Wie Jörg Haider die "Anti-Ausländer" Politik erfand. Damals waren u.a. Polen, Tschechen, Slowaken und wenig später auch Serben und vor allem Bosnier die Feindbilder gegen die man hetzen konnte. In dem Profil-Artikel steht vieles was ich damals erlebte. Ich war kaum von der Hetze betroffen, aber es schmerzte wie man mit Menschen umgegangen ist, die dem Krieg und Elend in ihrer Heimat gerade so noch entfliehen konnten. Deswegen kann ich auch absolut nicht verstehen wie man als Ausländer eine Partei wählen kann die mit ausländerfeindlichen Parolen Wahlkampf und leider auch Politik betreibt.
"Mit dem Fall der Mauer und des Eisernen Vorhangs bekam Österreich 1989 ein neues Thema: die Ausländer. Und bald ging es richtig schmutzig her."
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"Die befreiten Nachbarn – lästige Wegversteller. Auch so begrüßte man in Österreich die neue Zeit.
Wenige Tage vor diesem historischen Wochenende des 16. und 17. Dezember 1989, an dem 450 Kilometer des Eisernen Vorhangs niederbrachen, hatte das Ifes in einer Umfrage erhoben, was die Österreicher über all dies dachten.
63 Prozent befanden die nun zu erwartende Zahl von Ausländern für „ungünstig“. Immerhin 22 Prozent freuten sich."
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"Zwischen 1870 und 1910 hatte sich die Einwohnerzahl Wiens von einer auf zwei Millionen verdoppelt, weil billige Arbeitskräfte aus dem tschechischen und slowakischen Teil der Monarchie in der Residenzstadt benötigt wurden, die „Ziegelböhm“. Man siedelte sie in Favoriten und am Gürtel in der westlichen Vorstadt an, in den nach dieser Ära der Industrialisierung benannten „Gründerzeit“-Vierteln, wo heute die Türken wohnen."
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"Die Österreicher wurden erstmals stutzig. Aber noch hatte sich keine Partei des Themas bemächtigt. Der Aufsteiger Jörg Haider war in Kärnten noch damit beschäftigt, die Vergangenheit seiner Eltern aufzuarbeiten. Den Hitler-Gegner Winston Churchill nannte er neben Josef Stalin die verabscheuungswürdigste Gestalt der Geschichte,
die Nation Österreich war für ihn eine „Missgeburt“."
"1989 veränderte alles. Neben dem nun einsetzenden Zustrom aus Osteuropa – legal wie illegal – strandeten vorübergehend auch noch 160.000 Flüchtlinge des ersten Golfkriegs. Ab 1992 trafen 100.000 Vertriebene aus dem Kriegsgebiet Balkan ein. 1993 lebten „netto“ – es hatte ja auch Abwanderung gegeben – um 340.000 Menschen mehr in Österreich als am Tag des Mauerfalls."
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Mit dem Fall der Mauer und des Eisernen Vorhangs bekam Österreich 1989 ein neues Thema: die Ausländer. Und bald ging es richtig schmutzig her.
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