Erlösung neu schreibt
Manchmal wird Geschichte nicht geschrieben, sondern herbeigebellt. Am Samstag war es wieder so weit. JD Vance, Vizepräsident der Vereinigten Staaten und passionierter Sprachrohrvirtuose der neuen Rechte, griff zur Feder – oder besser: zum Smartphone – und offenbarte der Welt, was bisher nur als geheime Offenbarung im Inneren eines MAGA-Huts vermutet wurde. Donald J. Trump, so Vance, sei der größte Retter schwarzer Leben in der Geschichte Amerikas. Kein Scherz. Kein Zitat aus einem alternativen „Simpsons“-Universum. Sondern ein offizielles Statement auf X, direkt adressiert an den Kolumnisten Jamelle Bouie. Amen. Man stelle sich das kurz bildlich vor: Rosa Parks steht auf, um Trump ihren Platz im Bus zu überlassen. Martin Luther King ruft in seinem berühmten Traum: „Ich habe einen Deal!“ Malcolm X wird von ICE verhaftet, aber rechtzeitig von Eric Trump freigekauft. Und während Frederick Douglass irgendwo applaudiert – weil, laut Trump, „he’s getting recognized more and more“ – schwingt Vance die rhetorische Gießkanne und überzieht die Realität mit einer Schicht aus dickflüssigem Zynismus. Was steckt hinter dieser grotesken Liturgie der Umdeutung? Vielleicht ist JD Vance nur ein verlorener Prophet, der in den dampfenden Katakomben des RNC-Retreats von Los Angeles eine Vision hatte: Ein goldener Trump, der mit ausgestreckten Händen Hurricane Katrina stoppt, George Floyd wiederbelebt und jeden zweiten Rapper in Mar-a-Lago tauft. Vielleicht aber ist es auch einfach das, was es ist – der Versuch, das Undenkbare sagbar zu machen. Die Umkehr der politischen Gravitation. Der Aufstieg des Gaslighters zum Heiligen.

 
Ökonom Stiglitz über Trump: „Wir werden alle terrorisiert“
Herr Stiglitz, die Vereinigten Staaten galten lange als Vorreiter freiheitlicher Ideen. Seit Donald Trump an der Macht ist, hat sich viel verändert. Was macht Ihnen hinsichtlich seiner Politik die größten Sorgen?

Das ist eine so lange Liste, da weiß ich gar nicht, wo ich beginnen soll. Zwei Dinge aber machen mir am meisten Sorgen. Erstens sein Angriff auf den Rechtsstaat: Man kann kein funktionierendes demokratisches Wirtschaftssystem ohne Rechtsstaatlichkeit haben. Die Rechtsstaatlichkeit war immer unser Wettbewerbsvorteil gegenüber vielen anderen Ländern. Das hat Investoren aus der ganzen Welt angezogen. Trump ist dabei, den Rechtsstaat zu zerstören – zwar noch nicht ganz, aber seine Einmischungen sind groß genug, um richtig besorgniserregend zu sein.

Und zweitens?

Sein Angriff auf die Universitäten und die Wissenschaftsfreiheit. Die akademische Welt ist Teil unseres Systems der „Checks and balances“. Wir Forscher denken über das Geschehen nach und dann kritisieren wir oft. Natürlich will niemand kritisiert werden, aber das ist unsere Aufgabe. Die Wissenschaft kann als wichtiger Teil des gesellschaftlichen Kontrollmechanismus angesehen werden, der dafür sorgt, dass unsere Gesellschaft gut funktioniert. Genau deshalb mag er uns nicht.

