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Iran News....

Blockade gegen Blockade – wenn der Präsident schießt bevor er denkt
Die Friedensgespräche in Islamabad sind bekanntlich gescheitert. 21 Stunden. Kein Ergebnis. JD Vance reiste ab und sagte, Iran habe sich entschieden, die amerikanischen Bedingungen nicht anzunehmen. Kein amerikanischer Unterhändler blieb zurück, um auf niedrigerer Ebene weiterzureden – weder mit Iran noch mit den pakistanischen Vermittlern. Das Weiße Haus bestätigte das.

Was danach kam, ließ nicht lange auf sich warten.

Donald Trump postete, die US-Marine werde ab sofort jeden Schiffsverkehr blockieren, der versucht, die Straße von Hormus zu passieren – in beide Richtungen. Jedes Schiff, das Iran eine Durchfahrtsgebühr bezahlt habe, solle auf hoher See abgefangen werden. Und dann der Satz, der über allem steht: „Jeder Iraner, der auf uns oder auf friedliche Schiffe schießt, wird zur Hölle geblasen.“

Stunden später ruderte das Zentralkommando der US-Streitkräfte, bekannt als CENTCOM, still zurück. Die Blockade gelte nur für Schiffe, die iranische Häfen ansteuern oder verlassen – nicht für alle Schiffe in der Meerenge. Die Freiheit der Schifffahrt für Nicht-Iran-Verkehr bleibe unangetastet, hieß es. Trump hatte am Morgen noch von einer „vollständigen Blockade“ gesprochen. Alles oder nichts. Bis CENTCOM das Posting korrigierte, ohne es so zu nennen. Eine vollständige Blockade der gesamten Meerenge und eine Blockade iranischer Häfen sind zwei grundlegend verschiedene Dinge. Ersteres würde bedeuten, dass kein einziges Schiff mehr passieren darf. Letzteres lässt anderen Verkehr durch. Trump hatte Ersteres angekündigt. CENTCOM setzte Letzteres um.

Durch die Straße von Hormus fließen normalerweise etwa zwanzig Prozent des weltweiten Öls. Seit Kriegsbeginn hat Iran die Meerenge weitgehend abgewürgt – nur eigene Schiffe und vereinzelte andere durften passieren, möglicherweise gegen Gebühr. Am Samstag, dem Tag vor der Blockade-Ankündigung, überquerten zwölf Schiffe die Meerenge – neun Öl- und Gastanker, drei Frachtschiffe. Es war die höchste Zahl seit Bekanntgabe des Waffenstillstands. Seit der Waffenruhe hatten insgesamt etwa vierzig Handelsschiffe die Meerenge passiert – weit unter dem Vorkriegsniveau, aber ein Zeichen, dass sich etwas bewegte. Trumps Ankündigung könnte das in wenigen Stunden beenden.

 
Die wahren Kosten des Krieges liegen jenseits des Schlachtfelds
Der Irankrieg kostet enorm viel. Der Verursacher muss aber nur einen Bruchteil zahlen, die gesamte Welt wird kräftig zur Kasse gebeten. Solange dieses Prinzip bleibt, ist die bewaffnete Konflikte für manche durchaus vorteilhaft

Antara Haldar, außerordentliche Professorin für empirische Rechtswissenschaften an der Universität Cambridge, schreibt in ihrem Gastkommentar über die hohen Kosten eines Krieges, die nie von den kriegsführenden Parteien getragen werden.

Innerhalb weniger Wochen hat die Drosselung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus die wahre Natur des Krieges der USA und Israels gegen den Iran offenbart. Dies ist kein regionaler Konflikt, denn die Rechnung wird der ganzen Welt präsentiert. Auch wenn die Höhe der Rechnung noch nicht feststeht, ist bereits jetzt offensichtlich, dass nicht nur die Kriegführenden die Zeche zahlen werden.

