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Iran News....

Weltweit zweitgrößter Bierkonzern Heineken wollte im Iran einsteigen – mit Hilfe des Neffen von Ali Larijani
Vor einigen Jahren versuchte Heineken den Einstieg in den iranischen Markt. Man kooperierte dafür mit einem iranischen Unternehmen – und einem politisch äußerst gut vernetzten Neffen

Seine Karriere strebte gerade ihrem Höhepunkt zu, als das Leben von Ali Larijani am 17. März 2026 endete. Er starb unter US-amerikanischen und israelischen Bomben. Kurz zuvor hatten die Amerikaner und Israelis Ende Februar Irans Obersten Führer Ali Khamenei getötet – und Larijani war in seinen letzten Lebenstagen noch zum mächtigsten Politiker in dem angegriffenen Land aufgestiegen. Der Mann war lange iranischer Parlamentspräsident und seit Jahrzehnten eng mit dem Regime verbunden. In den USA stand Larijani bis zu seinem Tod unter Sanktionen, wegen seiner Rolle bei der Niederschlagung des Volksaufstands im Iran im vergangenen Jänner.

Überhaupt sind die Larijanis, die als konservativ-pragmatisch gelten und aus einer Dynastie schiitischer Kleriker stammen, eine der einflussreichsten Familien des Iran: Alis Bruder Sadeq etwa, ebenfalls sanktioniert, war das Oberhaupt des iranischen Justizsystems. Ein weiterer Bruder namens Mohammad-Javad war Vizeaußenminister.

 
Trump ist bereit, den Golfkrieg erst einmal einzufrieren
Ein Dokument von einer Seite Länge soll den Zustand zwischen offenem und latentem Krieg formalisieren und einen Verhandlungsweg vorzeichnen

Die 20.000 an der Straße von Hormus wartenden Matrosen müssen weiter warten: Am Montag verkündet US-Präsident Donald Trump die Operation "Project Freedom", um den festsitzenden Schiffen die Durchfahrt durch die Meerenge im Persischen Golf freizumachen. Am Dienstag wiederholt ein energischer Außenminister Marco Rubio bei einem Presse-Briefing, dass dringend "etwas getan werden muss". Ein paar Stunden später verordnet Trump eine "Pause" der Operation.

Davon gibt es wie immer zwei Versionen: Der US-Präsident hat den Druck auf den Iran erhöht und gezeigt, dass er zum Durchgreifen bereit ist. Der Iran zeigt Zeichen des Einlenkens. Oder: Der US-Präsident hat am Dienstag erkannt, dass die neuen Aktionen direkt zum Zusammenbruch der Waffenruhe und Wiederaufnahme des Kriegs führen – und drückt die Stopptaste. Denn er will aus diesem Krieg, den er völlig unterschätzt hat, heraus.

Für beide Versionen gilt, dass Pakistan und andere Staaten, die den Krieg beenden wollen, zur Entscheidung Trumps beigetragen haben. Axios verbreitete am Mittwoch die Meldung, dass eine Einigung auf ein Dokument – ein "Memorandum of Understanding" (MOU) zwischen Washington und Teheran – bevorstehen könnte. Darin sollen die Grundzüge eines Verhandlungswegs vorgezeichnet sein. Aus dem als Vermittler zum Optimismus verpflichteten Islamabad kam eine Bestätigung.

 
Berichte über Fortschritte
Poker in Verhandlungen USA – Iran
In den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran ist offenbar Bewegung. Die Perspektiven sind allerdings denkbar unklar. Die USA haben ihre Militäraktion in der Straße von Hormus unterbrochen, danach war am Mittwoch die Rede von einem Durchbruch in den Gesprächen über eine Beendigung des Kriegs. Trump sprach von „sehr guten“ Gesprächen und deutete eine Annäherung bei der Atomfrage an. Eine Bestätigung aus Teheran gibt es nicht.