 
Wenn der Präsident zum Kuli greift – Trump beschimpft Notenbankchef mit Sharpie
Washington, D.C. – In der Geschichte amerikanischer Präsidentschaften gab es viele ungewöhnliche Botschaften – auf Briefpapier, in Tweets, als Randnotizen auf Gesetzesentwürfen. Doch was Donald Trump nun an den Vorsitzenden der US-Notenbank Jerome Powell schickte, sprengt selbst die schrilleren Maßstäbe seiner Amtsführung: eine handschriftliche Mitteilung, in Großbuchstaben, verfasst mit einem schwarzen Sharpie – direkt auf einer Zinsvergleichsliste. Der Tonfall? „Mean Girls“ trifft Oval Office. „Ich präsentiere Ihnen originale Korrespondenz des Präsidenten der Vereinigten Staaten an unseren Notenbankchef Jerome Powell“, verkündete Trumps Pressesprecherin Karoline Leavitt während eines Briefings – als handle es sich um ein Dokument von staatsmännischem Gewicht. Die Nachricht selbst war alles andere als diplomatisch: „Jerome – You are, as usual, ‘too late’ – you have cost the USA a fortune – and continue to do so… You should lower the rate! By a lot! Hundreds of billions of dollars being lost! No inflation!“ Darunter: Trumps charakteristische, wuchtige Unterschrift – mehr Drohgebärde als Grußformel.

 
Steigende Staatsschulden
Musk stänkert erneut gegen Trumps Steuergesetz – und droht mit Gründung neuer Partei
Zuletzt blieb es auffallend ruhig um Elon Musk. Bis jetzt: Auf X wütet der Milliardär gegen Donald Trumps Ausgabengesetz. Für wankelmütige Republikaner plant er demnach harsche Konsequenzen.
In den vergangenen Wochen hatte sich Elon Musk mit politischen Kommentaren sehr zurückgehalten. Nach einem kurzen, heftigen Zerwürfnis mit Donald Trump schien sich der Milliardär eher seinen Unternehmen wie Tesla und SpaceX zu widmen. Doch mit dieser Ruhe ist es nun schlagartig vorbei.

Während der US-Kongress darum ringt, Trumps Steuergesetz durchzupeitschen, teilt Musk auf seinem Onlinedienst X wieder massiv gegen die Pläne aus. Der Tesla-Chef und einstige enge Vertraute des US-Präsidenten schrieb am Montag, es seien »irrsinnige Ausgaben« geplant sowie die Anhebung der Schuldenobergrenze um fünf Billionen Dollar.

»Es ist offensichtlich (...) dass wir in einem Ein-Parteien-Land leben – der Porky-Pig-Partei! Es ist Zeit für eine neue politische Partei, die sich tatsächlich um die Menschen kümmert«, fügte er hinzu. Mit »pork«, oder genauer »pork barrel«, werden in den USA politische Entscheidungen umschrieben, die einer bestimmten Zielgruppe zugutekommen.

 
„Victory 45–47“ – Der Duft der Demokratieverwesung

Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.


Es gab eine Zeit, da roch amerikanische Politik nach verbrannten Idealen, nach kaltem Kaffee im Kongress oder dem leisen Schweiß der Verantwortung. Heute riecht sie nach „Victory 45–47“ – einer goldenen Duftoffenbarung aus dem Hause Trump. Verpackt in Flakons, die aussehen wie Oscar-Trophäen aus einem totalitären B-Movie, verspricht der ehemalige Präsident nicht weniger als „Stärke, Macht und Sieg“ – in 100 Millilitern Eau de Selbstverherrlichung. Der neue Duft, beworben mit ernstem Blick und erhobener Faust, ist laut Hersteller „für Patrioten, die niemals zurückweichen – wie Präsident Trump“. Was wie eine Parodie klingt, ist tatsächlich Realität. Wer dachte, Trumps Comeback würde mit Ideen, Reformen oder wenigstens einem rudimentären Verständnis von Regierungspolitik beginnen, wird eines Besseren belehrt: Es beginnt mit Parfüm. Für Männer. Für Frauen. Für alle, die nicht genug kriegen vom Geruch der Selbstüberschätzung.