Krieg wird typischerweise unter dem Deckmantel der nationalen Sicherheit, der territorialen Integrität, humanitärer Gründe oder gar eines Kampfes der Zivilisationen geführt. Doch solche Begründungen verschleiern eine beunruhigende Wahrheit: Krieg ist eine der am stärksten falsch bewerteten menschlichen Aktivitäten. Diejenigen, die ihn auslösen, tragen selten die vollen Kosten, die sich in der Regel über Grenzen, Märkte und Zeiträume hinweg verlagern. Über die physische Zerstörung hinaus erzeugt Krieg massive negative Externalitäten. Der vom Verursacher gezahlte Preis spiegelt nur einen kleinen Bruchteil der gesellschaftlichen Kosten wider.

"Selbst unter konservativen Annahmen tragen die Vereinigten Staaten möglicherweise nur einen bescheidenen Anteil am gesamten globalen wirtschaftlichen Schaden."
Natürlich ist die Erkenntnis, dass Krieg anderen nachgelagerte Kosten auferlegt, tief in der politikökonomischen Literatur verankert, von Adam Smith und David Ricardo bis hin zu John Maynard Keynes und Karl Polanyi. Doch die Globalisierung hat diesen Effekt zu einem strukturellen Merkmal der modernen Wirtschaft gemacht.

 
Iranische Justiz bearbeitet Fälle wie im Kriegszustand
Trotz der zweiwöchigen Waffenruhe mit den USA will die iranische Justiz wie im Krieg gegen mutmaßliche Kollaborateure ihrer Feinde vorgehen.

„Die Justizbehörde befindet sich bis auf Weiteres bei der Bearbeitung der Fälle von Kollaborateuren des Feindes in einer kriegsorientierten Aufstellung“, sagte Justizchef Gholamhossein Mohseni-Eschei laut Angaben der Nachrichtenagentur Misan von heute.

Fälle würden „entschlossen und beschleunigt“ bearbeitet. Konkret heißt die Ankündigung des Justizchefs, dass Urteile im Schnellverfahren gesprochen werden können. Seit Beginn des Krieges ließ die Justiz bereits zahlreiche Todesurteile vollstrecken.

Menschenrechtler kritisieren die Prozesse teils als unfair und werfen der iranischen Justiz vor, Geständnisse auch unter Einsatz von Folter zu erzwingen.

 
Tag 45 – und das Trinkwasser auf den Schiffen geht aus – Russland räumt das Atomkraftwerk – Deutschland handelt
Dubai – Der Ölpreis ist wieder über 100 Dollar gestiegen. Brent-Rohöl kletterte um mehr als sieben Prozent auf etwa 102 Dollar pro Barrel. West Texas Intermediate stieg um mehr als acht Prozent auf etwa 105 Dollar. Die Börsen folgten nach unten – S&P 500 und Dow Jones verloren je 0,7 Prozent vor der Eröffnungsglocke, der Nasdaq rutschte um ein Prozent ab. Das ist kein Marktausschlag. Das ist eine Reaktion auf eine Blockade, die um 10 Uhr morgens Ortszeit Washington in Kraft trat.

Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, sagte am Montag, die Energierechnung der Europäischen Union sei seit Beginn des Krieges um mehr als 22 Milliarden Euro gestiegen – in 44 Tagen. Die Störung der Energieversorgung werde noch einige Zeit andauern. Sie empfahl den EU-Regierungen, ihre Ölvorräte zu koordinieren und Erdgas zu speichern, um den Marktdruck zu dämpfen. Gleichzeitig schlug sie vor, staatliche Beihilferegeln vorübergehend zu lockern, um gefährdete Verbraucher und Wirtschaftszweige zu schützen. Weiterhin führte sie aus, dass die Krise im Nahen Osten deutlich gemacht habe, „dass der einzige nachhaltige Ausweg aus der Abhängigkeit von fossilen Energien darin besteht, zu modernisieren, indem man auf grüne Energie umstellt und die Wirtschaft so schnell wie möglich elektrifiziert.“

Russlands Kreml-Sprecher Dmitry Peskov sagte, die Blockade werde die internationalen Märkte mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter negativ belasten. Viele Details seien noch unklar, weshalb er sich inhaltliche Kommentare noch vorenthalte. Gleichzeitig zog Russland fast alle seine verbliebenen Mitarbeiter aus dem iranischen Atomkraftwerk in Buschehr ab. Rosatom-Chef Alexei Likhachev sagte, 108 Mitarbeiter verließen das Kraftwerk, nur 20 blieben zur Bewachung der Anlagen zurück. Die Evakuierung war seit Kriegsbeginn schrittweise erfolgt – zunächst etwa 600 Mitarbeiter in mehreren Wellen, nun fast der gesamte Rest. Russland hatte wiederholt Bedenken geäußert, weil Geschosse in der Nähe des Reaktors eingeschlagen waren.

