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US-News

Sturmwarnung aus Washington – Wie Trumps Leute Amerikas Wetter zerstören wollen und Project 2025 die Anleitung gibt
Was ist gefährlicher – ein Hurrikan über dem Golf von Mexiko oder ein Strategiedokument aus dem Weißen Haus? Wenn es nach den Planern des „2025 Presidential Transition Project“ geht, dann lautet die Antwort: der Staat selbst. Genauer gesagt: die NOAA – jene Bundesbehörde, die seit Jahrzehnten für Wetterwarnungen, Satellitendaten, Klimaforschung, Hurrikanprognosen und Fischereischutz zuständig ist. Sie soll zerschlagen werden. Und mit ihr die Vorstellung, dass öffentliche Sicherheit ein öffentliches Gut sei.

In nüchternem Technokratensprech versteckt sich ein ideologisches Erdbeben. Die NOAA, so heißt es in dem Strategiepapier, sei zu einem „Haupttreiber der Klima-Alarmismus-Industrie“ geworden – eine gefährliche Macht, die mit ihrer Fixierung auf Vorhersage und Risikomanagement den amerikanischen Wohlstand untergrabe. Man müsse sich endlich von der „fatalen Hybris befreien, das Unplanbare planen zu wollen“. Die Konsequenz: Die NOAA sei zwar nicht nutzlos, aber korrumpiert durch ihre eigene Struktur. Sie müsse „zerschlagen und verkleinert“ werden. Was hier klingt wie ein bürokratischer Umbau, ist in Wahrheit eine fundamentale Abkehr vom Prinzip öffentlicher Daseinsvorsorge. Betroffen ist vor allem der National Weather Service (NWS) – der Dienst, der Tornadowarnungen verschickt, Flutrisiken bewertet und Millionen Menschenleben durch präzise Prognosen geschützt hat. Der NWS, so das Papier, solle sich künftig auf das Sammeln von Rohdaten beschränken – die eigentliche Vorhersage sollen private Firmen übernehmen, allen voran AccuWeather. Die Argumentation ist durchsichtig: Private Anbieter seien günstiger, flexibler, zuverlässiger. Und weil viele Radiostationen und Hochschulen ihre Wetterinformationen ohnehin von Firmen wie AccuWeather bezögen, könne der Staat sich aus der Vorhersage weitgehend zurückziehen. Der NWS solle „seine Prognoseleistungen vollständig privatisieren“, heißt es. Was dabei verschwiegen wird: Viele dieser Firmen beziehen ihre Rohdaten bis heute kostenlos vom NWS – und verkaufen sie mit Gewinn an Konsumenten, Medien und Versicherungen weiter. Die Vorstellung, dass ein kommerzieller Wettermarkt effizienter und objektiver sei als ein staatlich finanzierter, ist nicht nur ökonomisch zweifelhaft – sie ist gefährlich. Denn Warnsysteme, die von Zahlungsfähigkeit abhängig sind, retten keine Leben. Sie erzeugen Informationsungleichheit. Und sie überlassen die Interpretation von Daten jenen Akteuren, die nicht der Öffentlichkeit verpflichtet sind, sondern den Quartalszahlen ihrer Investoren.

 
Guadalupe in Tränen – Die tödlichste Flutkatastrophe in Texas seit Jahrzehnten erschüttert ein ganzes Land – Mittlerweile fast 70 Tote
Es war noch vor Sonnenaufgang, als der Himmel über dem texanischen Hill Country aufriss – nicht mit Licht, sondern mit Wasser. Innerhalb von 45 Minuten stieg der Guadalupe River um acht Meter. Bäche wurden zu Strömen, Straßen zu Flüssen, Sommerlager zu Fallen. Was am 4. Juli mit leisem Donnergrollen begann, hat sich in das Gedächtnis der USA eingebrannt: Mindestens 67 Tote, darunter 21 Kinder. Elf Mädchen aus dem christlichen Camp Mystic werden weiterhin vermisst. Kerr County, bekannt für seine historischen Sommerlager, wurde zum Epizentrum einer Naturgewalt, deren Folgen nicht allein dem Wetter geschuldet sind. Sheriff Larry Leitha, der selbst in Gummistiefeln durch Schlamm und Trümmer watet, spricht von einer Suche, „die erst endet, wenn alle gefunden sind“. Und jeder neue Fund ist kein Erfolg, sondern eine Tragödie. Der Tod ist unter Baumwurzeln vergraben, in Autowracks eingeschlossen, im Flussbett gefangen – begleitet von einem Geruch nach Diesel, feuchter Erde und Verzweiflung. An den Ufern des Camp Mystic stehen Mütter, Väter, Geschwister – stumm, tastend, weinend. Einige durften das Gelände betreten, um nach Anzeichen zu suchen. Ein nasser Schlafsack, ein zerrissener Teddybär, ein Name auf einem Notizbuch. Eine Frau und ein Mädchen umarmen sich vor einer halb eingestürzten Hütte, Tränen laufen über schlammverschmierte Wangen. Im Hintergrund arbeiten Bagger an umgestürzten Baumstämmen. Ein Sturm zieht erneut auf, grollt über ein Gelände, das gestern noch voller Lachen war.

