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Nachrichten aus Österreich

1. April: Die lustigsten Aprilscherze Österreichs
Heute ist der erste April, der Tag der genialen PR-Schmähs und sehr lustigen Bürostreiche. Die Tradition geht bereits lange zurück. Die Redaktion präsentiert heute die lustigsten Aprilscherze Österreichs.

Patienten-Milliarde 😂🩺
Eine ganze Milliarde Einsparung bei den Krankenkassen sollte direkt den Patienten zu Gute kommen. Natürlich war diese absurde Aussage sofort als schlechter Aprilscherz enttarnt ☝️ Niemals würde sich die Politik in Österreich tatsächlich um Patienten scheren 🤪 Zum Totlachen! 🤣💀

Klimaschutzgesetz 🌲😆
Dieser Witz lässt die Augen tränen, wie ein schmelzender Gletscher 😂💦 Eigentlich war im Regierungsprogramm von 2020 ein neues Klimaschutzgesetz fest verankert. Gekommen ist es nie. Das Vorhaben wurde von der ÖVP (Österreichische Verbrenner Partei) erfolgreich verschleppt und bis zum Ende der Legislaturperiode nicht verabschiedet 🤣👍🕙 Höchst amüsant!

Trickle-Down-Economics 🤑👏
Es klingt zu komisch, um wahr zu sein: Reiche zahlen weniger Steuern, und der Wohlstand „tröpfelt“ langsam nach unten zur Mittelschicht, fast wie der Schokobrunnen in der WKO-Loge beim Zuckerbäckerball. Heute besitzen die fünf reichsten Männer der Welt zusammen über 1,7 Billionen Euro, während die ärmere Hälfte der Menschheit zusammen nicht einmal ein Prozent des gesamten Wohlstands halten 🤣🤣 Um die Gefühle von fleißigen Unternehmern und Selfmade-Sons wie Mark Mateschitz nicht zu verletzen, gibt es in Österreich bis heute keine Erbschaftssteuer. Zum Brüllen! 🗣️😁

Pensionssystem 👵💩
Der längste Running Gag in der Geschichte des Humors (erstmals erwähnt von Aristoteles), über den Sie sogar dann noch lachen, wenn Sie in dreißig Jahren im Metaverse Pfandflaschen einsammeln: Immer weniger Menschen können für die Pensionen von immer mehr alten Menschen aufkommen, ohne dass alles kracht 💥😜 Kritiker bezeichnen den Witz jedoch als zu offensichtlich, da er von jedem Volksschulkind mit Kenntnissen der Grundrechenarten durchschaut werden kann. Urkomisch! 😅

Der teuerste April-Scherz in dieser Liste – aber er hat sich gelohnt 💸! Für einige hundert Milliarden Euro erhielt Österreich ein Branchenverzeichnis ohne Suchfunktion, Millionen User versuchten damals in dem Fake-Shop tatsächlich Airfryer oder Flat Screen TVs zu kaufen. Lachkick garantiert! 😝👍

Signa-Holding 🤑😃
Es war doch zu schön, um wahr zu sein 🍾 Das Firmenimperium des Tiroler Oberwitzbolds René Benko startete zunächst als Scherz, der über die Zeit immer weiter eskalierte. Geldgeber schoben ihm jahrelang Aufträge zu und investierten Millionen, ohne Verdacht zu schöpfen. Benko verpasste es, den Scherz zeitgerecht aufzulösen, was sogar juristische Konsequenzen nach sich zog 🤐💰 Dafür gebührt diesem Scherzbold Respekt und Anerkennung. Zum Schießen! 🤣

„So sind wir nicht, so ist Österreich nicht“ 🤦
Manchmal kommt ein Aprilscherz von Personen, die durch ihre Seriosität völlig unverdächtig wirken, etwa von Bundespräsident Alexander Van der Bellen 🚬 Mit dem Satz „So sind wir nicht, so ist Österreich nicht“ führte er im Mai 2019 während der Ibiza-Affäre fast neun Millionen Österreicher gleichzeitig aufs Gag-Glatteis. Eine Wahl, 17 Korruptionsskandale und 29 Prozent für die FPÖ später dann die große Pointe: Doch. So sind wir. Genau so 😂😭