 
Zeichen des Friedens: Iran und USA blockieren Straße von Hormus gemeinsam

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Die einstigen Erzfeinde bündeln im Persischen Golf ihre Kräfte für eine beispiellose Friedensmission: Beide Staaten riegeln den internationalen Schiffsverkehr nun kooperativ ab. Der globale Ölmarkt reagiert erleichtert mit Panik.

TEHERAN – Es sind historische Bilder der Völkerverständigung, die heute um die Welt gehen: Islamische Revolutionsgarden reichen christlich-fundamentalen Marinesoldaten der U.S. Navy, die Hände. Gemeinsam bilden sie eine Menschenkette über aneinandergereihte Kriegsschiffe hinweg und schließen friedlich eine der wichtigsten Adern der Weltwirtschaft.

Sie stimmen „Imagine“ von John Lennon an, während eine iranische Shahed-Drohne in die Kommandobrücke eines Öltankers kracht und explodiert. Alle applaudieren, selbst hartgesottene Navy Seals wischen sich Tränen von den Wangen, während sie Freundschaftsbänder aus Schiffstauen knüpfen. Die bewegende Aktion ist ein wichtiges Zeichen gegen Krieg und für internationale Kooperation über Länder- und Religionsgrenzen hinweg.

„TEAMWORK MAKES THE DREAM WORK! Thank you for your attention to this matter“, bestätigt Trump die Zusammenarbeit in einem Posting auf Truth Social.

Wandel ohne Handel
Internationale Beobachter loben vor allem die neue, hocheffiziente Arbeitsteilung im Persischen Golf. Die US-Marine blockiert ab sofort alle Schiffe, die den Iran ansteuern. Die iranischen Streitkräfte kapern im Gegenzug alle Schiffe, die den Iran nicht ansteuern.

 

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Guterres fordert freie Schifffahrt
Seit Montagnachmittag ist die von den USA geplante Teilblockade der Straße von Hormus laut US-Präsident Donald Trump in Kraft. Infolgedessen kam es am Abend erneut zu Aufrufen, eine freie Schifffahrt durch die Meerenge zu ermöglichen. Einen entsprechenden Appell hatte UNO-Generalsekretär Antonio Guterres an „alle Parteien“ gerichtet. Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) kritisierte jegliche Blockaden der Schifffahrtsroute als illegal.

Im Einklang mit dem Völkerrecht müsse „die Freiheit der Schifffahrt auch in der Straße von Hormus“ respektiert werden, sagte Guterres laut seinem Sprecher Stephane Dujarric am Montag. Der UNO-Generalsekretär forderte zudem ein Ende jeglicher Verstöße gegen den geltenden Waffenstillstand und eine Fortsetzung der Verhandlungen.

„Gemäß internationalem Recht hat kein Land das Recht, die ungefährliche Passage oder die Freiheit der Schifffahrt durch internationale Meerengen für den internationalen Transit zu untersagen“, sagte der Generalsekretär der UNO-Sonderorganisation, Arsenio Dominguez, am Montag bei einer Pressekonferenz in London.

 
Der Waffenstillstand läuft am 22. April ab – und beide Seiten glauben, sie haben gewonnen
Die Blockade iranischer Häfen trat am Montag um 10 Uhr morgens Ortszeit Washington in Kraft. Trump bestätigte das persönlich und sagte, man könne nicht zulassen, dass ein Land die Welt erpresse. Kurz darauf postete er auf Truth Social, dass iranische Kriegsschiffe, die sich der Blockade auch nur annäherten, sofort vernichtet würden – mit einem „schnellen und brutalen“ Angriff, denselben Methoden, die gegen Drogenhändler auf See eingesetzt würden. Stunden später sagte Trump vor dem Oval Office, die andere Seite habe angerufen. Die richtigen Leute, die angemessenen Leute. Sie wollten einen Deal.