Die Behörden stehen unter Druck. Wie konnte es so weit kommen? Die Region ist als „Flash Flood Alley“ bekannt, Überflutungen sind keine Seltenheit. Und doch schien man auf das Unvermeidliche überhaupt nicht vorbereitet. Dann folgten in der Nacht seltene Flash Flood Emergencies, keine Warnungen für akute Lebensgefahr. Einige Camps wie Mo-Ranch reagierten rasch, verlegten Kinder auf höheres Gelände. Andere blieben – vielleicht zu lange – im gewohnten Trott. Und das Wasser kam nicht wie ein Schauer, sondern wie ein Abrisskommando. Anwohner berichten von Szenen, wie man sie sonst aus Katastrophenfilmen kennt. Menschen, die auf Dächer flohen. Kinder, die sich an Seile klammerten, während das Wasser ihnen bis zu den Hüften reichte. Retter, die mit Helikoptern, Booten und Drohnen unterwegs waren, um Eingeschlossene zu bergen. Über 850 Menschen konnten in den ersten 36 Stunden gerettet werden. Doch für viele kam jede Hilfe zu spät. Auch in der Politik wächst das Unbehagen. Gouverneur Greg Abbott erklärte den Sonntag zum Gebetstag, bat um Beistand für die Angehörigen, für die Einsatzkräfte, für ein ganzes Land im Ausnahmezustand. Aus Rom meldete sich Papst Leo XIV, der erste amerikanische Pontifex, in englischer Sprache. Er sprach von „den Töchtern, die im Sommerlager starben“, und sandte den Hinterbliebenen Trost inmitten des Unglaublichen.

 
Schwarz auf Weiß – Wie ein Präsident ohne Gewissen den Opfern die Tür vor der Nase zuschlägt
Es gibt amtliche Schreiben, die Trost spenden. Andere zeigen Haltung, Verantwortung, Mitgefühl. Und dann gibt es jenes eine Dokument aus dem Weißen Haus vom 6. Juli 2025 – unterschrieben von Donald J. Trump, ergänzt durch eine handschriftliche Notiz, die an Zynismus kaum zu überbieten ist. Ein Schreiben, das weder Menschlichkeit noch Größe zeigt, sondern Kälte in Paragraphen kleidet – und den Schmerz ganzer Gemeinden auf Prozentzahlen reduziert. Dutzende Kinder sind tot. Ertrunken in den Fluten des Guadalupe River, nachdem die Wassermassen über das christliche Sommercamp Mystic hereinbrachen – unaufhaltsam, unvorhergesehen, tödlich. Die Wetterwarnungen kamen zu spät, weil das dafür zuständige Büro in Austin/San Antonio seit Monaten unterbesetzt ist. Und unterbesetzt ist es, weil Donald Trumps Regierung genau dort den Rotstift angesetzt hat. Am Personal. An der Technik. Am Schutz. Als das Wasser kam, kam aus Washington kein Mitgefühl. Sondern ein Brief.