 
Woran liegt es, dass es positive Nachrichten, wie etwa diese des AMS über steigende Arbeitsaufnahmen von Asylberechtigten, nicht in die Medien schaffen? Das AMS hat gestern eine Presseaussendung rausgeschickt, in der sie berichten, dass Asylberechtigte und subsidiär Schutzberechtigte in den vergangenen zwölf Monaten 14.900 (!) neue Jobs aufgenommen haben, eine Steigerung von 10 Prozent, aber ich habe keinen einzigen Medienbericht dazu gefunden. Ich würde mich wetten trauen, dass es Medienberichte gegeben hätte, wenn das AMS eine Negativnachricht zur Arbeitsaufnahme von Geflüchteten rausgeschickt hätte.

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Zu spät für mich. Musste mir damals die Haare schneiden lassen
Auch Soldaten dürfen lange Haare haben
Das für Männer beim Bundesheer geltende Zopfverbot ist Geschichte. Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) hat am Donnerstag angeordnet, die entsprechende Verordnung „unverzüglich“ aufzuheben. Da es Soldatinnen erlaubt ist, einen Pferdeschwanz zu tragen, sahen die Höchstrichter eine „Benachteiligung aufgrund des Geschlechts“. Künftig dürfen also auch Soldaten lange Haare haben. Für gesetzwidrig erkannte der VfGH außerdem das Verbot der Schutzhundeausbildung.

Einem Erlass des Verteidigungsministeriums zufolge mussten die Haare von Soldaten kurz geschnitten sein, während es Soldatinnen gestattet war, „lange Haare am Hinterkopf gezopft, mit einem Band zusammenzuhalten“. Ein Vorarlberger Offizier, dem wegen seines Zopfs eine Strafe von 3.000 Euro aufgebrummt worden war, hatte sich an den VfGH gewandt, nachdem der Verwaltungsgerichtshof seine Strafe bloß auf 2.200 Euro herabgesetzt hatte.

Der Offizier bekam schon insofern recht, als es sich eigentlich gar nicht um einen Erlass, sondern um eine Verordnung handelte. Diese wiederum hätte einer gesetzlichen Grundlage bedurft. Sie hätte außerdem im Bundesgesetzblatt kundgemacht werden müssen. Der VfGH erkannte nicht nur eine Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes, sondern auch des Rechts auf Privatleben.

Heer: „Militärfachliche Gründe“
Aber auch inhaltlich kamen die Vertreter des Verteidigungsministeriums beim Höchstgericht nicht durch. Das Verteidigungsressort hatte das Vorschreiben der Haarlänge mit dem „uniformen Erscheinungsbild und der Aufrechterhaltung der inneren Ordnung und Disziplin des Bundesheeres“ begründet.

 
Der Blick der Justiz auf ihre NS-Vergangenheit ist wichtig, der Blick nach vorn ebenso
Die neue Studie zum Justizpersonal von 1945 bis 1955 ist ein löblicher erster Schritt der Aufarbeitung, eine Evaluierung des Verbotsgesetzes steht nun ebenso an

Man kann Justizministerin Anna Sporrer und ihrer Vorgängerin Alma Zadić dankbar sein, dass sie endlich eine systematische Aufarbeitung der Justiz dieser Republik auf den Weg gebracht haben. Nun haben die Expertinnen des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes (DÖW) die Personalsituation während der ersten zehn Jahre der Zweiten Republik im Hinblick auf NS-Belastete analysiert.

Das kann nur ein Anfang sein. Eine Aufarbeitung der Dekaden nach 1955 muss folgen. Nicht nur die Frage, wer hier an einflussreichen Stellen saß, sondern auch jene, an welchen heiklen Entscheidungen und Urteilen sie mitwirkten, verdient die Aufmerksamkeit eines modernen Rechtsstaates.

