Aktuelles
  • Herzlich Willkommen im Balkanforum
    Sind Sie neu hier? Dann werden Sie Mitglied in unserer Community.
    Bitte hier registrieren

US-News

Sie reden von Monstern – und sperren Familien ein. Die Lügen des Donald Trump
Donald Trump nennt sie „die Schlimmsten der Schlimmen“. Er spricht von Vergewaltigern, Mördern, Kinderschändern – als hätte sich in den letzten Jahren eine Armee des Bösen über die Grenze geschlichen, angeführt von Gangbossen und Teufeln in Menschengestalt. Was folgt, ist eine Sprachgewalt, die Angst macht. Und eine Politik, die nicht schützt – sondern zerstört. Denn während Trump auf der Bühne von Monstern redet, zeigt die Realität ein ganz anderes Bild. ICE, die Einwanderungsbehörde der Vereinigten Staaten, verhaftet und internierte in den letzten Monaten zehntausende Menschen. Menschen ohne Waffen, ohne Vorstrafen, ohne Verbrechen. Menschen, die niemandem etwas getan haben. Ende Juni saßen über 57.000 Personen in ICE-Haft. Mehr als 40.000 von ihnen hatten keine einzige strafrechtliche Verurteilung. Über 16.500 wurden festgehalten, ohne dass überhaupt ein Verfahren gegen sie anhängig war. Und selbst von denen, die etwas verbrochen haben sollen, hatte nur ein winziger Bruchteil – 161 – ein Gewaltverbrechen begangen. Die meisten wurden wegen Kleinigkeiten verhaftet – wegen unbezahlter Strafzettel, wegen fehlender Aufenthaltsdokumente, wegen Ordnungswidrigkeiten. In Trumps Erzählung kommen sie, um zu töten. In Wirklichkeit kamen sie, um zu leben. Dazu kommen noch frei erfundene Geschichten wie die von Henrry Josue Villatoro Santos, der als hochrangiges Mitglied von MS-13 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Wir hatten uns damals dem Fall angenommen und konnten erreichen, dass er heute mittlerweile wieder entlassen ist. Siehe: https://kaizen-blog.org/der-schattenmann-the-shadow-man/ und https://kaizen-blog.org/ein-kleiner-sieg/

 
US-Senator deutet möglichen Wechsel im Russland-Kurs an
Der republikanische US-Senator Lindsey Graham hat einen möglichen Kurswechsel der USA in der Russland-Politik angedeutet.

„Ein Wendepunkt in Bezug auf Russlands Invasion in der Ukraine steht bevor“, sagte er dem US-Fernsehsender CBS gestern. Seit Monaten habe US-Präsident Donald Trump versucht, Kreml-Chef Wladimir Putin an den Verhandlungstisch zu bringen. „Er hat die Tür in Bezug auf Russland offen gehalten – diese Tür ist dabei, sich zu schließen“, sagte Graham weiter.

„Vorschlaghammer“
Der Senator verwies auf Unterstützung aus dem Senat für Sanktionen gegen Russland und andere Staaten, die russische Produkte kaufen und damit „Putins Kriegsmaschine“ unterstützten: „China, Indien und Brasilien kaufen Öl und Erdölprodukte sowie andere Güter aus Russland. Das ist das Geld, das Putin für die Kriegsführung nutzt.“