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Donald Trump erklärt den Notstand – formal, trocken, bürokratisch. Er genehmigt Hilfen – aber begrenzt sie. Texas bzw. die Betroffenen müssen 25 % der Kosten selbst tragen. Für viele lokale Verwaltungen, Kirchengemeinden, Camps oder Familien kann das untragbar sein. Normalerweise kann der Präsident nach § 502(f) Stafford Act auf Antrag eines Bundesstaats eine 100 %-Finanzierung bewilligen – besonders bei Katastrophen mit vielen Todesopfern oder massiver Zerstörung. Trump tut das hier ausdrücklich nicht. Und damit nicht genug: Das Schreiben enthält keinerlei Zusage über beschleunigte Auszahlung, mobile Notunterkünfte, medizinische Nothilfe, psychologische Betreuung oder Sondermittel für Kinder und Familien. Kein Wort über unmittelbare Soforthilfe, über psychologische Begleitung für traumatisierte Überlebende, über konkrete Maßnahmen zum Schutz vor weiteren Gefahren. Das ist bei einem Desaster mit dutzenden toten Kindern mindestens unangemessen.

 

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Indizierung in den USA
Der Klub der verbotenen Bücher
In den USA werden Kinder- und Jugendbücher aus Schulen entfernt, oder der Zugang zu ihnen wird eingeschränkt. Was hinter diesen Maßnahmen steckt und wie eine der größten Bibliotheken des Landes reagiert.
Auf dem Einband ist ein Junge mit einem Pinsel zu sehen, sein Shirt ist weiß-rosa gestreift. Das Buch heißt »Pink Is for Boys« und will zeigen, dass Farben für alle da sind, unabhängig vom Geschlecht. Dieses Buch wurde aus Bibliotheken in zwei Schulbezirken entfernt. Eltern hatten sich beschwert, dass es Kinder verwirren könnte, weil es traditionelle Rollen von Männern und Frauen infrage stellt.

In den USA werden immer mehr Kinder- und Jugendbücher aus Schulen verbannt. Sie stehen im schlimmsten Fall nicht mehr in den Schulbibliotheken, dürfen nicht ausgeliehen und im Unterricht nicht mehr gelesen werden. Der amerikanische Autorenverband PEN America sammelt solche Fälle und führt eine Liste aller betroffenen Bücher. Im Schuljahr 2023/2024 wurden darauf 4231 Titel verzeichnet – so viele wie noch nie seit Beginn der Zählung.

Auffällig ist: Ein Großteil dieser Werke stammt entweder von Autorinnen und Autoren, die Minderheiten angehören, oder sie erzählen Geschichten über Menschen, die in den USA nicht zur weißen Mehrheitsgesellschaft gehören – Einwanderer, gleichgeschlechtliche Paare, Kinder aus Regenbogenfamilien.

 
„Trump gewann McCook, Nebraska, mit mehr als 50 Punkten. Dafür bekommen sie das Privileg, dass das erste ländliche Krankenhaus in ihrer Stadt aufgrund von Budgetkürzungen geschlossen wird. Glückwünsche, MAGA. 4.7.2025“

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Wenn man glaubt, dümmer und ekelhafter geht nimmer, kommt eine Don Tasco Liebhabern um die Ecke um den beschissensten, rassistischsten, korruptesten Präsidenten den die USA je hatte, zur Seite zu stehen. Einfach MAGA einfach kolossal Menschenverachtend und sehr, sehr LOW-IQ
Fake, Flut, Fanatismus – Wie eine MAGA-Kandidatin den Tod von Kindern zur Wetterverschwörung erklärte
Es sind Bilder, die sich in die kollektive Erinnerung brennen. Ein Mädchen, durchnässt und zitternd, klammert sich an den Ast einer Kiefer. Unter ihr: die reißenden Wasser des Guadalupe River, grau, wild, mitleidlos. Es ist der 5. Juli 2025, Hill Country, Texas. Die Flut hat Camp Mystic erreicht – ein christliches Ferienlager für Mädchen. Am Ende des Tages wird man fast 70 Tote zählen, darunter zahlreiche Kinder. Und es ist der Tag, an dem eine republikanische Kongresskandidatin aus Georgia erklärt: Gefälschtes Wetter. Gefälschte Hurrikane. Gefälschte Überschwemmungen. Gefälscht. Gefälscht. Gefälscht.

