MAGA und MIGA
Ein Präsident unter der Tarnkappe
Angeblich wollte Donald Trump nur das iranische Atomprogramm beenden, nun redet er plötzlich über einen Regimewechsel in Teheran – während das Weiße Haus eine solche Absicht zurückweist
Die Sprachregelung klang klar und unmissverständlich. "Wir wollen keinen Regime-Change", betonte Vizepräsident J. D. Vance beim Sender NBC. "Wir wollen ihr Atomprogramm beenden." Ein Sturz des Mullah-Regimes sei "ganz sicher nicht das Ziel", beteuerte auch Außenminister Marco Rubio. Und Verteidigungsminister Pete Hegseth verkündete: "Bei diesem Einsatz ging es nicht um einen Regimewechsel." Die drei Toppolitiker, die Donald Trump bei seiner Rede an die Nation nach dem Bombenangriff auf den Iran wie Säulenheilige eingerahmt hatten, hielten am Wochenende Kurs.
Doch die kommunikative Konsistenz der Washingtoner Regierung war trotzdem nur von kurzer Dauer. Am Sonntagnachmittag nämlich meldete sich der Präsident persönlich zu Wort. Zwar sei es "politisch nicht korrekt", von einem Regime-Change zu sprechen, postete Trump auf seiner Onlineplattform. "Aber wenn das derzeitige iranische Regime nicht in der Lage ist, den Iran wieder groß zu machen, warum sollte es dann keinen Regimewechsel geben??" Der Mann, der sich der Welt gern mit roter MAGA-Kappe präsentiert, präsentierte sogar schon einen Slogan: "MIGA!!!" Wenig später teilte seine Sprecherin Karoline Leavitt dann mit, der Präsident habe nur die Frage gestellt, wieso das iranische Volk nicht demonstrieren solle. Doch da war der Geist schon aus der Flasche.
"Das ist nicht America first"
www.derstandard.at
Ein Präsident unter der Tarnkappe
Angeblich wollte Donald Trump nur das iranische Atomprogramm beenden, nun redet er plötzlich über einen Regimewechsel in Teheran – während das Weiße Haus eine solche Absicht zurückweist
Die Sprachregelung klang klar und unmissverständlich. "Wir wollen keinen Regime-Change", betonte Vizepräsident J. D. Vance beim Sender NBC. "Wir wollen ihr Atomprogramm beenden." Ein Sturz des Mullah-Regimes sei "ganz sicher nicht das Ziel", beteuerte auch Außenminister Marco Rubio. Und Verteidigungsminister Pete Hegseth verkündete: "Bei diesem Einsatz ging es nicht um einen Regimewechsel." Die drei Toppolitiker, die Donald Trump bei seiner Rede an die Nation nach dem Bombenangriff auf den Iran wie Säulenheilige eingerahmt hatten, hielten am Wochenende Kurs.
Doch die kommunikative Konsistenz der Washingtoner Regierung war trotzdem nur von kurzer Dauer. Am Sonntagnachmittag nämlich meldete sich der Präsident persönlich zu Wort. Zwar sei es "politisch nicht korrekt", von einem Regime-Change zu sprechen, postete Trump auf seiner Onlineplattform. "Aber wenn das derzeitige iranische Regime nicht in der Lage ist, den Iran wieder groß zu machen, warum sollte es dann keinen Regimewechsel geben??" Der Mann, der sich der Welt gern mit roter MAGA-Kappe präsentiert, präsentierte sogar schon einen Slogan: "MIGA!!!" Wenig später teilte seine Sprecherin Karoline Leavitt dann mit, der Präsident habe nur die Frage gestellt, wieso das iranische Volk nicht demonstrieren solle. Doch da war der Geist schon aus der Flasche.
"Das ist nicht America first"
Ein Präsident unter der Tarnkappe
Angeblich wollte Donald Trump nur das iranische Atomprogramm beenden, nun redet er plötzlich über einen Regimewechsel in Teheran – während das Weiße Haus eine solche Absicht zurückweist