 
Unsere Recherche zeigt: Trump betreibt faktisch Klima- und Wetterterrorismus
Es beginnt nicht mit einem Donnerschlag. Es beginnt mit dem Verstummen. Mit der Stimme, die nicht mehr warnt. Mit den Daten, die nicht mehr kommen. Mit den Wetterdiensten, die leer stehen. Und es endet mit Wasser in den Straßen, mit Häusern, die einstürzen, mit Menschen, die nicht rechtzeitig evakuiert wurden, weil niemand mehr da war, der ihnen sagte, sie müssten gehen. Während sich die Vereinigten Staaten auf eine Zukunft zubewegen, die heißer, unberechenbarer, gefährlicher wird, vollzieht die Regierung unter Donald Trump eine Rückabwicklung jener Schutzmechanismen, die jahrzehntelang aufgebaut wurden – aus Forschung, Erfahrung und Verantwortungsgefühl. Was hier geschieht, nennen Beobachter einen Staatsrückbau. Die Regierung nennt es Effizienz. Doch das, was Präsident Trump und seine republikanischen Verbündeten im Kongress derzeit betreiben, ist weit mehr als das Streichen von Budgets. Es ist ein systematisches Entkernen jener Institutionen, die dafür sorgen sollten, dass eine Nation nicht im Regen stehen bleibt – buchstäblich. Der Nationale Wetterdienst hat in den letzten Monaten Hunderte von Stellen verloren. In San Antonio fehlte ausgerechnet an jenem Tag, an dem der Guadalupe River über die Ufer trat, der zentrale Koordinierungsmeteorologe – derjenige, der mit den örtlichen Behörden kommuniziert, Evakuierungen plant und Alarmstufen einordnet. Er war gegangen. Frühverrentung, angeboten von einer Regierung, die lieber zahlt, damit Fachleute gehen, als damit sie bleiben.

Insgesamt wurden über 672 Mitarbeitende (Stand 13. Juli 2025) beim Wetterdienst abgebaut, fast die Hälfte der regionalen Büros hat über 300 Mitarbeiter ihres Personals verloren, einige Büros arbeiten nachts gar nicht mehr. Wetterballons werden nur noch sporadisch gestartet. „Wir bereiten uns auf verschlechterte Operationen vor“, sagt der Dienst selbst – ein Euphemismus für das, was man sonst als Funktionsverlust bezeichnet. Und es bleibt nicht dabei: Zehn Labore der NOAA – jener Behörde, die für Wetter- und Ozeanforschung zuständig ist – sollen geschlossen werden. Die NOAA betreibt derzeit etwa 21 größere wissenschaftliche Labore, darunter das Hurricane-Hunter-Zentrum in Miami, dessen Flugzeuge bisher in die Stürme flogen, um Windgeschwindigkeit, Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu messen – also genau jene Daten, die man braucht, um Leben zu retten. Was hier verloren geht, ist ein „Generationenverlust“ für die Vorhersageforschung. Doch Präsident Trump sieht in all dem offenbar keinen Schaden. In seinem Haushaltsentwurf wird NOAA um weitere zwei Milliarden Dollar gekürzt – 27 Prozent. Die wissenschaftliche Abteilung soll komplett entfallen. Die Satelliten, die seit Jahrzehnten die Atmosphäre und die Ozeane beobachten, werden abgestellt. Bei der NASA wird die Erdbeobachtung halbiert. Was bleibt, ist ein Land im Blindflug. Ein Land, das sich weigert hinzuschauen – während der Sturm längst aufzieht.

 
Eilmeldung: Die Trump-Administration hat laut aufgedeckten Dokumenten Tausende von Anrufen von Flutopfern in Texas, die um Hilfe baten, nicht beantwortet, weil sie Hunderte von Callcenter-Mitarbeitern entlassen hatte.

Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.
 

