Dein Kommentar zeugt von einem stark verzerrten Bild von Migration und verkennt mehrere wichtige Zusammenhänge.Was für ein hanebüchener Unsinn von ihr, das gilt. vlt für Australien und Kanada weil sie Anforderungen an Migranten stellen. Für EU gilt das nicht, die angebliche "Verwundbarsten" werden sogar eingeflogen, und von "Qualifizierten" ist weit und breit kaum was zu sehen sonst hätte man längst die benötigten hunderttausende "Fachkräfte" an den Arbeitsplätzen und nicht im Bürgergeld.
Erstens: Australien und Kanada holen gezielt Fachkräfte, ja – aber sie haben auch klare humanitäre Verpflichtungen (z. B. zur Aufnahme Geflüchteter), genau wie die EU. Die EU unterscheidet – wie diese Länder auch – zwischen Asylsuchenden und Arbeitsmigranten. Dass dabei nicht alles reibungslos läuft, ist kein Beweis für "Unsinn", sondern für komplexe Herausforderungen.
Zweitens: Es ist einfach falsch zu behaupten, dass keine qualifizierten Migranten da wären. Laut Bundesagentur für Arbeit sind bereits heute über 40 % der Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit berufstätig, viele davon in systemrelevanten Berufen – Pflege, Bau, Transport, Gastronomie, Handwerk.
Drittens: Das Argument mit dem "Bürgergeld" ist eine pauschale und populistische Unterstellung, die zwei Probleme vermischt: die schleppende Anerkennung ausländischer Abschlüsse und strukturelle Hürden im deutschen Arbeitsmarkt. Diese betreffen übrigens auch viele Einheimische.
Wer, wie Lea Ypi, darauf hinweist, dass Migration nicht das Problem, sondern oft die Folge tiefer globaler Ungleichheiten ist, der ruft nicht zur offenen Tür ohne Regeln auf – sondern zu mehr Gerechtigkeit, Planung und Realitätssinn.
Kurz gesagt: Nicht Migration ist das Problem. Uninformierter Alarmismus und vor allem Hass auf Ausländer ist es.