Die Frau, die das schreibt, heißt Kandiss Taylor. Sie bewirbt sich um ein Mandat im Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten. Ihre Biografie auf der Plattform X (früher Twitter) lautet: Christin. Georgianerin. Unterstützerin von Trump. Jesus, Waffen und Babys. Ihr politisches Markenzeichen: Grenzüberschreitungen mit göttlichem Pathos. Doch diesmal überschreitet sie nicht nur eine Linie – sie löscht sie aus. Während in Texas die Leichen geborgen, Vermisste gesucht und Überlebende aus Bäumen gerettet werden, streut sie eine der geschmacklosesten Verschwörungstheorien des Jahres. Gefälschtes Wetter. Echter Schaden, schreibt sie in einem weiteren Beitrag – garniert mit einem dramatisch inszenierten Sturm-Foto. Und sie doppelt nach: Es gehe nicht um Klimawandel, sondern um Wolkenimpfung, Geoengineering – also technologische Eingriffe in Wetterabläufe – und um bewusste Manipulation. Wenn gefälschtes Wetter zu echten Toten führe, so Taylor, sei das Mord. Was sie da verbreitet, ist keine unbeholfene Meinung – es ist kalkulierter Irrsinn im Modus des Vorwahlkampfs.


:maga:
 
Frage Sie Frau Eva:
Das Trumpelstielzchen will eingebürgerten Amerikanern die Staatsbürgerschaft entziehen, wenn sie straffällig geworden sind oder eine „Gefahr darstellen.“ Das Memorandum vom 11. Juni ist absichtlich und typisch autokratisch vage gehalten, sodass die Vorschrift de facto jeden Sachverhalt erfassen kann. Wer das Trumpeltier kritisiert, kann eine Gefahr für den Staat darstellen. Dem erfolgreichen linken New Yorker Bürgermeisterkandidaten Mandami, er ist eingebürgert, hat Trump bereits mit Deportation gedroht, ebenso geschah es seinem ,,Ex-Buddy" Elon Musk. Jetzt müssen auch eingebürgerte Dissidenten wie Gary Kasparov oder Masha Gessen fürchten, auf Anfrage von Autokraten an diese ausgeliefert zu werden. Putin hatte bereits des Öfteren die Auslieferung von Bill Browder gefordert, er ist zwar kein US-Staatsbürger mehr, aber er ist ein vehementer Putin-Kritiker und ,,MagnitskyAct" Initiator. Das Trumpelstielzchen bezeichnete in Helsinki, die Auslieferung an totalitäre Regime als tolle Idee.
Leni Rastlos wartet nur darauf, dass Trump das im 14. Zusatzartikel der US-Verfassung verankerte Geburtsortsprinzip, dass er abschaffen will und das gegenwärtig vor Gericht anhängig ist, rückwirkend geltend macht. Sodass er Menschen, die z.B. vor 50 Jahren von illegal eingewanderten Eltern in den USA geboren wurden, rückwirkend die Staatsbürgerschaft entziehen kann. Allerdings hat Trump dann auch familiäre Anforderungen, darüber berichten wir noch.
Das Praktische von all diesen Deportationen ist, dass diese Menschen ihr Leben lang in die gesetzliche Renten- und Krankenversicherung eingezahlt haben. Werden Millionen von ihnen deportiert, ist das noch mehr Geld in die Trumpsche Kasse, was man dann nach oben zu den Reichen umverteilen könnte. Schon vor Monaten konnte man auf rechten Blogs lesen, wie sich ,,echte" Amerikaner auf die Massendeportationen der ,,Illegalen" freuten, weil sie hofften, dann billig deren Häuser kaufen zu können. Steven Miller (Heimatschutzberater) arbeitet gegenwärtig aktiv an der Errichtung einer Remigrationsbehörde, die die Massendeportationen handhaben soll. Dabei zieht die ICE Deportationstruppe durch amerikanische Städte um ,,illegale Menschen" zu verhaften und Auszuweisen. Es gibt keine Regeln, oder Identifizierung der ,,ICE Beamten", mich erinnert so etwas stark an dunkle deutsche Zeiten. Die United States Immigration and Customs Enforcement ist die größte Polizei- und Zollbehörde des Ministeriums für innere Sicherheit der USA mit Sitz in Washington, D.C. Sie wurde 2003 infolge der Terroranschläge am 11. September gegründet.

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Beten gegen Naturkatastrophen
Sind die Trump-Kürzungen bei Staatsangestellten mitschuld an den Opfern der Flutkatastrophe in Texas?

Eine Tragödie, die so furchtbar ist, dass sie auch aus der Ferne kaum zu ertragen ist: Da schicken hunderte amerikanische Eltern ihre zehn- bis zwölfjährigen Kinder, konkret ihre Töchter, in ein Sommercamp an einem texanischen Fluss – und dann kommt eine Sturzflut. Etliche Tote – und elf Mädchen (von rund 750) sind seit Tagen vermisst. Kaum Chancen, dass man sie irgendwo noch lebend wiederfindet.

