Der amerikanische Papst wird Trump nicht lange Freude machen
Robert Francis Prevost ist mehr Lateinamerikaner als US-Amerikaner und steht mit seinen Überzeugungen im Konflikt mit der US-Regierung. Wie laut er in seinem Amt auftreten wird, ist offen
Es klang fast wie das stolze "Wir sind Papst" der Deutschen, als Joseph Ratzinger 2005 zum Papst gewählt wurde. "Was für eine Aufregung und Ehre für unser Land", schrieb US-Präsident Donald Trump nach der überraschenden Kür seines Landsmanns Robert Francis Prevost zum neuen Oberhaupt der katholischen Kirche.
Aber noch schneller als bei Deutschen, denen Papst Benedikt XVI. zu konservativ war, wird sich im Weißen Haus und bei vielen US-amerikanischen Katholiken Ernüchterung über Leo XIV. einstellen. Denn der neue Papst ist kein typischer Vertreter der US-Kirche, die in den vergangenen Jahrzehnten nach rechts gerückt ist. Er mag zwar in Chicago geboren sein, aber hat zumeist in Südamerika gewirkt. Den US-Pass hat er durch Geburt erworben, für die peruanische Staatsbürgerschaft hat er sich entschieden.
Dieser Papst ist in erster Linie ein Lateinamerikaner im Geiste seines Vorgängers Franziskus – und ein Weltbürger aus dem immer schon grenzüberschreitenden Augustinerorden. Das dürfte für seine Wahl bedeutsamer gewesen sein als die Frage, ob es klug oder nicht klug sei, wenn ein US-Amerikaner das höchste Amt der Kirche erklimmt.
Kritik an US-Politik
www.derstandard.at
Robert Francis Prevost ist mehr Lateinamerikaner als US-Amerikaner und steht mit seinen Überzeugungen im Konflikt mit der US-Regierung. Wie laut er in seinem Amt auftreten wird, ist offen
Es klang fast wie das stolze "Wir sind Papst" der Deutschen, als Joseph Ratzinger 2005 zum Papst gewählt wurde. "Was für eine Aufregung und Ehre für unser Land", schrieb US-Präsident Donald Trump nach der überraschenden Kür seines Landsmanns Robert Francis Prevost zum neuen Oberhaupt der katholischen Kirche.
Aber noch schneller als bei Deutschen, denen Papst Benedikt XVI. zu konservativ war, wird sich im Weißen Haus und bei vielen US-amerikanischen Katholiken Ernüchterung über Leo XIV. einstellen. Denn der neue Papst ist kein typischer Vertreter der US-Kirche, die in den vergangenen Jahrzehnten nach rechts gerückt ist. Er mag zwar in Chicago geboren sein, aber hat zumeist in Südamerika gewirkt. Den US-Pass hat er durch Geburt erworben, für die peruanische Staatsbürgerschaft hat er sich entschieden.
Dieser Papst ist in erster Linie ein Lateinamerikaner im Geiste seines Vorgängers Franziskus – und ein Weltbürger aus dem immer schon grenzüberschreitenden Augustinerorden. Das dürfte für seine Wahl bedeutsamer gewesen sein als die Frage, ob es klug oder nicht klug sei, wenn ein US-Amerikaner das höchste Amt der Kirche erklimmt.
Kritik an US-Politik
Der amerikanische Papst wird Trump nicht lange Freude machen
Robert Francis Prevost ist mehr Lateinamerikaner als US-Amerikaner und steht mit seinen Überzeugungen im Konflikt mit der US-Regierung. Wie laut er in seinem Amt auftreten wird, ist offen