Generalpräventiv
Dabei muss aber an den Blick in die Gegenwart und Zukunft erinnert werden. Aus dem gleichen Antrieb heraus, dem Nationalsozialismus in der Demokratie keine Meter mehr zu lassen, sollte dringend das 2023 novellierte Verbotsgesetz evaluiert werden. Dass seit dem Inkrafttreten der Novelle 2024 zwar Straftaten mit NS-Bezug zunehmen, aber immer weniger oder sehr lasche Urteile folgen, ist beunruhigend.

 
Sozialministerin Schumann kündigt nach Kritik neuen Verhaltenskodex für Gutachter an
Die Begutachtungspraxis der PVA (Pensionsversicherungsanstalt) stand zuletzt in der Kritik, besonders in Bezug auf Begutachtungen. Sozialministerin Schumann kündigt an, einen neuen Verhaltenskodex einzuführen, denn niemand solle sich „als Bittsteller fühlen“.

Nach der breiten Kritik an der Begutachtungspraxis der Pensionsversicherungsanstalt (PVA), des Sozialministeriumservice (SMS) sowie bei Gerichtssachverständigen kündigt Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ) nun Maßnahmen zur Verbesserung an. Geplant sind u.a. ein Verhaltenskodex für Gutachterinnen und Gutachter, weiters die ausdrückliche Ermöglichung der Mitnahme einer Vertrauensperson zu allen Begutachtungen, ein Beschwerdemanagement für PVA und SMS sowie ein Leitfaden.

Die Ressortchefin hatte nach der breiten Kritik zu einem Gespräch mit der PVA geladen, hieß es am Freitag gegenüber der APA sowie der ORF-„Zeit im Bild“. Bei dem Treffen sei gemeinsam vereinbart worden, „Verbesserungen im System der Begutachtungen voranzutreiben“. Bisher hatte die Ministerin bezüglich der Begutachtungsstandards stets auf die Selbstverwaltung der Sozialversicherungsträger verwiesen.

 
Ich finde, die Forderung nach einer Erbschaftssteuer macht besser als so manche andere Forderung klar, wer für die eintritt, die wenig(er) Kohle haben.
Die SPÖ, die KPÖ und die Grünen sind für die Besteuerung von hohen Erbschaften.
Hab ich jemanden vergessen? Nur die, die reiche Erben schützen: die ÖVP und die FPÖ. Die sind tatsächlich zu vergessen!
Finanzminister Marterbauer ist für Erbschafssteuern, sagt aber auch ganz klar, dass mit der ÖVP (und den Neos!) in dieser Koalition das nicht zu machen ist, er aber optimistisch ist, dass eine Erbschaftssteuer in der nächsten Regierung kommen wird.
Ich teile seinen Optimismus zwar nicht ganz - wenn die ÖVP Teil einer nächsten Regierung sein sollte, wird sie so wie bisher mit Zähnen und Klauen den Status Quo verteidigen, aber vielleicht kommt‘s ganz anders?
Jedenfalls ist die ÖVP Böse auf Marterbauer und sieht das Koalitionsklima gefährdet, lese ich im Kurier- und der kennt sich ja bestens aus mit den Gefühlen der ÖVP.
Aber jetzt mal andersherum: geht‘s noch, ÖVP ?
Wollt Ihr jetzt schon das Denken über den sehr beschränkten Horizont dieser Koalition hinaus verbieten? Muss der Marterbauer jetzt schon für die nächsten 20 Jahre einer Erbschaftssteuer abschwören?

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Wie Lebensmittelpreise entstehen: Was passiert vor dem Weg zur Kassa?
Im Juli sinkt die Mehrwertsteuer auf manche Lebensmittel. Viel günstiger wird der Einkauf aber nicht. Denn der Preis ist mehr als eine Kalkulation. Die eigene Wahrnehmung, Aktionen und Margenstrategie bestimmen, was wir kaufen und warum billig am Ende kostet.

