Meine Familie saß einträchtig kauend am Abendbrottisch als wir erstaunt im Radio hörten, dass Trump den Friedensvertrag in Versailles unterschrieben hat. Uns fielen gleichzeitig die Unterkiefer herunter und ich hatte eine versaute Tischdecke.
Wie dämlich muss das Trumpelstielzchen sein, sich freiwillig als Verlierer mit dusseliger Siegespose zu inszenieren, nur weil Macron als Lausbub ihm das vorgeschlagen hat.
Es liegt nahe, Trump in die Rolle des gedemütigten und verletzten deutschen Grafen Ulrich von Brockdorff-Rantzau zu sehen. Schließlich basierte der Versailler Vertrag auf 14 Punkten, genau wie die Absichtserklärung 14 Klauseln enthält. Nur begreift kaum jemand in den USA, das der Vertrag von Versailles der Inbegriff nationaler Demütigung ist.
Das Memorandum ist jedoch keine vollständige Kapitulationsurkunde, es ist das Eingeständnis, das Amerika seine Ziele nicht durch Krieg erreichen konnte.
Vergleicht man das Memorandum zusammen mit Trumps Äußerungen auf seiner einstündigen Pressekonferenz beim G7-Gipfel mit einem Dokument, das die Amerikaner 2025 vorgelegt haben, wird deutlich, wie weit die USA zurückrudern mussten. Eine rote Linie nach der anderen wurde überschritten.
Die USA legten das Abkommen von 2025 unmittelbar vor Beginn des Krieges zwischen Israel und Iran vor, der mit US-Unterstützung in der Bombardierung der iranischen Atomanlagen gipfelte. Laut Abkommen sollte Iran über die begrenzte Anreicherung für medizinische und landwirtschaftliche Zwecke hinaus keine eigenen Urananreicherungskapazitäten besitzen, sämtliche Nuklearmaterialien sollten importiert werden, alle angereicherten Uranbestände sollten nach Unterzeichnung des Abkommens unverzüglich aus dem Iran abtransportiert werden, das angereicherte Material sollte auf 3,67 % verdünnt werden, der Iran sollte keine neuen Anreicherungsanlagen bauen und der Iran sollte alle Programme zur Uranumwandlung einstellen. Stattdessen sollte ein Konsortium aus Iran, den USA und den Golfstaaten die Anreicherung außerhalb des Irans durchführen.
Obamas Abkommen von 2015 war ein vollwertiges Rüstungskontrolldokument, dass trumpsche Memorandum ist bestenfalls eine Grundlage für weitere Verhandlungen, die entweder in einer Pattsituation oder in einer Vereinbarung enden könnten, die dann dem Abkommen von 2015 stark ähnelt.
Aber für die ,,netten iranischen Terror-Muftis" gibt es noch milliardenschwere Belohnungslollis, da werden Sanktionen gelockert, Milliarden an ,,Wiederaufbauhilfe" versprochen und das Atomabkommen gelockert. Nur um die Weltwirtschaft nicht völlig am Krückstock gehen zu lassen, weil die Straße von Hormus geschlossen ist. Jetzt soll die Straße von Hormus ,,auf Antrag kostenfrei" wieder passierbar sein, vor dem unsäglichen Krieg, war die Passage frei und kostenlos. Das Trumpelstielzchen hatte die Bürger des Iran nur ganz kurz auf der Rechnung, von einem Regimewechsel ist nun keine Rede mehr und die Terror-Muftis morden ungebremst weiter.
Quelle: The Guardian, dpa, afp
Da ist ein brutaler Intelligenznihilist der sich Kriegsminister nennt, wie Pete Hickhack, natürlich die richtige Besetzung um den USA den letzten Anstrich der absoluten geschichtsvergessenen dümmlichkeit zu verleihen. Da plärrt der selbsternannte Kreuzritter die Verbündeten in der NATO an, den USA beim ,,Iran-Krieg" nicht geholfen zu haben, ohne zu begreifen, dass die NATO ein Verteidigungsbündnis ist.
Viel blöder kann man Welt-Politik nicht gestalten.