L
listopad
Guest
Die Rechte war immer ein entschiedener Gegner der Demokratie und Aufklärung. Allerdings scheint es so als hätte sich die Linke auch von diesen Prinzipien verabschiedet, wenn auch nicht von der Demokratie, aber sicher von der Aufklärung und der sozialen Frage. Jahrezehntelanges herumgendern und Identitätspolitik haben uns hierher gebracht. Über 60% der hiesigen Arbeiter haben bei den letzten Wahlen für die FPÖ gestimmt, die traditionell nicht nur rechtsaußen steht, sondern auch das elitäre Unternehmerlager vertritt. Auch deshalb, weil sie eigentlich kaum etwas in der Sozialpartnerschaft zu melden hatten (oder wollten), werden sie sich jetzt darauf stürzen, diese schrittweise abzubauen. Das sieht die ÖVP wohl kaum anders.
Doch diese Arbeiterstimmen, die die FPÖ ergattern konnte, halten sehr wohl was davon. In Österreich herrscht eine etwas sozialere Mentalität als beispielsweise in Deutschland. Politisch verdrossen sind die Menschen hier natürlich wie überall in der EU, ansonsten würden sie ja nicht gegen die eigenen Interesse stimmen. Das hat man aber davon, wenn die Arbeiterklasse von der angeblich arbeiterfreundlichen SPÖ im Stich gelassen wird. Die KPÖ ist zu klein, zu schwach und zu unfähig, um die Arbeiter zu organisieren oder zumindest auf ein Niveau zu steigen wie die Linkspartei in Deutschland. Letztere ist aber auch nur aufgrund ihrer Geschichte immer noch im Spektrum des politischen Mainstreams präsent.
Die neue Regierung in Österreich wird sich ohnehin selbst vernichten, genau wie die schwarz-blaue Koalition unter Schüssel und Haider. Ich kann es jetzt schon sehen: Minister werden wie Unterhosen ausgetauscht und in Skandale verwickelt. Sebastian Kurz wird als der größte Clown in die Geschichte der Zweiten Republik eingehen und die FPÖ mit den NEOS als das erkannt werden, was sie wirklich sind. Mit den NEOS, die wahrscheinlich alle Wirtschaftspläne der neuen Regierung mittragen wird, werden sie eine Verfassungsmehrheit haben und das Land ungehindert herunterwirtschaften können. Migrationspolitisch will man sich an Ungarn oder Polen orientieren, ökonomisch aber an Deutschland.
Doch diese Arbeiterstimmen, die die FPÖ ergattern konnte, halten sehr wohl was davon. In Österreich herrscht eine etwas sozialere Mentalität als beispielsweise in Deutschland. Politisch verdrossen sind die Menschen hier natürlich wie überall in der EU, ansonsten würden sie ja nicht gegen die eigenen Interesse stimmen. Das hat man aber davon, wenn die Arbeiterklasse von der angeblich arbeiterfreundlichen SPÖ im Stich gelassen wird. Die KPÖ ist zu klein, zu schwach und zu unfähig, um die Arbeiter zu organisieren oder zumindest auf ein Niveau zu steigen wie die Linkspartei in Deutschland. Letztere ist aber auch nur aufgrund ihrer Geschichte immer noch im Spektrum des politischen Mainstreams präsent.
Die neue Regierung in Österreich wird sich ohnehin selbst vernichten, genau wie die schwarz-blaue Koalition unter Schüssel und Haider. Ich kann es jetzt schon sehen: Minister werden wie Unterhosen ausgetauscht und in Skandale verwickelt. Sebastian Kurz wird als der größte Clown in die Geschichte der Zweiten Republik eingehen und die FPÖ mit den NEOS als das erkannt werden, was sie wirklich sind. Mit den NEOS, die wahrscheinlich alle Wirtschaftspläne der neuen Regierung mittragen wird, werden sie eine Verfassungsmehrheit haben und das Land ungehindert herunterwirtschaften können. Migrationspolitisch will man sich an Ungarn oder Polen orientieren, ökonomisch aber an Deutschland.