Ein US-Verhandlungsvorschlag werde geprüft und die Antwort an den Vermittler Pakistan übermittelt, sagte nach Angaben der Nachrichtenagentur ISNA der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghai. Dieser habe den Angaben zufolge auch Berichte als überzogen zurückgewiesen, wonach beide Kriegsparteien kurz vor einem Abschluss eines Abkommens stünden.

Nach Darstellung von Trump habe der Iran hingegen bereits einem Verzicht auf Atomwaffen zugesichert. „Der Iran darf keine Atomwaffen haben (…) und sie haben dem zugestimmt“, sagte Trump am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Teheran hat laut Trump auch andere Punkte akzeptiert. Welche das sein sollen, ließ der Republikaner offen.

 
„Der Krieg ist vorbei – bis jemand wieder bombardieren lässt“
Am Dienstag erklärte Marco Rubio noch öffentlich, der Krieg sei beendet. Wenige Stunden später drohte Donald Trump bereits wieder mit neuen Bombardierungen gegen Iran. Genau zwischen diesen beiden Aussagen bewegt sich inzwischen die gesamte Lage rund um die Straße von Hormus – ein Konflikt aus widersprüchlichen Botschaften, militärischem Druck und Verhandlungen, bei denen niemand mehr klar sagen kann, ob überhaupt noch jemand denselben Plan verfolgt.

Iran erklärte am Mittwoch, man prüfe derzeit einen amerikanischen Vorschlag zur Beendigung des Krieges. Außenministeriumssprecher Esmail Baghaei sagte, Teheran werde seine endgültige Antwort über Pakistan übermitteln, sobald die internen Beratungen abgeschlossen seien. Gleichzeitig kam aus dem iranischen Parlament fast die gegenteilige Botschaft. Ebrahim Rezaei, Sprecher des parlamentarischen Sicherheitsausschusses, bezeichnete den angeblichen amerikanischen Vorschlag als nichts weiter als „eine Liste amerikanischer Wünsche“. Die Vereinigten Staaten würden durch Krieg nicht erreichen, was sie in Verhandlungen nicht bekommen hätten. Iran sei bereit, erneut zu reagieren, falls Washington keine „notwendigen Zugeständnisse“ mache.

Wenige Stunden später hat Trump auf Truth Social erklärt, Iran müsse jetzt „geben, was vereinbart wurde“. Falls nicht, werde „das Bombardement beginnen“. Die nächsten Angriffe würden „auf einem viel höheren Niveau und mit deutlich größerer Intensität“ stattfinden. Gleichzeitig versprach Trump sichere Passage durch die Straße von Hormus, sobald Iran zustimme. Was genau Iran zustimmen soll, erklärte er nicht.

 
Frankreich verlegt Flugzeugträger für Hormus-Mission
Frankreich verlegt in Vorbereitung einer neutralen Marinemission in der Straße von Hormus seinen Flugzeugträger Charles de Gaulle und dessen Begleitschiffe näher an die Meerenge heran. Der Schiffsverband habe den Suezkanal passiert und Kurs auf das südliche Rote Meer genommen, teilte das Verteidigungsministerium gestern in Paris mit.

Frankreich und seine Partner seien nach Angaben des Präsidialamtes in der Lage, die Sicherheit in der Straße von Hormus zu gewährleisten. Die Regierung in Paris wolle nach Angaben aus dem Elysee-Palast, dass das Thema getrennt von den aktuellen Gesprächen zwischen den USA und dem Iran behandelt werde. Die Verlegung der französischen Schiffe habe nach Angaben vom Verteidigungsministerium auch nichts mit der militärischen Konfrontation zwischen den USA, Israel und dem Iran zu tun.