Anhänge

    Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.
Grand Canyon in Flammen – Warum alte Methoden in der neuen Klimarealität scheitern
Es war das Herz der Abgeschiedenheit – ein Ort aus Holz, Stein und Erinnerung, gebaut an den Rand der Ewigkeit. Nun ist es nur noch Asche. Die Grand Canyon Lodge auf der Nordseite des weltberühmten Canyons, jenes historische Bauwerk, das seit Generationen Besucher in eine andere Zeit versetzte, ist niedergebrannt. Es war ein gefährlicher Irrglaube aus einer anderen Zeit: In den Vereinigten Staaten – und besonders unter der Regierung von Donald Trump – hält man bis heute an forstwirtschaftlichen Methoden fest, die unter den Bedingungen der heutigen Klimakrise kaum noch verantwortbar sind. Eines der besten Beispiele dafür ist das sogenannte „kontrollierte Abbrennen“, also das absichtliche Entzünden kleinerer Feuer, um trockenes Unterholz zu beseitigen und so größere Waldbrände zu verhindern. Diese Praxis stammt aus einer Zeit, in der Wetterlagen noch halbwegs stabil waren, Feuer planbar blieb und sich Umweltrisiken in Grenzen hielten. Doch diese Welt gibt es nicht mehr. Heute führen Hitzeextreme, monatelange Trockenheit, heftige Windböen und riesige Mengen toten, ausgetrockneten Holzes dazu, dass sich solche Brände innerhalb weniger Stunden zu unkontrollierbaren Katastrophen ausweiten können. Genau das ist im Grand Canyon passiert. Denn sogenannte „kontrollierte Brände“ – also geplante Feuer zur Reduzierung von Unterholz – dürfen nur unter streng definierten Bedingungen stattfinden: bei Temperaturen unter etwa 16 Grad Celsius, bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von über 40 Prozent und bei stabilen Windverhältnissen zwischen 6 und 24 km/h ohne starke Böen oder Richtungswechsel über 45 Grad. Diese Parameter gelten als Schwellenwerte, bei deren Überschreitung die Kontrolle über das Feuer schnell verloren gehen kann. Doch genau diese Bedingungen sind durch den Klimawandel kaum noch verlässlich einzuhalten. Unter Trump (und zum Teil schon davor) wurde an diesen traditionellen Methoden festgehalten – ohne Anpassung an die veränderte Realität: keine strengeren Schwellenwerte, keine erweiterte meteorologische Kontrolle, kein generelles Aussetzen bei Extremwetterlagen. Es passt zu Trumps Denken – Klimawandel als Nebensache, wissenschaftliche Warnungen als Übertreibung, Verwaltung als Bremse, Effizienz vor Vorsicht. Im Ergebnis werden „bewährte“ Maßnahmen weiter umgesetzt – auch wenn sie im heutigen Kontext hochriskant oder sogar kontraproduktiv sind. Man setzt auf ein Regelwerk, das für ein anderes Klima geschrieben wurde – und blendet aus, dass es längst kein stabiles Klima mehr gibt. In diesem Fall: Ein kontrolliertes Feuer nach Lehrbuch, durchgeführt in einer Welt, die kein Lehrbuch mehr kennt. Die Trump-Regierung setzt aber auf diese überholten Konzepten – ohne sie an die Realität eines sich dramatisch verändernden Klimas anzupassen. Eine moderne meteorologische Risikobewertungen, Fehlanzeige. Statt Vorsicht herrscht das Prinzip „machen wie Trump und seine realitätsfernen “Berater” das wollen“. Das entspricht der politischen Grundhaltung dieser Regierung: Klimawandel gilt als übertrieben, wissenschaftliche Warnungen als Panikmache, und staatliche Vorsorge wird als ineffiziente Bürokratie abgetan. Das Ergebnis ist fatal. Denn was früher als bewährte Methode galt, ist heute ein Hochrisikofaktor – ein Brandbeschleuniger im wörtlichen Sinn. Und so entstehen Brände nicht mehr durch Unachtsamkeit – sondern durch Ideologie.

 
Liebt Trump Zölle mehr als einen Deal? Diesmal scheint es so
Die EU hat wenig anzubieten, um den US-Präsidenten von seiner jüngsten Drohung abzubringen. Sie kann aber auf die Reaktion der Finanzmärkte setzen

Seit vielen Monaten suchen Regierungen und Fachleute in aller Welt die Antwort auf eine Frage: Sind die Ankündigungen von schmerzhaft hohen Zöllen durch US-Präsident Donald Trump nur eine Verhandlungstaktik, um einen möglichst vorteilhaften Deal für sich herauszureißen? Oder geht es dem selbsterklärten "Zollmann" tatsächlich darum, die US-Wirtschaft von Importen abzuschotten und so eine völlige wirtschaftspolitische Wende einzuleiten?

Nach mehrfachen Verschiebungen sind die Finanzmärkte zum Schluss gekommen, dass Trump es mit seinen Zolldrohungen nie ganz ernst meint und der Pragmatismus in Washington siegen wird. Ihr Vertrauen in das "Taco"-Prinzip ("Trump always chickens out") hat nach anfänglichen starken Verlusten die Börsen in neue Höhen getrieben, auch wenn der Dollar seither deutlich schwächelt.

