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Debatten um "Remigration" und Reaktion auf Kickls "Ohrfeigen"-Geste
In der Nationalratssitzung am Donnerstag regten der Rechtsextremismusbericht des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes und Gewalt an Kindern auf
Die Gefahr des Rechtsextremismus für die heimische Demokratie führte am Donnerstag zu fast durchwegs emotionalen Redebeiträgen aller Fraktionen in der Nationalratssitzung. Anlass war der aktuelle Rechtsextremismusbericht des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes (DÖW), der im Jänner erschienen war. Die FPÖ wandte sich weniger dem Inhalt zu, also etwa den auf ein Rekordhoch gestiegenen rechtsextremen Straftaten oder der brüchigen Grenze zwischen rechtsextremen Gruppen und der eigenen Partei, sondern diffamierte erneut die Wissenschafterinnen und Wissenschafter des DÖW.
Ordnungsruf für Kickl
Doch die FPÖ blieb damit weitgehend alleine. Für den Begriff "Remigration" erhielt FPÖ-Chef Herbert Kickl am Donnerstag nicht nur einen Ordnungsruf von der Dritten Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ), sondern auch ÖVP-Klubobmann Ernst Gödl nannte das "Framing", das die FPÖ mit dem "illegalen Kampfbegriff" betreibe, eine "Grenzüberschreitung".
Der grüne Rechtsextremismussprecher Lukas Hammer brachte das, was "Remigration" im Sinne der Identitären Bewegung bedeute und was auch bei deren Kopf Martin Sellner nachzulesen sei, auf den Punkt: "Ethnische Homogenität durch Massendeportationen". Und diese Deportationen könnten auch Menschen mit österreichischem Pass treffen, denen man die Staatsbürgerschaft wegnehmen würde.
Die hörbar betroffene ehemalige grüne Abgeordnete Alma Zadić fragte in ihrem Redebeitrag: "Bedeutet das, dass auch Menschen wie ich abgeschoben werden sollten?" Zadić hatte den Bericht des DÖW als Justizministerin mit Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) in Auftrag gegeben. Sie wollte angesichts der brisanten Fakten, die im Bericht gesammelt, aber von der FPÖ nicht kommentiert wurden, wissen, ob für die FPÖ "ein Hitlergruß rechtsextrem ist". Sie wartete auf eine Antwort aus den blauen Reihen, bevor sie sagte: "Ein Ja wäre schon hilfreich gewesen."
www.derstandard.at
In der Nationalratssitzung am Donnerstag regten der Rechtsextremismusbericht des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes und Gewalt an Kindern auf
Die Gefahr des Rechtsextremismus für die heimische Demokratie führte am Donnerstag zu fast durchwegs emotionalen Redebeiträgen aller Fraktionen in der Nationalratssitzung. Anlass war der aktuelle Rechtsextremismusbericht des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes (DÖW), der im Jänner erschienen war. Die FPÖ wandte sich weniger dem Inhalt zu, also etwa den auf ein Rekordhoch gestiegenen rechtsextremen Straftaten oder der brüchigen Grenze zwischen rechtsextremen Gruppen und der eigenen Partei, sondern diffamierte erneut die Wissenschafterinnen und Wissenschafter des DÖW.
Ordnungsruf für Kickl
Doch die FPÖ blieb damit weitgehend alleine. Für den Begriff "Remigration" erhielt FPÖ-Chef Herbert Kickl am Donnerstag nicht nur einen Ordnungsruf von der Dritten Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ), sondern auch ÖVP-Klubobmann Ernst Gödl nannte das "Framing", das die FPÖ mit dem "illegalen Kampfbegriff" betreibe, eine "Grenzüberschreitung".
Der grüne Rechtsextremismussprecher Lukas Hammer brachte das, was "Remigration" im Sinne der Identitären Bewegung bedeute und was auch bei deren Kopf Martin Sellner nachzulesen sei, auf den Punkt: "Ethnische Homogenität durch Massendeportationen". Und diese Deportationen könnten auch Menschen mit österreichischem Pass treffen, denen man die Staatsbürgerschaft wegnehmen würde.
Die hörbar betroffene ehemalige grüne Abgeordnete Alma Zadić fragte in ihrem Redebeitrag: "Bedeutet das, dass auch Menschen wie ich abgeschoben werden sollten?" Zadić hatte den Bericht des DÖW als Justizministerin mit Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) in Auftrag gegeben. Sie wollte angesichts der brisanten Fakten, die im Bericht gesammelt, aber von der FPÖ nicht kommentiert wurden, wissen, ob für die FPÖ "ein Hitlergruß rechtsextrem ist". Sie wartete auf eine Antwort aus den blauen Reihen, bevor sie sagte: "Ein Ja wäre schon hilfreich gewesen."
Debatten um "Remigration" und Reaktion auf Kickls "Ohrfeigen"-Geste
In der Nationalratssitzung am Donnerstag regten der Rechtsextremismusbericht des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes und Gewalt an Kindern auf