 
Der Krieg ist vorbei – bis wieder bombardiert wird 2.0
Donald Trump erklärte am Mittwoch im Oval Office, ein Abkommen mit dem Iran sei „sehr gut möglich“. Nur Stunden zuvor hatte derselbe Präsident dem Iran mit neuen Bombardierungen gedroht. Sollte Teheran den amerikanischen Forderungen nicht zustimmen, werde „das Bombardieren wieder beginnen“, schrieb Trump auf Truth Social. Die Angriffe würden dann auf „einem deutlich höheren Niveau und mit größerer Intensität“ stattfinden als zuvor. Wenige Stunden später sprach er bereits wieder von guten Gesprächen, Fortschritten und einem möglichen Durchbruch.

Genau diese widersprüchlichen Botschaften prägen inzwischen die gesamte amerikanische Linie in diesem Krieg. Während Außenminister Marco Rubio noch am Dienstag erklärt hatte, der Krieg sei beendet, sprach Trump am Mittwoch erneut über mögliche Luftschläge. Gleichzeitig bezeichnete er den Konflikt im Weißen Haus plötzlich nur noch als „kleines Gefecht“. Parallel dazu stehen weiterhin rund 50.000 amerikanische Soldaten in der Region bereit. Flugzeugträger, Zerstörer, Marineeinheiten und Kampfflugzeuge bleiben in Alarmbereitschaft, während Washington öffentlich gleichzeitig von Frieden und neuen Angriffen spricht.

 
Bericht: Unstimmigkeiten mit Saudi-Arabien bei US-Einsatz
Laut dem US-Sender NBC News hat US-Präsident Donald Trump wegen Unstimmigkeiten mit Saudi-Arabien den Marineeinsatz „Project Freedom“ („Projekt Freiheit“) zur Wiedereröffnung der blockierten Meerenge von Hormus unterbrochen.

Saudi-Arabien habe dem US-Militär die Nutzung eines Stützpunkts im Land für die Operation untersagt, meldete der Sender gestern unter Berufung auf zwei nicht genannte US-Regierungsvertreter.

Die saudische Führung sei von Trumps Ankündigung, Schiffe durch die Straße von Hormus eskortieren zu wollen, überrascht und verärgert gewesen. Daraufhin habe Riad Washington mitgeteilt, es werde den USA die Erlaubnis verweigern, Militärflugzeuge von dem Stützpunkt aus oder durch den saudischen Luftraum fliegen zu lassen.

Auch ein Telefonat zwischen Trump und dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman habe das Problem nicht lösen können. US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag eine Aussetzung des Marineeinsatzes mit Fortschritten bei den Friedensgesprächen mit dem Iran begründet.

 
Spoljaric Egger vom Roten Kreuz: "Es gibt keine militärische Lösung" im Iran
Die "Verrohung des humanitären Völkerrechts" gehöre zu den größten Sicherheitsgefahren, sagte sie in der "ZiB 2". Kriegsrhetorik führe zu Entmenschlichung

Wien – Noch mehr erschüttert als die humanitäre Lage im Iran habe sie die ständige Unsicherheit der Bevölkerung, "wann und ob es wieder losgeht", sagte Mirjana Spoljaric Egger, Präsidentin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK). So müssten etwa Eltern überlegen, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken oder nicht. Was alle interessiert, sei die Frage: "Wann wird es endlich vorbei sein?". Die Rückkehr zur Normalität sei für die Leute wichtiger als die humanitäre Krise, schilderte Spoljaric Egger ihre Eindrücke vom Iran am Mittwoch in der ZiB 2.

Sie habe nicht das Gefühl, dass die Regierung verunsichert sei, sagte Spoljaric Egger im Gespräch mit Moderator Armin Wolf. Ganz im Gegenteil: Sie ist auf "jede Eventualität" vorbereitet. Im Iran leben rund 90 Millionen Menschen. Sollte es zu einer noch größeren Eskalation wie etwa im Libanon oder in Gaza kommen, dann wird es finster. "Wir haben nicht die Fähigkeit, dutzenden Millionen Menschen zu helfen." Gezielte Angriffe auf die zivile Infrastruktur hätten "unvorstellbare humanitäre Konsequenzen". Nicht nur im Iran, sondern auch in den Nachbarstaaten.