Auch nach Trumps jüngster Ankündigung, er werde am 1. August Zölle von 30 Prozent auf alle Waren aus der EU und aus Mexiko verhängen, gibt es viele Stimmen, die dies als weiteren Schachzug auf dem Verhandlungsbrett sehen. Und das ist auch nicht auszuschließen, weshalb die EU-Kommission das Richtige tut, wenn sie die für Montag geplanten Gegenzölle, die als Vergeltung für bereits eingeführte US-Abgaben gedacht sind, noch einmal aussetzt und den Unterhändlern eine weitere Chance gibt, den großen Crash zu verhindern. Schließlich waren Washington und Brüssel dem Vernehmen nach schon nahe an einem Abkommen.

 
SUPERMAN TRUMP – Eine Farce in Rot, Weiß und Wahnsinn
Es war einmal ein Land mit einer Verfassung, einer Gewaltenteilung und einer gewissen Abneigung gegenüber Monarchien. Doch all das liegt nun unter einem seidenen Umhang begraben. Das Weiße Haus hat es wieder getan – oder vielmehr: das, was sich noch als solches ausgibt. Mit stolz geschwellter Brust, Photoshop-Muskeln und der Mimik eines Duty-Free-Schaufenster-Mannequins wurde der 79-jährige Präsident der Vereinigten Staaten als Superman inszeniert. Auf dem offiziellen Account der US-Regierung. Ernsthaft. „THE SYMBOL OF HOPE. TRUTH. JUSTICE. THE AMERICAN WAY. SUPERMAN TRUMP. 🇺🇸“ – so verkündet es das digitale Sprachrohr der Macht. Nicht etwa ein Meme-Account aus Oklahoma, nicht ein bizarrer KI-Witz, nicht einmal die Satirezeile von The Onion, sondern die Regierung selbst. Die Präsidialverwaltung. Das Oval Office. Der Ort, an dem einst Kennedy seine Reden schrieb und Lincoln seine Unterschrift setzte, fungiert jetzt offenbar als Fanclubzentrale für Comic-Fantasien im Endstadium.

 
Zurück nach Hollywood

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.


Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.
 
Trump darf Bildungsministerium weiter auflösen
US-Präsident Donald Trump kann seine weitgehende Auflösung des Bildungsministeriums fortführen. Der Oberste Gerichtshof machte gestern den Weg dafür frei. Die Richter hoben die Anordnung eines Bundesrichters auf, die die Entlassung von 1.400 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Behörde rückgängig gemacht hatte.

Außerdem war die Übertragung wichtiger Funktionen des Ministeriums an andere Bundesbehörden untersagt worden. Trump will die Rolle der Regierung im Bildungswesen verringern. Stattdessen sollen die Bundesstaaten eine stärkere Kontrolle ausüben.


Trotzdem werden die Leute weiter lesen lernen.

:maga:
 
Anwaltsflucht im Justizministerium – Warum Trumps Anwälte reihenweise das Handtuch werfen
Es ist ein Exodus, wie ihn Washington selten gesehen hat – und ein unmissverständliches Signal aus den innersten Kreisen des amerikanischen Rechtsstaats: Seit der Wiederwahl Donald Trumps zum Präsidenten der Vereinigten Staaten haben zwei Drittel der Anwältinnen und Anwälte jenes Referats im Justizministerium ihren Dienst quittiert, das für die Verteidigung der Regierungspolitik zuständig ist. Genauer: 69 von 110 Juristinnen und Juristen der „Federal Programs Branch“, einer zentralen Einheit des Department of Justice (DOJ), haben seit der Wahl 2024 das Handtuch geworfen. Und die Gründe liegen offen zutage. „Client from hell“ – so nennen manche hinter vorgehaltener Hand ihren neuen alten Auftraggeber. Ein Mandantenverhältnis, das für viele unerträglich geworden ist. Denn was einst als nüchterne Rechtsvertretung einer demokratisch gewählten Regierung begann, hat sich in wenigen Monaten zur Belastungsprobe für das berufsethische Gewissen entwickelt. Statt Gesetzesvorhaben zu verteidigen, geht es nun um das juristische Abfangen autoritärer Dekrete, um das Verschleiern politischer Racheakte, um die Abwehr einer Klageflut gegen Maßnahmen, die selbst in Regierungskreisen als rechtlich fragwürdig gelten.

 
Zurück
Oben