In Österreich entstand ein revolutionäres Klimaprojekt, doch seit Jahren schlummert's
Vier Konzerne starteten das Unternehmen "C2PAT", das aus CO₂ eine Ressource machen wollte. Das Pionierprojekt gilt als wegweisend. Warum ist es noch nicht umgesetzt?
Die Idee ist bestechend: Ein Baustoffkonzern fängt das CO2 ein, das zwangsläufig entsteht, wenn er Zement herstellt. Ein Chemieunternehmen wandelt das Kohlendioxid mithilfe von Wasserstoff in Kohlenwasserstoff um. Aus diesem Rohstoff erzeugt ein Kunststoffproduzent Plastik. Landet dieses irgendwann im Müll, dient es wieder als Brennmaterial für die Herstellung von Zement. Und die Energie für den gesamten Prozess kommt aus grünen Quellen.
Was klingt wie eine Vision einer klimaneutralen Kreislaufwirtschaft, wäre fast schon verwirklicht worden. Nämlich in Österreich.
Das Projekt nennt sich "Carbon2ProductAustria", kurz C2PAT. Im Jahr 2020 hoben es vier Industrieriesen aus der Taufe: der Zementhersteller Holcim (damals noch unter dem Namen Lafarge bekannt), der Petrochemiekonzern OMV, der Kunststoffproduzent Borealis und das Energieunternehmen Verbund. Gemeinsam unterzeichnete das Quartett eine "Absichtserklärung für die Errichtung einer Anlage zur CO2-Abscheidung und -Nutzung im großindustriellen Maßstab bis 2030".
www.derstandard.at
Vier Konzerne starteten das Unternehmen "C2PAT", das aus CO₂ eine Ressource machen wollte. Das Pionierprojekt gilt als wegweisend. Warum ist es noch nicht umgesetzt?
Die Idee ist bestechend: Ein Baustoffkonzern fängt das CO2 ein, das zwangsläufig entsteht, wenn er Zement herstellt. Ein Chemieunternehmen wandelt das Kohlendioxid mithilfe von Wasserstoff in Kohlenwasserstoff um. Aus diesem Rohstoff erzeugt ein Kunststoffproduzent Plastik. Landet dieses irgendwann im Müll, dient es wieder als Brennmaterial für die Herstellung von Zement. Und die Energie für den gesamten Prozess kommt aus grünen Quellen.
Was klingt wie eine Vision einer klimaneutralen Kreislaufwirtschaft, wäre fast schon verwirklicht worden. Nämlich in Österreich.
Das Projekt nennt sich "Carbon2ProductAustria", kurz C2PAT. Im Jahr 2020 hoben es vier Industrieriesen aus der Taufe: der Zementhersteller Holcim (damals noch unter dem Namen Lafarge bekannt), der Petrochemiekonzern OMV, der Kunststoffproduzent Borealis und das Energieunternehmen Verbund. Gemeinsam unterzeichnete das Quartett eine "Absichtserklärung für die Errichtung einer Anlage zur CO2-Abscheidung und -Nutzung im großindustriellen Maßstab bis 2030".
In Österreich entstand ein revolutionäres Klimaprojekt, doch seit Jahren schlummert's
Vier Konzerne starteten das Unternehmen "C2PAT", das aus CO₂ eine Ressource machen wollte. Das Pionierprojekt gilt als wegweisend. Warum ist es noch nicht umgesetzt?