Aktuelles
  • Herzlich Willkommen im Balkanforum
    Sind Sie neu hier? Dann werden Sie Mitglied in unserer Community.
    Bitte hier registrieren

Nachrichten aus Österreich

"Die Kriege gehen weiter": In Wien brodelt es zwischen Gruppen aus Tschetschenien und Syrien
Eine Massenschlägerei und eine Messerstecherei innerhalb weniger Tage in Wien lassen die Wogen hochgehen. Eine Chatgruppe von Tschetschenen gewährt Einblick in ein äußerst gewaltaffines Milieu

Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.


Die Verachtung füreinander ist deutlich spürbar: "Immer seit (sic!) ihr bewaffnet mit Fäuste könnt ihr überhaupt nichts", steht da in einem Beitrag einer öffentlichen Telegram-Gruppe geschrieben, in der vor allem Tschetschenen den Ton angeben. "Hoffe eure Verletzten sterben noch ihr Hunde." Dahinter folgt ein Hunde-Emoji.

Mit "ihr" ist die sogenannte 505-Bande gemeint. In ihr vereinigen sich viele Jugendliche aus Syrien. Auf Tiktok fallen sie durch ihre teils professionell gemachten Videos auf und durch ihr markantes "505" im Namen. Ein Code, der auf eine Art Familienclan zurückgehen soll oder – auch das ist eine Lesart auf Tiktok – auf "Märtyrer", die für die Freiheit Syriens kämpfen. Als ihr Gebiet hat die Gruppe Meidling auserkoren. Und so viel lässt sich sagen: Ihre Präsenz sorgt für Stress.

 

Anhänge

    Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.
Religiöses Motiv: Mann rammt Kirche mehrmals mit LKW
In einer schockierenden Eskalation hat ein 32-jähriger Mann mit einem Zwölf-Tonner eine gezielte und vorsätzliche Attacke auf eine Kirche ausgeführt.

Glück im Unglück: Keine Opfer zu beklagen
Nach ersten Berichten geschah der Vorfall am Montagabend gegen 17 Uhr bei der rumänischen Pfingstkirche Elim in Brunn am Gebirge, Niederösterreich. Der Täter, ein rumänischer Staatsbürger, gab an, dass die Kirche sein Leben zerstört habe und führte dies als Grund an. Die Polizei spricht von einer religiös motivierten Tat.

Glücklicherweise wurden bei diesem dramatischen Vorfall in der Kirche niemand verletzt oder gar getötet. Jedoch musste eine Frau, traumatisiert durch das Geschehen, psychologisch vom Kriseninterventionsteam von Niederösterreich betreut werden.

Zeugenberichte skizzieren Bild des Schreckens
Ein Augenzeuge beschrieb die Ereignisse gegenüber der „Krone“: „Ein ungebremster Lkw ist dort in die Gasse eingebogen, nachdem er über die Kreuzung beim Autohaus gedonnert ist und die Autos dort mehr oder weniger alle zur Seite geschoben hat“. Der Fahrer hatte den LKW noch rechtzeitig im Rückspiegel gesehen, bevor er einem Zusammenstoß knapp ausweichen konnte.

 
ASYL UND INTEGRATION
Laut gefordert, heiß umstritten: Was bei Abschiebungen nicht klappt
Die Transfrau Gao Yi wäre trotz laufenden Antrags fast nach China abgeschoben worden, andere Länder lehnen eine Rückführung ab: Szenen aus einem ungleichgewichtigen System

Wer in seiner Heimat politisch oder sozial verfolgt wird, dem oder der ist nach einem Antrag Asyl zu gewähren. Das ist in Österreich – und nicht nur hier – geltendes Recht. Erkennen die Asylbehörden und Gerichte rechtskräftig keine Schutz- oder Bleibegründe und weisen eine Person aus, so muss diese Österreich wieder verlassen. Im Fall der Ausreiseweigerung wird sie ins Ursprungsland abgeschoben.

In der Praxis ist das nicht ganz so einfach. Immer wieder werden Proteste gegen als unfair oder gar als gefährlich eingeschätzte Abschiebungen laut: Eine Rückführung ist immerhin ein existenzieller Schritt. Auf der anderen Seite verbleiben viele abgelehnte Asylsuchende im Land, weil die Heimatstaaten sie nicht wieder aufnehmen. Das Asylsystem befindet sich in einem Ungleichgewicht.

 
Rassistischer Angriff der FPÖ-Jugend auf Spitzenkicker als Eigentor
Die ideologische Verblendung in der blauen Jugend ist größer als die politische Intelligenz

Ob der blasse Mann, der sich in einem alten Fußballtrikot und einer beigen Chinohose auf den Rasen gestellt hat und dort einen Fußball mit der Hand fängt, im Völkerball talentierter ist, kann man nach dem kurzen Video nicht sagen. In Sachen Polittaktik haben er und seine Kameraden von der Freiheitlichen Jugend jedenfalls Nachholbedarf.

Das Tiktok-Video, in dem der Nachwuchsfunktionär damit prahlt, dass er und die Seinigen "das ganze Jahr für Österreich" arbeiten, damit die hiesige Nationalelf nicht in wenigen Jahren so "aussieht" wie jene Frankreichs, war ein klares Foul. Ein rassistischer Angriff auf Spitzenkicker wie David Alaba, Kevin Danso oder Philipp Mwene.

