Druck auf Qualitätsmedien
Die ORF-Affäre darf nicht zum Einfallstor für undemokratische Kräfte werden
In den USA sind die kritischen Medien einem massiven Angriff von zwei Seiten ausgesetzt: superreiche rechte Oligarchen, die sich bei Medien einkaufen und sie auf (Trump-)Kurs bringen – und damit in harmonischer Zusammenarbeit mit Knebelungsversuchen der Regierung Trump.
Das kann, leicht abgewandelt, auch bei uns passieren. Der jüngste ORF-Skandal könnte da ein Ansatzpunkt sein.
Die letzten Entwicklungen: Der amerikanische Kriegsminister Peter Hegseth, ein früherer Moderator beim rechten Fox News-Sender, sagte angesichts der kritischen Berichterstattung über den Iran-Krieg, er könne es kaum erwarten, bis der Trump-freundliche Oligarch David Ellison den Sender CNN übernimmt. Der besitzt auch den großen TV-Sender CBS und arbeitet fest daran, ihn auf Trump-Kurs zu bringen. Der Besitzer der Washington Post, Jeff Bezos, verfolgt einen konservativen Kurs.
Zuletzt drohte der von Trump eingesetzte Chef der US-Rundfunkbehörde, die TV-Sender könnten ihre Lizenzen verlieren, wenn sie weiter kritisch über den Iran-Krieg berichten.
Die traurige Affäre um den Rücktritt des ORF-Generaldirektors Roland Weißmann birgt die mittelfristige Möglichkeit, dass auch bei uns der kritische Journalismus entscheidend beeinträchtigt wird. Vorweg: Der ORF ist offenbar eine ziemliche Schlangengrube und er ist auch parteipolitisch beeinflusst. Trotzdem halten die dortigen Journalisten in den Nachrichtensendungen, den Diskussionsformaten und den Magazinen eine qualitätsvolle, maßvoll kritische Berichterstattung aufrecht.
www.derstandard.at
Die ORF-Affäre darf nicht zum Einfallstor für undemokratische Kräfte werden
In den USA sind die kritischen Medien einem massiven Angriff von zwei Seiten ausgesetzt: superreiche rechte Oligarchen, die sich bei Medien einkaufen und sie auf (Trump-)Kurs bringen – und damit in harmonischer Zusammenarbeit mit Knebelungsversuchen der Regierung Trump.
Das kann, leicht abgewandelt, auch bei uns passieren. Der jüngste ORF-Skandal könnte da ein Ansatzpunkt sein.
Die letzten Entwicklungen: Der amerikanische Kriegsminister Peter Hegseth, ein früherer Moderator beim rechten Fox News-Sender, sagte angesichts der kritischen Berichterstattung über den Iran-Krieg, er könne es kaum erwarten, bis der Trump-freundliche Oligarch David Ellison den Sender CNN übernimmt. Der besitzt auch den großen TV-Sender CBS und arbeitet fest daran, ihn auf Trump-Kurs zu bringen. Der Besitzer der Washington Post, Jeff Bezos, verfolgt einen konservativen Kurs.
Zuletzt drohte der von Trump eingesetzte Chef der US-Rundfunkbehörde, die TV-Sender könnten ihre Lizenzen verlieren, wenn sie weiter kritisch über den Iran-Krieg berichten.
Die traurige Affäre um den Rücktritt des ORF-Generaldirektors Roland Weißmann birgt die mittelfristige Möglichkeit, dass auch bei uns der kritische Journalismus entscheidend beeinträchtigt wird. Vorweg: Der ORF ist offenbar eine ziemliche Schlangengrube und er ist auch parteipolitisch beeinflusst. Trotzdem halten die dortigen Journalisten in den Nachrichtensendungen, den Diskussionsformaten und den Magazinen eine qualitätsvolle, maßvoll kritische Berichterstattung aufrecht.
Druck auf Qualitätsmedien
Die ORF-Affäre darf nicht zum Einfallstor für undemokratische Kräfte werden