
Ein Geschäft mit der Angst – Wie Trump mit Waffen, Zöllen und Drohungen seine Weltordnung zementieren will und Europa richtig alt ausschaut
Es war nur ein Satz, aber einer, der alles sagt über das neue geopolitische Denken in Washington unter Donald Trump: „Wir schicken Waffen an die NATO, und NATO zahlt dafür, zu hundert Prozent.“ Mit dieser Formulierung umging der Präsident jede Debatte über direkte Militärhilfe an die Ukraine – und machte zugleich deutlich, dass sein Amerika nur noch als Händler, nicht mehr als Schutzmacht auftritt. Die Waffen, so Trump weiter, gingen nicht mehr direkt an Kiew, sondern an die NATO-Staaten, die sie dann selbst an die Ukraine weitergäben – als bloße Wiederverkäufer. Für viele Beobachter ist das nicht nur ein bürokratischer Trick, sondern Ausdruck einer neuen Haltung: Wer gegen Russland kämpfen will, soll gefälligst selbst zahlen. Europa komplett versagt hat. OK, man spricht über den Wiederaufbau der Ukraine, aber „Hallooooo“, Mädels und Jungs aus der großen Politik: „Die Ukraine wird täglich zerbombt, vielleicht mitbekommen.“ Aber die Häppchen in Rom waren bestimmt lecker. Aus sehr verlässlichen Quellen wissen wir, Trump verkauft zu Höchstpreisen, und ja, irgendwie muss man doch „Zölle“ eintreiben. Der US-Außenminister Marco Rubio, ein enger Vertrauter Trumps, präzisierte das Vorgehen am Freitag bei einem Besuch in Kuala Lumpur. Einige der Waffen, die die Ukraine dringend benötige, befänden sich bereits bei NATO-Verbündeten in Europa. Diese könnten nun schnell weitergeleitet werden – und im Gegenzug bei den amerikanischen Herstellern Ersatz kaufen. „Es ist deutlich schneller, etwas von Deutschland in die Ukraine zu bringen als aus einer Fabrik in den USA“, sagte Rubio. Lassen sie uns alle denken: „Also der Weg von der USA in die Ukraine ist länger, als der Weg USA nach Deutschland, und dann von Deutschland in die Ukraine? Spitzen Witz. Ok, hoffen wir nur, die Deutsche Bahn wird nicht involviert, dann wird es richtig uncool und ein Ukraineticket gibt es noch nicht.“ Die Logik dahinter ist nicht neu, aber in ihrer Entschlossenheit radikalisiert: Die USA liefern nicht mehr aus Solidarität, sondern gegen Vorkasse – und lassen die Verantwortung für Putins Zurückdrängung bei den Europäern.
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Es war nur ein Satz, aber einer, der alles sagt über das neue geopolitische Denken in Washington unter Donald Trump: „Wir schicken Waffen an die NATO, und NATO zahlt dafür, zu hundert Prozent.“ Mit dieser Formulierung umging der Präsident jede Debatte über direkte Militärhilfe an die Ukraine – und machte zugleich deutlich, dass sein Amerika nur noch als Händler, nicht mehr als Schutzmacht auftritt. Die Waffen, so Trump weiter, gingen nicht mehr direkt an Kiew, sondern an die NATO-Staaten, die sie dann selbst an die Ukraine weitergäben – als bloße Wiederverkäufer. Für viele Beobachter ist das nicht nur ein bürokratischer Trick, sondern Ausdruck einer neuen Haltung: Wer gegen Russland kämpfen will, soll gefälligst selbst zahlen. Europa komplett versagt hat. OK, man spricht über den Wiederaufbau der Ukraine, aber „Hallooooo“, Mädels und Jungs aus der großen Politik: „Die Ukraine wird täglich zerbombt, vielleicht mitbekommen.“ Aber die Häppchen in Rom waren bestimmt lecker. Aus sehr verlässlichen Quellen wissen wir, Trump verkauft zu Höchstpreisen, und ja, irgendwie muss man doch „Zölle“ eintreiben. Der US-Außenminister Marco Rubio, ein enger Vertrauter Trumps, präzisierte das Vorgehen am Freitag bei einem Besuch in Kuala Lumpur. Einige der Waffen, die die Ukraine dringend benötige, befänden sich bereits bei NATO-Verbündeten in Europa. Diese könnten nun schnell weitergeleitet werden – und im Gegenzug bei den amerikanischen Herstellern Ersatz kaufen. „Es ist deutlich schneller, etwas von Deutschland in die Ukraine zu bringen als aus einer Fabrik in den USA“, sagte Rubio. Lassen sie uns alle denken: „Also der Weg von der USA in die Ukraine ist länger, als der Weg USA nach Deutschland, und dann von Deutschland in die Ukraine? Spitzen Witz. Ok, hoffen wir nur, die Deutsche Bahn wird nicht involviert, dann wird es richtig uncool und ein Ukraineticket gibt es noch nicht.“ Die Logik dahinter ist nicht neu, aber in ihrer Entschlossenheit radikalisiert: Die USA liefern nicht mehr aus Solidarität, sondern gegen Vorkasse – und lassen die Verantwortung für Putins Zurückdrängung bei den Europäern.

Ein Geschäft mit der Angst – Wie Trump mit Waffen, Zöllen und Drohungen seine Weltordnung zementieren will und Europa richtig alt ausschaut
Es war nur ein Satz, aber einer, der alles sagt über das neue geopolitische Denken in Washington unter Donald Trump: „Wir schicken Waffen an die NATO, und NATO zahlt dafür, zu hundert Prozent.“ Mit dieser Formulierung umging der Präsident jede Debatte über direkte Militärhilfe an die Ukraine –...