Die Flakons selbst – vergoldete Miniatur-Trumps auf schimmerndem Podest – wirken wie Reliquien aus einer postdemokratischen Welt. Als würde sich Nero selbst als Raumduft vertreiben lassen. „Victory 45–47“ – das steht übrigens nicht etwa für eine Geruchskomposition, sondern für Trumps präsidiale Zählweise: 45. Präsident, 47. Präsident, Gottgesandter in Personalunion. Es ist die olfaktorische Version seines Wahlkampfs: laut, selbstverliebt, geschmacklich fragwürdig – aber irgendwie doch unaufhaltsam. Dabei ist der Duft nur das i-Tüpfelchen auf einer Politik, die längst zur Markenstrategie verkommen ist. Während im Senat über Steuerkürzungen für Reiche und Sozialabbau für Arme gestritten wird, verkauft der Mann an der Spitze Duftwasser mit seinem Gesicht drauf. Und zwar nicht nur als Nebenprodukt – nein, mit eigener Kampagnenseite, Videoansprache und dem dringenden Hinweis, dass „Sie sich unbedingt ein Fläschchen sichern sollten – und eines für Ihre Liebsten“.


 

Anhänge

    Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.
Kunst nach Maß – Trump ersetzt „schlimmstes Porträt aller Zeiten“ durch genehmigte Eigenkopie
Es ist ein Vorgang, der selbst in der langen Geschichte der narzisstischen Staatskunst seinesgleichen sucht: Donald Trump hat sein offizielles Porträt im Kapitol von Colorado kurzerhand austauschen lassen – weil es ihm nicht schmeichelhaft genug war. Oder, wie er es auf Truth Social formulierte: „Truly the worst!“ – wirklich das Schlimmste. Und zwar nicht die Präsidentschaft, sondern das Bild. Die Darstellung, gemalt von der renommierten Künstlerin Sarah A. Boardman im Jahr 2019, hing seit Jahren neben jenem von Barack Obama. Ein Bild, das Trump nach eigener Aussage „verzerrt“ fand – also wahrscheinlich so, wie er auf den meisten Fotos ohne Weichzeichner aussieht. Das Kunstwerk zeigte den 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten mit dem üblichen finsteren Blick, leicht schiefem Lächeln und einem Gesicht, das sich zwischen beleidigt und selbstverliebt nicht entscheiden konnte. Ein Kunstgriff – oder eben einfach Realität. Trump, der bereits seit Jahrzehnten lieber Spiegel betrachtet als Museen besucht, äußerte sich am 24. März 2025 in aller Öffentlichkeit über das Gemälde. „Ich würde lieber kein Bild haben als dieses“, schrieb er. Eine Drohung? Eine Bitte? Ein Wink mit dem Pinsel? Wie auch immer – das Gemälde wurde binnen 24 Stunden abgehängt. Da kennt man in Colorado offenbar keine künstlerische Freiheit, nur präsidiale Eitelkeit.

Doch der wahre Coup folgte erst jetzt: Ein neues Porträt ziert seither die ehrwürdige Rotunde des Staatshauses in Denver. Gespendet – wie offiziell verlautet wurde – vom Weißen Haus. Was natürlich bedeutet: Trump selbst hat’s ausgesucht. Vielleicht hat er es sogar selbst gemalt, mit Goldrand, Föhnfrisur und einem kleinen Bibelzitat auf dem Rahmen. Auf dem neuen Bild ist Trump jünger, schlanker und deutlich blonder als in der Realität – eine Art staatsmännischer Instagram-Filter in Öl. Die Haut wie Mar-a-Lago-Gelatine, das Kinn entschlossen, die Pose heroisch. Kritiker vermuten: Vorlage könnte ein PR-Foto aus dem Jahr 2016 gewesen sein, entstanden kurz bevor die Wirklichkeit einsetzte. Der Vorgang wirft Fragen auf – nicht nur über Kunst und Macht, sondern auch über das Verhältnis von Porträt und Porträtiertem. Darf ein Präsident bestimmen, wie er in einem öffentlichen Gebäude dargestellt wird? Und was sagt es über eine Gesellschaft aus, wenn ein Staat seine Ikonen nach dem Wohlgefallen der Ikone selbst auswählt?


:stupid:
 
Zurück
Oben