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Das alles geschah an einem einzigen Montag

Das Zentralkommando der US-Streitkräfte hatte am Sonntag klargestellt, dass die Blockade nur für Schiffe gilt, die iranische Häfen ansteuern oder verlassen – nicht für den gesamten Schiffsverkehr in der Meerenge. Trumps eigene Ankündigung hatte noch eine vollständige Blockade aller Schiffe in der Straße von Hormus versprochen. Zwei verschiedene Aussagen, eine Regierung. Wie die Blockade in der Praxis durchgesetzt werden soll, ist laut einem Verteidigungsbeamten noch „in Entwicklung.“ Kein amerikanisches Kriegsschiff befindet sich derzeit im Persischen Golf, der den größten Teil der iranischen Küste bildet – das bestätigte ein zweiter Verteidigungsbeamter.

 

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Streitpunkt Uran: Vance sieht Führung in Teheran am Zug
Nach der ergebnislosen ersten Runde direkter Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran seit Kriegsbeginn hat US-Vizepräsident JD Vance gestern dennoch von echten Fortschritten gesprochen. Er sieht jedoch den Iran am Zug, beim Thema Atomprogramm einzulenken. Medienberichten zufolge liegen die Forderungen der beiden Seiten weit auseinander.

US-Präsident Donald Trump verschärft derweil die Gangart gegen die Führung in Teheran und verwehrt Schiffen in der Straße von Hormus die Passage, sofern sie iranische Häfen als Ziel oder Startpunkt haben. Ob es zu einer weiteren Verhandlungsrunde kommt, ist noch offen. Unbestätigten Berichten zufolge steht ein zweites Treffen an diesem Donnerstag im Raum.

Zwei Knackpunkte
Trotz bestehender Differenzen sei bei den Verhandlungen in Pakistan am Wochenende vieles in die richtige Richtung gelaufen, sagte Vance dem Sender Fox News. „Wir haben große Fortschritte gemacht.“ Jetzt sei allerdings Teheran am Zug, bei dem wichtigsten Punkt aus US-Sicht Zugeständnisse zu machen – dem Atomprogramm.

Den USA geht es laut Vance vor allem um zwei Dinge: das hochangereicherte Uran außer Landes zu schaffen und Teheran daran zu hindern, erneut Uran anzureichern. In diesen beiden Punkten seien die Iraner auf die USA zugegangen. „Aber sie haben sich nicht weit genug bewegt“, sagte Vance. Ob und wann es zu weiteren Verhandlungen kommt, ließ er auf Nachfrage offen.

Medienberichten zufolge forderten die USA vom Iran, 20 Jahre lang auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. Das berichten das Nachrichtenportal „Axios“ und das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf informierte Quellen.

 
Teheran schätzt Kriegsschäden auf rund 230 Mrd. Euro
Die iranische Regierung schätzt die Kriegsschäden nach mehr als fünf Wochen der Bombardierung durch die USA und Israel auf umgerechnet gut 229 Milliarden Euro.

Es handle sich dabei um eine vorläufige Schätzung, sagte die iranische Regierungssprecherin Fatemeh Mohadscherani der russischen staatlichen Nachrichtenagentur RIA Nowosti in einem Interview, das heute bekanntwurde.

Um das gesamte Ausmaß bewerten zu können, sollen der Sprecherin zufolge in einem ersten Schritt die Schäden an Gebäuden begutachtet werden. Danach würden wirtschaftliche Verluste und ausgefallene Steuereinnahmen analysiert. Die iranische Regierung werde Entschädigungen einfordern. Das sei auch ein Thema in den Verhandlungen am Wochenende mit den USA gewesen.


Da hat er wahrscheinlich dumm aus der Wäsche gekuckt, das weltgrößte A....loch
 
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