"Rhetorik spielt eine große Rolle"
Sie hoffe, dass der Krieg bald vorbei ist, so richtig sicher kann sich aber niemand sein. Bis dahin werde das Rote Kreuz weiter auf Deeskalation setzen, denn: "Es gibt aus meiner Sicht keine militärische Lösung in diesem Konflikt". Wolf fragte Spoljaric Egger, was sie sich denke, wenn Donald Trump auf Social Media damit drohe, eine ganze Zivilisation auszulöschen? "Rhetorik spielt eine große Rolle", antwortete sie mit ernster Miene. Nicht nur, weil gewisse Aussagen potenziell ein Kriegsverbrechen darstellen könnten, sondern auch, weil die "Entmenschlichung ganzer Bevölkerungsgruppen Verbrechen gegen die Menschlichkeit einfacher macht". Das betreffe auch das Militär, wenn es dazu aufgefordert werde, keine Regeln einzuhalten. Die "Verrohung des humanitären Völkerrechts" gehört zu den größten Sicherheitsgefahren für die Bevölkerung.

 
Hormuz unter Kontrolle – Iran baut neue Behörde auf, Trump stoppt Militärplan und die Weltwirtschaft hält den Atem an
Während Washington weiter zwischen Drohungen und Verhandlungen schwankt, zieht der Iran im Persischen Golf die Kontrolle immer stärker an sich. Teheran hat eine neue staatliche Behörde geschaffen, die künftig Schiffe überprüfen, Durchfahrten genehmigen und Gebühren für den Transit durch die Straße von Hormus erheben soll. Damit institutionalisiert der Iran faktisch seine Kontrolle über eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt.

Nach Angaben des Schifffahrtsdienstes Lloyd’s List Intelligence verschickt die neue Behörde bereits Formulare an Reedereien. Der Name der Einrichtung macht die Richtung deutlich. Die „Persian Gulf Strait Authority“ beansprucht offenbar, die einzige legitime Stelle für die Genehmigung von Durchfahrten durch die Meerenge zu sein. Für die internationale Schifffahrt sorgt das längst für massive Unruhe. Noch immer sitzen Hunderte Handelsschiffe im Persischen Golf fest und kommen nicht in offene Gewässer.

Die Auswirkungen reichen inzwischen weit über die Region hinaus. Über die Straße von Hormus laufen große Teile des weltweiten Öl-, Gas- und Düngemitteltransports. Die Unsicherheit treibt die Energiepreise nach oben und belastet die Weltwirtschaft zusätzlich in einer Phase ohnehin schwacher Konjunktur. Gleichzeitig blockieren die USA weiterhin iranische Häfen. Damit stehen sich inzwischen zwei direkte Drucksysteme gegenüber – amerikanische Blockaden auf der einen Seite und iranische Kontrolle über Hormus auf der anderen.

 
US-Verhandlungsvorschlag wird von Iran weiter geprüft
Online seit gestern, 18.49 Uhr
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Die iranische Regierung prüft nach eigenen Angaben weiter einen US-Verhandlungsvorschlag aus den USA. Teheran habe Washington noch nicht geantwortet, sagte Außenamtssprecher Ismail Baghaei gestern der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA.

Sobald die Beratungen abgeschlossen seien, werde das Ergebnis über Pakistan als Vermittler an die USA kommuniziert. Derzeit wartet das Weiße Haus auf eine Reaktion des Iran auf eine einseitige Absichtserklärung mit 14 Punkten.

Ziel ist es unter anderem, einen Rahmen für zunächst 30 Tage dauernde Verhandlungen zu schaffen, um den Krieg zu beenden. Diskutiert werden demnach auch eine Lockerung von US-Sanktionen sowie Vereinbarungen zur Zukunft der Straße von Hormus. Zudem soll eine Grundlage für Atomverhandlungen geschaffen werden.

 
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