Also bitte.
Everyone has the right to self determinate except we. (...)
Klar, in ihrer Kindheit Schlimmes erlebt, 3. Reich, etc.... Die Opferrolle in der Zeit verstehe ich noch viel eher als in der Gegenwart... Aber heutzutage kann man als Jude in fast allen möglichen lebenswerten Ländern leben. Ihre Rede ist absolut nicht zeitgemäß, Rafi. Zumal ich mich immer und immer wieder daran stören werde, so zu tun als wären Juden eine Ethnie wie Araber (s. "there were only the jewish and the arabs in palestine, so I was a palestinian"). Auch ist ihre Argumentation, dass die Juden an Palästina hängen, die Araber aber nicht zwangsläufig, da sie genug anderes Land in ihren Händen haben, nicht nachvollziehbar.
Dennoch wäre sie eine Persönlichkeit, die ich mir HEUTE auf den politischen Bühnen wünschen würde, denn im Gegensatz zu den arabischen und israelischen Kasper heutzutage ist sie eine Frau die ich respektiert hätte. Natürlich kann man anhand kurzer Interviews nicht das wahre Gesicht eines Menschen sehen, aber ich möchte daran glauben, dass diese Frau wirklich an Frieden für das gesamte Volk interessiert war.
Wenn sie sich nicht zu erkennen geben. Ansonsten haben gerade Frankreich und Deutschland ein Antisemitismusproblem (im Sinne heutiger Definition), das nicht mehr als solches benannt werden darf. Alleine in Frankreich wurden Juden vermehrt Opfer von Terroranschlägen, in Deutschland sitzen rechte MdB im Bundestag, die den Holocaust relativieren. Die deutsche offen antisemitische neurechte Szene erfreut sich größter Beliebtheit.
Da rennen irgendwelche Leute, die dieses Land nicht mal mit dem Finger auf der Landkarte finden würden brüllend "kauft nicht beim Juden" als BDSler auf der Straße rum und lamentieren von Apartheitsstaat und noch größerem Blödsinn. Der Begriff "Anti-Zionismus" und "Israelkritik" hat sich als Deckmantel für Israel- und Judenhass etabliert. Ergo, gibt es eigentlich keinen Antisemitismus, denn es ist ja nur Kritik am Staat. Warum keine Kritik an der Regierung? Da gehört Kritik hin, so wie es in jedem anderen Staat auch gehandhabt wird. Ich kritisiere z.B. das Mullahregime in Iran. Das ist keine "Irankritik".
Man kann freilich die Regierung Natanjahu kritisieren, tu ich auch und ich hätte den niemals gewählt wenn ich dort denn wählen dürfte.
Nimm mal einen beliebigen anderen Staat in dem ebenfalls Unrecht und nicht selten wesentlich schlimmeres passiert - es gibt Begriffe wie "Irankritik", "Nordkoreakritik", "Palästinakritik" oder gar "Österreich-, Deutschland- oder Frankreichkritik" nicht. Aber "Israelkritik" ist normal.
Es besteht einfach ein großes Mißverhältnis in der Länderkritik. Wenn es in Israel zu rassistischen Vorfällen kommt, steht die halbe Welt in der es teilweise viel schlimmer zugeht, Kopf und empört sich mit einer Selbstgerechtigkeit sondersgleichen.
Ein Besipiel: in Israel hat ein Soldat deinen palästinensischen Attentäter, der bereits am Boden lag erschossen. Weltweite Empörung, der Aufschrei war groß. Tagtäglich werden in Gaza Palästinenser teils öffentlich hingerichtet, weil sie vermeintliche Kollaborateure sein sollen. In palästinensischen Gefängnissen wird gefoltert und keinen interessierts. Die bekommen noch nicht mal ein Gerichtsverfahren. Darüber wird in der europäischen Presse wenig berichtet, aber wenn doch dann ist die Stille ohrenbetäubend und die, die sich dazu äußern haben den "wahren" Schuldigen fix gefunden. Rat mal wen. Keine Spur von "Palästinakritik", denn dort und auch in anderen Länern ist das ja völlig normal.
Ich hab sicher noch nie behauptet, Israel wäre besser als andere Staaten oder gar frei von Rassismus, aber es ist auch nicht schlechter. Es ist einfach nur einfach einen kleinen Staat für alles Übel auf der Welt verantwortlich zu machen und sich heute noch auf die große Lüge der
Protokolle der Weisen von Zion zu berufen, im Geheimen oder ganz offen wird das heute noch getan.
Nachtrag:
Fast schon wieder lustig
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