Eier, Schinken und Kren lagen mit dem restlichen Wocheneinkauf vor den Feiertagen in den meisten Einkaufswägen. Und beim Hinausfahren aus dem Geschäft kommt, mit Blick auf die Rechnung, abermals das Gefühl auf, dass man wieder mehr ausgegeben hat als sonst. Wie kommt dieser Preis für einen Artikel zustande?

Hinter jedem Betrag auf der Quittung steckt ein komplexes Zusammenspiel aus Rohstoffen, Transportwegen und Zwischenhändlern. Und jede Station möchte klarerweise verdienen. Was beeinflusst aber noch unsere Ausgaben?

Kunden haben Referenzpreise im Kopf
Wer verstehen will, wie der Endpreis entsteht, kommt um ein betriebswirtschaftliches Konzept nicht herum: die Mischkalkulation. Sie ist eine Preisgestaltungsstrategie, bei der Einzelhandelsketten auf manche Produkte höhere und auf andere eine sehr geringe Marge aufschlagen. Letzteres führt zu günstigeren Endpreisen und wird in der Regel bei alltäglichen Produkten angewendet. Das bringt Kunden einerseits ins Geschäft und andererseits entsteht im Kopf ein sogenannter Referenzpreis.

 
Also so viele Windräder wie es im Weinviertel gibt, gibt es sonst nirgendwo. Ich wohne im Weinviertel.
Windkraftausbau: Gewollt, gebraucht, verhindert
Zahlreiche Gemeinden im Weinviertel wollen mit Unterstützung der Bevölkerung Windräder bauen – doch das Land Niederösterreich macht es mit fehlenden Eignungszonen bis jetzt unmöglich

Im niederösterreichischen Weinviertel zeigt sich derzeit in aller Schärfe, wie unerfreulich die heimische Energiepolitik geworden ist. Zahlreiche Gemeinden wollen auf ihrem Gebiet Windkraftanlagen errichten – nicht aus ideologischer Begeisterung, sondern aus nüchterner Vernunft: wegen Einnahmen, regionaler Wertschöpfung und einer Energieversorgung, die unabhängiger macht. Trotzdem dürfen sie nicht bauen. Nicht, weil die Bevölkerung rebelliert. Nicht, weil Investoren fehlen, sondern weil das Land seit Jahren keine entsprechenden Eignungszonen ausweist.

Man muss sich diese Absurdität auf der Zunge zergehen lassen: Ausgerechnet dort, wo kommunaler Wille, wirtschaftliches Interesse, und klima- wie geopolitische Vernunft zusammenkommen, verhindert die Landespolitik den Ausbau. Das ist kein Zielkonflikt mehr, das ist organisierte Blockade. Denn ohne Eignungszone kein Windrad. Darüber entscheidet nicht die einzelne Gemeinde, sondern das Land.

Fehlende Konsequenz
Wer also in St. Pölten von Versorgungssicherheit, Standortpolitik und Klimaschutz redet, sollte erklären, warum ausgerechnet jene Orte ausgebremst werden, die bereit wären, einen Beitrag zu leisten. Gerade das Weinviertel ist längst kein windkraftfreier Sehnsuchtsraum mehr. Es ist vielmehr eine Region mit Erfahrung, Akzeptanz und Interesse an weiterem Ausbau. Dass ausgerechnet dort das Land auf der Bremse steht, ist nicht Ausdruck von Vorsicht, sondern von fehlender energiepolitischer Konsequenz. (Günther Strobl, 6.4.2026)

