Nach dem Schock kommt die Aufarbeitung
Auch wenn uns nach dem Amoklauf in Graz die Worte fehlen: Wir brauchen sie. Und wir brauchen Empathie, Respekt und die Hartnäckigkeit, daraus etwas lernen zu wollen
Da fehlen einem die Worte. Das ist eine Phrase, die man jetzt oft zu hören bekommt, auch in den Statements aus der Politik. Es ist so unfassbar, was da in Graz passiert ist, wie hier Menschenleben ausgelöscht wurden, dass sich das kaum in Wort fassen lässt. So viele Tote. Schülerinnen und Schüler. Eine Lehrkraft. Und der noch junge Täter. Der sich "selbst gerichtet" hat. Alles Menschen. Menschen mit einer Geschichte, die an dieser Stelle geendet hat. Wie ungerecht ist dieser Verlauf, wie unbegreifbar ist das, was wir Schicksal benennen.
Und dennoch. Da dürfen einem die Worte nicht fehlen. Der Politik nicht, dem Journalismus sowieso nicht. Und auch den Eltern nicht, den Kindern nicht, den Freundinnen und Freunden.
Ohne Neugierde und Sensationslust
Wir müssen darüber reden. Mit Empathie, so gut wir das können, auch wenn sich vieles nicht erklären lässt. Wir müssen darüber reden, ohne geschwätzig zu sein, ohne in Neugierde zu kippen oder der Sensationslust nachzugeben. Wir müssen Rücksicht nehmen. Keine Videos vom Täter und erst recht keine von den Opfern veröffentlichen oder weiterreichen. Keinen Verschwörungstheorien aufsitzen.
www.derstandard.at
Auch wenn uns nach dem Amoklauf in Graz die Worte fehlen: Wir brauchen sie. Und wir brauchen Empathie, Respekt und die Hartnäckigkeit, daraus etwas lernen zu wollen
Da fehlen einem die Worte. Das ist eine Phrase, die man jetzt oft zu hören bekommt, auch in den Statements aus der Politik. Es ist so unfassbar, was da in Graz passiert ist, wie hier Menschenleben ausgelöscht wurden, dass sich das kaum in Wort fassen lässt. So viele Tote. Schülerinnen und Schüler. Eine Lehrkraft. Und der noch junge Täter. Der sich "selbst gerichtet" hat. Alles Menschen. Menschen mit einer Geschichte, die an dieser Stelle geendet hat. Wie ungerecht ist dieser Verlauf, wie unbegreifbar ist das, was wir Schicksal benennen.
Und dennoch. Da dürfen einem die Worte nicht fehlen. Der Politik nicht, dem Journalismus sowieso nicht. Und auch den Eltern nicht, den Kindern nicht, den Freundinnen und Freunden.
Ohne Neugierde und Sensationslust
Wir müssen darüber reden. Mit Empathie, so gut wir das können, auch wenn sich vieles nicht erklären lässt. Wir müssen darüber reden, ohne geschwätzig zu sein, ohne in Neugierde zu kippen oder der Sensationslust nachzugeben. Wir müssen Rücksicht nehmen. Keine Videos vom Täter und erst recht keine von den Opfern veröffentlichen oder weiterreichen. Keinen Verschwörungstheorien aufsitzen.
Nach dem Schock kommt die Aufarbeitung
Auch wenn uns nach dem Amoklauf in Graz die Worte fehlen: Wir brauchen sie. Und wir brauchen Empathie, Respekt und die Hartnäckigkeit, daraus etwas lernen zu wollen