Wahl in Norwegen "wird die ganze Welt betreffen"
Norwegen stimmt am 8. September nicht nur über seine politische Zukunft ab. Was in Oslo entschieden wird, beeinflusst unmittelbar die Energiemärkte ganz Europas und darüber hinaus
Als Greta Thunberg Mitte August in Norwegen vor einer Ölraffinerie in Mongstad protestierte, brachte sie die Brisanz der norwegischen Wahl am 8. September auf den Punkt: "Diese Wahl wird die ganze Welt betreffen." Denn wenn die Norwegerinnen und Norweger wählen, geht es nicht nur um die künftige Regierung in Oslo – sondern auch um Europas Energieversorgung, um Milliardeninvestitionen in Öl und Gas und um die Glaubwürdigkeit des Landes im Kampf gegen die Klimakrise.
Seit Russland nach seinem Angriff auf die Ukraine 2022 als Energielieferant für die EU wegfiel, ist Norwegen an die erste Stelle aufgerückt. Über 33 Prozent des in der EU verbrauchten Erdgases stammen inzwischen von dort, und das Land spielt somit einen entscheidenden Part in der Stabilität europäischer Stromnetze und Industrieproduktion. Es ist klar: Ohne Norwegen wird die geplante Abkehr von russischem Gas bis 2027 schwierig.
Bisher investieren norwegische Unternehmen 2025 rund zwei Milliarden Euro in neue Öl- und Gasprojekte. Das ist die höchste Summe seit einem Jahrzehnt. Öl und Gas machen mehr als die Hälfte des norwegischen Exportguts aus und füllen den Staatsfonds, der mittlerweile fast zwei Billionen Euro umfasst – das größte Vermögen seiner Art weltweit. Doch die Kehrseite ist offensichtlich: Ein Viertel der norwegischen Treibhausgasemissionen stammt aus dieser Branche. Zwar hat sich die Industrie verpflichtet, ihre Emissionen bis 2030 gegenüber 2005 um 50 Prozent zu senken, doch jede neue Förderung heizt die Klimakrise an.
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Norwegen stimmt am 8. September nicht nur über seine politische Zukunft ab. Was in Oslo entschieden wird, beeinflusst unmittelbar die Energiemärkte ganz Europas und darüber hinaus
Als Greta Thunberg Mitte August in Norwegen vor einer Ölraffinerie in Mongstad protestierte, brachte sie die Brisanz der norwegischen Wahl am 8. September auf den Punkt: "Diese Wahl wird die ganze Welt betreffen." Denn wenn die Norwegerinnen und Norweger wählen, geht es nicht nur um die künftige Regierung in Oslo – sondern auch um Europas Energieversorgung, um Milliardeninvestitionen in Öl und Gas und um die Glaubwürdigkeit des Landes im Kampf gegen die Klimakrise.
Seit Russland nach seinem Angriff auf die Ukraine 2022 als Energielieferant für die EU wegfiel, ist Norwegen an die erste Stelle aufgerückt. Über 33 Prozent des in der EU verbrauchten Erdgases stammen inzwischen von dort, und das Land spielt somit einen entscheidenden Part in der Stabilität europäischer Stromnetze und Industrieproduktion. Es ist klar: Ohne Norwegen wird die geplante Abkehr von russischem Gas bis 2027 schwierig.
Bisher investieren norwegische Unternehmen 2025 rund zwei Milliarden Euro in neue Öl- und Gasprojekte. Das ist die höchste Summe seit einem Jahrzehnt. Öl und Gas machen mehr als die Hälfte des norwegischen Exportguts aus und füllen den Staatsfonds, der mittlerweile fast zwei Billionen Euro umfasst – das größte Vermögen seiner Art weltweit. Doch die Kehrseite ist offensichtlich: Ein Viertel der norwegischen Treibhausgasemissionen stammt aus dieser Branche. Zwar hat sich die Industrie verpflichtet, ihre Emissionen bis 2030 gegenüber 2005 um 50 Prozent zu senken, doch jede neue Förderung heizt die Klimakrise an.
Wahl in Norwegen "wird die ganze Welt betreffen"
Norwegen stimmt am 8. September nicht nur über seine politische Zukunft ab. Was in Oslo entschieden wird, beeinflusst unmittelbar die Energiemärkte ganz Europas und darüber hinaus