 
Aktuelle Zahlen zur Windkraft (Stand 2025/2026)
Niederösterreich gesamt: Mit 846 Anlagen ist Niederösterreich das Bundesland mit den meisten Windrädern in Österreich. Allein im Jahr 2025 wurden landesweit 23 neue Anlagen errichtet.
Fokus Weinviertel: Über 400 Windräder sind in der Region Weinviertel in Betrieb. Besonders windreiche Zonen wie um Wullersdorf oder Wilfersdorf (wo 2025 ein neuer Park mit fünf Anlagen eröffnet wurde) prägen das Landschaftsbild.
Österreichweiter Vergleich: Ende 2025 gab es in ganz Österreich insgesamt 1.447 Windräder. Damit steht mehr als jede zweite österreichische Anlage in Niederösterreich, die meisten davon in meiner direkten Nachbarschaft im Weinviertel
.
Entwicklung und Ausblick
Die Windkraft im Weinviertel wächst stetig weiter. Die IG Windkraft prognostiziert für das Jahr 2026 einen weiteren Anstieg auf bundesweit 1.491 Anlagen, wobei Niederösterreich weiterhin die treibende Kraft beim Ausbau bleibt. Aktuelle Projekte wie in Dürnkrut oder Engelhartstetten befinden sich teils bereits in der Umsetzung
 
Der Irankrieg verteuert Strom in Österreich. Doch Ökonomen haben nun einen Plan dagegen
Verbraucher und Unternehmen könnten sich eine halbe Milliarde Euro an Stromkosten durch einen gezielten Preiseingriff über die Börse ersparen, heißt es in einem Paper. Angesetzt werden soll bei CO2-Zertifikaten

Gas und Öl sind die billigsten Energieformen, um unsere Wirtschaft am Laufen zu halten: Der Krieg im Iran führt derzeit aller Welt vor Augen, warum das ein Trugschluss ist. Durch den Konflikt schießen die Preise für fossile Energieträger in die Höhe. Zum zweiten Mal binnen weniger Jahre steht dem Land damit eine von Öl und Gas ausgelöste Inflationswelle bevor.

Umso lauter werden deshalb jene Stimmen, die mehr Anstrengungen verlangen, um die Energiewende zu schaffen. Österreich habe "nicht genug" aus der vergangenen Energiekrise 2022 gelernt, sagt etwa der ehemalige Chef der E-Control, Walter Boltz. Das Land habe zu wenig in den Ausbau der Erneuerbaren investiert. Statt Öl und Gas brauche es mehr Energie aus Wasser- und Windkraft. Parallel dazu kommen die Aufrufe, dass Konsumenten ihr Verhalten ändern sollten. E-Auto statt Verbrenner lautet die Devise.

Schönheitsfehler
Diese Argumentation hat allerdings einen Schönheitsfehler: Der aktuelle Anstieg der Gaspreise zieht auch den Strompreis mit nach oben. Strom-Futures für das Jahr 2027 kosten aktuell über 100 Euro je Megawattstunde für das Marktgebiet Österreich. Kurz vor dem Kriegsbeginn stand der Preis bei 85 Euro. Das ist ein Plus von fast 20 Prozent.

Eine Gruppe von Ökonomen an der Johannes Kepler Uni in Linz und vom Wiener Wifo hat einen Mechanismus entwickelt, der Abhilfe schaffen soll. Die Idee ist in der technischen Ausführung komplex, dem Grund nach aber simpel: Der Strompreis soll ein Stück weit vom Gaspreis entkoppelt werden. Ansetzen wollen Simon Finster und Bernhard Kasberger (Uni Linz) sowie Simon Rütten (Wifo) bei der CO2-Bepreisung, wie sie in ihrem Paper ausführen.

In der EU müssen große Industrieunternehmen, die CO2 emittieren, im selben Ausmaß CO2-Zertifikate besitzen. Während manche Betriebe einen Teil dieser Zertifikate gratis erhalten, müssen Kohle- und Gaskraftwerke seit Jahren dafür zahlen. Die Zertifikate sind an der Börse handelbar, aktuell kostet es 71 Euro, eine Tonne CO2 zu emittieren.

 
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