Gegen demokratische Grundwerte
Und es ist ein weiterer Beweis dafür, dass die FPÖ Probleme mit Grundwerten der Demokratie hat. In diesen haben nämlich Unterscheidungen nach der Ethnie nichts verloren.

 
Wie Integration gelingt: Die "Nachbarinnen" holen Frauen aus der Isolation
Die Politik sucht nach Möglichkeiten, um Migrantinnen und Migranten den Weg in die österreichische Gesellschaft zu erleichtern. Ein Verein in Wien macht vor, wie das geht

Es gibt Geschichten, die lassen Malka Musaeva schlecht schlafen. Sie handeln von Gewalt und Unterdrückung, von Frauen, die wie Gefangene in den eigenen Familien leben. Malka Musaeva kennt viele solcher Geschichten. Seit nunmehr acht Jahren hört sie sie beruflich. So lange besucht die ausgebildete Sozialassistentin für den Verein "Nachbarinnen in Wien" Landsfrauen aus Tschetschenien, die mit dem Ankommen, dem Kulturschock, der Fremde oder auch der Enge der eigenen Tradition kämpfen.

Community-Arbeit
Doch längst nicht alle Geschichten wiegen so schwer auf Musaeva. Da ist etwa die von Ayshat: Gerne öffnet sie die Tür zu ihrer Wohnung, lädt an ihren üppig beladenen Tisch, erzählt aus ihrem Alltag. Ihren richtigen Namen möchte sie dennoch nicht in der Zeitung lesen – der Community wegen. Zwar leben rund 18.000 Menschen aus Tschetschenien in Wien, doch man kennt einander, und schnell haften Etiketten an.

 
Gewalt und Ehre: Der blutige Kampf zwischen Tschetschenen und den Syrern von "505" in Wien
In Wien tobt ein Machtkampf: Im Zentrum stehen Tschetschenen und eine syrische Großfamilie. Zwei blutige Konflikte heizen den Hass aufeinander weiter an. Frieden ist noch nicht in Sicht

Es war fast 22 Uhr, als am vergangenen Sonntag ohrenbetäubender Lärm über Untermeidling anhob: Ein Hubschrauber zog in geringer Höhe Kreise über dem Grätzel zwischen dem Meidlinger Bahnhof und der U4-Station Längenfeldgasse. Zwar ist man ratternden Helikopterlärm in dieser Gegend gewohnt - über den Bezirksteil führt sowohl die Einflugschneise des Rettungshubschraubers des Unfallkrankenhauses Meidling als auch die der Wiener Flugpolizei. Das gut 40 Minuten andauernde Geknattere erinnerte jedoch stark an eine US-amerikanische Verbrecherjagd, wie man sie aus dem Fernsehen kennt. Was war passiert?

 
Kurdenmorde erschütterten vor 35 Jahren Österreich
Vor 35 Jahren, am 13. Juli 1989, hat der Mord an drei kurdischen Politikern bei einem Geheimtreffen in einer Wiener Wohnung Österreich erschüttert. Die Tatverdächtigen konnten nach Interventionen der iranischen Regierung unbehelligt ausreisen.

Abdul Rahman Ghassemlou, Chef der Kurdischen Demokratischen Partei/Iran, sein Stellvertreter Abdullah Ghaderi-Azar und der in Österreich eingebürgerte Kurde Fadel Rasoul wurden bei dem Treffen mit Emissären der Teheraner Führung ermordet. Die mutmaßlichen Täter tauchten zunächst in der iranischen Botschaft unter und konnten dann Österreich verlassen. Einer von ihnen wurde sogar unter Polizeischutz zum Flughafen Wien-Schwechat geleitet.

 
2023 Sozialleistungsbetrug von 25,5 Mio. aufgedeckt
Die vom Bundeskriminalamt (BK) geführte Taskforce Sozialleistungsbetrug (SOLBE) hat im Vorjahr fast 4.700 Beschuldigte ermittelt. Der ihnen zugeschrieben Schaden belief sich auf 25,5 Mio. Euro – ein Zuwachs um 80,7 Prozent gegenüber 2022 und die bisher stärkste Jahresbilanz seit Bestehen der 2018 gegründeten Taskforce, hieß es heute.

Über 20.000 Tatverdächtige seit 2018
Im Fokus der Taskforce SOLBE sind derzeit Personen, die Scheinwohnsitze in Österreich vortäuschen, um widerrechtlich Sozialleistungen zu beziehen. Seit 2018 konnten in dieser Hinsicht über 20.000 Tatverdächtige ausgeforscht werden.

Mehr als 50 unterschiedliche Begehungsformen werden unter dem Stichwort Sozialleistungsbetrug zusammengefasst. Die Zahl der Anzeigen und die Schadenssummen nehmen seit Jahren kontinuierlich zu. Das Innenministerium führt die Steigerung auf die enge Zusammenarbeit mit der Finanzverwaltung und vielen anderen Partnern zurück.

 
Was ist da in Österreich, vor allem in Wien los?!

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.
 
Zurück
Oben