Und jetzt kommen langsam die Hintergründe ans Tageslicht. Das "Camp Mystic" existiert seit 100 Jahren am Guadalupe River. Das Camp hat einen traditionellen konservativen Hintergrund, da sind Behörden in konservativ regierten Staaten wie Texas oft nicht so streng. Die Gegend dort heißt wegen der häufigen Überschwemmungen Flash Flood Alley (Sturzflut Allee). Man hatte schon ein modernes Warnsystem überlegt – aber die lokalen Steuerzahler wollten das nicht.

Aber auch auf Bundesebene stellen sich Fragen. Donald Trump hat auch den National Weatherservice zusammensparen lassen, die Bundesbehörde für Katastrophenschutz (FEMA) will er überhaupt killen.

Die Unterbesetzung sei schuld daran, dass an sich gegebene Flutwarnungen mitten in der Nacht die lokalen Behörden nicht erreicht hätten, wird nun kritisiert. Es fehle an Personal, um sich mit den Leuten vor Ort real zu koordinieren. Was sagt Trumps Home-Security-Ministerin Kristi Noem dazu? "We pray."

Ist ja auch billiger. (Hans Rauscher, 7.7.2025)

 
„Wir hatten fünf Minuten“ – Wie die Reste von Tropensturm Chantal North Carolina unter Wasser setzten
Es war ein Sturm, der seinen Namen längst verloren hatte – und dennoch ein Leben nahm. In den frühen Morgenstunden des Montags verwandelten die Überreste von Tropensturm Chantal Teile von North Carolina in eine Notstandslandschaft. Binnen weniger Stunden fielen bis zu 20 Zentimeter Regen, ganze Ortschaften standen unter Wasser, Menschen flohen vor der Flut. Eine 83-jährige Frau in Pittsboro ertrank, als ihr Auto auf einer ländlichen Straße von den Fluten mitgerissen wurde. Ihre Leiche wurde in einem überfluteten Fahrzeug 30 Meter von der Straße entfernt entdeckt.

 
„Ein Park, ein Präsident, eine Drohung“ – Trumps Truppen in Los Angeles, sein Schweigen in Texas
Es sind Bilder, wie man sie sonst aus Krisenregionen kennt: Humvees zwischen Palmen, bewaffnete Soldaten am Rande eines Sees, ein Amphitheater, das mehr an eine Kommandostelle erinnert als an ein Ort für Sommerkonzerte. In MacArthur Park, Los Angeles, hat die Normalität heute Pause. Etwa 90 Soldaten der kalifornischen Nationalgarde – bewaffnet, uniformiert, unterstützt von 17 Militärfahrzeugen und zwei Sanitätswagen – sichern dort eine Großrazzia der US-Einwanderungsbehörde ab. Präsident Donald Trump hat den Befehl dazu gegeben. Es ist die sichtbarste Eskalationsstufe seiner Deportationspolitik – und der deutlichste Bruch mit demokratischer Gepflogenheit, das Militär nicht gegen die eigene Bevölkerung einzusetzen. Offiziell, so heißt es aus dem Verteidigungsministerium, handle es sich nicht um eine militärische Operation. Und doch wirkt es wie eine. Kein Präsident vor Trump hat je so offen militärische Mittel zur innenpolitischen Abschreckung eingesetzt. Seit Juni befinden sich über 4.000 Mitglieder der Nationalgarde und hunderte US-Marines auf Geheiß Trumps in Los Angeles – gegen den erklärten Willen von Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom. Schon vergangene Woche wurde angekündigt, dass 200 Soldaten für Waldbrände abgezogen würden. Doch am heutigen Montag rückte der Fokus auf MacArthur Park: ein Stadtviertel mit hohem Migrantenanteil, voller spanischer und zentralamerikanischer Kultur, in dem viele Familien mit undokumentiertem Status leben. Die Stadt nennt es „Ellis Island der Westküste“ – für Trump ist es ein Symbol jener Realität, die er ausmerzen will. Los Angeles gleicht keiner normalen Stadt mehr. Vielmehr erinnert es an utopische Vorstellungen einer besetzten Stadt.

 
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