es ist noch nicht lang eher da habe ich als Externer für Siemens gearbeitet. Mir wurde von der Leihfirma geraten mir ein "Künstler" bzw. westlich klingenden Namen auszusuchen. Da der Kunde "speziell" sei. Schon damals hatte aber Siemens mit Vielfalt und Internationalität geworben. Ich frage mich daher ob das alles nur Fassade ist... Deswegen halte ich von diesen ganzen Homo, Gender Diskussionen überhaupt nichts. Wir haben noch nicht mal die grundlegenden Probleme geklärt....
Ich hatte letztens mit meinen Neffen eine sehr interessante Diskussion. Die beiden gehen vierte und neunte Klasse. Ich hab "Eskimos", also Eskimo gesagt. Beide sind so richtig zusammengezuckt. Das ist eine rassistisch-kolonialistische Bezeichnung, man kann doch den Namen des Volkes nennen oder wenn nicht bekannt, sag Ureinwohner Sibirien oder ähnlich.
Ich habe das, im Gegensatz zu Neger etc,, tatsächlich nie so empfunden. Musste ich ihnen dann auch so eingestehen. Habe dann noch versucht mich quasi zu erklären, dass viel wichtiger als die Verwendung von Begriffen an der Oberfläche doch wichtiger wäre, ob die Leute tatsächlich eine entsprechende Einstellung hätten oder nicht.
Aber was stimmt: Wir drücken in Sprache aus, was wir denken. Aber umgekehrt in jeder Hinsicht prägt Sprache unser Denken. Das ist wirklich so. Die Diskussion um politisch korrekte Begriffe etc. sensibilisiert tatsächlich für das Problem.